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14.03.2017 10:13 Alter: 74 days
Kategorie: tsc-Community, theologische Ausbildung
Von: Simon Baum

«Geflasht vom Reden Gottes»

Prophetieseminar am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc)


Prophetieseminar mit Dr. Walter Penzhorn am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc)

Dr. Walter Penzhorn erklärt den tsc-Studenten, was sie beim Hören auf Gottes Stimme beachten sollten.

Viele tsc-Studenten spüren eine Sehnsucht, mit Gott Zwiegespräche zu halten und ihn in ihrem Herzen reden zu hören. Aus diesem Bedürfnis heraus organisierte Theologiestudent Simon Bühler ein Seminar zum Thema «Gottes Stimme hören». An drei Abenden erfuhren wir von Dr. Walter Penzhorn mehr über Prophetie und erlebten, dass Gott zu jedem von uns sprach.

Jeder kann Gottes Stimme hören

Im Theologiestudium werden oft die kognitiven und analytischen Fähigkeiten beansprucht. Oder einfach gesagt: Man spricht vor allem über Gott. Dass man aber auch mit Gott sprechen kann, macht uns die Bibel unmissverständlich klar: «Meine Schafe hören meine Stimme», erklärt Jesus in Johannes 10,27. Dieser Aussage stellt Jesus keine bestimmte Begabung oder Berufung voraus. Wenn man zu Christus gehört, hört man sie einfach. Leichter gesagt als getan. Dr. Walter Penzhorn ist seit über 20 Jahren im prophetischen Dienst tätig. Der gebürtige Südafrikaner und ausgebildete Elektroingenieur unternimmt seit 1997 Vortragsreisen durch Deutschland und die Schweiz. Die Fähigkeit, auf Gottes Stimme zu hören, wurde ihm aber nicht in die Wiege gelegt. Im Gegenteil: Dem prophetischen Dienst ging ein langjähriger Lernprozess voraus, der bis heute anhält.

Prophetie nach dem «EET-Prinzip»

Opens external link in new windowWalter Penzhorn startete den Abend jeweils mit einem einstündigen Referat. Anhand eines Schemas zeigte er fünf praktische Schritte beim Hören auf Gottes Stimme auf. Dabei gäbe es verschiedene Dinge zu beachten: Wenn wir einen Eindruck von Gott empfangen, müssten wir diesen zuerst deuten. Was bedeutet er? Und für wen ist er bestimmt? Sofern der Eindruck für jemand anderen bestimmt sei, werde dieser nach dem «EET-Prinzip» kommuniziert. EET bedeutet: Erbauung, Ermutigung, Tröstung. Folglich bezieht sich der Inhalt der Botschaft auf eine oder mehrere dieser drei Prinzipien. Die Person, welche den Eindruck kommuniziert bekommt, prüft diesen wiederum und entscheidet danach, was sie damit macht. Paulus gibt uns dafür in 1. Thessalonicher 5,21 eine Hilfe indem er sagt: «Prüft aber alles und das Gute behaltet.» Wie bei allen Dingen im Leben, bedürfe auch das Hören auf Gottes Stimme viel Übung. Walter Penzhorn erklärte, dass Fehler machen in Ordnung sei. Solange wir das EET-Prinzip anwenden würden, könne Gott auch auf unseren krummen Linien gerade schreiben.

Von der Theorie zur Praxis

Was wir im Plenum gehört hatten, probierten wir anschliessend selbst aus. Wir setzten uns in Gruppen zu dritt zusammen, beteten füreinander und gaben prophetische Eindrücke weiter. Die Ergebnisse waren erstaunlich. Walter Penzhorn selbst diente uns jeweils die letzte halbe Stunde des Abends mit prophetischen Eindrücken. Für viele war dieser Teil der Höhepunkt der Abende. «Gott hat durch Walter so klar zu mir gesprochen, dass es mich in meiner anstehenden Entscheidung stark geprägt und bestärkt hat», berichtet Mirjam Ide, eine Studentin des Opens internal link in current windowtsc-Jahreskurs. Auch Simon Bühler erlebte eine Prophetie und war «voll geflasht», wie er anschliessend sagte.

Und so geht’s weiter…

Die Begeisterung für Prophetie ist unter den tsc-Studenten so gross, dass daraus bereits die Idee entstand, eine Hörgruppe zu bilden. Diese soll sich regelmässig treffen, um auf Gottes Stimme zu hören und prophetische Eindrücke weiterzugeben. Wir dürfen also auf weiteres prophetisches Reden auf dem Campus gespannt sein.