Bachelorarbeiten von tsc-Studenten

Die Bachelorarbeit ist die wissenschaftliche Abschlussarbeit jedes Bachelor-Studiengangs am Theologischen Seminar St. Chrischona. Die tsc-Studenten erörtern eigenständig ein selbst gewähltes Thema mit Hilfe von wissenschaftlichen Hilfsmitteln und den im Studium erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das gewählte Thema muss mit den Programmzielen des jeweiligen Studiengangs übereinstimmen und wird mit Hilfe eines Dozenten eingegrenzt. Dieser Dozent begleitet den Studenten auch während des Erarbeitungsprozesses.

Der Umfang der Bachelorarbeit beträgt 65'000-85'000 Zeichen, also rund 35-40 Seiten. Ausgewählte Bachelorarbeiten veröffentlicht das Theologische Seminar St. Chrischona auf dieser Internetseite. So können sich Interessierte über spannende theologische Themen informieren und sich ein Bild machen über die hohe Qualität der theologischen Ausbildung am tsc. Bei Fragen zu den einzelnen Bachelorarbeiten kann das tsc-Sekretariat den Kontakt zu den Autoren vermitteln.


Bachelorarbeiten 2016


Bach, David: Zusammenfassung der Bachelorarbeit „Vergib uns, wie auch wir vergeben“ (Klicken zum Aufklappen)

Die Bachelorarbeit von David Bach ist eine exegetische Analyse der Vergebungsbitte im Vaterunser mit den direkt anschliessenden Versen, die sich auf die Vergebungsbitte beziehen (Mt 6,12-15) und des Gleichnisses vom unbarmherzigen Diener (Mt 18,21-35). In beiden Perikopen geht es darum, wie die Vergebung Gottes und die Vergebung unter den Menschen miteinander verknüpft sind. Vor allem bei der Lektüre der Vergebungsbitte im Vaterunser stellt sich die Frage, ob wir Menschen uns zuerst als Vorbedingung vergeben müssen, bevor wir mit Gottes Vergebung rechnen können. Die gemeinsame Analyse der beiden Texte zeigt jedoch auf, dass Gottes Vergebung unvergleichbar grösser ist als die menschliche. Die Vergebung, die die Menschen einander gewähren, ist eine logische Folge und nicht die Ermöglichung für die Vergebung Gottes. Dennoch verdeutlichen die beiden Perikopen die harten Konsequenzen für Menschen, die nicht willens sind zu vergeben. Wer dazu nicht bereit ist, schliesst sich dadurch auch von der Vergebung Gottes aus, die dieser ihm schenken möchte.

Bach, David: Vita (Klicken zum Aufklappen)

David Bach, tsc-Absolvent 2016Ich bin 1989 geboren und in Saanen im Berner Oberland aufgewachsen. Meine Familie gehört zum Evangelischen Gemeinschaftswerk in Gstaad. Dadurch bin ich schon früh mit dem christlichen Glauben in Berührung gekommen und der Glaube wurde schnell ein wichtiger Teil meines Lebens. Nach der obligatorischen Schulzeit absolvierte ich eine Lehre zum kaufmännischen Angestellten. Danach besuchte ich die BMS in Thun und machte nebenbei ein Praktikum im EGW Gstaad, um einen Einblick in die Gemeindearbeit zu erhalten. Nach dem Praktikum meldete ich mich zum Theologiestudium am tsc an. Bevor das Studium losging, absolvierte ich aber noch die Rekrutenschule und arbeitete für eineinhalb Jahre bei der Jonasfoundation (www.jonasfoundation.org). Dort engagierte ich mich in der Jugendarbeit und erledigte administrative Aufgaben. Nach meinem Studium am tsc inklusive Praxisstudienjahr, das ich im EGW Herzogenbuchsee absolvierte, werde ich mit meiner Familie nach Wila ZH ziehen, wo ich Pastor in der Chrischona-Gemeinde werde.


Bendig, Tobias: Zusammenfassung der Bachelorarbeit „Singt dem Herrn ein neues Lied“ (Klicken zum Aufklappen)

Die Bachelorarbeit von Tobias Bendig setzt sich mit Ursprung und Geschichte der Praise & Worship Musik von Anfang der 1960er Jahre bis zum heutigen Tag auseinander.
Im ersten Teil wird zunächst die Geschichte der Anbetungsmusik in der Bibel und Kirchengeschichte betrachtet. Dies soll helfen, den grossen Rahmen zu sehen, in welchem sich die Praise & Worship Musik bewegt. So lässt sich bereits in der Bibel erkennen, dass Musik zur Ehre Gottes nicht immer gleich blieb, sondern eine Entwicklung vollzog. Zudem lassen sich besonders in der Kirchengeschichte Parallelen zur Praise & Worship Musik erkennen, was den Einbezug neuer Musikstile in bestehende Kirchenkulturen betrifft.
Der zweite Teil geht auf die Entstehungsgeschichte der Praise & Worship Musik und deren Verlauf bis heute ein. Die historischen Wurzeln dieser Art, Gott anzubeten, liegen in der Gospelmusik der schwarzen Gemeinden, der charismatischen Bewegung und der Jesus People Bewegung. Im weiteren Verlauf des Kapitels wird der Werdegang der Praise & Worship Musik nachgezeichnet von ihrem Beginn in den 1960ern in den USA über die schnell wachsenden Gemeindebewegungen der Calvary Chapel und Vineyard bis nach Europa. Ab den 1990er Jahren wird diese Musik, auch dank spezialisierter Musiklabels, zunehmend zu einem weltweiten Phänomen. Das Kapitel endet mit den neusten Entwicklungen der Praise & Worship Musik der letzten Jahre.
Das folgende Kapitel zeigt die Veränderung der musikalischen Form der Praise & Worship Musik von einem anfänglichem Folkrock Sound zu einem poppigeren und rockigeren Stil. Zudem wurden im Laufe der Zeit immer mehr musikalische Stilmittel eingesetzt, die die Musik variabler erscheinen lassen.
Im vierten Teil wird die Entwicklung bei den Liedinhalten aufgezeigt. Anfängliche Lieder mit wenig Text und Inhalt werden nach und nach abgelöst von Liedern, die immer mehr Inhalt vorweisen und einen viel grösseren Themenkreis umfassen.
Im darauf folgenden Abschnitt behandelt die Arbeit die theologischen Hintergründe der Praise & Worship Musik. Diese sind vor allem bei der charismatischen Bewegung zu finden, die der Musik generell einen höheren Stellenwert im Gottesdienst zuspricht, sowie besondere Kräfte, Heilung und Befreiung zu bewirken.
Anhand der gewonnenen Erkenntnisse werden im abschliessenden Kapitel neun Thesen für die Praxis im Gemeindedienst formuliert.

Bendig, Tobias: Vita (Klicken zum Aufklappen)

Tobias Bendig, tsc-Absolvent 2016Tobias Bendig, Jahrgang 1985, ist seit 2014 Pastor in der Chrischona-Gemeinde Muttenz. Er ist in Südbaden – im Dreiländereck – aufgewachsen und seit 2009 mit Andrea verheiratet. Gemeinsam haben sie 4 Kinder. In seiner Freizeit spielt und musiziert Tobias gerne mit seinen Kindern, macht Sport (Fußball, joggen), spielt Gitarre, trifft sich gerne mit Freunden, oder liest hin und wieder mal ein Buch.
Im Juni 2016 hat er das Studium am Theologischen Seminar St. Chrischona mit dem Bachelor in Theologie abgeschlossen. In der Gemeinde ist Tobias zu 80 % angestellt und verantwortlich für den Bereich „Next Generation“. Zu seinen Aufgaben gehören ausserdem die Leitung der Jugendgruppe, Verkündigung, Unterstützung von Projekten sowie die Mitarbeit in Musik und Gottesdienstgestaltung.
Sein Herz schlägt dafür, (junge) Menschen auf ihrem Weg mit Jesus zu begleiten und zu fördern, so dass sie ihre Identität ihn IHM finden. Tobias freut es, Begabungen in Menschen zu entdecken und mitzuhelfen, dass diese zur Entfaltung kommen. Zudem ist es seine Leidenschaft, Menschen in den Lobpreis und die Anbetung Gottes zu führen.


Heiniger, Karina: Zusammenfassung der Bachelorarbeit „Die jüdische Sabbatfeier und ihr Potential für Christen“ (Klicken zum Aufklappen)

Die Bachelorarbeit von Karina Heiniger beschäftigt sich mit dem Sabbatgebot in seiner theologischen und geschichtlichen Bedeutung. Anhand der jüdischen Praxis sucht sie einen Ansatz, wie der Sabbat bewusster gestaltet und begangen werden könnte. Im ersten Teil wird der Sabbat in seiner theologischen Bedeutung erforscht und die wichtigsten Aussagen dargelegt. Dabei kommt zum Vorschein, dass die Sabbatruhe ein ganzheitliches und bewusstes Ruhen ist. Es geht über die Arbeitsruhe hinaus. Im Weiteren folgt eine geschichtliche Betrachtung des Sabbats im Alten Testament, zur Zeit des Neuen Testaments, in der kirchengeschichtlichen Entwicklung, sowie das jüdische Sabbatverständnis von heute. Durch diesen ersten Teil wird eine Basis gelegt, die die Wichtigkeit des Sabbats und seine Vernachlässigung in der Geschichte aufzeigt.
Im zweiten Teil, der auf die praktische Umsetzung des Sabbats fokussiert ist, wird die jüdische Sabbatfeier anhand der Sabbatbegrüssung am Freitagabend dargestellt. Innerhalb dieser Liturgie wird die Symbolik von Licht, Wein und den Broten genauer angeschaut. Dieser jüdisch geprägten Liturgie werden dann der messianisch-jüdische Ansatz einer solchen Liturgie sowie die christliche Sonntagsbegrüssung gegenübergestellt.
In dem messianisch-jüdischen Ansatz wird darauf eingegangen, welche Handhabung die messianischen Juden im Blick auf die orthodoxe Jüdische Liturgie haben und inwiefern sie sich von der unterscheidet.
In der christlichen Sonntagsbegrüssung werden zu Beginn verschiedene Meinungen zu dieser Praxis angeschaut. Da es sich dabei um ein Ritual handelt, werden die Symboliken auf ihre neutestamentliche Bedeutung hin untersucht, welche Werte und Gedanken sie vermitteln wollen. Abschliessend werden drei verschiedene Liturgien zur christlichen Sonntagsbegrüssung miteinander verglichen und verschiedene Praxismöglichkeiten hervorgehoben. Innerhalb der Arbeit werden jeweils am Ende der Kapitel Fazits gezogen. Zum Schluss der Arbeit werden in einer kritischen Würdigung die Hauptpunkte zusammengenommen.

Heiniger, Karina: Vita (Klicken zum Aufklappen)

Karina Heiniger, tsc-Absolventin 2016Aufgewachsen bin ich in der Schweiz. Nach der Schule habe ich zuerst eine Ausbildung zur Kauffrau gemacht. Nach einigen Jahren hat Gott mich so geführt, dass ich das Gemeindepädagogikstudium im Sommer 2012 am Theologischen Seminar St. Chrischona begann.
Zum Thema meiner Bachelorarbeit: Schon seit der Kindheit interessiere ich mich für Israel und das Judentum, denn mehr als die Hälfte der biblischen Bücher haben wir den Juden zu verdanken. Auch die meisten Bücher des Neuen Testaments sind von Juden geschrieben worden. In den vergangenen Jahren beschäftigte ich mich mehr und mehr mit den jüdischen / biblischen Festen. Als ich merkte, dass der Sabbat die Grundlage für alle diese Feste ist, wollte ich mich intensiver damit beschäftigen, welche Gedanken Gott für diesen speziellen Tag hat und wie wir als Christen diesen Tag so gestalten können, dass darin auch Christus verherrlicht wird.


Penzhorn, Rudi: Zusammenfassung der Bachelorarbeit „Das Bittgebet aus Sicht der persönlichen Gottesbeziehung“ (Klicken zum Ausklappen)

Die Bachelorarbeit von Rudi Penzhorn geht der Frage nach, ob das Bittgebet einen Sinn ergibt. Dies geschieht innerhalb der Spannung zwischen grossen biblischen Verheissungen übers Gebet einerseits und unterschiedlichen theoretischen Einwänden und enttäuschenden Erfahrungen andererseits. Die gewählte Anwendung ist der Fall einer schweren Krankheit.
Der Rahmen, in dem das Bittgebet stattfindet, wird als eine persönliche Beziehung zwischen Gott und dem Menschen dargestellt. Dazu gehört, welche Kennzeichen eine persönliche Beziehung mit sich bringt. Die Bachelorarbeit zeigt auf, wie der gedankliche Weg von einer Beziehung hin zum Dialog aussieht. In Anrede und Antwort entsteht ein Gespräch in Worten und Taten.
Der Verfasser stellt vier Kriterien vor, die für Gott als Addressaten des Bittgebets entscheidend sind: 1. Gott erhört Gebete, 2. Gott kann handeln, 3. Gott meint es gut mit den Menschen und 4. Gott lässt sich bewegen. Dabei wird aufgezeigt, welchen Anlass es aus der Heilsgeschichte gibt, die Kriterien als erfüllt zu betrachten.
Die Stellung des Menschen im Gebet wird in einem eigenen Kapitel untersucht. Dies beinhaltet erstens die Rechtfertigung und den Zugang zu Gott, die Jesus für den Menschen erlangt hat. Als zweites wendet sich die Bachelorarbeit dem Wirken des Heiligen Geistes zu, der das Gebet initiiert, befähigt, übersetzt und leitet. In dem Zusammenhang wird die Frage nach göttlicher Gabe und menschlicher Aufgabe im Gebet gestellt. Den Abschluss des Kapitels bietet eine kurze Untersuchung zu Hindernissen, welche die Stellung des Menschen und damit das Gebet beeinträchtigen.
Das Wesen und die Wirkung des Bittgebets werden aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Zunächst wird das Ziel des Bittgebets identifiziert, dass es Gott selbst zur Hilfe ruft. Darauf aufbauend werden drei mögliche Auswirkungen des Bittgebets erörtert: Erhörung des Wunsches, Begegnung mit Gott und/oder eine Veränderung im Beter. So wie Leid den Menschen auf mehreren Ebenen betrifft, entfaltet auch das Bittgebet eine mehrschichtige Wirkung. Es wird die Spannung zwischen der Welt, wie wir sie jetzt erleben, und der zukünftig verheissenen, leidfreien Welt stehengelassen. Die Wechselwirkung des Bittgebets und des Vertrauens, die sich gegenseitig stärken und voneinander profitieren, wird aufgezeigt.
Aus der gewonnen Sicht aufs Bittgebet werden Konsequenzen gezogen, wie dies in der Praxis aussieht. Besonders in der Begleitung von Menschen, die von einer schweren Krankheit betroffen sind.


Rupp, Matthias: Zusammenfassung der Bachelorarbeit „Charles Haddon Spurgeons Christusverkündigung aus den Psalmen“ (Klicken zum Ausklappen)

Charles Haddon Spurgeon predigte wie kein anderer. Puritanisch aufgewachsen und methodistisch bekehrt begann er 1851 als 16-Jähriger seinen Predigtdienst in Ostengland. Unter seiner Kanzel wuchs die Gemeinde, so dass er bald in London vor einer allsonntäglichen Hörerschaft von 5.000 Menschen predigte. Als Geheimnis seiner Predigt nannte er selbst stets seinen Christozentrismus. Dieser besagt, es müsse in jeder Predigt immer Jesus verkündigt werden und jeder biblische Text führe auch zu ihm.
Dieses hermeneutische Schlüsselprinzip leitet Spurgeon auch im Blick auf seine Verkündigung aus den Psalmen, wie die Analyse seiner Auslegung des 2., 19. und 106. Psalms in dieser Bachelorarbeit zeigt. Spurgeon sah Christus in den Psalmen, wie ohnehin auch überall im AT und der gesamten Heiligen Schrift. Dabei nutzte er vor allem Begriffe, Symbole, Typen und Metaphern in den Psalmen, die er in seiner Predigt mithilfe einer allegorischen Auslegung auf Christus hin deutete. Allegorie meint den Sachverhalt, biblische Texte über ihren augenscheinlich „ersten“ Sinn (oft Literalsinn genannt) auf einen anderen (oft geistlichen Sinn) hin zu deuten.
Kritisch betrachtet lässt sich bei Spurgeon eine Tendenz zur Vergeistlichung der biblischen Texte und eine damit einhergehende Vernachlässigung der geschichtlichen auf Tatsachen basierenden Offenbarung Gottes feststellen. Das homiletische Ziel, seinen Hörern Jesus als Retter zu verkündigen, bestimmt seine Hermeneutik. Es ist ihm wichtiger, Seelen zu retten, als innerhalb gewisser theologisch-hermeneutischer Eingrenzungen zu verweilen. Trotz der manchmal fantastisch anmutenden Allegorien, ist die Allegorese Spurgeons nicht grundsätzlich zu verwerfen. Sie hat ihre hermeneutische Berechtigung, vor allem da, wo sie von den Aussagen Jesu und dem NT hergeleitet wird.
Dass die Psalmen selbst christologisch verstanden werden wollen, wird u.a. daran deutlich, dass Jesus seinen Jüngern sagt, dass die Psalmen von ihm zeugen (Lk 24, 27). Im Psalter ist sowohl die Stimme von Christus als auch die Stimme über Christus vernehmbar. Christus ist die Mitte der Schrift und damit auch im Alten Testament gegenwärtig, so dass es keineswegs illegitim ist, dies in der Predigt deutlich zu machen. Nimmt man die Aussagen Jesu ernst, dann erweist sich sogar in der christologischen Auslegung des AT der eigentliche (literal-)Sinn der Texte.

Rupp, Matthias: Vita (Klicken zum Ausklappen)

Matthias Rupp, tsc-Absolvent 2016Matthias Rupp, Jahrgang 1988, verheiratet mit Ruth, drei Kinder im Alter von 1-5 Jahren. Gebürtig aus Weil am Rhein, keine 20 Minuten vom Chrischona-Campus, nennt er das Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz seine Heimat. Geistlich ist er in der Evangelischen Stadtmission „Stami“ Lörrach (Chrischona-Gemeinde) gross geworden. Nach dem Realschulabschluss einjährige weiterführende Schule in kaufmännischer Richtung. Danach für 15 Monate Wehrdienstleistender beim Heer der Bundeswehr. Anschliessend auf dem zweiten Bildungsweg innerhalb von drei Jahren die fachgebundenen Hochschulreife nachgeholt.
Die Wahl zwischen Theologie und Lehramt traf er, nachdem ihm bewusst wurde, dass er als Theologe immer auch Lehrer sein würde. So schloss er nach 6 Jahren im Sommer 2016 das Studium am Theologischen Seminar St. Chrischona mit dem Bachelor of Arts in Theology ab. Zwischendurch absolvierte er ein Praxisstudienjahr in England mit der Missionsorganisation OM. Wenn neben den Kids noch Zeit für Hobbies bleibt, spielt er leidenschaftlich gerne Gitarre sowie allerlei Team Ballsportarten, am liebsten zurzeit Fussball.
Die Bachelorarbeit verbindet zwei seiner Herzensthemen: Das biblische Buch der Psalmen und das Predigen. Hierbei wollte er Charles Haddon Spurgeon, einem Meister seines Faches, über die Schultern schauen und dabei lernen, wie dieser es geschafft hat, Christus aus den Psalmen zu verkündigen.


Bachelorarbeiten 2015


Niederberger, Christian: Zusammenfassung der Bachelorarbeit „Zur Bedeutung der transnationalen Vernetzung bei J. Hudson Taylor und der China-Inland-Mission“ (Klicken zum Ausklappen)

Die transnationale Vernetzung des Gründers der China-Inland-Mission (CIM), James Hudson Taylor, leistete einen bedeutenden Beitrag, damit aus einem kleinen Werk in England, welches auf die Initiative eines Apothekerlehrlings zurückgeht, eine weltumspannende, wachsende Organisation wurde, die bis heute unter dem Namen Überseeische Missionsgemeinschaft (ÜMG) fortbesteht.
Das England des 19. Jahrhunderts, in welchem der Grundstein für die CIM gelegt wurde, stand in politischer und religiöser Hinsicht genauso in Beziehung und im Austausch mit China wie mit anderen europäischen Ländern. Missionare und Missionswerke gestalten die internationale Wechselbeziehung entscheidend und formten das Bild, welches die Menschen in Europa sich von fernen Kontinenten machten. Als Bürger der damaligen Zeit stand Taylor mittendrin in den profanhistorischen Ereignissen, wobei er von jenen geprägt wurde und auch selbst Einfluss auf sein Umfeld nahm. Dies geschah manchmal zu seinem Vorteil und in einigen Fällen zu seinem Leidwesen. Im 19. Jahrhundert entstanden auf britischem Boden unterschiedliche christliche Strömungen, so etwa die Erweckungsbewegung und die Evangelische  Allianz. Die aus Amerika stammende Heiligungsbewegung schlug in England ebenfalls Wurzeln. Der CIM  Gründer vernetzte sich mit Vertretern länderübergreifender christlichen Initiativen und gelangte so zu einem Netzwerk an transnationalen Kontakten und Beziehungen. Beschränkte es sich in der Pionierphase der CIM noch vornehmlich auf England, so ergab sich gegen Ende seines Lebens ein weltumspannendes Netzwerk an Verbindungen.
Dank des Beziehungsnetzes von Taylor erhielt die CIM einige markante Charakterzüge. Damit jedoch der Einfluss der transnationalen Vernetzung möglich wurde und sich für die CIM als positiver Mehrwert äusserte, bedurfte es Vorrausetzungen, ohne die  Taylor womöglich unbekannt geblieben wäre und die CIM nie ihre heutigen Ausmasse erreicht hätte.