Kirche St. Chrischona ohne Kastanien im Frühling 2019

Chrischona, wo sind deine Kastanien?

Pressemitteilung vom 17. April 2019

Warum die Kirche St. Chrischona ihre Bäume verloren hat

Die Kirche St. Chrischona ohne die Kastanien auf ihrem Vorplatz hat bis vor kurzem kaum ein lebender Mensch gesehen. Schätzungsweise 85 Jahre wuchsen die Kastanien an der Südfassade der Kirche empor, bis sie im Dezember 2018 gefällt und mit samt ihrem Wurzelwerk entfernt worden sind.

Faule Kastanien

Eine Pilzerkrankung war der Grund für das Fällen der Kastanien. Faule Äste bedrohten die Sicherheit auf dem von vielen Ausflüglern und Wanderern besuchten Platz. Das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc), dem die Kirche und die Kastanien gehören, prüfte in Absprache mit der Stadtgärtnerei Basel und der Denkmalpflege die Optionen. Schliesslich entschied sich das Theologische Seminar dafür, die Bäume zu fällen.

Kalksteine und Knochenfunde

Unmittelbar nach der Fällung nutzte die archäologische Bodenforschung des Kantons Basel-Stadt die Gunst der Stunde, um den Bereich zu untersuchen. Die Archäologen fanden Mörtelreste, lose Kalksteine und einzelne menschliche Knochen sowie ein Knochendepot. Diese Funde überraschten nicht, schliesslich wurde an der Kirche viel gebaut und auf dem Vorplatz befand sich einst ein Friedhof. Noch bis 1828 sollen die Bettinger dort ihre Toten begraben haben. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Kastanien nach einer Renovierung der Kirche in den 1930er Jahren direkt über den einstigen Gräbern gepflanzt wurden.

Neue Bäume werden gepflanzt

Ohne die Kastanien kommt die Kirche besser zur Geltung, ist deutlicher aus der Ferne zu sehen und lässt spürbar mehr Licht in den Innenraum. Dies schienen auch die einstigen Kastanienpflanzer geschätzt zu haben. Aus Aufzeichnungen geht hervor, dass die Bäume nie so gross werden sollten, dass sie die Fassade der Kirche verdecken. Mancher Besucher von St. Chrischona allerdings trauert den Kastanien nach, wie Einträge im Gebetsbuch der Kirche dokumentieren. Traurig muss jedoch niemand sein. Es laufen bereits die Planungen für die Anpflanzung neuer Bäume anstelle der gefällten Kastanien.

Aufgrund von Pilzbefall mussten die Rosskastanien auf dem Vorplatz der Kirche St. Chrischona im Dezember 2018 gefällt werden. Die Sicherheit wäre sonst durch faule Äste bedroht gewesen.
Aufgrund von Pilzbefall mussten die Rosskastanien auf dem Vorplatz der Kirche St. Chrischona im Dezember 2018 gefällt werden. Die Sicherheit wäre sonst durch faule Äste bedroht gewesen.
Die Kastanien waren so gross geworden, dass sie die Fassade der Kirche St. Chrischona verdeckt hatten. Ohne sie kommt die Kirche wieder besser zur Geltung.
Die Kastanien waren so gross geworden, dass sie die Fassade der Kirche St. Chrischona verdeckt hatten. Ohne sie kommt die Kirche wieder besser zur Geltung.

Zur Kirche St. Chrischona

Die Kirche St. Chrischona ist tagsüber öffentlich zugänglich. Der Zugang erfolgt über die Tür am Fuss des Kirchturms. Vom Vorplatz der Kirche haben Besucher bei schönem Wetter eine gute Aussicht auf den Schweizer Jura und die Alpen.

Waldrain-Kioskbetreiberinnen Xenia Ziegler und Carmen Lupp (1500x500px)

Neuer Kiosk für Chrischona-Besucher

Pressemitteilung vom 2. April 2019

Xenia Ziegler und Carmen Lupp eröffnen Kiosk beim Restaurant Waldrain

Besucher von St. Chrischona können wieder Kaffee, Kuchen und Herzhaftes kaufen. Denn Xenia Ziegler und Carmen Lupp aus Riehen öffnen neben dem Restaurant Waldrain ihren Kiosk auf Rädern – an allen schönen Wochenenden vom Wochenende nach Ostern bis September.

Gebäck, Glace, Grillwürste

Seit Ende Dezember 2018 ist das Restaurant Waldrain geschlossen, vor allem wegen des Ruhestands der langjährigen Pächter. Wann es neu eröffnet werden kann, steht aktuell noch nicht fest. Die beiden Kioskbetreiberinnen möchten die Lücke füllen, welche die Restaurantschliessung hinterlässt. Allerdings ist der Kiosk kein Imbiss oder eine Gastwirtschaft, sondern ein Verkaufsstand. Den vielen Besuchern des Ausflugsorts St. Chrischona wollen die beiden Frauen ein einfaches und gutes kulinarisches Angebot machen. Neben Getränken wird es Gebäck, Glace und Grillwürste geben, welche die Besucher selbst grillieren können.

Waldrain-Kioskbetreiberinnen Xenia Ziegler und Carmen Lupp (1024x768px)
Xenia Ziegler und Carmen Lupp (von links) freuen sich auf viele Besucher ihres Kiosks beim Restaurant Waldrain auf St. Chrischona.

«Chrischona-Besucher sollen sich wohlfühlen»

Die Kioskbetreiberinnen wissen St. Chrischona als Ausflugsort persönlich sehr zu schätzen und wollen mit ihrem Kiosk aktiv dazu beitragen, dass der Ort seine Beliebtheit behält. Besonders am Herzen liegen ihnen die Familien, die den Generationenparcours besuchen. Deshalb kündigen sie familienfreundliche Preise an.
Der Kiosk ist für beide ein Pilotprojekt. Carmen Lupp ist sonst als selbstständige Gärtnerin tätig, Xenia Ziegler führt ein Catering. Den Kiosk gehen sie mit viel Herzblut und Optimismus an. «Wir freuen uns auf gute Begegnungen, nette Leute und schönes Wetter», erklärt Carmen Lupp.

Das wünscht ihnen auch Hans-Peter Bareth, der Geschäftsführer ad interim der Chrischona-Campus AG. Sein Unternehmen betreibt die Liegenschaften auf St. Chrischona. Er hat den Weg für den Kiosk auf Rädern freigemacht und ist froh, dass sich diese Übergangslösung relativ schnell ergeben hat. «Chrischona-Besucher sollen sich wohl-fühlen. Dazu gehört eine Verpflegungsmöglichkeit, die es dank der Kioskbetreiberinnen wieder gibt», freut sich Hans-Peter Bareth.

Der Kiosk auf Rädern hat voraussichtlich an allen Wochenenden nach Ostern von 11.30 Uhr bis 16 Uhr geöffnet, an denen schönes Wetter ist.

Zur Chrischona-Campus AG

Die Chrischona-Campus AG betreibt die Liegenschaften zwischen Kirche und Restaurant Waldrain auf St. Chrischona, darunter das Konferenzzentrum. Sie gehört zu 100 Prozent dem Verein «Theologisches Seminar St. Chrischona». Weitere Informationen: www.chrischona-campus.ch