Adventskonzert mit dem tsc-Chor am 30.11.2019 (1500x500px)

Adventskonzert mit dem tsc-Chor am 30.11.

30. November 2019, 20 Uhr

Starte mit dem tsc-Chor in die Adventszeit!

Traditionell gibt der Chor des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) am Vorabend des 1. Advents sein Adventskonzert auf dem Chrischona-Campus. So auch 2019. Am 30. November ab 20 Uhr sind wieder alle Freunde sowie alte und neue Fans des tsc-Chors herzlich eingeladen, mit Gotteslob und Gospels in die Vorweihnachtszeit zu starten.

Infos zum Adventskonzert 2019 des tsc-Chors:

  • Was? Der Chor des Theologischen Seminars St. Chrischona trägt weihnachtliche Lieder und Gospels vor. Chorleiterin ist Susanne Hagen, Studiengangsleiterin Theologie & Musik am tsc.
  • Band? Begleitet wird der tsc-Chor von einer Band aus professionellen Musikern: Sigi Bohnert (Bass), Thomas Gerspach (Drums), Thomas Kaufmann (Keyboards), Bene Müller (Saxophon), Mario Sabatino (Gitarre), Andreas Wäldele (Geige).
  • Wann? Samstag, 30. November 2019, ab 20 Uhr. Das Konzert endet voraussichtlich gegen 22 Uhr.
  • Wo? Konferenzzentrum auf dem Chrischona-Campus.
  • Anreise? Der Chrischona-Campus liegt oberhalb von Bettingen bei Basel. Die Adresse lautet: Chrischonarain 200, 4126 Bettingen, Schweiz.
  • Parkplätze? Gäste des Theologischen Seminars St. Chrischona können die kostenlosen Besucherparkplätze nutzen. Auf St. Chrischona stehen genügend Parkplätze zur Verfügung.
  • Öffentliche Verkehrsmittel? Bis zur Haltestelle «Bettingen, Dorf» bringt dich die Buslinie 32 der BVB. Dort besteht ab 19.30 Uhr Anschluss auf den kostenlosen Rufbus Bettingen (Telefon: +41 (0)61 227 55 75), der dich nach St. Chrischona fährt. Nach dem Konzert kannst du den Rufbus anrufen, um wieder nach Bettingen runter zu kommen.
  • Kosten? Der Eintritt ist frei. Um Kollekte wird gebeten. Der tsc-Chor unterstützt mit dem Konzert die Aktion «Weihnachten im Schuhkarton».

Konzertgottesdienst am 1.12. in der Pauluskirche

Der tsc-Chor gestaltet am Sonntag, den 1. Dezember, einen Konzertgottesdienst in der Pauluskirche in Basel mit. Beginn ist um 18 Uhr, Ende gegen 19.15 Uhr.

Eben-Ezer-Sessions am 18.10.2019: Melina (1500x500px) (Foto: Knut Burmeister, ALLTAG)

Eben-Ezer-Sessions: tsc-Bands on stage

Veranstaltungsrückblick

Impressionen der Eben-Ezer-Sessions vom 18. Oktober 2019

Die Bands des Studiengangs Theologie & Musik des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) trugen am 18. Oktober 2019 selbst geschriebene und gecoverte Lieder in der Eben-Ezer-Halle auf dem Chrischona-Campus vor. Im Rahmen dieser «Eben-Ezer-Sessions» zu hören waren zudem Poetry-Slammer und weitere Musiker.

Popsongs, Worshiplieder, Schlager

Der öffentliche Auftritt erfolgte rund sechs Wochen nach der Neuzusammenstellung der Bands zum Beginn des Studienjahres. Neben Studierenden der Theologie & Musik setzen sie sich auch aus Jahreskurslern mit dem Schwerpunkt Worship und aus Mitarbeitenden des tsc zusammen. Viele der rund 100 Zuschauer staunten darüber, welche Vielfalt an Liedern sich die Studierenden in dieser kurzen Zeit erarbeitet hatten. Jede Band trug zwei oder drei Lieder aus verschiedenen Musikgenres vor, darunter Worshipsongs, aber auch Pop- und Rockmusik oder Schlager. Die Schulung in verschiedenen musikalischen Genres gehört zu einer professionellen musikalischen Ausbildung. Deshalb ist der Studiengang Theologie & Musik entsprechend konzipiert.

Auch die anderen Studiengänge des tsc waren bei den Eben-Ezer-Sessions vertreten: So gab Theologiestudent Lukas Knierim einen Poetry-Slam zum Besten. Weitere Studierenden sorgten für eine stimmungsvolle Dekoration oder einen reibungslosen Barbetrieb mit Bierausschank und Hot Dogs.

Die «Eben-Ezer-Sessions» finden zweimal pro Studienjahr in der Eben-Ezer-Halle statt. Der Eintritt ist kostenlos. Nächster Termin ist Dienstag, der 12. Mai 2020.

Fotos: Knut Burmeister, ALLTAG

Zeit – Geist – Spiel: Dr. Andreas Loos und Kirstine Fratz (1500x500px)

Wenn Zeitgeist und Heiliger Geist miteinander spielen

Zeitgeistseminar mit Dr. Andreas Loos und Kirstine Fratz am tsc

Wenn Zeitgeist und Heiliger Geist miteinander spielen

Autor: Simon Baum, tsc-Student und Jugendpastor

Be-Geistert! Besser könnte man das Gefühl der rund 50 Teilnehmer des «Zeit–Geist–Spiels» des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) Mitte Oktober 2019 auf dem Chrischona-Campus kaum beschreiben. «Nicht werten, sondern staunen!» – dazu haben Dr. Andreas Loos (Theologe und Dozent des tsc) und Kirstine Fratz (Zeitgeistforscherin) zu Beginn des Seminars aufgefordert. Das Ziel wurde übertroffen: Aus Staunen wurde Begeisterung.

Kooperieren Heiliger Geist und Zeitgeist?

Das Image des Zeitgeistes ist nicht unbedingt das Beste – je nachdem, wo man hinhört in Gesellschaft und Kirche. Heiliger Geist gegen Zeitgeist, das ist bekannt. Deswegen stellten Kirstine Fratz und Andreas Loos die ungewöhnliche Frage in den Mittelpunkt: Kooperieren die beiden Geister nicht auch spielerisch miteinander?

Provokativ meinte der Theologe: «Wir dürfen dem Heiligen Geist nicht verbieten zu wehen, wo er will.» Und er fragte weiter: «Kann es sein, dass nicht der Zeitgeist die Menschen verführt, sondern wir den Zeitgeist?» Damit gemeint ist, wenn Menschen dem Zeitgeist Übernatürliches – ja Göttliches zuschreiben – das er gar nicht im Stande ist, zu halten. Der Zeitgeist, so Kirstine Fratz, sei ein temporäres Versprechen für ein gelungenes Leben. Die Frage stellt sich also: Wie kann ein guter Umgang mit dem Zeitgeist aussehen?

Das Seufzen des Zeitgeistes

Die Hamburger Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz ist überzeugt: «Der Zeitgeist hat uns viel mehr im Griff, als wir denken. Er durchdringt alle unsere Lebensbereiche.» Zudem sei er nicht etwas, das wir rein kognitiv erfassen. Oft würden wir ihn erstmal nur fühlen können. Was sich nach einem gelungenen Leben anfühlt, definiere der Zeitgeist immer wieder neu.

Kann dieser Geist aber wirklich etwas mit dem Heiligen Geist zu tun haben? Um diese Frage zu beantworten, müssten wir einen neuen Umgang mit dem Zeitgeist erlernen. Dafür sei es wichtig, so Fratz, nicht zu werten, sondern alles vorerst als blosse Information zu betrachten, was wir über den Zeitgeist entdecken. «Was hat das zu bedeuten?» sei die Schlüsselfrage. Die Antwort auf diese Frage verrate uns etwas über die Ursehnsüchte des Menschen.

Die Zeitgeistforscherin merkte an, dass der Zeitgeist ein ruhiger und feinfühliger Geist sei, der sich zurückzöge, wo es ihm zu laut werde. Stattdessen wehe er an verborgenen Orten, wo er über die ungestillten Sehnsüchte der Menschen flüstere – ja sogar seufze.

Der Theologe Dr. Andreas Loos und die Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz denken darüber nach, wie Heiliger Geist und Zeitgeist miteinander klar kommen.
Der Theologe Dr. Andreas Loos und die Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz denken darüber nach, wie Heiliger Geist und Zeitgeist miteinander klar kommen.

Geheiligtes Zeit-Geist-Spiel

«Der Kreislauf von Mangel, Begehren und Erfüllen ist eine wundervolle Gabe des Heiligen Geistes. Der Zeitgeist spielt damit und der Heilige Geist mutet uns dieses Spiel zu, damit es zu einem Spiel des Lebens wird.» Mit dieser herausfordernden These erklärte Andreas Loos das Zeit–Geist–Spiel. Wie aber kann dieses Spiel gelingen? Bei Betrachtung des Wirkens von Zeitgeist und Heiligem Geist falle auf, dass diese gar nicht so unterschiedlich agieren. Beide würden an verfestigten und zwanghaften Strukturen des Systems rütteln, die Leben hindern statt zu fördern. Sie zögen sich zurück, wo man sie verfügbar machen bzw. kontrollieren will.

Und: Sie tauchen dort auf, wo es niemand erwarten würde. Kirstine Fratz nannte die Heirat von Justin Bieber als Beispiel. Auf die Frage der Presse, weshalb Bieber sich in seinen jungen Jahren nicht noch etwas «austoben» möchte, antwortete der: «Ich habe eine Verantwortung gegenüber den Gefühlen meiner Frau.»

«Mich hat die Offenheit fasziniert!»

Am Ende des zweitägigen Seminars überwog das Staunen und die Begeisterung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten von neuen Zugängen zum Heiligen Geist bis hin zu Durchbrüchen von langjährigen seelischen Gefangenschaften. Stellvertretend für viele Seminarteilnehmer ist das Fazit von Pfarrer Markus Burkhart: «Mich hat die Offenheit fasziniert, sich den Zeitgeistphänomenen zu stellen. Also nicht gleich zu werten, sondern erstmal zu fragen: Was hat das zu bedeuten?»

Und die Referentin Kirstine Fratz erklärte: «Ich habe so vieles gelernt dieses Wochenende. Durch die tiefgehenden Einsichtigen über den Heiligen Geist habe ich den Geist im Zeitgeist ganz neu entdeckt.» Bei so viel Begeisterung ist klar: Das Zeit-Geist-Spiel ist noch lange nicht fertig – es hat gerade erst begonnen.

Das Zeitgeistseminar liefert den Teilnehmern viel Diskussionsstoff.
Das Zeitgeistseminar liefert den Teilnehmern viel Diskussionsstoff.

«Heiliger Geist trifft Zeitgeist»

Interview mit Kirstine Fratz und Andreas Loos

In einem ausführlichen Interview auf dem Blog der tsc-Internetseite erklären Kirstine Fratz und Andreas Loos ihre Thesen genauer. Sie beantworten unter anderem diese Fragen: Wie kommt man auf die Idee, dass Zeitgeist und Heiliger Geist etwas miteinander zu tun haben könnten? Worin unterscheiden sie sich? Und was verbindet sie?

Das Theologische Seminar St. Chrischona hat die Mitschnitte der Einführungsreferate von Kirstine Fratz und Andreas Loos auf seinem Soundcloud-Kanal veröffentlicht (siehe oben). Die weiteren Referate des Zeitgeistseminars wurden ebenfalls mitgeschnitten, stehen aber exklusiv den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars zur Verfügung.

tsc-Jubiläumstreffen 2019: 50 Jahre Jubiläum (Abschlussklasse 1969) 1500x500px

Generationen ermutigen einander

tsc-Jubiläumstreffen 2019

Generationen ermutigen einander

In seiner rund 180-jährigen Geschichte hat das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) Generationen von Christen ausgebildet. Beim Jubiläumstreffen am 15. und 16. Oktober 2019 auf dem Chrischona-Campus begegneten sie sich – und ermutigten einander.

Generationenübergreifender Gottesdienst

Einer der Höhepunkte des Jubiläumstreffens war der generationenübergreifende Gottesdienst, den Jubilare, Studierende, Mitarbeitende und Dozierende gemeinsam feierten. Dazu wählte die Lobpreisband Herzenslieder verschiedener Generationen aus. Darunter: «Du grosser Gott», «Die Gott lieben werden sein wie die Sonne» und «My Lighthouse». Die Predigt bestand aus jeweils einem Impuls einer Studentin und eines Jubilars zum Doppelgebot der Liebe. Der Effekt war ein wechselseitiger: Studierende und Dozierende des tsc wurden von den Geschichten und Erfahrungen der Jubilare mit Gott neu ermutigt. Die Jubilare aktualisierten ihre Erinnerungen ans tsc und schöpften neue Hoffnung für die Zukunft.

Rund 100 Jubilare folgten der Einladung des tsc

Das tsc-Jubiläumstreffen 2019 fand erstmals als zweitägiger Anlass ausserhalb der früheren Chrischona-Jahreskonferenzen statt. Eingeladen waren alle Absolventinnen und Absolventen des tsc, deren Aussendung 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 Jahre zurückliegt. Rund 100 Jubilare folgten der Einladung, an ihre alte Ausbildungsstätte zurückzukehren. Die grösste Gruppe stellten die 40-jährigen Jubilare, von denen 30 gekommen waren. Die zweitgrösste Gruppe bildeten die 50-jährigen Jubilare mit 21 Teilnehmern. Das Wiedersehen mit den ehemaligen Klassenkameraden und dem Chrischona-Campus sind die zwei Hauptgründe, warum die Jubilare sich über die Möglichkeit zum Treffen sehr freuen.

Wie Japaner zum Glauben kommen

Von den 60-jährigen Jubilaren konnten sieben teilnehmen. Eine von ihnen ist die 85-jährige Lotte Mattmüller, die 1959 den Oberkurs an der Bibelschule für Frauen abschloss. Sie berichtete aus ihrem über 30-jährigen Einsatz mit ÜMG Schweiz in Japan. Etwa wie Japaner zum Glauben gekommen sind. «Es ist immer ein Wunder, wenn jemand zum Glauben kommt. Geholfen dabei hat der persönliche Kontakt und das Weitergeben des Wortes Gottes», so Lotte Mattmüller.

Was das Studium am tsc brachte

Ein weiterer tsc-Absolvent von 1959 ist der 84-jährige Werner Buchholz. Er war unter anderem im bessarabischen Gemeinschaftsverband und als Pastor der Nordkirche tätig. Über seine theologische Ausbildung auf St. Chrischona sagte er: «Sie war mir eine Hilfe, das Wort Gottes noch tiefer ins Herz und ins Leben hineinzunehmen.» Er wünschte sich, dass sich Christen wieder mehr als «Botschafter an Christi statt» verstehen. «Botschafter sind keine unabhängigen Verkündiger, sie müssen hören, was Jesu Auftrag für sie ist.»

Was sich in den Brüchen des Lebens bewährt

Insgesamt entlockte tsc-Mitarbeiter René Winkler bei der offiziellen Jubilarenfeier rund einem Dutzend Absolventinnen und Absolventen Einblicke in ihre Lebensgeschichte. Dabei wurde auch deutlich, was sich in den kleinen und grösseren Brüchen bewährt. Mehrere Jubilare berichteten, dass sie in solchen Situationen von Gott besonders stark getragen gefühlt haben. Wichtig sei es, sich immer wieder Zeit für das Wort Gottes zu nehmen, an seinen Verheissungen festzuhalten und sich seiner Berufung neu gewiss zu werden. Frank Spatz, tsc-Absolvent von 1999 und Generalsekretär des Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, erklärte in der Retrospektive: «Gott hat immer wieder Überraschungen für mich. Es lohnt sich, das zu wagen, was Gott mit mir vorhat.»

Dolfi Annen, tsc-Absolvent 1979, und Franziska Chiavi, tsc-Studentin seit 2017, verkündigten beide das Doppelgebot der Liebe.
Dolfi Annen, tsc-Absolvent 1979, und Franziska Chiavi, tsc-Studentin seit 2017, verkündigten beide das Doppelgebot der Liebe.
René Winkler interviewt Lotte Mattmüller und Werner Buchholz.
René Winkler interviewt Lotte Mattmüller und Werner Buchholz.
tsc-Jubiläumstreffen 2019: 50 Jahre Jubiläum (Abschlussklasse 1969)
tsc-Jubiläumstreffen 2019: 50 Jahre Jubiläum (Abschlussklasse 1969)
Rektor Benedikt Walker heisst die Jubilare herzlich willkommen zum Jubiläumstreffen 2019.
Rektor Benedikt Walker heisst die Jubilare herzlich willkommen zum Jubiläumstreffen 2019.

Hintergrundinformationen vom tsc

Informationen zum tsc erhielten die Jubilare von Rektor Benedikt Walker. Er erklärte ihnen die Hintergründe der strukturellen Veränderungen, die das tsc durchlaufen hat. Seit 2019 ist das Theologische Seminar St. Chrischona rechtlich eigenständig. Neu knüpft es das tsc-Netzwerk. Denn: «Gute theologische Ausbildung funktioniert nur im Zusammenspiel mit Gemeinden, Freunden und Partnern», wie Benedikt Walker erklärte.

Persönliches Update von René Winkler

René Winkler, der ehemalige Direktor von Chrischona International, ist seit 2019 als Leiter Weiterbildung des tsc tätig. Sehr persönlich berichtete er darüber, wie er die Veränderungen und eine Auszeit erlebt hat: «Die Auszeit hatte ein Ziel: mich ganz auszufädeln aus der bisherigen Rolle. Ich kann sagen: Das ist gelungen. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut! Am tsc konzentriere ich mich auf Inhalte und Beziehungen: Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche entwickeln, den Kontakt zu tsc-Absolventen pflegen und intensivieren sowie als Referent zur Verfügung stehen.»