Chorleiterin Susanne Hagen begleitet ihren Chor am Flügel.

Musikvideo statt Adventskonzert

Musikvideo statt Adventskonzert

tsc-Chor veröffentlicht Weihnachts-Medley auf Youtube

Chöre haben es schwer in Zeiten von Corona. Proben und Konzerte müssen ausfallen, die Motivation schwindet. Der Chor des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) hat sich deshalb etwas einfallen lassen und ein neues Musikvideo auf Youtube veröffentlicht. Mit Weihnachtsliedern will er Licht in diese Zeiten bringen.

Anknüpfen an den Erfolg des vorherigen Musikvideos

Für den tsc-Chor war das Jahr 2020 frustrierend. Aufgrund der Corona-Krise mussten alle Konzerte und Auftritte bei Veranstaltungen abgesagt werden. Die mehrfach verschärften Corona-Massnahmen verboten schliesslich sogar die Proben.
Was also tun? Der tsc-Chor erinnerte sich an den Frühsommer zurück, als er bereits mit dem Musikvideo zum Lied «Nearer, My God, to Thee» für Aufsehen gesorgt hatte. Das Video wurde auf Youtube bislang mehr als 24’000 Mal aufgerufen.

Stimmungsvolle Weihnachtslieder

Passend zur Vorweihnachtszeit besteht das neue Musikvideo aus einem Mix von vier Weihnachtsliedern (englisch: «Christmas Carols»). Eingeleitet wird es vom «Coventry Carol», in dem die Frauen Bethlehems sich um das neugeborene Jesus-Kind sorgen. Fröhlicher geht es mit «Carol of the bells» weiter. Dann wird es traditionell: Der Chor singt die erste Strophe des evangelischen Weihnachtsliedes «Ich steh an deiner Krippen hier», dessen Text von Paul Gerhardt und Musik von Johann Sebastian Bach stammt. Das Video endet mit Händels Hallelujah.

Überschwängliches Lob für den Laienchor

Die Reaktionen auf das Video fallen sehr positiv aus. Nach den ersten 48 Stunden verzeichnete es bereits mehr als 4800 Videoaufrufe. Die Kommentare loben den Chor überschwänglich, z. B. mit: «Wundervoll», «Ganz grosses Kino» oder «Weihnachten in allen Facetten: Das winzige Kind und der Herr der Herren!». Dies ist besonders erfreulich, weil der tsc-Chor ein Laienchor ist, dessen Zusammensetzung sich in jedem Studienjahr ändert.

Corona erschwerte Videoproduktion

Die Corona-Massnahmen wurden auch während der Produktion des Musikvideos beachtet, die massgeblich von Studierenden und Alumni des tsc durchgeführt wurde. Jede Sängerin und jeder Sänger wurde einzeln im Tonstudio aufgenommen und später gefilmt. Für das Produktionsteam galten Maskenpflicht und Abstandsregel. Die Tonaufnahmen gelangen problemlos. Weil aber während der Videoaufnahmen einige Sängerinnen und Sänger in Quarantäne waren, konnten nicht alle gefilmt werden.

Der tsc-Chor besteht aus Studierenden, Dozierenden, Mitarbeitenden und Freunden des Theologischen Seminars St. Chrischona. Geleitet wird er von Susanne Hagen, Leiterin des Bachelor-Studiengangs Theologie & Musik.

Wer wirkt mit im Chorvideo?

  • 1./2. Violine & Bratsche: Andreas Wäldele
  • Kontrabass: Christof Metz
  • Flügel: Susanne Hagen
  • Marc Burger
  • Melina Frey
  • Judtih Koch
  • Simone Adt
  • Angela Bacher
  • Tanja Bürgelin-Arslan
  • Rahel Ernst
  • Melina Frey
  • Maryam Fuchs
  • Petra Glatthard
  • Amelie Görnert
  • Debora Gutmann
  • Astrid Kämpfer
  • Judith Koch
  • Stephanie Korinek
  • Simone Krückels
  • Ileana Mangas
  • Daniela Müller
  • Deborah Müller
  • Johanna Peter
  • Corina Rechsteiner
  • Julianna Suter
  • Romana Binninger
  • Marion Dirr
  • Vanessa Habermann
  • Esther Heeß
  • Eva Helle
  • Stefanie Hunger
  • Nadine Keller
  • Lea Knüsel
  • Desirée Kratzat
  • Lisa Langendorf
  • Viola Lies
  • Andrea Maag
  • Corina Mattli
  • Senja Möschli
  • Simona Niederberger
  • Naemi Pfefferle
  • Hannah Renz
  • Irmgard Schaffenberger
  • Judith Schroth
  • Monika Veil
  • Sarah Wasef
  • Marc Burger
  • Matthias Görnert
  • Adrian Inniger
  • Eduard Klassen
  • Gabriel Portner
  • Michael Schweitzer
  • Samuel Weber
  • Samuel Zumbrunn
  • Micha Bacher
  • Jonas Friesen
  • Micha Habel
  • Fritz Hunger
  • Jonathan Keller
  • Matthias Klein
  • Lukas Knierim
  • Maximilian Meier
  • Robin Nägeli
  • Manuel Pankop
  • Horst Schaffenberger
  • Martin Scheuermann
  • Lukas Sprich
Claudius Buser blickt im Online-Semesterabschlussgottesdienst am 16.12.2020 zurück auf das Corona-Jahr 2020 (1297x432px)

tsc-Jahresrückblick 2020

Ereignisse der Zeitgeschichte, Anekdoten vom tsc

Jahresrückblick 2020

Autor: Claudius Buser, Dozent für Kirchengeschichte am tsc

Am Ende des Corona-Jahres 2020 fälllt auch der traditionelle tsc-Jahresrückblick von Claudius Buser ernster und nachdenklicher aus als üblich. Trotzdem bleibt er zuversichtlich und erzählt von vielem, was gelungen ist.

Im fernen Morgenland…

Nein, nicht dort, wo der Stern von den Magiern gesichtet wurde, der sie zum neuen König weisen soll, sondern im noch viel ferneren Morgenland, weit weg von der Zivilisation Europas, machten sich Magier nicht auf den Weg, sondern an die Arbeit. Sie wollten eine neue Krone basteln, nicht einfach für den neuen König, nein, sondern für alle Menschen.

Noch wollten sie die Krone den Menschen nicht zeigen, da geschah es: Die Krone machte sich selbständig auf den Weg zu den Menschen dieser Erde. Und was viele nicht glauben wollten oder konnten, wurde wahr: Diese Krone für alle veränderte das Miteinander der Menschen auf der ganzen Welt in einer Art und Weise, wie sich das die Menschen zu Beginn des Jahres 2020 nicht in ihren kühnsten oder wirrsten Träumen hätten vorstellen können, auch wir am tsc nicht.

Englands Abdockmanöver von Europa

Auf der europäischen Insel der Briten, Sachsen, Angeln und anderen keltischen und germanischen Stämmen wurde es den Menschen zu viel. Sie zogen sich definitiv von Europa zurück. Die Sterne Europas verblassten über der Insel, doch die Krone aus dem fernen Morgenland fand den Weg auch zu ihnen. Seit dem 31. Januar ist England wieder eine Insel. Das Abdockmanöver vom Festland dauert aber noch an bis zum heutigen Tag.

180 Jahre tsc

Im Herzen Europas und eigentlich auch im Herzen der Schweiz, hoch über der Stadt Basel, feierte in diesem Jahr eine interkulturelle Gruppe von Studentinnen, Studenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das 180. Wiegenfest der Pilgermission St. Chrischona, dem heutigen Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc).

Auch uns erreichte die Kunde der Krone für alle: Wir fingen an die Hände zu waschen und den Mund zu bedecken, Distanz zu wahren und Türklinken zu meiden, ins Homeoffice zu gehen und die digitale Welt zu nutzen wie nie zuvor, denn diese Krone wollten wir nicht auf dem Berg der Heiligen (ich meine natürlich: der Heiligen St. Chrischona). Doch sie kam, wie sie zu allen kam; glücklicherweise ohne grossen Schaden anzurichten.

180 Jahre tsc haben wir trotzdem gefeiert – wenigstens ein bisschen – mit wunderschönen digitalen Liedern von unserem Chor, mit einer Broschüre, die alle lesen sollten, und mit vielen kleineren Dingen erinnerten wir uns immer wieder an dieses Wiegenfest: 180 Jahre sind wir schon unterwegs und das ist ein Grund zur Dankbarkeit. Wir fühlen uns gekrönt mit viel Gnade und Barmherzigkeit (und nicht mit «made in China»).

Claudius Buser, Stv. Rektor tsc und Dozent für Kirchengeschichte
Claudius Buser ist stellvertretender Rektor und Dozent für Kirchengeschichte am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc).

«Wir können Corona!»

Leider zwang uns dieses ausserordentliche Jahr mit seinem in der Geschichte so noch nie da gewesenen Lockdown nach dem 16. März (inkl. Grenzschliessungen) schon auch zu massiven Einschränkungen: Der Unterricht konnte nicht mehr im Lehrsaal, sondern nur noch über das Internet durchgeführt werden. Gäste blieben aus, Konferenzen wurden abgesagt oder online durchgeführt. Das tsc-Standteam musste sich neu erfinden und viele Feste blieben ungefeiert.

Doch wurden auch viele neue Wege entdeckt und kreative Ideen entwickelt. Konnten wir die Schnuppertage im März gerade noch vor Ort durchführen, mussten wir danach umstellen auf Schnupper-Webinare für am Studium Interessierte. Formate, wie die Videoserie «tsc aktuell» mit Infos an alle Freunde des tsc, Videobotschaften und Gottesdienste gingen erstmals online. Die einmalige Aktion der Studentinnen und Studenten, an alle tsc-Freunde über 80 Jahre eine Karte zu schreiben, wurde umgesetzt; auch Gebetsvormittage und andere Anlässe wurden trotzdem in anderen Formen durchgeführt. Die Liste ist nicht vollständig, aber doch schon eindrücklich lang. Wir können Corona!

Und mitten im Coronajahr liessen wir es uns nicht nehmen, auf dem Chrischona Campus den Begegnungsort «Relaunch» einzuweihen und – damit beide ehemaligen Speisesäle im Brüderhaus so richtig gut aussehen – vor wenigen Tagen ganz still unser neues Coffeehouse «Foodnote» zu eröffnen, in dem es wirklich, aber nun wirklich guten Kaffee gibt.

«Der Unterricht konnte nicht mehr im Lehrsaal, sondern nur noch über das Internet durchgeführt werden. Gäste blieben aus, Konferenzen wurden abgesagt oder online durchgeführt. Das tsc-Standteam musste sich neu erfinden und viele Feste blieben ungefeiert.»

Abenteuer Online-Unterricht

Das muss hier nun einfach gesagt werden: So viele haben sich, angetrieben durch die Nachrichten aus dem fernen Morgenland und der neuen Situation mit dieser Krone, so richtig ins Zeug gelegt: Abläufe wurden neu durchdacht und weiterentwickelt, Dozentinnen und Dozenten geschult, damit sie mit der neuen Situation zurechtkommen. Wieder andere sind eingesprungen und haben Dinge gemacht, die sie zuvor noch nie gemacht haben oder haben sich als Ersatz angeboten, wo es Ausfälle gab. Ja, viele haben einfach die Ärmel hochgekrempelt und sich investiert und angepackt. Danke für all diese Zusatzinvestitionen in Krisenstäben, Schulungen, neuen digitalen Formaten und neuen Lehr- und Lernmethoden, etc.

Danke euch allen, liebe Studentinnen und Studenten, geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe alle, die ihr euch auf das Abenteuer Online-Unterricht einfach eingelassen habt. Danke.

Freude über kurze Rückkehr zur Normalität

Dankbar sind wir, dass trotz allem, die gesamte Abschlussklasse abschliessen durfte am Ende des vergangenen Studienjahres und wir am tsc zu Beginn des neuen Studienjahres eine grossartige Truppe von 33 neuen Studentinnen und Studenten und 27 Gasthörerinnen und Gasthörern begrüssen durften.

Wir freuten uns im September, dass der Studienbetrieb wieder so richtig – und zwar normal – los ging mit all den vielen jungen motivierten Menschen. Sogar die Seminarreise nach Rust und Freiburg konnten wir noch durchführen. Ja, lange sah es recht gut aus und wir freuten uns an einem etwas anderen, aber doch normaleren «Normal».

Corona kam zurück

Und dann kam Corona zurück. Die tsc-Netzwerk-Konferenz war glücklicherweise schon länger auf Online-Tagung getrimmt und wurde so auch mit Erfolg durchgeführt. In der Woche danach wurde alles wieder anders, Corona kam mit solcher Wucht zurück, dass es uns erneut in die digitale Welt zwang.

Wir freuen uns auf das Jahr 2021, wenn die Dinge hoffentlich «normaler» funktionieren, respektive das neue Normal, uns dann auch wieder geläufig und selbstverständlich wird.

«So viele haben sich so richtig ins Zeug gelegt: Abläufe wurden neu durchdacht und weiterentwickelt, Dozentinnen und Dozenten geschult, damit sie mit der neuen Situation zurechtkommen. Danke an alle, die ihr euch auf das Abenteuer Online-Unterricht einfach eingelassen habt.»

Mehr Grund zur Hoffnung als zur Resignation

Aber noch stehen festliche Tage bevor. Auf unseren Tischen sehen wir täglich den Adventskranz, dieser Kranz zeigt an: Wir warten auf den König, der mit Recht die Krone trägt und jedem die Krone des Lebens anbietet, der den Menschen auf Erden Frieden bringt und festliche Freude.

Dieser König und seine Krone machen nicht Angst, sondern froh. Wer von ihm gekrönt ist, hat immer mehr Grund zur Hoffnung als zur Resignation, denn er krönt uns mit seiner vergebenden Liebe und seiner unverdienten Zuwendung und für immer und ewig mit der Krone des ewigen Lebens.

Daher getrost und zuversichtlich: Fröhliche Weihnachten 2020, ja: Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Und bleibt gesund.

«Wer vom König Jesus gekrönt ist, hat immer mehr Grund zur Hoffnung als zur Resignation, denn er krönt uns mit seiner vergebenden Liebe und seiner unverdienten Zuwendung und für immer und ewig mit der Krone des ewigen Lebens.»

Claudius Buser hat diesen Jahresrückblick im Semesterabschlussgottesdienst am 16.12.2020 vorgetragen. Der Gottesdienst fand wegen der Corona-Massnahmen online statt.

Leitsätze Kommunikative Theologie: Teil 4 (1500x500px)

Wir lesen und studieren die Bibel als Gottes Kommunikationsbuch.

Leitsatz 4 zur Kommunikativen Theologie

4. Wir lesen und studieren die Bibel als Gottes Kommunikationsbuch, suchen die biblische Wahrheit und gewinnen so Überzeugungen.

Autoren: Dr. Stefan Felber, Dr. Daniel Gleich

Der Leitsatz kurz erklärt

Wir lesen und studieren die Bibel als Gottes Kommunikationsbuch, suchen die biblische Wahrheit und gewinnen so Überzeugungen. Die Bibel mutet eine Wahrheit zu, die ausserhalb des Menschen liegt, die nicht immer unmittelbar einleuchtet. Deshalb studieren wir die biblischen Bücher, ringen um das richtige Verständnis. Weil es Gott selbst ist, der durch die Bibel mit uns kommuniziert, lesen und studieren wir die Bibel als das wirksame Wort Gottes. In ihr finden wir das Leben, ja Gott selbst. Darum lohnt es sich so sehr, die Bibel anhaltend zu lesen, und darum lässt Kommunikative Theologie Menschen nicht unverändert zurück.

Video zum Leitsatz

Ausgewiesene Bibelliebhaber sind sowohl Dr. Stefan Felber als auch Dr. Daniel Gleich. Beide sind Dozenten für Bibelwissenschaften am Theologischen Seminar St. Chrischona. Im Video zum 4. Leitsatz der Kommunikativen Theologie erklären sie, welche Auswirkung unsere Haltung zur Bibel auf das Verständnis ihrer Botschaft haben kann. In kurzen Anekdoten geben sie Einblick in ihr persönliches Verhältnis zur Bibel, die sie als Gottes Kommunikationsbuch an uns Menschen sehen und in der es deshalb sehr viel zu entdecken gibt.

Warum es so wichtig ist, die Bibel zu lesen

Wir lesen die Bibel allein und miteinander. Wir leben lesend mit und aus ihr, deuten das Leben durch sie und werden zugleich von ihr gedeutet. Denn das Lesen und Hören der Schrift ist nach Jesus die Grundlage für alles Reden über Gottes Absichten mit den Menschen. Wie bereits im jüdischen Synagogengottesdienst so gehörte das Vorlesen aus den Schriften auch in den urchristlichen Versammlungen zu den wesentlichen Bestandteilen. Auch Paulus ermutigte seinen Mitarbeiter Timotheus, nicht damit aufzuhören, aus den Schriften vorzulesen, zu ermahnen und zu lehren.

Wie verstehen wir die Bibel richtig?

Beim Hören und Lesen der Bibel geht es uns immer wieder wie dem Kämmerer aus Äthiopien, der auf die Frage, ob er verstehe, was er liest, antworten muss: «Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet?» (Apostelgeschichte 8,31a) Der zeitliche und kulturelle Abstand zwischen den biblischen Schriften und uns heutigen Lesern erschwert das Verstehen noch mehr. Deshalb studieren wir die biblischen Bücher mit ihrer jeweiligen Geschichte, Kultur und Sprache. Dabei ringen wir um das richtige Verständnis der Texte zusammen mit den Auslegern in Gemeinde und Wissenschaft aus früherer und neuerer Zeit.

Weil es Gott selbst ist, der durch die Bibel mit uns kommuniziert, lesen und studieren wir die Bibel allerdings nicht so wie andere literarische Werke. Wir lesen sie als das wirksame Wort Gottes, als ein Geschenk von ihm, an dem wir uns freuen.

Wir lesen die Bibel als wirksames Wort Gottes

Weil es Gott selbst ist, der durch die Bibel mit uns kommuniziert, lesen und studieren wir die Bibel allerdings nicht so wie andere literarische Werke. Wir lesen sie als das wirksame Wort Gottes, als ein Geschenk von ihm, an dem wir uns freuen. Es ist der Heilige Geist selbst, durch den wir die Schrift so empfangen und bewahren können. Zugleich lesen wir die Bibel durch den Heiligen Geist auch als Gottes Anrede an uns, die immer wieder nach unserer Antwort fragt. So führt Gott mit uns durch die Bibel einen lebenslangen Dialog.

Kommunikative Theologie lässt Menschen nicht unverändert zurück

Zugleich mutet uns die Bibel eine Wahrheit zu, die ausserhalb des Menschen liegt, die inakzeptabel erscheinen kann oder nicht immer unmittelbar einleuchtet. So begibt sie sich je neu mit den Menschen auf einen Suchweg. Die Gewissheit, dass Jesus Christus durch die ganze Schrift zu uns spricht, lässt uns zuversichtlich nach weiterer, tieferer Erkenntnis, nach erneuerter Liebe und Hoffnung streben. Jesus hat verbürgt: Seine Worte sind Geist und Leben. Im Wort Gottes finden wir das Leben, ja Gott selbst. Als « Schwert des Geistes» ist das biblische Wort so stark, dass es sogar den Teufel abwehren kann. Darum lohnt es sich so sehr, ja für die Ewigkeit, die Bibel anhaltend zu lesen, und darum lässt Kommunikative Theologie Menschen nicht unverändert zurück.

Keine Rechthaberei, keine distanzierte Skepsis!

Auf diese Weise wollen wir eine unreflektierte Rechthaberei, die den Unterschied von Bibel und eigener Auslegung nicht erkennt, ebenso vermeiden wie eine distanzierte Skepsis gegenüber biblischen Wahrheitsansprüchen. Nicht so, dass es keine Haltung des Suchens mehr gäbe, doch so, dass unsere Suche ein klares Fundament und ein heiliges Ziel erhält: die Begegnung mit dem dreieinigen Gott.

Die Erklärungen zu den Leitsätzen 5 und 6 der Kommunikativen Theologie veröffentlicht das Theologische Seminar St. Chrischona voraussichtlich im Frühjahr 2021 als eigene Blogartikel mit Video.

Die 7 Leitsätze der Kommunikativen Theologie

  1. Wir sind so frei und reden über das Evangelium von Jesus Christus.
  2. Wir nehmen Kirche und Gesellschaft so, wie sie heute sind, und beteiligen uns am Gespräch über Gott und das Leben.
  3. Wir sind in Verbindung mit Vater, Sohn und Heiligem Geist und tun, was Gott schon immer tut: kommunizieren.
  4. Wir lesen und studieren die Bibel als Gottes Kommunikationsbuch, suchen die biblische Wahrheit und gewinnen so Überzeugungen.
  5. Wir hören zu und lehren und lernen miteinander.
  6. Wir setzen auf Gottes Wirken und tun alles, was wir können. Wir tun alles, was wir können und setzen auf Gottes Wirken.
  7. Wir kommen in der Theologie weiter – zusammen mit dir.
Pfr. Dr. Stefan Felber, tsc-Dozent für Altes Testament (Portraitfoto, 3zu4)
Pfr. Dr. Stefan Felber ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona für Altes Testament.
Dr. Daniel Gleich ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona für Neues Testament.
Dr. Daniel Gleich ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona für Neues Testament.

Was ist Kommunikative Theologie?

Kommunikative Theologie bildet die Grundlage aller Studiengänge am tsc – nicht nur des gleichnamigen theologischen Bachelor-Studiengangs. Kurz auf den Punkt gebracht funktioniert sie so: Wir hören zu. Wir lernen von- und miteinander. Wir wollen verstehen und verstanden werden. Wir sind so frei und reden von Jesus Christus. Wir leben unsere Beziehung zu Gott.