FAQ Theologie & Musik

FAQ Theologie & Musik

10 Fragen und Antworten zum Bachelor-Studiengang Theologie & Musik am tsc

  1. Was ist das Besondere am Bachelor-Studium Theologie & Musik?
    Theologie oder Musik kann man an vielen Orten studieren. Aber beides gemeinsam ist in dieser Form neu – und einmalig im deutschsprachigen Raum. Im tsc-Studiengang trifft fundierte Theologie auf qualitativ hochwertige Musik. Dabei erwerben die Absolventen einen anerkannten Bachelor-Abschluss nach hohem europäischen Bildungsstandard: den Bachelor of Arts (Honours) in Theologie & Musik.
  2. Für wen ist der Studiengang Theologie & Musik gedacht?
    Menschen, die von Theologie fasziniert sind und eine Leidenschaft für Musik haben.
    Musikalisch begabte Christen, die sich Gemeindearbeit oder Mission beruflich vorstellen können.
    Menschen, die ein Herz für Anbetung haben und glauben, dass Anbetung in Gemeinden und der Gesellschaft etwas bewegt.
    Menschen, die ihre musikalischen Fähigkeiten unter professioneller Anleitung vertiefen möchten.
  3. Warum braucht es den Studiengang Theologie & Musik?
    In vielen Gemeinden steigt das Bedürfnis nach guter Musik in den Gottesdiensten. Der Worship-Trend der letzten Jahre hat dem musikalischen Lobpreis einen hohen Stellenwert gegeben. Jedoch fehlt es in den Gemeinden häufig an Musikern, die ein Verständnis dafür haben, dass die Theologie die Musik inspirieren kann und umgekehrt. Hier setzt das tsc an und bietet die kombinierte Ausbildung aus Theologie & Musik an.
  4. Was sind die Inhalte des Studiengangs? Wird auch klassische Kirchenmusik gelehrt?
    Der Studiengang Theologie & Musik richtet sich an Menschen und Gemeinden, die in ihren Gottesdiensten zeitgemässe Kirchenmusik kultivieren möchten. Wir legen Wert auf ein grosses stilistisches Spektrum. Dazu gehört das Bewusstsein für die kirchenmusikalische Tradition ebenso wie die Freisetzung von kreativem Potenzial und das Schreiben neuer Lieder.
  5. Mit welchem Instrument kann ich studieren und wieviel Vorkenntnisse muss ich mitbringen?
    Die Studenten müssen einen gewissen Grad an musikalischer Vorbildung nachweisen. Dazu gehören das gewählte Hauptinstrument/Gesang sowie grundlegende Musiktheorie und Gehörbildungskenntnisse. Für die Zulassung muss eine praktische und eine theoretische Aufnahmeprüfung bestanden werden.
    Instrumente für Haupt- und Nebenfächer sind zum Beispiel Blas- und Streichinstrumente, E-Bass, Gesang, Gitarre, Klavier und Schlagzeug.
  6. Musik ist häufig ein Konfliktfeld in Gemeinden. Geht der Studiengang darauf ein?
    Weil Musik uns emotional anspricht, sind Konflikte vorprogrammiert. Bei Musik spielen Hörgewohnheiten, Traditionen, Alter, Sprache und Bildung eine grosse Rolle. Je nach Lebensphase haben wir sehr unterschiedliche Hörvorlieben. Die Studenten werden innerhalb des Studiengangs dafür sensibilisiert.
  7. Wie kann ich mich über den Studiengang informieren?
    Auf der Internetseite des Studiengangs gibt es alle Informationen über Studieninhalte, Voraussetzungen, Abschluss, Kosten und Förderungen, Anmeldung und Zulassungsbedingungen.
    Für Interessierte veranstaltet das Theologische Seminar St. Chrischona regelmässig Schnuppertage. Dabei kannst du kostenlos und unverbindlich testen, wie es sich anfühlt, als Studentin oder Student am tsc zu studieren. Die aktuellen Termine und Anmeldeformulare findest du hier.
  8. Was kann ein Absolvent des Studiengangs nach dem Studium machen?
    Wir bilden die Studenten theologisch und musikalisch für leitende Aufgaben in Gemeinden aus. Die Absolventen des Studiengangs haben hervorragende Voraussetzungen für eine Anstellung als Musikpastor / Lobpreisleiter oder moderner Kirchenmusiker. Sie können innerhalb einer Kirche, Schule oder einer anderen christlichen Organisation arbeiten. Zusätzlich qualifiziert die theologische Ausbildung für die Arbeit als Pastor, Gemeindeleiter oder Jugendreferent – jeweils mit Schwerpunkt Musik. Schliesslich spielt Musik auf jeder Ebene der Gemeindearbeit eine wichtige Rolle.
  9. Welchen Abschluss erhalten die Studenten im Bachelor-Studiengang Theologie & Musik?
    Die Studenten erhalten einen anerkannten Bachelor-Abschluss nach hohem europäischem Bildungsstandard, dessen Qualität von der Middlesex University London garantiert wird: den Bachelor of Arts (Honours) in Theologie & Musik. Es handelt sich dabei um die höchste Stufe der Bachelor-Abschlüsse im britischen Bildungssystem. Dieser Bachelor-Abschluss umfasst umgerechnet genauso viele Credits wie ein Bologna-Bachelor. Regelmässig überprüft die Londoner Partneruniversität die tsc-Studienangebote und bescheinigt dem tsc als ihrem akademischen Partner immer wieder einen hohen Standard.
    Die Vorteile des tsc-Bachelor-Studiums gelten nicht nur für Abiturienten und Maturanden. Am tsc kann man sich auch mit einem Berufsabschluss und mindestens einem Jahr Berufserfahrung zum Studium anmelden.
  10. Ich finde Theologie & Musik spannend, studiere aber gerade an einer anderen theologischen Ausbildungsstätte. Wie kann ich in den Studiengang ans tsc wechseln? Werden Leistungen anerkannt?
    Die Anerkennung von Vorleistungen ist grundsätzlich möglich, wenn sie den Zielen und Inhalten des Studiengangs entsprechen. Dies wird im Einzelfall geprüft.

Weitere Antworten auf häufige Fragen zum Theologischen Seminar St. Chrischona: www.tsc.education/faq

Mentoring Persoenlichkeitsreifung am tsc

Mentoring am tsc

Ein Eckpfeiler für Persönlichkeitsreifung

Um nach dem Theologiestudium eine Anstellung zu bekommen, ist die persönliche und geistige Reife von grosser Bedeutung. Das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) will seine Studentinnen und Studenten in ihren Reifeprozessen begleiten und unterstützen. Neben den «Lebensgruppen» (Kleingruppen) und der tsc-Community stellt das Mentoring-Programm einen Eckpfeiler für die persönliche Weiterentwicklung der Studenten dar.

Mentoring: Keine Rezepte

«Veränderungen und persönliches Wachstum bringen wir nur teilweise aus uns selbst hervor. Wir sind auf Menschen angewiesen, die uns beraten, herausfordern, begleiten und auf dem Weg weiterhelfen. Das gilt insbesondere für Männer und Frauen, die sich für einen vollzeitlichen Dienst im Reich Gottes ausbilden lassen. Mentoring bietet dafür einen geeigneten Rahmen.» So beschreibt es  Reiner Bamberger, der als «Mr. Mentoring» für die Qualitätssicherung des Mentorings am tsc verantwortlich ist. Im Gegensatz zum Coaching oder der Seelsorge wird beim Mentoring auf verschiedenen Ebenen gearbeitet. Das Kennenlernen der eigenen Überzeugungen, Fähigkeiten und Grenzen (Persönlichkeitsbildung) ist genauso wichtig wie die Aneignung von fachlichen Kompetenzen (z. B. Rollenverständnis). Der Mentor vermittelt den Studenten aber keine Rezepte, sondern ermöglicht ihnen, Probleme selber zu erkennen und zu lösen. Für den vollzeitlichen Dienst sei es besonders wichtig, sein Verhalten immer wieder zu reflektieren und daraus notwendige Schritte abzuleiten, ist «Mr. Mentoring» überzeugt.

Das Mentoring-Programm am tsc

Wie sieht das Mentoring-Programm konkret aus? Während des ersten Studienjahres nehmen die tsc-Studenten insgesamt sechs Mentoring-Sitzungen à 1.5 Stunden in Anspruch. Es ist ihnen danach freigestellt, ob sie das Mentoring weiterführen wollen oder nicht. Den Mentor dürfen sie nach bestimmten Kriterien selbst auswählen. Am Ende des Studienjahres legen die Studenten einen zweiseitigen Lernbericht zu den gemachten Erfahrungen und neu gewonnen Kompetenzen vor. «Mr. Mentoring» bewertet schliesslich die Intensität und Tiefe der Reflexion des durchlaufenen Mentoring-Prozesses.

Mentoring «live» oder per Videokonferenz

Noemi Meili, Studentin im  Bachelor-Studiengang Kommunikative Theologie, hat die persönliche Begleitung im vergangenen Jahr sehr geschätzt. «Mein Mentor hat selbst am tsc studiert und kennt die verschiedenen Herausforderungen während des Studiums. So konnte er mich optimal unterstützen», berichtet sie. Da Mentor und Mentee nicht immer um die Hausecke wohnen, können drei von sechs Sitzungen per Videokonferenz (Skype) durchgeführt werden. Davon machte auch Noemi Gebrauch. «Die erste Sitzung per Skype war schon etwas speziell. Der Komfort überwog aber, da keine weite Reise unternommen werden musste.» Noemi hat sich sowohl geistige als auch soziale Kompetenzen während des letzten Jahres angeeignet. «Ich lernte konkret Fürbitte zu tun sowie meine Stärken und Schwächen besser kennen und anzunehmen.» Damit ein Mentoring gelingen kann, ist eine gute Beziehung zum Mentor unabdingbar. Doch dies brauche Zeit, weiss Noemi aus Erfahrung. Schliesslich sei Flexibilität ein gewinnbringender Faktor. «Nicht nur nach Schema X vorgehen. Manchmal braucht ein Thema einfach länger als geplant.»

«Hilfe zur Selbsthilfe erhalten»

Emanuel Strebel, Student im  Bachelor-Studiengang Theologie & Musik, weiss das Mentoring-Programm ebenfalls sehr zu schätzen. Ihm hat die Aussenperspektive des Mentors auf das tsc und dessen Community sehr geholfen. Die 20 Jahre Erfahrung seines Mentors als Pastor waren für Emanuel ein grosser Gewinn. «Mein Mentor hat mir einen hautnahen Einblick in mein zukünftiges Arbeitsfeld gewährt», erzählt er begeistert. Emanuel hat gelernt, schwierige Situationen besser zu reflektieren und ein anderes Bild darauf zu bekommen. Zudem war sein Mentor für ihn eine grosse Hilfe bei der Bewältigung von Krisen und Glaubensfragen. Es sei aber nicht einfach eine Behandlung von Problemen gewesen, sondern ein Ort, an dem verschiedene Prozesse ins Rollen gebracht wurden. Zusammengefasst meint Emanuel: «Ich habe Hilfe zur Selbsthilfe erhalten.»


Mentoring ist Teil der theologischen Ausbildung am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc). Es trägt dazu bei, dass tsc-Studenten während ihres Studiums auf dem Chrischona-Campus persönlich wachsen und reifen können.