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03.12.2017 13:00 Alter: 13 days
Kategorie: Theologisches Seminar St. Chrischona
Von: Michael Gross

Evangelium riskieren

Communicatio-Magazin 02/17 des tsc ist erschienen.


Titelbild des Communicatio-Magazins 02/17: Evangelium riskieren

Wie kommunizieren wir das Evangelium heute? Diese Leitfrage zieht sich durch die Beiträge in der Ausgabe 02/17 des tsc-Magazins «Communicatio».

Wie kommunizieren wir das Evangelium heute? Diese Leitfrage zieht sich durch die Beiträge in der neuen Ausgabe des tsc-Magazins «Communicatio». Bei allen drei Autoren wird deutlich: Die Kommunikation des Evangeliums ist ein Risiko.

Die Kommunikative Kunst der Propheten entdecken

Dr. Horst Schaffenberger, tsc-DozentKommunikation des Evangeliums ist ein Risiko – weil Kommunikatoren etwas wagen, nämlich sich selbst. Sie setzen sich dem Risiko aus, verändert zu werden, Sie gehen das Risiko ein, selbst keine Worte zu finden und sprachlos zu werden – oder auch missverstanden, abgelehnt und verachtet. Nicht nur von ausserhalb des christlichen Glaubens, sondern auch von innen, etwa wenn sie bestimmte Erwartungen der Gläubigen nicht mehr bedienen. Die Propheten des Alten Testaments sind dafür ein Beispiel. Was wir von ihnen lernen können, erörtert tsc-Dozent Dr. Horst Schaffenberger in seinem Beitrag im aktuellen Communicatio. «Die Propheten zeigen, wie eine kreative, bildhafte, emotionale und auch provozierende Verkündigung aussehen kann», schreibt er. Kommunikative Theologie komme nicht daran vorbei, die kommunikative Kunst der Propheten zu entdecken.

Das Evangelium selber neu entdecken

Manuel Schmid, tsc-Dozent für Kommunikation des Evangeliums«Um das Evangelium zu kommunizieren, müssen wir es selber neu entdecken», betont Manuel Schmid in seinem Beitrag. Der tsc-Absolvent ist Pastor im ICF Basel und arbeitet als Theologe fürs ICF Movement. Am tsc unterrichtet er das Studienmodul «Kommunikation des Evangeliums». Aber was nochmal ist das Evangelium genau? Er ist zur Überzeugung gelangt: «Es ist die Herausforderung einer jeden Generation von Christen, sich das Evangelium für die eigene Zeit neu zu erschliessen (bzw. es sich neu erschliessen zu lassen).» Denn die Standardantworten greifen nicht mehr. Aber wo setzt eine Suche nach dem Evangelium im Kontext unserer Zeit an? Manuel Schmid schlägt vor: bei der Person von Jesus Christus – und in der Spitzenaussage der Bibel: «Gott ist Liebe.»

Gottes Kernbotschaft auf einem Bierdeckel

Markus Baumgartner, PR- und Kommunikationsexperte mit der Agentur b-public in Baar und Zürich (Bild: © Markus Baumgartner)Das Evangelium passt auf einen Bierdeckel, findet der Kommunikationsberater Markus Baumgartner. Im Communicatio-Interview zitiert er die deutsche Werbefachfrau Eva Jung aus Hamburg. Für eine Kirche hat sie das Evangelium in drei Sätzen auf einen Bierdeckel gepackt: «Liebe Gott. Liebe dich selbst. Liebe die anderen.» Die wichtigste Botschaft der Bibel verständlich ausgedrückt, findet Baumgartner. Dass Theologen das nicht reichen könnte, ist ihm schon klar. «Aber um wahrgenommen zu werden in der Gesellschaft muss man knackiger kommunizieren», fordert Markus Baumgartner. Er findet, Christen sind etwas aus der Übung gekommen, ihre Kernbotschaft – das Evangelium – verständlich rüberzubringen. Im Communicatio-Interview spricht er darüber, worauf es seiner Meinung nach in der Kommunikation ankommt.

Das Communicatio ist das theologische Magazin des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Es widmet sich den vielfältigen Themen einer «Kommunikativen Theologie», wie sie am tsc gepflegt und erarbeitet wird. Es erscheint zweimal im Jahr. Sie können es kostenfrei bestellen auf der Internetseite: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.communicatio-magazin.ch.

Das Communicatio-Magazin 02/17 in Auszügen können Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier herunterladen.