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13.08.2014 16:53 Alter: 3 yrs
Kategorie: Theologisches Seminar St. Chrischona
Von: Markus Dörr

Greg Boyd: krass, aber hilfreich

tsc summer school 2014 mit spannenden Impulsen zu Gottesbildern


Shelley und Greg Boyd vor der Kirche St. Chrischona

Jenseits der normalen Perspektive: Greg Boyd auf St. Chrischona.

Professor Gregory Boyd bei seiner summer school am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc)

Viel Denkarbeit, aber auch viele neue Impulse bot die summer school mit Greg Boyd.

Jesus ist ein Gott der Liebe. Aber im Alten Testament taucht häufig ein kriegerisches Gottesbild auf. Wie passt das zusammen? Diese und weitere Fragen zu Gottesbildern diskutierten 40 Teilnehmer an der summer school 2014 des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Professor Greg Boyd mimte dabei den theologischen Sparringspartner mit herausfordernden Thesen und neuen Impulsen.

Chaos als Normalzustand

Greg Boyd beschreibt unsere Welt als Ort voller Chaos, in dem Gott seine schützende Hand über Menschen hält. Zur Katastrophe kommt es, wenn der Mensch sich gegen Gott entscheidet – und Gott den Menschen sich selbst überlässt. „Die Frage, warum Gott Leid zulässt, hat nun eine neue Perspektive für mich bekommen. Alles Gute, was mir bisher im Leben widerfahren ist, ist ein Geschenk Gottes. Alles andere ist der Normalzustand.“ So fasst tsc-Studentin Linda Hassler zusammen, was sie von der summer school mitnimmt.

Vorsicht, heiss!

Kontrovers wird Greg Boyd besonders wegen einer seiner krassesten Thesen diskutiert: dem Opens external link in new windowOpen Theism. Kurz gesagt vertritt Greg Boyd die Auffassung, dass Gott in seiner grossen Liebe den Menschen sehr ernst nimmt. So ernst, dass er nur bedingt weiss, welche Entscheidungen der Mensch morgen treffen wird. Ein heisses Eisen, das die summer school Teilnehmer mit Greg Boyd erörterten. Der Theologe hat sich dabei viel Zeit für kritische Rückfragen genommen. Linda Hassler fand es enorm wichtig, einmal über den theologischen Tellerrand zu schauen. „Durch Greg Boyds nahbare und humorvolle Art hat es Spass gemacht, Neues zu lernen“, berichtet sie. Erste Einblicke in Opens external link in new windowGreg Boyds Theologie konnte Linda Hassler weiter vertiefen. Die summer school 2014 beschreibt sie als „harten Knochen mit neuen Gottesvorstellungen, an dem es nun weiter zu kauen gilt“.

tsc summer school: Denkarbeit und Erholung

Auch die anderen Teilnehmer freuten sich über spannende Impulse. Dafür investierten sie gerne einiges an Denkarbeit. Gut, dass man sich auf St. Chrischona neben aller Theologie auch erholen kann. Etwa beim Opens external link in new windowSpaziergang im Wald, beim gemeinsamen Grillen oder dem abendlichen Blick zu den Schweizer Alpen. Vielleicht auch eine hilfreiche Inspirationsquelle für Gottesbilder.