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06.03.2018 11:22 Alter: 198 days
Kategorie: tsc-Community
Von: Simon Baum

Mehr als ein Intermezzo

Die 24/7-Gebetswoche 2018 am tsc


tsc-Studenten beim Gebet (Foto: Lichtspiel, Adine Schweizer)

Viele der Studentinnen und Studenten des Theologischen Seminars St. Chrischona beteiligten sich an der 24/7-Gebetswoche im Februar 2018, um im Gebet für andere einzustehen. (Foto: Lichtspiel, Adine Schweizer)

tsc-Gebetsraum 2018

Der neue Gebetsraum im Untergeschoss des Brüderhauses wurde zur 24/7-Gebetswoche liebevoll eingerichtet.

7 Tage lang, durchgehend 24 Stunden – so wurde in der Woche vom 21. bis 28. Februar 2018 am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) gebetet. Ob alleine, in kleinen Gruppen oder als ganze Klasse, ob eine oder gleich mehrere Stunden – die Gebetswoche wurde vielseitig und von zahlreichen Campusbewohnern genutzt.

Alle Jahre wieder. Die 24/7-Gebetswoche ist schon seit mehreren Jahren fester Bestandteil der tsc-Community. Dieses Jahr fällt mit einem mittendrin-Gottesdienst der Startschuss. Von vielen Studentinnen und Studenten des tsc wurde die Gebetswoche sehnlichst erwartet. Auf einem Zeitplan konnte man sich schon einige Wochen zuvor eintragen. Die frühen Morgen- sowie Mitternachtsstunden sind die beliebtesten und waren somit am schnellsten weg. Öffnet internen Link im aktuellen FensterTheologiestudent Manuel Pankop erzählte eine Woche vor dem Start von seinen eindrücklichen Erlebnissen mit Gott mitten in der Nacht während einer der vergangenen 24/7-Gebetswochen. Es wundert deshalb nicht, dass er sich auch dieses Jahr einige Stunden in der Nacht unter den Nagel riss.

Gebetsraum bietet viele Möglichkeiten

Der neue Gebetsraum im Untergeschoss des Brüderhauses wurde liebevoll und mit viel Charme eingerichtet. Da gibt es beispielsweise eine Klagemauer, einen Thronstuhl oder eine Kreativ-Ecke. Auf einem Tisch liegt ein Ordner mit Gebetsanliegen aus aller Welt. An einer Pinnwand sind konkrete Gebetsanliegen der Öffnet internen Link im aktuellen Fenstertsc-Community ausgehängt. Der Raum lädt förmlich zur Ruhe und zum Gebet ein. Auch ich habe mich an der Gebetswoche beteiligt und suchte den schönen Raum zweimal früh morgens auf. Zuerst war ich mit der Fülle von Möglichkeiten im Raum etwas überfordert. Aber auch wenn man sich nur auf ein oder zwei Gebetsstationen beschränkte, ging die Zeit wie im Flug vorbei.

Wie Gott sich den Betern zeigte

Zum Abschluss der Gebetswoche gab es in einem Gottesdienst die Möglichkeit, Zeugnis zu geben von den Erlebnissen. Dabei wurde deutlich, dass Gott sich den Betern auf erstaunliche Weise gezeigt hat. Sei dies durch ein plötzlich heruntergefallenes Bild oder eine ebenso plötzlich hereinschwirrende Hornisse. Beide Ereignisse haben direkt in das Leben der Betroffenen gesprochen. Ein Student berichtete, dass er seinen Fokus wieder ganz neu auf Gott ausrichten konnte. Auf einmal erschienen ihm seine Sorgen ganz gering und er bekam eine tiefe Dankbarkeit für alltägliche Dinge. Eine Studentin erzählte, dass ihr die Zeit mit Gott plötzlich so wichtig wurde, dass sie ihre spannende Fernsehserie abbrach und die gewonnene Zeit für Gott investierte. Andere fühlten sich wiederum durch die Gebetswoche sehr getragen. So berichtete Dr. Benedikt Walter, Rektor des tsc, dass die Sitzungen für die Besprechung der Zukunft von Chrischona International und dem Theologischen Seminar St. Chrischona sehr konstruktiv verliefen. Die Verantwortlichen hätten die Unterstützung im Gebet stark gemerkt.

Gebetsraum bleibt bestehen

Allgemein war aus den Zeugnissen herauszuhören, dass ein Hunger nach mehr Zeit mit Gott entstand. Diesem Hunger soll Genüge getan werden. «Die 24/7-Gebetswoche endet nicht hier», verkündete tsc-Student Daniel Masuch, Mitglied des 24/7-Leitungsteams, am Schluss des Gottesdienstes. Es soll nicht bei einem Intermezzo bleiben, sondern weitergebetet werden. Deshalb bleibe der Gebetsraum auch weiterhin bestehen. Momentan wird er von einer Gruppe genutzt, die speziell für Europa betet. So darf man sagen, dass das Gebet auf dem Chrischona-Campus nicht verstummen wird.

Simon Baum ist Studentenredakteur am Theologischen Seminar St. Chrischona. Er studiert Theologie im Bachelor-Studiengang Kommunikative Theologie.