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09.04.2018 16:33 Alter: 165 days
Kategorie: tsc-Community
Von: Simon Baum

Prophetie auf dem Campus geht weiter!

«Hörgruppenabend» am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc)


Hörendes Gebet am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) (Foto: © Lichtspiel, Adine Schweizer)

Am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) trifft sich regelmässig eine Gruppe zum Hörenden Gebet. (Foto: © Lichtspiel, Adine Schweizer)

Aus dem Prophetieseminar von Dr. Walter Penzhorn im März 2017 am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) ist eine sogenannte «Hörgruppe» entstanden. Diese trifft sich alle paar Monate, geleitet wird sie von Mirjam Ide, tsc-Studentin des Bachelor-Studiengangs Theologie & Pädagogik. Studentenredakteur Simon Baum durfte an einem Hörgruppenabend dabei sein und erfahren, wie Gott ganz persönlich zu ihm sprach. Simon berichtet:

Hörendes Gebet – was ist das?

Wir sind es gewohnt, dass der Gesprächsanteil beim Gebet hauptsächlich bei uns liegt. Doch: «Gott hat nicht nur uns kommunikativ gemacht, sondern ist selbst höchst kommunikativ», ist Mirjam überzeugt. Das hörende Gebet gibt Gott die Möglichkeit, direkt zu uns zu sprechen. Sein Reden ist sehr vielfältig und individuell. Er kann uns ein Bild, eine Geschichte, ein Lied oder auch etwas anderes schenken. Hörendes Gebet kann aber nicht nur für einen selbst, sondern auch als Dienst an anderen praktiziert werden. Das heisst: Ich höre für eine andere Person auf Gottes Stimme. Diese Praxis verfolgt die Hörgruppe.

Aber was ist, wenn…?

Natürlich wirft das hörende Gebet Fragen auf, ganz besonders für jemanden, der das noch nie gemacht hat. Was ist, wenn ich nichts höre? Wie unterscheide ich meine persönlichen Gedanken von Gottes Reden? Wie gehe ich mit einem negativen Eindruck für jemanden um? Auch Mirjam weiss um diese Fragen und Zweifel. Sie gibt uns deshalb ein paar hilfreiche Tipps, bevor wir loslegen. Zuerst sei es wichtig, innerlich ruhig zu werden. Wir können Gottes Reden nicht erzwingen oder produzieren. Deshalb dürfen wir ganz entspannt sein. Meistens müssten wir auch nicht lange auf Gottes Reden warten, sondern dürfen den ersten Eindruck nehmen und Gott fragen: Was willst du mir, bzw. der entsprechenden Person, damit sagen? Schliesslich halten wir uns an das im Prophetieseminar gelernte «EET-Prinzip». EET steht für: Erbauung, Ermutigung, Tröstung. Dieses Prinzip lehrte auch schon Paulus in Öffnet externen Link in neuem Fenster1. Korinther 14,3. Prophetie soll die Menschen also erbauen, ermutigen oder trösten.

Von der Theorie zur Praxis

«Und jetzt lasst es laufen, der Wasserhahn ist auf», verkündete Mirjam und löste den Startschuss für die erste Übung aus. Wir schrieben alle unsere Namen auf einen Zettel und legten ihn in einen Korb. Anschliessend zog jede Person einen Zettel – ohne den Namen anzuschauen. Danach hörten wir die nächsten zehn Minuten für die entsprechende Person auf dem Zettel. Noch während ich die ersten Eindrücke erhielt, dachte ich: Das würde eigentlich noch gut in mein Leben passen! Als ich nach der «Hörphase» den Zettel öffnete, staunte ich nicht schlecht: Tatsächlich zog ich mich selbst! Doch nicht nur ich, drei weitere Personen machten exakt dieselbe Erfahrung. Gott überraschte uns bereits bei der ersten Übung auf wunderbare Weise. Es folgten zwei weitere Übungen, worin wir Gottes Reden auf eine erfrischende und ganz persönliche Art wahrnehmen durften. Die Eindrücke sprachen oft direkt in das Leben der Betroffenen. Teilweise waren sie sogar identisch oder ergänzten sich gegenseitig. Wir gingen alle ermutigt und gestärkt aus diesem Abend.

«Mir liegt diese Gruppe sehr am Herzen»

Ursprünglich war es gar nicht Mirjams Absicht, die Leitung der Hörgruppe zu übernehmen. Doch jetzt freut sie sich umso mehr und leitet die Gruppe mit viel Leidenschaft. «Mir liegt diese Gruppe sehr am Herzen. Ich finde es immer wieder neu faszinierend, andere Menschen in diesem Gebiet zu begleiten.» Mirjams Begeisterung hat insbesondere auch damit zu tun, dass sie selber erleben durfte, welche Kraft hinter dem hörenden Gebet steckt. Ihre Entscheidung, nach dem tsc-Jahreskurs den Öffnet internen Link im aktuellen FensterBachelor-Studiengang Theologie & Pädagogik zu starten, wurde durch das hörende Gebet wesentlich beeinflusst. Das hörende Gebet sei schliesslich eine «super Möglichkeit» für die Studenten gut ausgerüstet in ihr zukünftiges Arbeitsfeld zu starten. Die Menschen sollen ermutigt werden, ihre begrenzten mit Gottes unbegrenzten Möglichkeiten zu verbinden.

Hörendes Gebet: Gruppe ist offen für Gäste

Die Hörgruppe besteht momentan noch überwiegend aus tsc-Studenten. Gelegentlich wird die Gruppe von zwei Frauen aus dem Team von Dr. Penzhorn ergänzt. Es sind aber laut Mirjam auch Gäste ausserhalb des Chrischona-Campus willkommen. Der nächste Hörgruppenabend findet statt am Donnerstag, den 12. April 2018, um 19.00 Uhr im Lehrsaal 9. Herzliche Einladung zum Hören auf Gottes Stimme!

Simon Baum ist Studentenredakteur am Theologischen Seminar St. Chrischona. Er studiert Theologie im Bachelor-Studiengang Kommunikative Theologie.