« Vorheriger Artikel: «Wir sind ständig dran, das Studium weiterzuentwickeln.» 
18.09.2017 16:58 Alter: 35 days
Kategorie: tsc-Alumni
Von: Matthias Rupp, tsc-Absolvent 2016

Schwäbische Alb statt Südafrika

Wie tsc-Absolvent Matthias Rupp «ungeplant» zum Pastor berufen wurde


Matthias und Ruth Rupp mit ihren drei Kindern im Wald auf St. Chrischona

Matthias und Ruth Rupp mit ihren drei Kindern im Wald auf St. Chrischona

Einsegung von Matthias und Ruth Rupp in der Chrischona Gemeinde Altheim/Alb

Seit September 2017 dient tsc-Absolvent Matthias Rupp (Dritter von links) als Pastor in der Chrischona Gemeinde Altheim/Alb. Die Gemeinde hiess ihn und seine Frau Ruth herzlich willkommen.

Als Ehepaar haben wir – Matthias und Ruth Rupp – in den letzten sieben Jahren viel Veränderung erlebt: Studium am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc), Abschluss 2016, Auslandspraktikum in England, weitere Umzüge innerhalb des Chrischona-Campus. Drei Kinder in fünf Jahren. Viele Umbrüche, viel Freud und Leid.

Doch die letzte grosse Veränderung war – sagen wir mal – besonders «ungeplant»: Nach dem Studium wollten wir mit der Missionsorganisation OM nach Südafrika ausreisen, um dort einen Lehr- und Trainingsdienst für junge Leute aus aller Welt zu beginnen. Als wir in den letzten Zügen der monatelangen Vorbereitung lagen, unsere älteste Tochter schon an der Schule in Südafrika angemeldet war und wir einen «Alles-muss-Raus!-Flohmarkt» veranstaltet hatten, kam die Nachricht: Unser Visumsantrag wurde abgelehnt, die Einreise verwehrt. Obwohl wir im Vorfeld von verschiedenen Seiten schon gehört hatten, es könne mit der Einreise schwierig werden, traf es uns hart. Die für uns letzte Bestätigung für unsere Ausreise fehlte. Was nun?

Plan B

Im Chrischona Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW) kennt man Südafrika gut und weiss, wie es gehen kann. Wir hatten schon im Vorfeld über einen eventuellen «Plan B» gesprochen, so dass wir recht schnell ins Gespräch kamen über einen Dienst in einer Gemeinde in Deutschland. Bei jedem Schritt im Bewerbungsprozess verspürten wir einen Frieden – auch wenn die Seele manches Mal noch etwas hinterher hinkt(e).
So kam es nun zustande, dass wir statt in Südafrika in Altheim auf der Schwäbischen Alb dienen. Das könnte man eine starke Veränderung des Dienstkontextes nennen. Aber ein Missionar muss ja höchst flexibel und anpassungsfähig sein… und auf der Alb gibt es schliesslich auch eine neue Sprache und Kultur kennenzulernen. ;-) Die ersten Begegnungen waren vielversprechend und wir freuen uns nun hier auf das Leben im Dorf, neue Beziehungen und den Diensteinstieg.

oder Plan A?

Das «ungeplant» zu Beginn habe ich bewusst in Anführungszeichen gesetzt. Von uns aus war das zwar nicht geplant, doch dieser Plan B ist nun zu unserem Plan A geworden. Oder war er immer schon Plan A? Das mag im Hörsaal weiter diskutiert werden. Für uns steht fest: Wir glauben, dass Gott uns diesen Weg nicht umsonst hat gehen lassen und sind überzeugt, dass Altheim der Ort ist, an dem er uns zurzeit haben möchte.

Gottes Ratschluss hat Bestand

Durch diesen ganzen Veränderungsprozess hindurch begleitet mich der Vers: «Ein Mensch macht vielerlei Pläne in seinem Herzen, aber der Ratschluss des HERRN hat Bestand.» (Sprüche 19,21). Was sich auch verändern mag – sei’s zum Guten oder zum Schlechten (ungeplant, unerwartet, unerwünscht, unvorhergesehen) – eines bleibt und ist gewiss: Unser mächtiger Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl! Ihm dürfen wir unsere Wege anbefehlen und auf ihn allein sollen wir hoffen (Psalm 37 + Lied: «Befiehl du deine Wege»).

Matthias Rupp hat das Theologiestudium am tsc im Juni 2016 mit dem Bachelor abgeschlossen und dient seit September 2017 in der Öffnet externen Link in neuem FensterEv. Chrischona Gemeinde Altheim/Alb.