Wiedersehen mit bewegenden Glaubensgeschichten

Oktober 14, 2026

Janine und Pascal Götz bei der Jubiläumsfeier 2026 im Gespräch mit René Winkler
Ein grosses Fest der Wiedersehensfreude erlebte das Theologische Seminar St. Chrischona beim Alumni-Jubiläumstreffen am 13. und 14. Oktober. Rund 170 Jubilarinnen und Jubilare mit runden Abschlussjubiläen freuten sich sehr, ihre früheren Klassenkollegen und die alte Ausbildungsstätte wiederzusehen. Bei der Jubilarenfeier erzählten einige von ihnen vom Wirken Gottes in ihrem Dienst und Leben.

«Gott ist der Einzige, der da durchträgt.»

Der langjährige Pastor Herbert Geiser hat sein Theologiestudium auf St. Chrischona vor 30 Jahren abgeschlossen. Er berichtete dankbar von Gottes klarer Führung: «Gott hat mir in meinem Leben einen roten Faden gegeben, mich immer wieder als Brückenbauer in schwierige Situationen berufen.» Aufgrunddessen hat er sich mit Mitte 50 für einen Stellenwechsel entschieden und ist seit 2022 im christlichen Hilfswerk «Hilfe für Menschen und Kirche (HMK)» tätig.

Herbert Geiser berichtete ausserdem sehr persönlich vom tragischen Unfalltod seines Sohnes Nick. Auf die Frage, wie man in einer solchen Situation weiterglauben kann, antwortete Herbert Geiser: «Ich habe Gott noch nie so intensiv erlebt wie in dieser Zeit. Gott ist der Einzige, der da durchträgt.» In der Folge «Tragisch verunglückt mit 18 Jahren» erzählt das «Fenster zum Sonntag», wie Herbert Geiser und seine Familie mit dem Unfalltod des Sohnes umgegangen sind.

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 «Gott hat mir in meinem Leben einen roten Faden gegeben, mich immer wieder als Brückenbauer in schwierige Situationen berufen.»

Herbert Geiser, langjähriger Pastor und TSC-Absolvent 1996

Janine und Pascal Götz: vom Studium in die Praxis

Auf zehn Jahre im Dienst blickten Janine und Pascal Götz zurück. Janine ist nach ihrem Studium der Theologie + Pädagogik Mutter geworden und hat sich selbstständig gemacht als Coach für Frauen rund ums Thema weiblicher Zyklus und Sexualaufklärung. Ihr Mann Pascal startete nach dem Theologiestudium in den pastoralen Dienst. Heute ist er als leitender Pastor einer Viva Kirche und Leiter Young Generation der Viva Kirche Schweiz tätig. Eine von Pascals Erkenntnissen: «Die Entwicklung der Gemeinde hängt auch an der Entwicklung des Leiters.» Er betreibt deshalb Theologie weiterhin mit viel Leidenschaft und hat nach seinem Bachelorstudium am TSC noch ein Masterstudium an der Universität Fribourg absolviert.

Wenn Gebet Türen öffnet

Christina Sutter, die 1986 die Bibelschule für Frauen auf St. Chrischona absolviert hat, fasste ihren 40-jährigen Dienst für das Reich Gottes in folgenden drei Worten zusammen: «Horizonterweiterung, Gebetserhörungen und dadurch ein wachsendes Gottvertrauen». Eindrücklich berichtete sie, wie sie in Thailand zuerst in einem christlichen Krankenhaus mit Leprakranken gearbeitet hat und später eine Schwangerschaftsberatung führte. «Die Frauen wollten nicht schwanger sein, waren es aber. Wir haben im Gebet für das ungeborene Kind und für die Frauen gerungen. 95 Prozent habe sich schiesslich für das Kind entschieden.» Durch diese Gebetserhörungen öffneten sich anschliessend viele Türen und einige der Frauen fanden zum christlichen Glauben.

Zehn Jahre Studiengang Theologie + Musik

Diesmal feierten beim Jubiläumstreffen nicht nur Personen, sondern sogar ein ganzer Studiengang ein rundes Jubiläum: Den Bachelorstudiengang Theologie + Musik hat das TSC im Jahr 2016 gestartet. Zehn Jahre später hat er rund 50 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht – und zahlreiche Musikproduktionen mit Studierenden und dem TSC-Chor. Die Studiengangsleiterin Susanne Hagen erinnerte daran, dass der Studiengang Theologie + Musik im deutschsprachigen Raum bis heute einzigartig ist. «Ich bin sehr dankbar für die positive Entwicklung des Studiengangs: Die Studentinnen und Studenten der Theologie + Musik haben unsere Studiengemeinschaft belebt und bereichert.» Die Hintergründe der Erfolgsgeschichte hat das TSC im Frühjahr 2026 in einer Ausgabe des kostenlos abonnierbaren COMMUNICATIO-Magazins dokumentiert.

Alumni-Jubiläumstreffen wird ab 2027 zu Tagesanlass

Die meisten Jubilarinnen und Jubilare waren sehr dankbar und froh über das grosse Wiedersehensfest und zeigten grosse Anteilnahme an den Veränderungen, die es auf St. Chrischona gibt. Über die wichtigsten davon informierte sie der Rektor Dr. Benedikt Walker. Ein wichtiger Punkt: Im Rahmen des Zukunftsprojekts «TSC 2040» wird Ende November 2026 der Gäste- und Konferenzbetrieb auf St. Chrischona weitgehend beendet. Dadurch wird sich auch das Alumni-Jubiläimstreffen hin zu einem Tagesanlass ohne vom TSC organisierte Übernachtungsmöglichkeiten entwicklen. Der Wiedersehensfreude dürfte das aber auch im nächsten Jahr keinen Abbruch tun.

Ein fröhliches Wiedersehen auf St. Chrischona feiern die Jubilare des Jahres 1986 mit ihren Ehefrauen.
Susanne Hagen berichtet über die zehnjährige Erfolgsgeschichte des Bachelorstudiengangs Theologie + Musik.
Susanne Hagen freut sich über zehn Jahre Studiengang Theologie + Musik.
Christina Sutter im Gespräch mit René Winkler
Christina Sutter im Gespräch mit René Winkler
Über das Alumni-Jubiläumstreffen

Eingeladen werden alle Absolventinnen und Absolventen des Theologischen Seminars St. Chrischona bzw. des früheren Predigerseminars und der Bibelschule für Frauen, deren Aussendung 10, 20, 30, 40, 50, 60, 65 oder 70 Jahre zurückliegt. Das Alumni-Jubiläumstreffen des Theologischen Seminars St. Chrischona findet jedes Jahr Mitte Oktober statt. Das Programm umfasst die Jubilarenfeier, ein festliches Essen sowie Klassentreffen und Infos vom TSC.

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In einer Zeit, in der Wissen jederzeit digital verfügbar scheint, stellt sich die Frage: Warum investieren das Theologische Seminar St. Chrischona und sein Bildungspartner IGW weiterhin Energie, Sorgfalt und Ressourcen in gedruckte Bücher? Warum eine eigene Buchreihe wie die Edition TSC-IGW? Unsere Antwort ist bewusst einfach – und zugleich tiefgehend: Weil geistliche Leitung Tiefe braucht.
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