Art for God: Warten auf Regen (1500x500px)

Art for God

Vernissage zum Thema Fasten am Theologischen Seminar St. Chrischona

Am Tag nach Aschermittwoch 2019 fand am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) die Vernissage «Art for God» statt. Rund 80 Besucher sahen Ausstellungsstücke zum Thema Fasten. Organisatorin Mirjam Ide traf damit einen Nerv.

Art for God: Künstlerinnen und Künstler

Die Künstlerinnnen und Künstler der Vernissage «Art for God». Mirjam Ide steht in der vorderen Reihe (zweite von rechts).

Mirjam studiert Theologie und Pädagogik am tsc. Im Rahmen eines pädagogischen Studienmoduls bekam sie den Auftrag, ein Projekt zu konzipieren und umzusetzen. Schon länger hegte sie den Wunsch, «etwas mit Kunst zu machen», wie sie sagt. Ihr Auftrag lautete, ein Team von Bereichsleitern zu bilden und anzuleiten, um das Projekt der Vernissage zu realisieren.

«Gott durch Bilder erleben»

Und das funktionierte: 25 Ausstellungsstücke von acht Ausstellern wurden in der Eben-Ezer-Halle auf dem Chrischona-Campus präsentiert. Drei Studenten des Studiengangs Theologie und Musik sorgten für die passende musikalische Untermalung im Hintergrund – dezent und jazzig. Rund 80 Besucher nahmen sich die Zeit, die Ausstellungsstücke am Abend der Vernissage in Augenschein zu nehmen. «Mein Wunsch war, es dass Menschen Gott durch die Bilder erleben», erklärt Mirjam. Sie freut sich darüber, dass viele Besucher darüber ins Gespräch gekommen sind – miteinander und mit den Künstlern. «Manche Besucher, die am Anfang kamen, waren drei Stunden später noch da. Zudem habe ich viele positive Rückmeldungen erhalten, zum Beispiel dass der Abend gutgetan habe», berichtet Mirjam.

Entschleunigen – das Fasten von heute

Zum Erfolg der Vernissage trug das Rahmenprogramm bei. Dessen Höhepunkte waren ein Poetry-Slam und eine Tanzvorführung zum Thema Fasten, jeweils vorgetragen von einer tsc-Studentin. Der Poetry-Slam definierte Entschleunigen als Synonym zum Fasten, das in der heutigen Zeit besser verständlich ist und auf mehr Resonanz stösst. Die Idee sei dieselbe: Bewusst reduzieren, um sich neu auf Gott ausrichten zu können. Genau dazu hat die Vernissage den Besuchern neuen Mut gemacht.

tsc-Chor: Sängerin Mirjam (1500x500px)

Frühlingskonzert mit dem tsc-Chor am 4. Mai

4. Mai 2019, 20 Uhr

Genussvoller Gotteslob & Gospels

Am ersten Samstagabend im Mai gibt der Chor des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) sein Frühlingskonzert. Seine 70 Sängerinnen und Sänger loben Gott, den Schöpfer, mit fröhlichen und schwungvollen Liedern und Gospels. Sie sind herzlich eingeladen, auf den Chrischona-Campus zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Informationen zum Frühlingskonzert 2019

  • Wann? Samstag, 4. Mai 2019, ab 20.00 Uhr
  • Wo? Konferenzzentrum auf dem Chrischona-Campus
  • Anreise? Der Chrischona-Campus liegt oberhalb Bettingens bei Basel. Die Adresse lautet: Chrischonarain 200, 4126 Bettingen, Schweiz.
  • Parkplätze? Gäste des Theologischen Seminars St. Chrischona können die kostenlosen Besucherparkplätze nutzen. Auf St. Chrischona stehen genügend Parkplätze zur Verfügung.
  • Öffentliche Verkehrsmittel? Der kostenlose Rufbus Bettingen bringt Konzertbesucher von der Haltestelle «Bettingen, Dorf» zum Konferenzzentrum und im Anschluss an das Konzert wieder zurück. Falls der Rufbus nicht an der Haltestelle steht, müssen Sie ihn anrufen unter +41 (0)61 227 55 75. Ab Bettingen besteht Anschluss an die BVB-Buslinie 32.
  • Wer? Der tsc-Chor besteht aus Studierenden, Mitarbeitenden und Freunden des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Die musikalische Leitung hat Susanne Hagen, Studiengangsleiterin Theologie & Musik am tsc.
  • Band? Sigi Bohnert (Bass), Thomas Gerspach (Drums), Markus Koch (Keyboards), Bene Müller (Saxophon), Mario Sabatino (Gitarre), Andreas Wäldele (Geige)
  • Kosten? Der Eintritt ist frei. Um Kollekte wird gebeten.
Geschichte schreiben mit dem tsc (Video-Screenshot, 1500x500px)

Geschichte schreiben mit dem tsc

Gott schreibt Geschichte.

Mit uns Menschen – und mit dem Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc).

Wir als tsc sind überzeugt: Unsere Welt braucht noch viel mehr theologisch gut ausgebildete Menschen, die gemeinsam mit Gott Geschichte schreiben. In Kirchen und Gemeinden, in Werken und Unternehmen, in der weltweiten Mission.

Werner Beierer, tsc-Student im Jahreskurs (1500x500px)

«Das Beste aus drei Studiengängen»

Bericht von Simon Baum, Theologiestudent

Werner Beierer über den tsc-Jahreskurs

Die Bibel so auszulegen, dass Christen unterschiedlicher Denominationen neu zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus finden – das war die Motivation von Werner Beierer, sich für den tsc-Jahreskurs anzumelden. Der ehemalige Chemiefacharbeiter hat bereits vor zwei Jahren sein Handwerk niedergelegt, um sich neu zu orientieren. Der tsc-Jahreskurs hat seine Berufung bestätigt und ihm neue Perspektiven eröffnet.

Den Entscheid fürs tsc fällte Werner bei den tsc-Schnuppertagen 2018. «Der Spirit überzeugte mich», sagt er rückblickend. Besonders der familiäre Umgang unter Studenten und Dozenten habe ihn angesteckt, so dass er am Ende des Wochenendes wusste: «Genau mein Ding!»
Mit seinen 49 Jahren ist Werner zwar der Älteste in seiner Klasse, doch als «Klassen-Grufti» bezeichnet er sich nicht. Im Gegenteil: Er wird von seinen Mitstudenten enorm geschätzt und als «einer von ihnen» wahrgenommen. Auch die tsc-Community empfindet er als sehr bereichernd. Sie hat seine Art, von Gott zu denken, enorm erweitert. «Ich habe nicht nur andere Glaubensstile und Überzeugungen kennengelernt, sondern auch, diese nebeneinander stehen zu lassen.»

Alle Erwartungen übertroffen

Rückblickend auf das erste Semester sagt Werner, dass alle seine Erwartungen übertroffen wurden. «Aus allen drei Studiengängen wurde das Beste herausgenommen», lobt er den Jahreskurs – und mit Verweis auf die tsc-Internetseite sagt er: «Die Werbung hält, was sie verspricht!»
Besonders zwei Fächer begeistern ihn: Dogmatik und Seelsorge. «Durch die Dogmatik habe ich gelernt, eigene Glaubenssätze zu hinterfragen und diese auf ihren biblischen Gehalt hin zu überprüfen. Dies hat mich kommunikativer gemacht.» Das Fach Seelsorge hat ihm wertvolle Hilfsmittel für Gespräche an die Hand gegeben. Und: «Durch ein persönliches Gespräch mit dem Dozenten habe ich selbst in einem Lebensbereich Heilung erfahren dürfen», freut sich Werner. Der Seelsorgeunterricht bestätigte schliesslich auch seine Berufung. Er möchte sich nach dem Jahreskurs in diesem Bereich weiterbilden.

Gottes Liebe ändert sich nicht!

Noch etwas hat Werner erkannt: «Gott will mich beschenken, auch wenn ich gerade keinen Dienst für ihn tue.» Vor dem Jahreskurs ging er regelmässig auf die Strasse, um den Menschen vom Evangelium zu erzählen. Jetzt lässt er einfach ein Jahr lang in sich investieren. «Dass es nichts an Gottes Liebe ändert, ob ich gerade aktiv für ihn bin oder nicht, ist eine geniale Erkenntnis!»

Forum Kommunikative Theologie 2019: Gesprächsrunden (1500x1000px)

Kommunikative Theologie fordert heraus

von Fritz Imhof, Livenet

Bericht vom Forum Kommunikative Theologie am 22. und 23. Januar 2019

Das erste Forum Kommunikative Theologie am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) schaffte es, in eineinhalb Tagen gleich vier heisse Themen anzupacken. Ein breites Spektrum von Fragen, die von Religionsgegnern auf Christen einprasseln, und Leiderfahrungen, die Gläubige ganz persönlich ins Trudeln bringen oder in Glaubenszweifel stürzen, wurde miteinander geteilt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen über Erfahrungen, die ihren Glauben erschütterten. Am ersten Abend erhielt ein bekennender Atheist ein Podium, seine Argumente gegen den Glauben zu erläutern und aus seiner Sicht zu belegen, dass sich die Welt viel plausibler ohne einen Gott erklären lasse. Dr. Dr.  Joachim Kahl unterschied dabei einen methodischen von einem praktischen Atheismus.

Geforderte Teilnehmer

In der Tat: Wo bleibt Gott, wenn ein Kind trotz vieler Gebete schwer geschädigt auf die Welt kommt? Gibt es wirklich befriedigende Erklärungen dafür, dass Gott anordnet, die Bevölkerung ganzer Städte umzubringen? Kann ein gnädiger Gott wirklich zusehen, wie auf der Welt jeden Tag Gräuel aller Art stattfinden? Und ist Gott nicht ohnehin eine Illusion, wie uns Neurobiologen weismachen wollen, die uns erklären, wie das Gehirn Gott simuliert? All diese Fragen prasselten in zwei Tagen auf die Teilnehmenden des ersten Forums Kommunikative Theologie ein. Sie waren gefordert, vorerst selbst eine Antwort zu finden oder sie in Gruppengesprächen neu zu formulieren.

Forum Kommunikative Theologie 2019: Dr. Dr. Joachim Kahl im Gespräch
Dr. Dr. Joachim Kahl im Gespräch

Nicht über, sondern mit den Gegnern des Glaubens reden

Moderator Dr. Andreas Loos, tsc-Dozent für Systematische Theologie, begründete den neuen pädagogischen Ansatz. Mit der Kommunikativen Theologie, die auch am tsc gelehrt wird, wolle man nicht über die Gegner des Glaubens reden, sondern mit ihnen. Man decke die Studierenden nicht vorschnell mit vorgefertigten Antworten ein und erspare ihnen die eigene Auseinandersetzung mit schwierigen Fragen nicht. Loos gegenüber Livenet über das Forum: «Es ging uns um eine hörende Grundhaltung, die tiefer verstehen will, warum es für Menschen plausibler erscheint zu glauben, dass es keinen Gott gibt.»

Forum Kommunikative Theologie 2019: Referent Dr. Andreas Loos
Referent Dr. Andreas Loos

Gott als Gehirnfunktion?

Dennoch zeigten dann drei Dozenten konkret auf, wie sie sich selbst in schwierige Themen vertieft haben und welche Antworten sie dabei gefunden haben. Der Zellbiologe und Theologe Dr. Dr. Beat Schweitzer stellte sich der Behauptung, Gott sei nur ein Produkt unseres Gehirns, und führte in die neue Forschung der Neurobiologie ein. Sein Fazit: Gott lässt sich auf Grund der Neurowissenschaften nicht widerlegen… aber auch nicht beweisen. Er zitierte zum Schluss den Theologen Patrick Becker mit den Worten: «Können wir nicht allein deshalb, weil wir eine Art Sinnesorgan für Gott besitzen, darauf schliessen, dass dieses Sinn ergibt – und sich auch auf eine Realität bezieht? Ist es wirklich plausibel, dass die Evolution einen Gehirnbereich hervorbringt, der lediglich eine Illusion erzeugt?»

Forum Kommunikative Theologie 2019: Referent Dr. Dr. Beat Schweitzer
Referent Dr. Dr. Beat Schweitzer

Gott als Gewalttäter

Die Beschreibung Gottes als Gewalttäter und Anstifter zur Gewalt ist für Bibelausleger eine bleibende Herausforderung, wie tsc-Dozent Pfr. Dr. Stefan Felber zeigte, der die verschiedenen Versuche, das Problem zu lösen, zusammenfasste und 14 Thesen zur Diskussion aufstellte. Er distanzierte sich dabei unter anderem von einem neuen Marcionismus, der den alttestamentlichen Gott vom neutestamentlichen unterscheidet. Er warnte davor, «Gott in einen Käfig so genannter ‚Liebe‘ und ‚Freiheit‘ zu sperren, der es ihm nicht mehr erlaubt, Menschen von aussen oder innen umzuwandeln». Die Gewalt Gottes sei immer auch im Licht des Sterbens Jesu Christi am Kreuz – dem Höhepunkt biblischen Leidens – zu sehen, das den Menschen zur Feindesliebe auffordert.

Forum Kommunikative Theologie 2019: Referent Dr. Stefan Felber
Referent Dr. Stefan Felber

Gott leidet selbst

In seinem Referat ging Andreas Loos dann indirekt auf den Atheismus ein, indem er sich dem Problem des Leidens, auch des Leidens Gottes, stellte. Er zeigte die verschiedenen Antwortversuche. Nach seiner Ansicht hat die Theologie die Aufgabe, die Geschichte der Taten Gottes so zu bezeugen und zu erklären, «dass das Ja zum dreieinen Gott und das Ja zu seinem Geschenk von Freiheit und Liebe auch angesichts des eigenen Leidens plausibler wird als ein Nein». Mit Bezug auf Römer, Kapitel 8, Vers 34 sagte Loos: «Die Auferweckung Jesu Christi von den Toten ist der Beweis Gottes dafür, dass er selbst das schlimmste und übelste aller Leiden, die Gottverlassenheit im Tod, mit uns teilt, um es endgültig zu überwinden. Eine grössere Allmacht ist nicht denkbar als die der gekreuzigten Liebe Gottes.»

Dieser Artikel ist am 25. Januar 2019 zuerst auf livenet.ch veröffentlicht worden.

FAQ Theologie & Musik (1500x1000px)

FAQ Theologie & Musik

10 Fragen und Antworten zum Bachelorstudiengang Theologie & Musik am tsc

  1. Was ist das Besondere am Studiengang Theologie & Musik?
    Theologie oder Musik kann man an vielen Orten studieren. Aber beides gemeinsam ist in dieser Form neu – und einmalig im deutschsprachigen Raum. In diesem Studiengang trifft fundierte Theologie auf qualitativ hochwertige Musik. Dabei erwerben die Absolventen einen anerkannten Bachelorabschluss nach hohem europäischen Bildungsstandard: den Bachelor of Arts (Honours) in Theologie & Musik.
  2. Für wen ist der Studiengang Theologie & Musik gedacht?
    Menschen, die von Theologie fasziniert sind und eine Leidenschaft für Musik haben.
    Musikalisch begabte Christen, die sich Gemeindearbeit oder Mission beruflich vorstellen können.
    Menschen, die ein Herz für Anbetung haben und glauben, dass Anbetung in Gemeinden und der Gesellschaft etwas bewegt.
    Menschen, die ihre musikalischen Fähigkeiten unter professioneller Anleitung vertiefen möchten.
  3. Warum braucht es den Studiengang Theologie & Musik?
    In vielen Gemeinden steigt das Bedürfnis nach guter Musik in den Gottesdiensten. Der Worship-Trend der letzten Jahre hat dem musikalischen Lobpreis einen hohen Stellenwert gegeben. Jedoch fehlt es in den Gemeinden häufig an Musikern, die ein Verständnis dafür haben, dass die Theologie die Musik inspirieren kann und umgekehrt. Hier setzt das tsc an und bietet die kombinierte Ausbildung aus Theologie & Musik an.
  4. Was sind die Inhalte des Studiengangs? Wird auch klassische Kirchenmusik gelehrt?
    Der Studiengang Theologie & Musik richtet sich an Menschen und Gemeinden, die in ihren Gottesdiensten zeitgemässe Kirchenmusik kultivieren möchten. Wir legen Wert auf ein grosses stilistisches Spektrum. Dazu gehört das Bewusstsein für die kirchenmusikalische Tradition ebenso wie die Freisetzung von kreativem Potenzial und das Schreiben neuer Lieder.
  5. Mit welchem Instrument kann ich studieren und wieviel Vorkenntnisse muss ich mitbringen?
    Die Studenten müssen einen gewissen Grad an musikalischer Vorbildung nachweisen. Dazu gehören das gewählte Hauptinstrument/Gesang sowie grundlegende Musiktheorie und Gehörbildungskenntnisse. Für die Zulassung muss eine praktische und eine theoretische Aufnahmeprüfung bestanden werden.
    Instrumente für Haupt- und Nebenfächer sind zum Beispiel Blas- und Streichinstrumente, E-Bass, Gesang, Gitarre, Klavier und Schlagzeug.
  6. Musik ist häufig ein Konfliktfeld in Gemeinden. Geht der Studiengang darauf ein?
    Weil Musik uns emotional anspricht, sind Konflikte vorprogrammiert. Bei Musik spielen Hörgewohnheiten, Traditionen, Alter, Sprache und Bildung eine grosse Rolle. Je nach Lebensphase haben wir sehr unterschiedliche Hörvorlieben. Die Studenten werden innerhalb des Studiengangs dafür sensibilisiert.
  7. Wie kann ich mich über den Studiengang informieren?
    Auf der Internetseite des Studiengangs gibt es alle Informationen über Studieninhalte, Voraussetzungen, Abschluss, Kosten und Förderungen, Anmeldung und Zulassungsbedingungen.
    Für Interessierte veranstaltet das Theologische Seminar St. Chrischona regelmässig Schnuppertage. Dabei kannst du kostenlos und unverbindlich testen, wie es sich anfühlt, als Studentin oder Student am tsc zu studieren. Die aktuellen Termine und Anmeldeformulare findest du hier.
  8. Was kann ein Absolvent des Studiengangs nach dem Studium machen?
    Wir bilden die Studenten theologisch und musikalisch für leitende Aufgaben in Gemeinden aus. Die Absolventen des Studiengangs haben hervorragende Voraussetzungen für eine Anstellung als Musikpastor / Lobpreisleiter oder moderner Kirchenmusiker. Sie können innerhalb einer Kirche, Schule oder einer anderen christlichen Organisation arbeiten. Zusätzlich qualifiziert die theologische Ausbildung für die Arbeit als Pastor, Gemeindeleiter oder Jugendreferent – jeweils mit Schwerpunkt Musik. Schliesslich spielt Musik auf jeder Ebene der Gemeindearbeit eine wichtige Rolle.
  9. Welchen Abschluss erhalten die Studenten im Bachelor-Studiengang Theologie & Musik?
    Die Studenten erhalten einen anerkannten Bachelor-Abschluss nach hohem europäischem Bildungsstandard, dessen Qualität von der Middlesex University London garantiert wird: den Bachelor of Arts (Honours) in Theologie & Musik. Es handelt sich dabei um die höchste Stufe der Bachelor-Abschlüsse im britischen Bildungssystem. Dieser Bachelor-Abschluss umfasst umgerechnet genauso viele Credits wie ein Bologna-Bachelor. Regelmässig überprüft die Londoner Partneruniversität die tsc-Studienangebote und bescheinigt dem tsc als ihrem akademischen Partner immer wieder einen hohen Standard.
    Die Vorteile des tsc-Bachelor-Studiums gelten nicht nur für Abiturienten und Maturanden. Am tsc kann man sich auch mit einem Berufsabschluss und mindestens einem Jahr Berufserfahrung zum Studium anmelden.
  10. Ich finde Theologie & Musik spannend, studiere aber gerade an einer anderen theologischen Ausbildungsstätte. Wie kann ich in den Studiengang ans tsc wechseln? Werden Leistungen anerkannt?
    Die Anerkennung von Vorleistungen ist grundsätzlich möglich, wenn sie den Zielen und Inhalten des Studiengangs entsprechen. Dies wird im Einzelfall geprüft.

Weitere Antworten auf häufige Fragen zum Theologischen Seminar St. Chrischona: www.tsc.education/faq

Mentoring Persoenlichkeitsreifung am tsc

Mentoring am tsc

Ein Eckpfeiler für Persönlichkeitsreifung

Um nach dem Theologiestudium eine Anstellung zu bekommen, ist die persönliche und geistige Reife von grosser Bedeutung. Das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) will seine Studentinnen und Studenten in ihren Reifeprozessen begleiten und unterstützen. Neben den «Lebensgruppen» (Kleingruppen) und der tsc-Community stellt das Mentoring-Programm einen Eckpfeiler für die persönliche Weiterentwicklung der Studenten dar.

Mentoring: Keine Rezepte

«Veränderungen und persönliches Wachstum bringen wir nur teilweise aus uns selbst hervor. Wir sind auf Menschen angewiesen, die uns beraten, herausfordern, begleiten und auf dem Weg weiterhelfen. Das gilt insbesondere für Männer und Frauen, die sich für einen vollzeitlichen Dienst im Reich Gottes ausbilden lassen. Mentoring bietet dafür einen geeigneten Rahmen.» So beschreibt es  Reiner Bamberger, der als «Mr. Mentoring» für die Qualitätssicherung des Mentorings am tsc verantwortlich ist. Im Gegensatz zum Coaching oder der Seelsorge wird beim Mentoring auf verschiedenen Ebenen gearbeitet. Das Kennenlernen der eigenen Überzeugungen, Fähigkeiten und Grenzen (Persönlichkeitsbildung) ist genauso wichtig wie die Aneignung von fachlichen Kompetenzen (z. B. Rollenverständnis). Der Mentor vermittelt den Studenten aber keine Rezepte, sondern ermöglicht ihnen, Probleme selber zu erkennen und zu lösen. Für den vollzeitlichen Dienst sei es besonders wichtig, sein Verhalten immer wieder zu reflektieren und daraus notwendige Schritte abzuleiten, ist «Mr. Mentoring» überzeugt.

Das Mentoring-Programm am tsc

Wie sieht das Mentoring-Programm konkret aus? Während des ersten Studienjahres nehmen die tsc-Studenten insgesamt sechs Mentoring-Sitzungen à 1.5 Stunden in Anspruch. Es ist ihnen danach freigestellt, ob sie das Mentoring weiterführen wollen oder nicht. Den Mentor dürfen sie nach bestimmten Kriterien selbst auswählen. Am Ende des Studienjahres legen die Studenten einen zweiseitigen Lernbericht zu den gemachten Erfahrungen und neu gewonnen Kompetenzen vor. «Mr. Mentoring» bewertet schliesslich die Intensität und Tiefe der Reflexion des durchlaufenen Mentoring-Prozesses.

Mentoring «live» oder per Videokonferenz

Noemi Meili, Studentin im  Bachelor-Studiengang Kommunikative Theologie, hat die persönliche Begleitung im vergangenen Jahr sehr geschätzt. «Mein Mentor hat selbst am tsc studiert und kennt die verschiedenen Herausforderungen während des Studiums. So konnte er mich optimal unterstützen», berichtet sie. Da Mentor und Mentee nicht immer um die Hausecke wohnen, können drei von sechs Sitzungen per Videokonferenz (Skype) durchgeführt werden. Davon machte auch Noemi Gebrauch. «Die erste Sitzung per Skype war schon etwas speziell. Der Komfort überwog aber, da keine weite Reise unternommen werden musste.» Noemi hat sich sowohl geistige als auch soziale Kompetenzen während des letzten Jahres angeeignet. «Ich lernte konkret Fürbitte zu tun sowie meine Stärken und Schwächen besser kennen und anzunehmen.» Damit ein Mentoring gelingen kann, ist eine gute Beziehung zum Mentor unabdingbar. Doch dies brauche Zeit, weiss Noemi aus Erfahrung. Schliesslich sei Flexibilität ein gewinnbringender Faktor. «Nicht nur nach Schema X vorgehen. Manchmal braucht ein Thema einfach länger als geplant.»

«Hilfe zur Selbsthilfe erhalten»

Emanuel Strebel, Student im  Bachelor-Studiengang Theologie & Musik, weiss das Mentoring-Programm ebenfalls sehr zu schätzen. Ihm hat die Aussenperspektive des Mentors auf das tsc und dessen Community sehr geholfen. Die 20 Jahre Erfahrung seines Mentors als Pastor waren für Emanuel ein grosser Gewinn. «Mein Mentor hat mir einen hautnahen Einblick in mein zukünftiges Arbeitsfeld gewährt», erzählt er begeistert. Emanuel hat gelernt, schwierige Situationen besser zu reflektieren und ein anderes Bild darauf zu bekommen. Zudem war sein Mentor für ihn eine grosse Hilfe bei der Bewältigung von Krisen und Glaubensfragen. Es sei aber nicht einfach eine Behandlung von Problemen gewesen, sondern ein Ort, an dem verschiedene Prozesse ins Rollen gebracht wurden. Zusammengefasst meint Emanuel: «Ich habe Hilfe zur Selbsthilfe erhalten.»


Mentoring ist Teil der theologischen Ausbildung am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc). Es trägt dazu bei, dass tsc-Studenten während ihres Studiums auf dem Chrischona-Campus persönlich wachsen und reifen können.