Ausgewählte und besonders gut benotete Bachelorarbeiten veröffentlicht das TSC fünf Jahre lang auf dieser Internetseite. So kannst du dich in spannende theologische Themen einlesen und dir ein gutes Bild machen von der hohen Qualität des TSC-Studiums.
Carmen Buchegger untersucht in ihrer Bachelorarbeit die Stellung des Bundes Freier Evangelischer Gemeinden der Schweiz (BFEG CH) zum Krieg, Nationalsozialismus (NS) und Antisemitismus in den Jahren 1933–1946.
In einem ersten Teil zeigt sie dazu auf, wie die Schweiz als Nation diese Jahre erlebt hat, um die folgenden Ausführungen einordnen zu können. Nach einem Überblick über den BFEG CH im Jahr 1933 stellt sie seine Aussagen und Taten zu den drei Themenbereichen Krieg in Europa, NS in Deutschland und Antisemitismus in Europa in der Verbandszeitschrift «Gemeindegruss» GG und in Protokollen des «Bundeskomitees» (BSK), dem Verbandsleitungsgremium dar. Einmal schaut Carmen dies vor dem Krieg, 1933–1939 und einmal während den Kriegsjahren 1939–1945 sowie darüber hinaus bis 1946 an.
Die Gliederung in der Vorkriegszeit ist folgende:
Und während den Kriegsjahren:
In einem zweiten Teil folgt die Einordnung der Aussagen und Taten über die Jahre 1933–1946. Die Gliederung ist dabei:
Den Antisemitismus beurteilt die Bachelorarbeit von Carmen Buchegger unter zwei verschiedenen Aspekten: Antisemitismus aufgrund völkischer Ideologien und Antisemitismus aufgrund religiöser Ansichten. Es folgt nach einer kurzen Zusammenfassung der Ergebnisse ein abschliessendes Fazit.

Im Studium durfte sie ihren Glauben stärken. Dazu entdeckte sie ihre Leidenschaft für Kirchengeschichte und wie diese dabei helfen kann, das Heute zu verstehen. Sie liebt es zudem in Archiven zu stöbern, was sie bei ihrer Bachelorarbeit unterstützte. Auch nach dem Abschluss ihres Studiums ist Carmen als Leiterin Administration in der FEG Buchs und neu im Kommunikationsteam der FEG Schweiz tätig.
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Hermeneutik der sogenannten Feindpsalmen der Bibel, insbesondere mit Psalm 109, und fragt nach ihrer Bedeutung im biblischen Kontext sowie nach ihrer möglichen Relevanz für die persönliche christliche Spiritualität heute.
Im ersten Teil wird ein alttestamentlicher Blick auf die Feindpsalmen geworfen. Nach einer kurzen Skizze ihrer Auslegung folgt eine exegetische Analyse von Psalm 109. Im Zentrum stehen dabei die «Fluchwünsche» des Psalms, die im Licht des Bundesverhältnisses zwischen Gott und seinem Volk sowie der damit verbundenen Vorstellungen von Gerechtigkeit und Rache betrachtet werden.
Der zweite Teil bringt die neutestamentliche Perspektive ein, indem er ausgewählte Antithesen der Bergpredigt sowie Jesu Fürbitte am Kreuz für seine Feinde in den Blick nimmt. Dabei werden Spannungen zu den scharfen, klagenden Worten des Psalmisten deutlich. Gleichzeitig wird nach möglichen Verbindungen gesucht, die beide Perspektiven miteinander versöhnen könnten.
Im dritten Teil wird die heutige Bedeutung der Feindpsalmen für die Spiritualität reflektiert. Es werden Wege angedacht, wie diese schwierigen Texte in einer persönlichen Gebetspraxis fruchtbar gemacht werden könnten. Zur Diskussion stehen dabei insbesondere ihr möglicher Wert im Umgang mit negativen Emotionen sowie ihr geistlicher Gehalt im heutigen Kontext.
Daria Füglister (Jahrgang 1996) wuchs in Mülligen im Kanton Aargau auf. Von 2017 bis 2020 absolvierte sie ihr Studium an der Pädagogischen Hochschule FHNW und arbeitete nebenher als Kindergarten- und Primarlehrerin. Anschliessend besuchte sie den Jahreskurs am TSC. Hier vertiefte sich ihr Interesse an theologischen Fragen, worauf sie 2022 das Theologiestudium begann.
Schon länger beschäftigten sie biblische Texte, die unbequem und schwer mit dem eigenen Gottesbild vereinbar sind. Oft legte sie solche Stellen gedanklich beiseite, doch der Wunsch blieb, schwierigen Texten nicht auszuweichen, sondern tiefer zu graben, ihren Kontext zu erforschen und so das dahinterliegende Anliegen zu verstehen. Mit ihrer Bachelorarbeit nutzte sie die Gelegenheit, sich solchen Texten bewusst zu stellen. Der Umgang mit unbequemen Stellen der Bibel wurde zur Leitfrage ihrer theologischen und persönlichen Spurensuche «zwischen Zorn und Gebet».
Ist die Teilnahme an Krieg und Gewalt mit christlichem Glauben vereinbar – oder erfordert wahre Nachfolge radikale Gewaltlosigkeit? Die Frage nach Krieg und Frieden sorgt in christlichen Kreisen immer wieder für kontroverse Debatten. Doch oft bleiben die tieferliegenden hermeneutischen Grundlagen der unterschiedlichen Positionen unreflektiert. Warum kommen gläubige Menschen, die sich auf dieselbe Bibel berufen, zu so gegensätzlichen ethischen Überzeugungen?
In ihrer Bachelorarbeit untersucht Yasmina Kennel diese Frage anhand der Theologien von John Howard Yoder und Reinhold Niebuhr. Yoder, geprägt von der täuferischen Tradition, vertritt einen kompromisslosen Pazifismus, der Gewalt grundsätzlich ablehnt. Niebuhr hingegen entwickelt eine «christlich-realistische» Ethik, die moralische Ambivalenzen anerkennt und Krieg unter bestimmten Bedingungen für legitim hält. Entscheidend ist dabei ihr hermeneutischer Umgang mit der Bibel: Welche Texte betonen sie? Welche methodischen Ansätze nutzen sie? Und wie beeinflusst dies ihre ethischen Schlussfolgerungen?
Durch eine detaillierte Analyse ihrer Argumentationen möchte die Bachelorarbeit zu einem tieferen Verständnis ethischer Meinungsverschiedenheiten im christlichen Kontext beitragen. Ziel ist es, Leserinnen und Leser dazu anzuregen, ihre eigenen Überzeugungen bewusster zu hinterfragen und ethische Debatten transparenter, reflektierter und konstruktiver zu führen. Wer sich für christliche Ethik, die Friedensfrage oder die Wechselwirkung zwischen Theologie und Praxis interessiert, wird in dieser Arbeit spannende Denkanstösse finden.
Geboren in Frankreich und aufgewachsen in Liestal, absolvierte Yasmina Kennel (Jahrgang 2001) von 2017 bis 2020 eine Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit EFZ. Im Jahr 2021 folgte der Jahreskurs am Theologischen Seminar St. Chrischona, woraufhin sie das Theologiestudium aufnahm.
Ihre Leidenschaft gilt einer Theologie, die Menschen unmittelbar begegnet und ihren Glauben prägt. Besonders interessiert sie sich für hermeneutische Ansätze und die Frage, mit welchem Blick Menschen die Bibel lesen – ein Thema, das sie seit Beginn ihres Studiums beschäftigt.
Seit dem Abschluss ihres Studiums ist Yasmina als Pastorin in einer Viva Kirche tätig.
Seit dem 24.02.2022 herrscht in Europa wieder Krieg. Es ist das erste Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, dass ein Land ein Nachbarland nach einem mehrmonatigen Truppenaufmarsch angegriffen hat. Russland als Aggressor und die Ukraine als Verteidigerin lassen sich bei diesem Krieg ebenfalls eindeutig identifizieren.
Auch für Christen stellt sich die Frage nach dem Dienst in der Armee wieder neu. Früher gehörte es unter jungen Christen schon fast zum «guten Ton» den Wehrdienst zu verweigern. Heute mögen sich viele Christen fragen, ob und unter welchen Voraussetzungen sie Dienst in einer Armee leisten können. Auf diese Fragen versucht diese Arbeit eine Antwort zu finden.
Dabei werden zunächst die Aussagen der Bibel untersucht. Auch wenn das sechste Gebot zunächst sehr absolut klingt, gestattet Gott das Führen von Kriegen und damit auch die Tötung von Menschen. Im Neuen Testament steht auch die Botschaft der Bergpredigt der Führung von Kriegen nicht entgegen. Jesus fordert Soldaten nicht auf, ihren Beruf aufzugeben. Ausserdem ist die Bergpredigt an Menschen gerichtet, welche zu dieser Zeit keine Macht und Einfluss hatten. Das ändert sich dann im Laufe der Kirchengeschichte. Nachdem der christliche Glaube zur Staatsreligion erklärt wurde, wurden dann auch Kriege geführt, um den christlichen Glauben zu verbreiten. Im Zeitalter der Reformation entstand dann u. a. die Täuferbewegung. Ein Teil dieser Bewegung forderte den vollständigen Rückzug von der Welt und lehnte entsprechend auch den Kriegsdienst ab. Die Reformatoren Luther und Calvin haben dagegen den Kriegsdienst befürwortet.
Das Ergebnis dieser Arbeit ist, dass es als Christ grundsätzlich möglich ist, Dienst in einer Armee eines demokratischen Rechtsstaates zu leisten. Die Entscheidung für einen solchen Dienst ist jedoch auch eine individuelle Gewissensentscheidung. Es ist hier auch ohne weiteres möglich, den Kriegsdienst aus Gewissengründen zu verweigern.
Zum Schluss der Bachelorarbeit werden dann in einem Ausblick noch zwei Modelle vorgestellt, wie sich Kriege zukünftig vermeiden lassen, so dass dann auch keine Notwendigkeit mehr besteht, noch Kriegsdienst zu leisten. Die Bachelorarbeit richtet sich an alle theologisch interessierten Personen, welche sich einen fundierten Überblick über dieses Thema verschaffen und sich ihre eigene Meinung bilden möchten. Ausserdem richtet sich diese Bachelorarbeit auch ausdrücklich an Menschen, welche heute vor der Frage stehen, ob der Dienst in der einer Armee wie der Bundeswehr in Deutschland oder dem Bundesheer in der Schweiz eine berufliche Möglichkeit darstellt.

Anschliessend hat Oliver Steen dann den Beruf des Rechtsanwalts ausgeübt. Daneben hat sich die Theologie und die vertiefte Beschäftigung mit theologischen Fragen zu einem weiteren Interessenschwerpunkt entwickelt. Gott hat Oliver Steen dann die Möglichkeit gezeigt, Theologie auch berufsbegleitend und in Teilzeit im Rahmen eines Fernstudiums zu studieren. So hat Gott Olivers Weg an das TSC geführt, wo er das Studium nach 8,5 Jahren abgeschlossen hat. Zukünftig möchte Oliver Steen die juristischen und die theologischen Kompetenzen miteinander verbinden.
Die Bachelorarbeit von Lucy Wren setzt sich mit der Frage nach der Kindertheologie in der gemeindepädagogischen Praxis auseinander. Dieser Ansatz, der in der Religionspädagogik vielfach rezipiert und diskutiert wurde und im Religionsunterricht bereits einen Niederschlag gefunden hat, scheint die christliche Gemeindepädagogik nur wenig zu interessieren.
Folglich versucht diese Arbeit der Frage auf den Grund zu gehen, inwiefern Elemente der Kindertheologie in diese Praxis Einzug gehalten haben, und ob dies eine unterstützenswerte Entwicklung wäre, um den eigenständigen Glauben von Kindern zu fördern.
Methodisch wird hierzu in einem ersten Schritt der Arbeit die Kindertheologie an sich untersucht, ihre Chancen und Grenzen gerade aus christlicher Sicht beleuchtet. Die Spannung zwischen selbstständigem Erarbeiten und Vermittlung, die bereits in der Literatur auftaucht, und die besondere Herausforderung für christliche Pädagogen und Pädagoginnen im Umgang mit «falscher» Theologie und christlicher Lehre werden hervorgehoben.
Um die Praxisarbeit zu reflektieren, wurde die Gottesbegegnung von Mose am Berg Horeb in Exodus 3,1-4,17 als exemplarische Bibelstelle gewählt. Diese wird exegetisch bearbeitet, bevor sie durch die theoretische Arbeit des ersten Kapitels gestützt kindertheologisch reflektiert wird.
Ein Zwischenfazit gibt erste Folgerungen für die Fragestellung. Da die Arbeit sich auf die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema beschränkt, werden zwei Stundenentwürfe aus den bekannten Vorbereitungshilfen SevenEleven und JUMAT sowie zwei Einheiten aus dem Buch «Jungschar Let’s Go! 3» analysiert. Auf dem Hintergrund der ersten zwei Kapitel der Arbeit, werden die Stundenentwürfe anhand der gewonnenen Erkenntnisse kritisch reflektiert. Schliesslich erfolgen einige Überlegungen zu der Umsetzung einer kindertheologischen Vorbereitungshilfe.

Die Mitarbeit in ihrer Heimatgemeinde im Kinder- und Jugendbereich während des Studiums legten die Frage nahe, wie Gemeinden mit dieser grossen Frage umgehen und so entstand die Idee der Bachelorarbeit, verschiedene Vorbereitungshilfen vergleichend zu analysieren und sich gleichzeitig näher mit dem religionspädagogischen Ansatz der Kindertheologie auseinanderzusetzen.
Die Bachelorarbeit von Joel Driesner geht der Frage auf den Grund, in welcher Form Schuld & Sünde in modernen Anbetungsliedern dargestellt wird und legt dabei den Fokus auf den Bereich der Metaphorik. Sie hat analytischen Charakter.
Um einen groben Überblick zu erhalten, werden 50 beliebte Anbetungslieder danach kategorisiert, wie direkt ihr Bezug zum Thema Schuld & Sünde ist und wie der Bezug hergestellt wird. Weil Metaphorik in diesem Zusammenhang eine tragende Rolle spielt, liegt der Fokus auf diesem rhetorischen Stilmittel. Die Paulusbriefe dienen in dieser Arbeit als biblische Referenz. Es wird ermittelt, welche Metaphern in beiden Textgruppen vorkommen und welche Metaphern nur in den Liedern vorkommen. Um diesen Vergleich zu ermöglichen, wird eine Liste von Metaphern erstellt, die Paulus zum Thema Schuld & Sünde verwendet.
Auf die Kategorisierung folgen drei Liedanalysen. Diese geben einen tiefergehenden Einblick, wie Metaphern im Zusammenhang mit Schuld & Sünde in paulinischen Briefen und in Anbetungsliedern verwendet werden. Zu diesem Zweck werden Lieder ausgewählt, die Metaphern enthalten, die auch in den paulinischen Briefen zu finden sind. Das Verständnis von Schuld/ Sünde, welches Paulus durch die Metapher vermitteln will, wird im Rahmen einer exegetischen Analyse genauer untersucht. Daraufhin werden die Ergebnisse mit dem Anbetungslied in Beziehung gesetzt und dessen Verwendung der Metapher bewertet. Am Ende der Liedanalyse werden Kritikpunkte aufgegriffen, die am Anfang der Arbeit zu modernen Anbetungsliedern gesammelt wurden. Diese werden nun mit Blick auf die gesammelten Ergebnisse entweder zurückgewiesen oder bestätigt.
Es wird verdeutlicht, dass Metaphorik eine tragende Rolle dabei spielt, wie Schuld & Sünde in den Anbetungsliedern dargestellt wird. Auffällig viele Lieder verwenden Metaphern im Zusammenhang mit Schuld & Sünde. Dabei lassen sich die Hälfte der Metaphern auch in den paulinischen Briefen finden. Weil Metaphern jedoch oft mehrdeutig sind, konnte eine gewisse Subjektivität bei der Kategorisierung nicht vermieden werden, weshalb die Ergebnisse als ungefährere Werte verstanden werden sollten.

Ein Anliegen, welches ihn zum Schreiben seiner Bachelorarbeit motivierte, ist die aktive Auseinandersetzung und das kritische Hinterfragen von Lobpreisliedern. Nach seinem Abschluss im Sommer 2025 heiratete er seine Frau Vanessa Driesner und zog ins Zürcher Oberland, um dort an der Zürcher Hochschule der Künste Popmusik zu studieren.
In der Bachelorarbeit von Matthias Klein wird die Thematik der Qualität der Musik im Gottesdienst untersucht. Im ersten Teil, dem Theologie- oder Theorieteil, wird das Thema eingeordnet. Es geht um die Musik im Gottesdienst. Darum wird zuerst die Frage geklärt, was Gottesdienst ist. Die Klärung ist allgemein und offen gehalten und geht massgeblich von Jochen Arnold aus, der sowohl Theologe als auch Musiker ist.
Mit Gottesdienst ist zum einen die sonntägliche Veranstaltung, deren Geschehen in Katabase, Gott dient den Menschen, und Anabase, der Dienst des Menschen an Gott, unterschieden werden kann und sich aus Elementen beider Seiten zusammensetzt. Zum anderen weitet das neutestamentliche Verständnis die Begrifflichkeit auf das gesamte Leben der Gläubigen aus.
Der zweite Aspekt ist die Musik im Gottesdienst. Wie können wir über Musik theologisch reden? Wie wird Musik theologische eingeordnet? Was bedeutet das für die Kirchenmusik, die Musik im Gottesdienst? Auf diesem Kapitel liegt der Schwerpunkt des ersten Teils mit einer ausführlichen Darstellung der Theologie der Musik Oskar Söhngens. Eine der wichtigsten Personen darin, ist der Reformator Martin Luther, von dem zentrale Ursprungsgedanken stammen. Er sieht die Musik als Geschöpf (Creatura) Gottes an, worauf Söhngen aufbaut und versucht dem weltumspannenden Phänomen gerecht zu werden.
Das dritte Stichwort lautet Qualität. Dementsprechend wird den Fragen nachgegangen, was Qualität ist, warum sie wichtig ist und welche Rolle sie im christlichen Kontext spielt, und in diesem Fall in Bezug auf den Gottesdienst und was gute Musik ist. Beantwortet werden diese Fragen hauptsächlich theologisch mit musikwissenschaftlichen Ergänzungen. Vier theologische und zwei musikwissenschaftliche Positionen werden dargestellt und diskutiert.
Nach diesen drei Kapiteln des ersten Teils folgt eine Zusammenführung der Haupterkenntnisse daraus, aus denen eine Theologie der Qualität der Musik im Gottesdienst entsteht. Im Rahmen dieses Zwischenteils werden die Qualitätskriterien Vielfalt, Verantwortung und Verherrlichung für gute Kirchenmusik und eine Definition aufgestellt, welche dann im zweiten Teil auf den Freikirchlichen Gottesdienst übertragen werden. Diesem zweiten Teil dient die empirische Arbeit Stefan Schweyers als Grundlage. Seine Analyse des Singens und der Musik im Gottesdienst wird anhand der Definition auf seine Qualität hin kritisch überprüft.

Aufgrund seiner Gewissenhaftigkeit, Liebe zu Jesus und starkem Wissensdurst strebt er nach Qualität, sowohl theologisch als auch musikalisch, was sich im Thema seiner Bachelorarbeit widerspiegelt.
In der Bachelorarbeit von Kenneth Kuchenbäcker wird die Bedeutung der Ökumene und der musica sacra (Heilige Musik) als verbindendes Element innerhalb der christlichen Gemeinschaft untersucht.
Zu Beginn wird der Begriff Ökumene erläutert, der aus dem Griechischen stammt und ursprünglich die gesamte bewohnte Welt beschreibt. Im Laufe der Geschichte entwickelte sich die Bedeutung hin zu einem theologischen und kirchlichen Verständnis, das die Einheit der christlichen Gemeinschaft betont. Wichtige Meilensteine wie das Schisma der Ost- und Westkirche, die Spaltung der Anglikanischen Kirche und die Reformation zeigen die Herausforderungen und Spaltungen innerhalb der Kirche. Im 19. Jahrhundert wuchs jedoch der Wunsch nach Zusammenarbeit, was zur Weltmissionskonferenz und der Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen führte. Dieser Impuls bildet die Grundlage für die kirchenmusikalische Arbeit im ökumenischen Verständnis.
Zunächst werden die Konflikte und Herausforderungen durch unterschiedliche musikalische Traditionen und Vorlieben innerhalb der Konfessionen beleuchtet. Im Anschluss wird die musica sacra als Ausdruck der Einheit und Vielfalt innerhalb der Christenheit untersucht. Es wird analysiert, wie die Gemeinschaft der Auserwählten (coetus electorum) durch musica sacra gestärkt wird und welche Rolle die Musik im Leib Christi (corpus Christi) und der Communio (communio sanctorum) spielt. Dabei wird die spirituelle Verbundenheit der Gläubigen betont, die durch die sakrale Musik im Gottesdienst sichtbar wird. Daraufhin wird die Relevanz der musica sacra für die Stärkung der ökumenischen Bewegung erörtert.
Die Arbeit hebt die Bedeutung der Kirchenmusik für die Einheit der Christenheit hervor und betont die Rolle der Agape-Liebe bei der Überwindung von Konflikten. Dabei schafft die musica sacra ein Resonanzfeld für die Anbetung Gottes auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene, das die universelle Einheit der Christenheit symbolisiert und den Gottesdienst der Kirche auf Erden mit dem der himmlischen Heerscharen verbindet. Hierbei wird zum Abschluss das II. Vatikanische Konzil als praktisches Beispiel für die bisherigen Erkenntnisse herangezogen. Es betont ebenfalls die Bedeutung der Kirchenmusik und der Ökumene, sowie die Inklusion verschiedener musikalischer Stile und Praktiken.
Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass der Glaube im Kontext der Christengemeinde Teil eines Prozesses ist, der alle Christen einschließt, wobei die Kirchenmusik als zentrales Element zur Förderung der Einheit und zur Stärkung der Ökumene dient.
1998 geboren in der Nähe von Bremen absolvierte Kenneth Kuchenbäcker nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr im SOS-Kinderdorf Worpswede (2019–2020). Dort war er vor allem im Bereich Musik und tiergestützter Pädagogik tätig. Es folgte ein kirchliches Praktikum (2020–2021) an der Christuskirche Osterholz-Scharmbeck, wo er als Kirchenmusiker und Jugendreferent wirkte.
Von 2021 bis 2025 studierte Kenneth am Theologischen Seminar St. Chrischona im Bachelor-Studiengang Theologie + Musik. Sein Interesse gilt der Wirkung von Musik auf den Menschen und ihrer gemeinschaftsstiftenden Kraft. Besonders fasziniert ihn, wie Musik Brücken zwischen Generationen, Konfessionen und Lebensrealitäten bauen kann. Kenneth versteht seinen theologischen Weg als Beitrag zu einem ökumenischen Miteinander innerhalb der christlichen Gemeinschaft.
Nach dem Abschluss seines Studiums ist Kenneth als Religionslehrer in Basel-Stadt und Basel-Landschaft tätig. Darüber hinaus übernimmt er eine musikalische Rolle als Organist in der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Bettingen.
Die Bachelorarbeit von Lydia Liebscher befasst sich mit Psalm 22 und damit, welche Bedeutung dieser Psalm für das Passions- und Ostergeschehen im Matthäusevangelium hat. Darauf aufbauend untersucht sie die Bedeutung von Psalm 22 in der Matthäuspassion von J. S. Bach.
Im ersten Schritt führt die Bachelorarbeit eine Exegese zu Psalm 22 durch, um den Psalm in seinem alttestamentlichen Kontext auszulegen. Sie kommt zum Ergebnis, dass der Vertrauensprozess bei der Entwicklung von der Klage hin zum Lob bemerkenswert ist und Klage- und Danklied miteinander verwebt. Im Zentrum steht die Gottesbeziehung des leidenden Gerechten, dessen Hauptproblem die Diskrepanz zwischen Glaube und Erleben ist. Die Abwesenheit Gottes deutet die Bachelorarbeit als temporären Rückzug Gottes, der vom Beter als reale Gottesferne erlebt wird. Der Beter erfährt ganzheitlichen Konsistenzverlust, während das Danklied die vollständige Regeneration des Beters verdeutlicht. Seine Rettung vor dem Tod wird als Zeichen der Königsherrschaft Gottes gedeutet und führt, angefangen bei der Todah-Feier, zu einem Lobpreis, der sich über alle Zeiten und Räume erstreckt.
Im zweiten Schritt untersucht die Bachelorarbeit den Passions- und Osterbericht von Matthäus exegetisch auf Spuren von Psalm 22. Sie entdeckt, dass Matthäus Psalm 22 als Gerüst für seinen Passions- und Osterbericht nutzte und weist die Bezüge nach. Psalm 22 ermöglicht eine innerbiblische Interpretation. Wesentlich ist, dass die Rettung des leidenden Gerechten (Jesus) und damit der Anbruch des Reiches Gottes im Tod geschieht. Dadurch hat der Matthäusbericht nicht nur einen Erfüllungscharakter, sondern eröffnet eine noch tiefere Dimension der Erfüllung, die bis heute nicht abgeschlossen ist.
In einem dritten Schritt analysiert die Bachelorarbeit ausgewählte Elemente der Matthäuspassion (BWV 244) von J. S. Bach und zeigt, wie die im zweiten Schritt definierten Spuren von Psalm 22 durch die theologische Klangrede hörbar werden. Dabei weist die Arbeit trotz des fehlenden Osterberichts einen Stimmungswechsel nach.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem exegetisch-biblisch-theologischen Teil von Psalm 22 und dem Matthäusbericht, während der musikalische Abschnitt nur einen kleinen Teil der Arbeit ausmacht.

Es ist ihr ein Herzensanliegen, Menschen zu ermutigen, die durch schwierige Zeiten und herausfordernde Situationen gehen. Während des Studiums setzte sie sich mit dem Thema Klage als Gebetsform im Leid auseinander, woraus eine Konzertlesung entstand. In ihrer Bachelorarbeit vertiefte sie sich weiter in das Thema, indem sie Psalm 22 unter Berücksichtigung des Kreuzesgeschehens untersuchte.
In Joh 4,24 erklärt Jesus, dass wahre Anbeterinnen und Anbeter in Geist und Wahrheit anbeten müssen, doch was ist mit diesem Ausdruck gemeint und wie können Christinnen und Christen diesem Anspruch Rechnung tragen? Diese Arbeit untersucht, wie «Anbetung in Geist und Wahrheit» verstanden werden kann und überlegt, welche möglichen Konsequenzen sich in Bezug auf die Praxis der musikalischen Anbetung ergeben.
Hierfür werden zunächst exegetische Erkenntnisse zu Joh 4,19-24 dargelegt, bevor eine Betrachtung von jeweils zwei gängigen Auslegungsmöglichkeiten in Bezug auf die Worte «Geist» und «Wahrheit» erfolgt: In dem Wort «Geist» kann sowohl der Heilige Geist, als auch der menschliche Geist erkannt werden, während «Wahrheit» als Selbstoffenbarung Gottes oder als authentisches, wahrhaftes Handeln des Menschen verstanden werden kann.
Mithilfe einer Untersuchung des johanneischen Geist- und Wahrheitsverständnisses wird schliesslich eine eigene Position bezüglich der Bedeutung von «Anbetung in Geist und Wahrheit» entwickelt. Es wird aufgezeigt, welche Konsequenzen sich aufgrunddessen für die musikalische Anbetung ergeben, um abschliessend praktische Umsetzungs- und Ermöglichungsanregungen zu präsentieren. Diese richten sich einerseits an Menschen, die für die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten verantwortlich sind, können teilweise aber auch im Rahmen der persönlichen musikalischen Anbetung umgesetzt werden.
Geboren 1990 in einer kleinen Stadt zwischen Hamburg und Hannover, absolvierte Liina Theissen nach dem Abitur eine Ausbildung zur Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin. Neben Schule und Beruf engagierte sie sich viel in ihrer Kirchengemeinde – vor allem in der Lobpreis- und Jugendarbeit. 2021 begann sie am TSC Theologie + Musik zu studieren und konnte das Gelernte sofort bei ihrer Arbeit als Lobpreisleiterin der YChurch Weil am Rhein umsetzen.
Aufgewachsen in einer Pfingstgemeinde, ist sie von der Person des Heiligen Geistes fasziniert und wollte sich in ihrer Bachelorarbeit theologisch näher mit ihm und seinem Zusammenhang zu Lobpreis auseinandersetzen, woraufhin sie den Ausdruck «Anbetung in Geist und Wahrheit» untersuchte. Sie hat eine Leidenschaft für Gemeinde und für qualitativ hochwertige Lobpreis- und Anbetungszeiten, sowohl geistlich als auch musikalisch, weshalb sie nach ihrem Abschluss am TSC in der Gemeindearbeit tätig sein möchte.
Von 2021 bis 2025 studierte Kenneth am Theologischen Seminar St. Chrischona im Bachelor-Studiengang Theologie + Musik. Sein Interesse gilt der Wirkung von Musik auf den Menschen und ihrer gemeinschaftsstiftenden Kraft. Besonders fasziniert ihn, wie Musik Brücken zwischen Generationen, Konfessionen und Lebensrealitäten bauen kann. Kenneth versteht seinen theologischen Weg als Beitrag zu einem ökumenischen Miteinander innerhalb der christlichen Gemeinschaft.
Nach dem Abschluss seines Studiums ist Kenneth als Religionslehrer in Basel-Stadt und Basel-Landschaft tätig. Darüber hinaus übernimmt er eine musikalische Rolle als Organist in der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Bettingen.
Warum haben Adam und Eva bloss von dieser Frucht gegessen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Ruben Sommers Bachelorarbeit. Er erforscht, wie sich die Erzählung von Adam und Eva den Leserinnen und Lesern mitteilen will und welche Botschaft die Erzählung in das Leben der Leserschaft hinein tragen will. Dazu lässt er bewusst den biblischen Text zu Wort kommen lassen.
Aufgrund der im Text behandelten Themen, Motive und des spezifischen Vokabulars, vermutete Ruben eine enge Verwandtschaft zwischen der Geschichte von Adam und Eva und der Theologie der alttestamentlichen Weisheitsschriften. Genauer, zwischen der Geschichte von Adam und Eva und den Sprüchen Salomos. Im Verlaufe der Bachelorarbeit entdeckte Ruben faszinierende Parallelen zwischen den beiden Büchern, die seine Vermutungen zu bestätigen schienen. Im Rückblich auf seine Bachelorarbeit kann Ruben nur staunen und sagen, dass Gott ihm einen wahrhaftigen Schatz offenbart hat, mit dem er vieles in der Bibel mit einem neuen Tiefgang verstehen lernt: den Wert der Weisheit.
Die alttestamentliche Weisheit in Bezug auf die Sprüche Salomos, lässt die Geschichte von Adam und Eva in einer erfrischenden, alltagsnahen und persönlich relevanten Perspektive erscheinen und damit Gen 2-3 neu relevant werden für unsere persönliche Spiritualität und unseren Gemeindekontext, besonders in der Verkündigung.

Ab 2021 studierte er am TSC. Während seines Theologiestudiums entwickelte Ruben eine grosse Leidenschaft für Theologie, Lehre und das Alte Testament. Sein Herz schlägt dafür, die Bibel zu erforschen und in ihr nach Schätzen zu graben. Ruben möchte biblische Theologie für die Gemeinde greif- und fassbar machen. Dazu geht er gerne neue Wege und versucht, verschiedene theologische Ansätze weiter zu denken. Diese Leidenschaft spiegelt sich auch in seiner Bachelorarbeit zu Gen 2-3 und den Sprüchen Salomos wider. Die Idee zu dieser Arbeit kam Ruben in einer AT-Vorlesung zum Thema Gen 2-3.
Festzeiten sind seit je her ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebensrhythmus. Welche Bedeutung die Feste der Bibel – exemplarisch das Passafest Israels – heute noch für den Glauben evangelischer Christinnen und Christen haben könnten und die Frage nach dem Grund der göttlichen Einordnung in solche Festzeiten, hat Simone Knierim in ihrer Bachelorarbeit untersucht.
Zwischen den Zeiten des Alten Israels und der Moderne wandelte sich die Gesellschaft von einer Erinnerungs- in eine Ereigniskultur. So musste sich auch die Art und Weise ändern, wie eine christliche Gemeinschaft Feste begeht. Doch die Relevanz der Feste besteht weiterhin darin, dass in ihnen Glaubensinhalte nicht nur dem Wissen nach vermittelt werden, sondern durch ganzheitliches Erleben vertieft und gefestigt werden.
Mit dem Bekenntnis zum österlichen Ereignis des auferstandenen Christus im Mittelpunkt, haben Feste die Fähigkeit, Sinn und Nähe zu stiften und Beziehung zum dreieinigen Gott auf einer Leib-seelischen Ebene zu vertiefen, sodass diese mit dankbarer Freude in einer Gemeinschaft von Gläubigen auch heute noch zelebriert werden kann und sollte.

Sie schätzt die Schönheit von Bildern und Worten, Momente der Ruhe und einen ganzheitlichen, kindlich-einfachen Glauben mit tiefen Wurzeln. Diese Dinge spiegeln sich ein Stück weit auch in der Thematik der Bachelorarbeit wider, welche die biblischen Feste auf ihre heutige Bedeutung hin untersucht. Angestossen wurde das Interesse an den Festen bei der Israel-Reise des TSC.
Während schon länger ein interdisziplinärer Diskurs zur Dankbarkeit stattfindet, hinkt
die Theologie etwas hinterher. Dabei spielt Dankbarkeit eine grosse Rolle im Leben
der Gläubigen. Die vorliegende Arbeit bringt die Theologie daher mit der Philosophie
ins Gespräch, um daraus Erkenntnisse für die Theologie und Musik gewinnen zu können.
Als Grundlage für das Gespräch dient die Darstellung einer eingehenden philosophischen
Untersuchung der Dankbarkeit. Anhand des dort gewonnenen Vokabulars werden
dann einige ausgewählte Aspekte in einem zweiten Schritt theologisch betrachtet,
differenziert und diskutiert.
Es wird deutlich, dass die Taten Gottes am Menschen dankwürdige Wohltaten sind, weil sie freien und bedingungslosen Ursprungs sind. Der Dank des Menschen, der sich in Sprech- und Tathandlungen ausdrückt, ist die gebunden-freie Antwort auf diese Wohltaten und kann nicht im Sinne einer ausgleichenden Gerechtigkeit verstanden werden. Die Wichtigkeit des freien und fröhlichen Danks wird aufgezeigt.
In einem letzten Schritt wird dann aufgezeigt, inwiefern die Musik, unter besonderer Berücksichtigung des Gesangs in der christlichen Gemeinde, zum Klangkörper der Dankbarkeit werden kann. Dafür werden drei Aspekte beleuchtet: Freude, Freiheit und Freundschaft.

Und so blieb sie – wie ihr Mann auch – vier weitere Jahre, um Theologie + Musik (BA) zu studieren. Mit Ende des Studiums traten Matthias und Amelie Görnert gemeinsam eine Pastorenstelle in einer Viva Kirche im Kanton Zürich an.
Die Bachelorarbeit von Matthias Görnert beschäftigt sich mit dem Verhältnis und den Zusammenhängen von spezifisch christlicher Ethik und dem Gesang der christlichen Gemeinde sowie mit der Wirkung von Gesang auf ethische Überzeugungen und ethisches Handeln.
Dazu wurden zwei philosophische Arbeiten – «Musik, Emotionen und Ethik» von Peter Rinderle und «Der Verlust der Tugend» von Alasdair MacIntyre – untersucht und systematisch-theologisch reflektiert. Bei der anthropologischen Reflexion spielt die bei beiden Philosophen vorkommende «Einheit» des menschlichen Lebens eine wesentliche Rolle. Die darauf folgende ethische Reflexion schliesst sich dem Ansatz von MacIntyre weitgehend an und modifiziert ihn leicht. Es wird deutlich, dass christliche Ethik im Wesentlichen als Tugendethik erkannt werden kann.
Die gewonnenen Erkenntnisse wurden auf den Gemeindegesang bezogen, nachdem dieser hauptsächlich in seiner historischen Entwicklung dargestellt wurde. Dabei korrespondieren die drei musikalisch bzw. phänomenologisch motivierten Begriffe «Hören», «in Bewegung setzen lassen» und «auf das Ziel hin» mit den drei zentralen christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung.
Schliesslich werden die aufgezeigten Zusammenhänge und Erkenntnisse für die praktische Anwendung in der Gemeinde empfohlen. Singen erweist sich im Sinne von Eph 5,19 als Ausübung des Doppelgebots der Liebe par excellence.

Matthias faszinierten insbesondere die Möglichkeiten der Musik, Emotionen auszudrücken und anzuregen und so auf musikalische Weise in Beziehung zu Gott und den Mitmenschen zu treten. Die emotionale Tiefe und Bandbreite der Psalmen, die Kraft und Schönheit orchestraler Musik und nicht zuletzt theologische Erkenntnisse regten zu verschiedenen Projekten an. Aus dem Wunsch, die emotionalen Wirkungen der Musik in der Glaubens-, Lebens- und Gemeindepraxis zu untersuchen, entstand seine Bachelorarbeit, welche nach dem Zusammenhang von Gemeindegesang und christlicher Ethik fragt.
Studienergebnisse zeigen, dass gesprochene Gebete – und somit auch die Fürbitte – kaum noch Bestandteil des Gottesdienstes sind. Gesprochene Gebete nehmen durchschnittlich nur ca. 6 % des Gottesdienstes ein. Da Gesang wiederum einen sehr hohen Stellenwert hat, sah Hannah Renz darin die Chance, in ihrer Bachelorarbeit die vielseitigen Dimensionen und Wirkungen von Gesang und Fürbitte aufzuzeigen und miteinander zu verbinden.
Der Blick in die Kirchengeschichte hat gezeigt: Gesungene Fürbitte ist nichts Neues und wurde jahrhundertelang in der alten Kirche praktiziert. Ideen für mögliche Umsetzungen anhand praktischer Beispiele zeigen auf, wie gesungene Fürbitte in unserem Gottesdienst heute konkret aussehen kann.
Musikalische Fürbitte ist eine Form, die nicht nur die Gebetspraxis in Freikirchen wiederbelebt, sondern darüber hinaus auch alte Traditionen neu aufleuchten lässt, neue Gestaltungsmöglichkeit der Gebets- und Musikpraxis bietet und schlussendlich das Gebet auf einer tieferen Ebene nachhaltig erfahrbar macht.

Hannah ist begeistert von der Tiefe, die im Gebet und in der Musik steckt und welche Auswirkungen diese nicht nur auf Körper, Seele und Geist hat, sondern auch auf die Einheit unter Gläubigen. Dies durfte sie besonders während eines Volontariats im Gebetshaus Augsburg erleben. Aus dieser Faszination heraus und der Sehnsucht danach, die Praxis des Gebets in Freikirchen neu zu beleben, schrieb Hannah die Bachelorarbeit über Fürbitte. Nach Abschluss ihres TSC-Studiums startet Hannah als Jugendreferentin in der Chrischona-Gemeinde Rheinfelden.
In der Bachelorarbeit von Mathis Wunderlich geht es um eine mögliche Manipulation in der modernen Lobpreismusik durch rein musikalische Parameter und die daraus entstehenden Folgen, positive wie negative. Dabei spielt vor allem der Zusammenhang von Emotionen und Musik eine zentrale Rolle, da Manipulation vorwiegend auf affektiver Ebene stattfindet. In einem ersten Teil wird der Begriff «Manipulation» als eine neutrale Form der Beeinflussung definiert und basierend auf einer dienenden Ethik philosophisch-ethisch sowie christlich-ethisch (mit Jesus als Vorbild) so eingeordnet, dass eben jene sowohl in negativer als auch in positiver Weise verwendet werden kann und somit eine Art moralische Grauzone darstellt.
Anschliessend wird allgemein die Thematik der Emotionalität in Musik behandelt, als Voraussetzung für eine mögliche Manipulation durch instrumentale Musik, was anhand der Filmmusik (die, genau wie Lobpreismusik, besonders emotional geprägt ist) beispielhaft aufgezeigt wird. Durch den Zusammenhang von Filmmusik und Manipulation durch emotionale Einbindung des Publikums kann von der Existenz manipulativer Aspekte in Musik allgemein gesprochen werden, was auch anhand von weiteren Beispielen belegt wird.
Der dritte Teil der Bachelorarbeit dient der Analyse der modernen Lobpreismusik. Durch den Vergleich mit der untersuchten Popmusik fallen einige Ähnlichkeiten in Struktur, Harmonie, Rhythmus und Sound auf, während die exemplarischen Liedanalysen noch genauere musiktheoretische und klangliche Erkenntnisse liefern.
Im finalen Abschnitt werden die Ergebnisse aus den vorherigen Teilen schliesslich zusammengeführt und die Erkenntnisse zu Manipulation in der Musik auf die moderne Lobpreismusik übertragen. Dazu wird zuerst die eigentliche Intention von Lobpreis als ganzheitliche Vertiefung der Beziehung mit dem trinitarischen Gott dargestellt und die hohe Emotionalität in der modernen Lobpreismusik durch ekstatische und repetitive Elemente aufgezeigt, die sich auch in den Beispielliedern finden. Die emotionale Beteiligung des Publikums führt, wie auch schon bei der Filmmusik, zu manipulativen Aspekten, die in der modernen Lobpreismusik auftreten können und ethische Konsequenzen nach sich ziehen: Transparenz, Überprüfung, Bewusstwerdung, Pluralismus, Freiheit und Liebe sind hierbei die wichtigsten Stichpunkte, um zu verhindern, dass die Musik weder zur Ersatzreligion wird noch emotionslos bleibt.

Dank der vielen neuen Inhalte und der grossen Community am TSC konnte er zugleich in die Welt der Musik und der Theologie eintauchen und neben dem Studium auch eigene Projekte verwirklichen. Dabei lag auf der Filmmusik und instrumentalen Musik stets eine besondere Faszination. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema Lobpreismusik und die Suche nach dem richtigen Umgang mit dieser entstand dann auch seine Bachelorarbeit, die besonders die Instrumentalmusik im Lobpreis in den Fokus nimmt.
Dass es in fast jedem modernen Lobpreislied Referenzen zur Bibel gibt, ist für Bibelleser und Bibelleserinnen offensichtlich. Die Bachelorarbeit von Vanessa Habermann geht der Frage auf den Grund, wie genau sich das Wort Gottes in unseren Gemeindeliedern wiederfindet. Es wird untersucht, welche Stellen in den Liedern miteinander in Verbindung gebracht werden und warum. Auch liedübergreifende Muster oder allgemeine Tendenzen werden festgehalten.
Zu Beginn werden die Ansätze von drei verschiedenen Gemeindeliedanalysen von Hahnen, Thornton und Ehlebracht vorgestellt. In Anlehnung an diese und in Bezug auf ihre Ergebnisse erfolgt dann die eigene Analysearbeit. Dafür wird ein Pool von 50 zeitgenössischen Gemeindeliedern aus dem Praise & Worship-Genre untersucht und die Lieder gemäss ihrer Nähe zum Bibeltext in drei Gruppen eingeteilt. Je Gruppe werden dann repräsentativ drei Lieder Wort für Wort aufgeschlossen und ihre Textverbindungen exegetisch untersucht.
Es wird gezeigt, dass Gruppe A mit dem stärksten Textbezug, die kleinste ist. Gruppe C, mit den schwächsten Referenzen zur Bibel, ist hingegen die Grösste. Diese Arbeit strebt keine Beurteilung der Beobachtungen an, sondern hat primär darstellenden Charakter.
Die Beobachtungen lassen eine gewisse Schwäche in der exegetischen Arbeit beim Entstehungsprozess der Lieder vermuten. Im Ausblick wird folglich auf die Relevanz der theologischen Ausbildung der Liedautoren und Liedautorinnen der Zukunft hingewiesen.

Hier vertiefte Vanessa sich immer mehr ins Songwriting, in der Hoffnung mit ihrer Stimme, ihrer Musik und ihren Texten etwas an die Menschen weitergeben zu können, was Bestand hat. So lag ihr Thema für die Bachelorarbeit nahe: Die Auseinandersetzung mit den Inhalten unserer Lobpreis-Lieder ist für Vanessa elementar, wenn es um Kirche geht.
Naemi Pfefferle befasst sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Frage nach der Adressierung des Heiligen Geistes im Gebet. Christlicher Glaube bekennt sich zum dreieinen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Im Nicäno-Konstantinopolitanum heisst es über den Heiligen Geist, er werde mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht, doch in der Praxis sind die Anreden des Geistes im Gebet spärlich. Im Nachgehen dieser Differenz liegt der Fokus auf heutigen theologischen Stellungnahmen.
Die Einleitung beinhaltet eine thematische Hinführung der umrahmenden Themen Trinität, Pneumatologie und Gebet. Darauf folgt eine Darstellung des Person- und Gott-Sein des Heiligen Geistes mit biblischem Zeugnis. Die nachstehende Verknüpfung von Geist und Gebet führt zur Erkenntnis der Untrennbarkeit. Weil der Geist Urheber des Gebets und Beter selbst ist, beten wir im Geist und er in uns. Christliches Beten vollzieht sich immer im Heiligen Geist, durch Jesus Christus, und ist an den Vater gerichtet. Dabei ermöglicht der Heilige Geist in uns das Einstimmen in Jesu Ruf zum Vater. Wird Trinität aber als Liebesgemeinschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist verstanden, wird der Betende gleichzeitig in die ewige Kommunikation Gottes hineingenommen und kann sich spezifisch an die drei wenden. Auch wenn das Zurücktreten des Geistes hinter Vater und Sohn ernstgenommen werden muss, ist damit Gebet an den Heiligen Geist nicht ausgeschlossen. Vielmehr entspricht es Gott ihn als dreieinen anzusprechen. Gerade im Anreden des Geistes zeigt sich das Ernstnehmen der innergöttlichen Vielfalt und Differenzierung. Die Einheit Gottes wird dabei nicht preisgegeben, weshalb vom alleinigen Anreden des Geistes abzusehen ist. Im Adressieren des Geistes spiegelt sich aber das Wahrnehmen der Eigenheit desselben, was u.a. in Epiklesen oder Bitten um Geistesgaben mündet.
Im öffentlichen Gebet ist aufgrund des bekennenden Charakters das Adressieren des Geistes gemeinsam mit Vater und Sohn unerlässlich. Auch im gemeinschaftlichen Gebet ist für vorbildliches trinitarisches Beten zu plädieren. Ausgewogenes Adressieren und trinitarische Formeln stärken das Trinitätsbewusstsein Einzelner und ist wichtig, weil Beten – so auch trinitarisches Beten und Gebet zum Heiligen Geist – durch Beobachten gelernt wird. So münden in Naemis Bachelorarbeit theologische Erkenntnisse in Überlegungen der praktischen Umsetzung und der jeweiligen spezifischen Relevanz von persönlichem, öffentlichen und gemeinschaftlichen Gebet.

Anschliessend begann sie 2020 das Studium für Theologie + Pädagogik am Theologischen Seminar St. Chrischona, das ihre Leidenschaft für Gott und Menschen vereinte. Das Studium schloss sie 2023 erfolgreich ab. Sie liebt es, sich theologisch mit Themen auseinanderzusetzen und Menschen für Gott zu begeistern. Dabei ist ihr das Gebet an den Dreieinen Gott in ihrer Bachelorarbeit besonders wichtig geworden.
Die Bachelorarbeit von Melina Polifke befasst sich mit der Bedeutung der Tempeltheologie für die heutige christliche Gemeinde und deren Relevanz für ihre musikalische Lobpreispraxis. Zur Beantwortung dieser Frage wird auf der Grundlage von 1Petr 2,4–10 ein Verständnis für die Kultbegriffe Tempel, Priesterschaft und Opfer geschaffen, um die gewonnenen Erkenntnisse dann im Hinblick auf deren Relevanz für den musikalischen Lobpreis zu untersuchen.
Hierfür wird zunächst der Bedeutungshorizont der Kultbegriffe im Rahmen des AT, mit besonderem Fokus auf den salomonischen Tempel, betrachtet. In einem zweiten Schritt wird aufgezeigt, inwiefern die zuvor definierten Begriffe sich durch das Kommen Christus Jesu Christi und sein vollzogenes Erlösungswerk verändert haben.
Hierbei wird deutlich, dass sich sowohl der Tempel als auch das Hohepriestertum und das Opfer in Christus vereinigen und durch ihn einen neuen Bedeutungshorizont erlangen. Diese Veränderung des Verständnisses hat eine Auswirkung auf das Selbstverständnis der christlichen Gemeinde, sodass auf dieser Grundlage und unter Rückbesinnung auf 1Petr 2,4–10 untersucht wird, was die Kultbegriffe weiterführend für die christliche Gemeinde heute bedeuten.
Da die untersuchten Begriffe auch in heutigen Lobpreisliedern Verwendung finden, werden die bis hier gewonnenen Erkenntnisse daraufhin in Bezug zu dem Verständnis des musikalischen Lobpreises gesetzt werden.
Mit einer abschliessenden Betrachtung des eschatologischen Ziels der Gemeinde, dem Himmel, wird anhand der Apk ein Ausblick auf das Kommende geschaffen. Das Fazit und der Ausblick von Melinas Bachelorarbeit bieten einen Überblick über die Relevanz der gewonnen Erkenntnisse in Bezug auf die christliche Gemeindepraxis und deren Gestaltung des musikalischen Lobpreises.

Die Bachelorarbeit von Samuel Zumbrunn untersucht die Rolle von Maria im Magnifikats-Hymnus von Lk 1,46-55 unter drei Gesichtspunkten. Dabei bilden das BWV 243a, die Auslegung Luthers von 1521 und die Untersuchungen in der modernen exegetischen Forschung je einen Betrachtungspunkt.
Um das Magnifikat in seiner ganzen Fülle erfassen zu können, ist es relevant, sich mit gewissen Detailfragen intensiv zu beschäftigten. Nur so ist es möglich, in den wunderbaren und tiefgründigen Lobpreis des Marienlieds einzusteigen. Dabei geht es in dieser Arbeit im weitesten Sinne um das mariologische Verständnis, das der jeweiligen Betrachtung des Magnifikats zugrunde liegt.
Einer dieser Kerne ist das Verhältnis zwischen Maria und Gott. Im Verständnis des lateinischen Wortes ‘Humilitas’ von Vers 48 liegt der Schlüssel zur reformatorischen Auffassung. Denn bis zur Reformation wurde dies mit Demut übersetzt, was zur Folge hatte, dass Marias Leistung in der Demut zur Selektion als Mutter Jesu geführt hatte. Doch mit dem Reformator Martin Luther wurde dies neu bewertet, nämlich als ein Adjektiv in Bezug auf ihren Sozialstand. Dadurch nimmt Maria als niedrige Magd eine neue Rolle ein und das Lob erhält eine Tiefe mit einem bewundernswerten Perspektivenwechsel vom Irdischen zum Göttlichen. Ein weiterer Fokus der Arbeit bildet die Frage wie Jesus mit dem Stamm Juda verbunden ist – ob durch Maria oder Josef. Dabei folgert Luther aus der immanenten Jungfräulichkeit sein Fazit über Maria als Anknüpfungspunkt in der Blutslinie von David, während die moderne Forschung verschiedene Lösungen präsentiert.
Diese theologischen Fragen finden zu Beginn von Samuels Bachelorarbeit einen Resonanzraum in der Analyse des Bachwerkes Magnificat, BWV 243a. Die Analyse zeigt auf, dass die Gestaltung des Werkes von einem lutherischen Verständnis gefärbt ist. Dies drückt sich durch eine in der für die Barockzeit typischen, plastischen Sprache aus und bildet den Ausganspunkt der theologischen Arbeit, der nachlaufend betrachtet wird.

Geprägt von einem christlichen Sozialumfeld trieb ihn die Leidenschaft für die Musik und der Wunsch sein Leben für etwas Grösser einzusetzen als das Alltäglich zum Studium. Währenddessen entdeckte er seine Begeisterung für die Theologie und besonders für Menschen. Der Wunsch nach nachhaltiger und lebbarer Theologie prägt sein Denken und sein musikalisches Wirken.
Ruth Hunzikers Bachelorarbeit weist auf der Basis von fünf Bibelstellen auf die Bedeutung Marias, der Mutter Jesu, für die Kirche hin. Sie gliedert sich in drei Teile.
Der erste Teil zeigt die Herkunft der mariologischen Ekklesiologie. Das Verhältnis zwischen Maria und Kirche wird mit verschiedenen Vergleichen erklärt. Danach geht es um die alttestamentlichen Bilder für das Volk Israel und die neutestamentlichen für die Kirche. Dabei wird der Bezug vom Alten Testament zu Maria hin und von Maria ausgehend der Bezug zum Neuen Testament hergestellt. Die Parallelen zwischen Abraham und Maria, welche beide mit Glauben auf Gottes Gnade antworten, zeigen Marias Bedeutung als Mutter der Gläubigen.
Der zweite ist der umfangreichste Teil dieser Arbeit. Im ersten Unterkapitel geht es um die gnädige Anrede Gottes an Maria in der Verkündigungsperikope. Schaut sich die Kirche das Bild Marias an, dann erkennt sie selbst ihre gnädige Erwählung. Das zweite Unterkapitel geht
auf Marias Empfängnis, Schwangerschaft und Muttersein ein. Die Betonung liegt auf der mütterlichen Barmherzigkeit, die einerseits die Kirche bei Gott erfährt und andererseits die Kirche selbst weitergeben soll. Das dritte Unterkapitel fokussiert auf den Satz Marias an der Hochzeit in Kana: „Was er euch sagt, das tut.“ Eine Kirche, die sich Maria zum Vorbild nimmt, wird wie sie auf Jesus hinweisen. Im vierten Unterkapitel geht es um Maria, die unter dem Kreuz Jesu bleibt und mitleidet, sowie um die Verordnung Jesu an seine Mutter und den Jünger Johannes, einander anzunehmen. Die fünfte Bibelstelle ist das Pfingstereignis, an dem die Kirche mit dem gleichen Heiligen Geist erfüllt wird, den Maria bei ihrer Empfängnis erhalten hat.
Der dritte Teil fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und stellt sie in den konkreten Kontext einer Kirchgemeinde. Als Ergebnis kann zusammengefasst werden, dass Marias Bedeutung für die Kirche biblisch begründet werden kann und dass es der Kirche von grossem Nutzen ist, sich in den mariologischen Bibelstellen zu spiegeln.

Das Herz von Ruth schlägt für die weltweite und ökumenische Kirche als einen einzigen, geliebten Leib Christi. Ihre Bachelorarbeit soll diejenigen Menschen ermutigen, die mit einer neuen «alten» Perspektive und mit Leidenschaft Jesus und seine Kirche leben und lieben wollen. Für diese Bachelorarbeit wandte sich Ruth zum ersten Mal Maria, der Mutter Jesu, und ihrer Rolle für die Kirche zu und machte dabei wertvolle Entdeckungen, die auch für ein freikirchliches Marien- und Kirchenverständnis inspirierend sind.
Damit eine Beantwortung der Frage möglich wird, muss zuerst gezeigt werden, dass Gott in den berichteten Geschehnissen mitgedacht werden kann und muss. Dies geschieht durch die Untersuchung verschiedener Aspekte des Estherbuchs. Durch die Klärung der Einleitungsfragen wird die Erzählung zuerst in den historischen Kontext eingebettet. Hierbei wird deutlich, dass die berichteten Ereignisse gut zu den damaligen Gegebenheiten passen und die Historizität der Esthererzählung nicht ausgeschlossen werden kann.
Anschliessend zeigt die Beschäftigung mit verschiedenen Gliederungen zentrale Inhalte der Erzählung auf. Hierzu gehören die implizite Theologie in den Worten Mordechais (4,13f) und die Beobachtung, dass die Wende der Ereignisse durch ein scheinbar zufälliges Ereignis eingeläutet wird. Die folgende Untersuchung der narrativen Stilmittel bringt implizite Aussagen des Autors zum Vorschein. Dabei wird vielfach deutlich, wo der Autor Schwerpunkt legt und dass er innerbiblische Parallelen verwendet, um die Gegenwart und Führung Gottes im Estherbuch anklingen zu lassen. Auch die folgende Untersuchung der Wendungen in der Erzählung bringt Gottes Wirken zum Vorschein. Hierbei wird jedoch deutlich, dass – wie wir es auch aus unserem persönlichen Erleben kennen – eben nicht definitiv gesagt werden kann, wann und wie Gott genau wirkt. Während die Suche nach einem impliziten Christuszeugnis keine direkten Hinweise für die Beantwortung der Frage liefert, wird doch deutlich, dass Esther und Mordechai als Retterfiguren auf Christus hinweisen. Sehr ergiebig für die Beantwortung der Fragestellung ist hingegen die Untersuchung der Einfügungen in den LXX-Text der Esthererzählung. Durch die Nennung Gottes in der LXX erhält dieser einen anderen Schwerpunkt. Durch diese Verschiebung wird sehr deutlich, dass der Autor des MT eben gerade durch die Nichtnennung Gottes die Verantwortung menschlichen Handelns thematisiert.
Zusammengefasst werden die Beobachtungen zu den verschiedenen Aspekten des Estherbuchs im Hinblick auf die Fragestellung in der folgenden narrativen Auslegung. Das abschliessende Fazit verweist auf die beiden hauptsächlichen Wirkungen, die der Autor durch die Nichtnennung Gottes bei den Leserinnen und Lesern erzielt. In ihnen ist die Intention des Autors zu suchen.

Nach ihrem Einstieg in den Lehrerberuf an einer Freien Evangelischen Schule, studierte Lisa berufsbegleitend Theologie am TSC. In dieser Zeit trafen zwei Leidenschaften zusammen: Die Liebe zu verschiedensten Menschen und die Leidenschaft für Gott und sein Wort. Nach wie vor pflegt Lisa beide dieser Leidenschaften, indem sie theologisch arbeitet und unterrichtet.
Die Bachelorarbeit von Debora Gerber setzt sich mit dem Zusammenspiel von Diakonie und Evangelisation in der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts auseinander. Anhand von Johann Hinrich Wichern und Amalie Sieveking wird untersucht, wie Diakonie und Evangelisation miteinander agieren und ineinandergreifen.
Zu Beginn erfolgt eine theologische Auseinandersetzung mit dem Thema. Die biblischen Grundlagen werden definiert, sowie aufgezeigt, weshalb Diakonie und Evangelisation aus biblischer Betrachtung nicht voneinander zu trennen sind. Es wird sichtbar, dass Jesus in seinem Auftrag und Wirken die beiden Komponenten zusammenhielt und sie ergänzte.
Es folgt eine kurze historische Betrachtung des 19. Jahrhunderts, sowie ein Überblick der Erweckungsbewegung im deutschsprachigen Raum, aus der auch Wichern und Sieveking hervorgegangen sind. Ihre Biografien werden skizziert und auf das Zusammenspiel von Diakonie und Evangelisation untersucht.
Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden Wichern und Sieveking miteinander ins Gespräch gebracht. Es werden Gemeinsamkeiten, Motive sowie Unterschiede beleuchtet und kritisch hinterfragt. Die innige Beziehung zu Jesus wird sichtbar, welche sie dazu veranlasste, die beiden Komponenten zu vereinen. Eine Reihe von anderen prägenden Motiven wird sichtbar: Der Kampf gegen den damaligen Zeitgeist; die Bekämpfung der Armut auf wirtschaftlicher, sozialer und moralischer Ebene; oder Themen wie die Gleichstellung zwischen Mann und Frau.
Die Bachelorarbeit von Debora Gerber wird abgeschlossen mit einem Transfer ins 21. Jahrhundert. Es liegen einige Gedankenanstösse und Impulse vor. Es kristallisiert sich heraus, dass es der Auftrag der Kirche ist, das von Wichern und Sieveking erhaltene Erbgut zu erhalten und darauf aufzubauen.
Die Quintessenz der Bachelorarbeit lässt sich wie folgt zusammenfassen: Anhand des biblischen Zeugnisses und den Leben und Werken Wicherns und Sieveking ist zu erkennen, dass Diakonie und Evangelisation sich immer ergänzen und bereichern müssen. Ansonsten kommen sie nicht zu ihrer vollen Entfaltung. Dies zu praktizieren ist der Auftrag der Kirche und jedes einzelnen Gläubigen, der sich auf den Namen Jesu beruft.

Nach ihrer Erstausbildung als Medizinische Praxis Assistentin (MPA) hat sie sich entschieden, Theologie + Pädagogik zu studieren. Ursprünglich dachte sie, dass sie nach dem Studium in der Kinder- oder Jugendarbeit tätig sein werde. Während den ersten beiden Studienjahren entdeckte Debora jedoch eine weitere Leidenschaft, die schon lange in ihr schlummerte. Gott entfachte in ihrem Herzen eine Liebe zu randständigen Personen. So durfte sie zwei Jahre in der diakonischen Stadtarbeit Elim in Basel ehrenamtlich in einem Cafè für Obdachlose und auf der Gasse mitarbeiten. Diese Arbeit führte zu einer Festanstellung. Heute arbeitet Debora im Elim. Sie hat dort die Möglichkeit Diakonie, Evangelisation und das medizinische miteinander zu verbinden. Sie ist Gott unendlich dankbar für die Stelle und ist gespannt, was er sie alles lehren wird.
Ihr grosser Traum ist es, eines Tages selbst ein offenes Haus für Menschen in Not zu haben. Sie sehnt sich danach, dass Menschen die Liebe Jesu und somit eine komplette Heiligung an Seele, Leib und Geist erfahren dürfen.
Die Bachelorarbeit von Debora Gutmann beschäftigt sich mit der Bedeutung des Singens im Kontext des Gottesdienstes. Dabei unterscheidet sie zwischen der Bedeutung für die gesamte Gemeinde und für die Einzelperson. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile.
Im ersten Abschnitt behandelt die Bachelorarbeit die generelle Wirkung von Gesang. Zuerst definiert sie die verschiedenen Begrifflichkeiten wie die Stimme, den Gesang und das Singen. Anschliessend stellt sie die aktuellen Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von Gesang im psychisch und physischen, im pädagogischen und im sozialen Bereich dar. In einem kurzen Abschnitt geht sie danach auf die heutige Stellung des Singens in der Gesellschaft ein.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit der theologischen Bedeutung des Gesangs. Dieser Teil bearbeitet zuerst einmal die biblischen Grundlagen des Singens im Alten und Neuen Testament. In einem Exkurs über die Reformation erläutert die Bachelorarbeit die Auswirkungen auf den Gemeindegesang durch die theologischen Auffassungen dieser Zeit. Sie nimmt Bezug auf die Reformatoren Martin Luther, Johannes Calvin und Huldrych Zwingli. Anschliessend erörtert sie die geistliche Funktion des Singens. Dies gliedert sich anhand der Grundvollzüge der Kirche: Leiturgia, Martyria, Koinonia, Diakonia, Paideia.
In den ersten zwei Bereichen beschäftigt sich die Bachelorarbeit mit der Frage, inwiefern Gesang durch Lobpreis und Gebet die antwortende Funktion und durch das Adressieren der Gemeindemitglieder die verkündende Funktion einnimmt. Die weiteren Punkte untersuchen die Aspekte der Gemeinschaft, der Seelsorge und der Pädagogik.
Abschliessend zieht die Bachelorarbeit aus beiden vorherigen Teilen ein Schlussfazit. Sie begründet die Bedeutung des Gesangs für die Einzelperson und für die Gemeinschaft im Blick auf die allgemeine Wirkung und auf die theologische Bedeutung des Singens.

Ihre Leidenschaft für den Menschen und die Musik führten sie schlussendlich ans TSC zum Studiengang Theologie + Musik. Aktuell arbeitet sie wieder als Pflegefachfrau in Thun. Der Wunsch, Menschen durch Lieder zu berühren, bleibt jedoch bestehen. Sie ist tief davon überzeugt, dass die Musik einen Weg in die Herzen der Menschen findet. Durch das gesprochene Wort ist dies oft nicht im gleichen Sinne möglich. Den Stellenwert der Gemeindemusik sieht sie gerade darin begründet. Wie Singen und Glauben zusammenhängen, bearbeitete sie in ihrer Bachelorarbeit.