Orientierung, Desorientierung, Neuorientierung

Dr. Michael Widmer, Dozent für Bibelwissenschaften, erklärt, dass das Beten von Psalmen in jeder Lebenssituation hilfreich ist. Sie drücken Dank, Klage und Lob aus. Dadurch helfen die Psalmen, Lebensphasen geistlich zu deuten, im Dialog mit Gott zu bleiben und ihn in allen Situationen zu suchen.
Israels erster Fürbitter

Abraham gilt als erster Fürbitter der Bibel. Als Gott das Gericht über Sodom ankündigt, tritt Abraham mutig und zugleich demütig für die Stadt ein. Im Dialog offenbart Gott seine Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Abraham lernt, dass selbst wenige Gerechte entscheidend sein können und dass Fürbitte Teil von Gottes Handeln ist. Seine Haltung prägt die spätere biblische Spiritualität und lädt ein, auch für «Feinde» zu beten.
Das Gebet des Messias

Jesus als Beter – ihm begegnen wir an vielen Stellen in den vier Evangelien. Von ihm kann man beten lernen; das ahnten schon die zwölf Jünger, die Jesus baten «Herr, lehre uns beten» (Lukas 11,1).
Wir tun, was Gott schon immer tut: kommunizieren.

Die Trinität ist Fokus des dritten Leitsatzes zur Kommunikativen Theologie: Wir sind in Verbindung mit Vater, Sohn und Heiligem Geist und tun, was Gott schon immer tut: kommunizieren.