tsc-Netzwerk-Konferenz 2020 «Entfesselte Gemeinde» als Online-Konferenz (1500x500px)

Wie lässt sich Gemeinde bauen in Corona-Zeiten?

tsc-Netzwerk-Konferenz 2020

Wie lässt sich Gemeinde bauen in Corona-Zeiten?

Viel Offenheit für Neues bei der tsc-Netzwerk-Konferenz zum Thema: «Entfesselte Gemeinde»

Die Corona-Krise hat Menschen, Gemeinden und Hauptamtliche verunsichert. Wie lassen sich in dieser Zeit zukunftsfähige Gemeinden bauen? Mut machende Ansätze hörten rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 7. November 2020 bei der Online-Konferenz des Netzwerks des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Sie endete mit einem leidenschaftlichen Plädoyer dafür, die Menschen zu lieben und ihnen das Evangelium zu kommunizieren.

Gemeinden sollten Kultur des Einladens fördern

Dieses Plädoyer hielt Steffen Beck, der leitende Pastor vom ICF Karlsruhe. Die Gemeinden bezeichnete er als «Rettungsunternehmen», die sich in der Krise nicht zurückziehen dürften. Sie sollten stattdessen kreativ werden, Hindernisse überwinden und den christlichen Auftrag über alles andere stellen. Es sei eine Frage der Herzenshaltung, ob Menschen zur Gemeinde kommen. Steffen Beck schlug vor, eine Kultur des Einladens zu fördern: «Es gibt nur einen Grund, warum kirchendistanzierte Menschen in die Kirche kommen: weil sie eingeladen wurden.»

«Der Zeitgeist hat eine spirituelle Dimension»

Die Offenheit für Neues war ein Tenor, der sich durch die Konferenz zog. Zu Beginn berichtete die Hamburger Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz von neuen Sehnsüchten, die im Zeitgeist entstehen. Beispielsweise denken Menschen in Corona-Zeiten anders über sich selbst nach und fragen sich, was sie der Welt zu geben haben. Kirstine Fratz erklärte ausserdem, dass ihre Sicht auf den Zeitgeist sich durch die Zusammenarbeit mit dem tsc-Dozenten Andreas Loos erweitert hat. Sie sagte: «Der Zeitgeist hat eine spirituelle Dimension. Er will nicht zerstören, sondern liebt das Leben. Wie es auch der Heilige Geist tut.»

Bildung als Schlüssel für die Kirche von morgen

Konstruktiv-kritisch nahmen Walter und Oliver Dürr diesen Faden auf. Klar sei, dass die Corona-Krise die Kirchen verändern werde und die Zeit der «Betreuungsgemeinden» zu Ende gehe. Die Theologen und Gemeindeleiter wünschen sich eine neue Reformation und sehen Bildung als den Schlüsselfaktor dafür. «Bildung ist ein Schlüssel für die lebendige Kirche von morgen, die Salz und Licht sein will», erklärten sie.

Der Rektor des Theologischen Seminars St. Chrischona, Benedikt Walker, freute sich darüber. Im Online-Chat mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern formulierte er es so: «Die Kirche 2040 braucht die Ausbildung 2020. Und wir als tsc brauchen dafür den Schulterschluss mit den Partnern aus Gemeinde und Mission.»

Online-Konferenz – leichter zugänglich, weniger heimelig

Neben den hoffnungsvollen Inhalten gab vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits die Tatsache Hoffnung, dass die Konferenz überhaupt stattfand. Beat Ungricht, der Leiter der tsc-Netzwerk-Konferenz, sagte: «Darüber waren wir uns im Team immer einig: Wir werden die Konferenz durchführen – gleich unter welchen Bedingungen.» Schliesslich wurde es eine Online-Tageskonferenz. Dieses Format punktete mit weltweiter Zugänglichkeit vom eigenen Zuhause, lies aber die Heimeligkeit früherer Konferenzen nicht zu. Andreas Loos drückte es so aus: «Die Digitalität kann mehr als wir ahnen, trotzdem habe ich euch alle vermisst.»

Die Videomitschnitte der tsc-Netzwerk-Konferenz 2020 sind auf der Konferenz-Internetseite eingebettet. Sie sind nicht frei zugänglich und deshalb mit einem Passwort geschützt, das allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern per E-Mail mitgeteilt wurde.

tsc-Netzwerk-Konferenz 2020: Walter und Oliver Dürr
Walter Dürr vom Studienzentrum für Glaube und Gesellschaft sieht Bildung als einen Schlüsselfaktor für die Kirche von morgen.
tsc-Netzwerk-Konferenz 2020: Talk zwischen Kirstine Fratz, Steffen Beck und Christian Haslebacher
Steffen Beck (oben links) im Gespräch mit Kirstine Fratz und Christian Haslebacher. Auf dem vierten Screen sind Lernpunkte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu lesen.
tsc-Netzwerk-Konferenz 2020: Claudius Buser und Andreas Loos
Die tsc-Dozenten Claudius Buser und Andreas Loos (von links) wirkten aktiv mit am Programm der tsc-Netzwerk-Konferenz.
tsc-Netzwerk-Konferenz 2020: Übertragung in der Chrischona Schöftland-Rued
Die tsc-Netzwerk-Konferenz 2020 wurde auch in Gemeinden live übertragen, zum Beispiel in die Chrischona-Gemeinde Schöftland-Rued.

Zahlen zur tsc-Netzwerk-Konferenz 2020

  • 262 Anmeldungen von Einzelpersonen
  • 7 Schweizer Chrischona-Gemeinden waren als Übertragungsorte live dabei. Dort schauten jeweils 5 bis 15 Personen zu.

Was ist das tsc-Netzwerk?

Das Netzwerk des Theologischen Seminars St. Chrischona wurde 2018 nach Ende des internationalen Chrischona-Verbandes gegründet. Mittlerweile ist es auf 67 Partner angewachsen, darunter Gemeindeverbände, Jugend- und Missionswerke sowie 55 lokale Gemeinden aus der Schweiz und aus Deutschland.

Abschlussgottesdienst Herbstsemester 2019/20: Jahresrückblick von Claudius Buser (1500x500px)

tsc-Jahresrückblick 2019

Jahresrückblick 2019

von Claudius Buser, Dozent für Kirchengeschichte am tsc

Eine Tradition zum Jahresende am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) ist der humorvolle Jahresrückblick von Claudius Buser, dem Dozenten für Kirchengeschichte. Auch 2019 fasst er Ereignisse anekdotenhaft zusammen, die entweder kirchengeschichtlich oder für das tsc eine Bedeutung haben.

Wie die Reformation in der Schweiz begann

Evangelion Sant Matthes, das erst Kapitel: «Das ist das Buoch von der Geburt Jesu Christi. Das ist ein Sonn Davids, des Sons Abrahas. Abraha hat geboren den Jsaac. Jsaac hat geboren den Jaacob. Jaacob hat geboren den Juda unnd seine Brueder.» So trat Zwingli am 1. Januar 1519 auf die Kanzel des Grossmünsters in Zürich. Die Bibel in alemannischem Dialekt, später in der alemannischen Kanzleisprache und eben nicht wie bei Luther in sächsischer Kanzleisprache. Damit hat am 1. Januar 1519 – vor 500 Jahren – an Zwinglis 35. Geburtstag die Reformation in der Schweiz begonnen. Natürlich hatte er die Froschauerbibel von 1531 noch nicht in der Hand, sondern eine eigene Übersetzung erstellt Mithilfe des von Erasmus in Basel herausgegebenen Neuen Testaments von 1516. Aber das war ein Anfang und 12 Jahre später – noch etwas vor Luther – hatten die Zürcher die ganze Bibel, eben gedruckt von Froschauer, dessen Druckerei und Verlag heute Orell Füssli heisst und dieses Jahr auch auf 500 Jahre zurückschauen kann.

Auch Chrischona reformiert

Zwingli hat nach 1500 Jahren eine Reformation eingeleitet. Ein Satz von ihm, ist vielen heute noch in den Ohren: «Tut um Gottes Willen etwas Tapferes!» So dachte Chrischona International: Wir tun das, wir reformieren tapfer, aber schon nach 179 Jahren. Dieses Jahr geht in die Chrischona-Geschichte ein. Wir haben es wieder getan, wir haben Chrischona wieder neu erfunden. Schon Spittler hat die Dinge vorangetrieben, Rappard hat umgebaut, ausgebaut, neue Zweige hinzugefügt. Jeweils unter dem Motto von Altdirektor Schmid: Bewährtes erhalten und Neues wagen. Jetzt haben wir uns entschieden, die Dinge nochmals anders anzugehen. Seit dem 1. Januar 2019 sind wir wieder ganz der Bildung zugewandt, sind ein Verein und neu auch eine AG. Neue Kräfte in Verwaltungsrat und Vorstand helfen voran. Wir ringen und arbeiten Richtung Zukunft im Wissen um eine reiche Vergangenheit, die uns auch hilft bei den Entscheidungen. Wir sind aber auch ein Netzwerk, zu dem schon einige Dutzend Gemeinden und Werke gehören.

Nun aber Monat für Monat, etwas aus der weiten Welt, und etwas aus unserer Welt.

Auf humorvolle Art und Weise blickt Claudius Buser, Dozent für Kirchengeschichte am tsc, auf die Ereignisse des Jahres 2019 zurück.
Auf humorvolle Art und Weise blickt Claudius Buser, Dozent für Kirchengeschichte am tsc, auf die Ereignisse des Jahres 2019 zurück.

Januar 2019

Auf Chrischona liegt Schnee, die Studenten haben sich verkrochen und schreiben ihre Ausarbeitungen, die Dozenten und Interessierte sassen Mitte Monat zusammen und aktivierten ihre Hirnrinden im Theologischen Forum und danach an ihrer Retraite. Bevor sie sich auch verkriechen und versuchen zu korrigieren, was ihnen geboten wurde. Alle sind froh, wenn Ausarbeitungen und Korrekturen in trockenen Tüchern sind und der Unterricht wiederbeginnt.

Februar 2019

Noch andere haben sich zurückgezogen und hart gearbeitet: 21 Schreiberinnen und Schreiber von Bachelorarbeiten. Anfangs Februar geben sie ihre Arbeiten ab und wieder sind die Dozenten gefragt. Es hat sich gelohnt, die drei besten können ihre Arbeit an der Graduierungsfeier Ende August vorstellen (Mira Stubbig, Tabea Reichenbach und Nadine Bär).

März 2019

An diversen Sonntagen im März schwärmen wir aus in verschiedene Gemeinden – vor allem zu solchen, die schon Netzwerkpartner sind. Oder die es werden wollen – und bringen Infos und Grüsse vom tsc vorbei. Wichtige Kontakte, damit man uns hier oben nicht nur nicht vergisst, sondern junge Menschen auch zu uns kommen, dazu helfen auch die Schnuppertage für Interessierte.
Höhepunkt im März ist für viele von uns das Upgrade in Willingen (Deutschland). Unsere Musiker und viele andere Studentinnen und Studenten als unentbehrliche Helfer (darunter der Papst) aber auch einige Dozentinnen und Dozenten haben sich richtig ins Zeug gelegt und das tsc den über 3’000 Delegierten aus hunderten von Gemeinden und Werken so richtig gut in Erinnerung gerufen. Es ist eine grossartige Erfahrung gewesen. Am tsc Stand gab es den besten Kaffee auf dem Gelände und gute Gespräche. Und tsc-Student Tobias Greub war der Chef der katholischen Kirche: «Hier in der katholischen Kirche bin ich momentan der Chef – nichts gegen den Papst – aber hier habe ich die Leitung!»

April 2019

Wir demonstrieren wieder, letztes Jahr habe ich 50 Jahre 68iger thematisiert, die gingen für ihre Anliegen auf die Strasse. Doch 2019 gingen die Leute auch echt oft auf die Strasse: für politische Rechte z. B. in Hongkong, im Sudan, für eine gerechtere Verteilung des Wohlstandes (in Frankreich die Gelbwesten, in Chile die halbe Bevölkerung, u. a.), für das Klima (was letzten Sommer klein begann, hat dieses Jahr viel Raum eingenommen: «Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut.» Einige Christen laufen aus Überzeugung mit, weil unser Lebensstil unserem schönen Planeten tatsächlich arg zusetzt, der uns doch von Gott anvertraut ist, andere haben andere Probleme.
Uns hier auf dem Berg hat der Studienalltag wieder bis vor Ostern. Dann gibt es Osterferien und wir erinnern uns an Jesu Sterben und feiern seine Auferstehung.

Mai 2019

Jetzt müsst ihr gut hinhören! Am 2. Mai vor 500 Jahren starb das Universalgenie Leonardo da Vinci. Schon im zarten Alter von 18 Jahren soll er beim gemeinsamen Malen mit seinem Meister des Bildes «die Taufe Christi» in Florenz einen Engel so schön auf das Bild gemalt haben, dass sein Meister danach den Pinsel hinlegte und sagte: «Dein Talent ist so viel grösser als meins, ich male nicht mehr.»
Aber und jetzt kommt es: Diesen Tag hat unser neuer Geschäftsführer ausgewählt, um hier bei uns seine Arbeitsstelle anzutreten. Zsolt Kubecksa macht das alles auch so gut, hoffentlich legt aber niemand den Pinsel ab.
Der Mai ist voll hier oben: der Unterricht brummt, die Senioren erobern für einen Tag den Berg, der Chor singt, wobei ein Stepptänzer ihm fast die Show stiehlt.
Zum Ende des Frühlingssemesters 2019 am 24. Mai im Abschlussgottesdienst verabschieden wir Eckhard Hagedorn in den Ruhestand. 20 Jahre hat er hier unterrichtet und manchem Studenten die Bibel lieb gemacht, die er selbst als «Fette Beute» bezeichnet in seinem Buch «Fette Beute – warum die Bibel so dick ist». Gleichzeitig hat Daniel Gleich seinen Doktor abgeschlossen (Bravo) und als sein Nachfolger die Feuertaufe des ersten Semesters hier am tsc mit Erfolg bestanden.

Juni 2019

CREA 2019 – so viele junge Leute, Gott ruft sich eine neue Generation zusammen – Studentinnen und Studenten der Zukunft. Beten wir für die neue Studiengemeinschaft 2020.

tsc-Jahresfest am 23. Juni: 37 Absolventen sagen tschüss und 500 Menschen aus Familien und Freunden sind dabei. Dabei sind auch die ersten Absolventen aus unserem Bachelor-Studiengang Theologie & Musik. Wir sind begeistert und freuen uns mit. Ferner wurden auch unsere ersten Eben-Ezer-Musikvideos vorgestellt, die zwei Eigenproduktionen von zwei Studentinnen zeigen – wieder gehen Lieder aus von Chrischona, wie schon früher.

Juli 2019

1979 kam der erste Walkman auf den Markt. 40 Jahre Musikhören unterwegs.
Wir machen damit Ferien.

August 2019

Wir nehmen den Pinsel wieder in die Hand und im fernen Korsika kam vor 250 (1769) Jahren einer der grössten, umstrittensten, schurkigsten und genialsten Egomanen auf die Welt: Napoleon.
Die Graduierungsfeier findet erstmals gerade zu Beginn des neuen Studienjahres statt. Neu ist auch das Format, stellen doch erstmals drei Absolventinnen ihre Bachelorarbeit vor.
Danach beginnen die geistlichen Einführungstage, an denen uns Heiner Schubert von Don Camillo aus Montmirail mit seinen zeichnenden Predigten in den Bann zog und wir auch interaktiv mit hineingenommen wurden in die Thematik: Christus in dir, Christus in mir. 33 neue Studis sind angetreten, dazu kommen über 20, die an Fernstudenten oder Modulstudenten oder Gaststudenten mitmachen.

September 2019

Wir freuen uns, dass der Studienbetrieb wieder so richtig los geht mit vielen, jungen motivierten Menschen. Insgesamt studieren etwas mehr als 140 Menschen hier.
Diesen Herbst feiern zwei Schweizer Institutionen ihren 100tsten Geburtstag: VFG (Freikirchenverband Schweiz) und EVP (Evangelische Volkspartei).

Bei uns gab es Mitgliederversammlung des Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes auf St. Chrischona – irgendwie haben unsere Studenten denen so Eindruck gemacht beim Upgrade, dass sie ihre Delegiertenversammlung im Herbst gerade bei uns abhielten. Und wieder waren sie begeistert – nun hoffen wir auf die ersten 50 Ersties aus Deutschland nächsten Sommer!

Oktober 2019

Ruhm und Gold – 1000 Jahre Basler Münster: das ganze Jahr über Feierlichkeiten und eine Ausstellung, die noch bis am 19. Januar 2020 läuft. Genau am 11. Oktober 1019 wurde von Heinrich II das Basler Münster geweiht. Beachtliche Teile der damals gemachten kostbaren Schenkungen sind heute noch vorhanden und eben im Museum zu sehen.
175 Jahre Nietzsche Geburtstag Eigentlich sollte der Pastorensohn Friedrich Nietzsche Theologe werden. Doch er entschied sich für die Philosophie. Ohne vorherige Habilitation berief ihn die Universität Basel zum Professor Nietzsche, der unter anderem seinen Glauben durch die Lektüre von David Friedrichs Leben Jesu und durch Ludwig Feuerbachs wahres Christentum verloren hatte, war 10 Jahre in Basel Professor und Lehrer.
«Gott ist […] eine Undelicatesse gegen uns Denker –, im Grunde sogar bloß ein faustgrobes Verbot an uns: Ihr sollt nicht denken!»
1889 schreibt Nietzsche aus Turin nach Basel an Jacob Burckhardt: «Lieber Herr Professor, zuletzt wäre ich sehr viel lieber Basler Professor als Gott; aber ich habe es nicht gewagt, meinen Privat-Egoismus so weit zu treiben, um seinetwegen die Schaffung der Welt zu unterlassen. Sie sehen, man muss Opfer bringen, wie und wo man lebt.»
Wir haben im Januar am Theologischen Forum auch einen Atheisten zu Worte kommen lassen. Wir möchten zuhören und verstehen, aber nicht so enden, Gott sei Dank, lebt Gott, auch wenn ihn Nietzsche und vor und nach ihm viele – auch unter Schmerzen und Entsetzen – totgesagt hat.
Wir singen lieber dem, der uns geliebt hat, Liebeslieder und öffnen im Oktober wieder die Bühne in der Eben-Ezer-Halle.

November 2019

Vor 500 Jahren zog Cortés in die sagenumwobene Hauptstadt der Azteken ein – es war der Startschuss zur Globalisierung
Vor 150 Jahren, am 17. November 1869, wird ein 3500 Jahre alter Traum Wirklichkeit. Mit dem Suezkanal wird die bedeutendste von Menschen geschaffene Wasserstrasse eröffnet.

Und wir, wir studieren bis die Hirnhaut platzt, bis der Computer streikt, bis der Morgen graut. Viel wird gelernt, diskutiert, erkannt, neu entdeckt.

Dezember 2019

Reinhard Bonnke stirbt, der Mähdrescher Gottes ist tot. Das heisst: im Himmel und sieht nun die Früchte seiner Arbeit. Er war bei einigen umstritten, aber das Evangelium hat er vielen gebracht.

Uns am tsc stecken nun noch die Prüfungen in den Knochen, aber das Semester ist vorbei und was bleiben soll, das haben viele von euch uns im absolut wunderbaren Adventskonzert 2019 mit dem tsc-Chor zugesungen.

Von kleinen und grossen Schritten

1969 – also vor 50 Jahren – sagte Armstrong: «Ein kleiner Schritt für mich, aber ein grosser Schritt für die Menschheit», und stieg die letzte Stufe von der Mondlandefähre auf den Mond. Fast die ganze Welt schaute dabei zu. Erst 50 Jahre ist das her, dass wir Menschen ein bisschen von der Erde los kamen… sozusagen einen kleinen Sprung ins All taten, Ausserirdische wurden.
Vor über 2000 Jahren hat auch einer einen kleinen Schritt gemacht auf die Erde, hinein in einen Stall, kaum jemand nahm Notiz, doch der ganze Himmel schaute zu. Ganz klein fing es an, aber es war ein grosser Schritt für die Menschheit. Ja, der grosse Schritt auf die Menschheit zu, den wir so nötig hatten und haben und auch ein ganz grosser für den Grössten: Gott wurde klein, kam zu uns, damit wir wieder unsere wahre Grösse entdecken können – Kinder Gottes dürfen wir – durch sein Leben und Sterben – in seiner Gegenwart sein.