Nadja und Rainer Hoffer unterschreiben den Mietvertrag für das Restaurant Waldrain.

Restaurant Waldrain ist wiedereröffnet

Wiedereröffnung Restaurant Waldrain auf dem Chrischona Berg

Restaurant Waldrain ist wiedereröffnet

Nadja und Rainer Hoffner betreiben das Restaurant

Das Restaurant Waldrain hat nach Abschluss der Umbau- und Renovierungsarbeiten seit dem 10. September 2022 seine Türen wieder für Gäste geöffnet. Neu wird es von Nadja und Rainer Hoffer geführt.

«Kreatives Konzept»

Die Chrischona Campus AG, die Eigentümerin des Restaurant Waldrain, hat nach Prüfung zahlreicher Konzepte entschieden, die Betriebsführung des Restaurants an Nadja und Rainer Hoffer zu übertragen. «Das kreative und kompetente Konzept hat uns begeistert», sagt Zsolt Kubecska, Geschäftsführer der Chrischona Campus AG. Er ist davon überzeugt, dass sich das Restaurant Waldrain zu einer ernstzunehmenden Destination in der Region Basel entwickeln wird.

Erfahrene Gastronomen werden das Restaurant Waldrain betreiben

Nadja und Rainer Hoffer sind leidenschaftliche und erfahrene Gastronomen. Nadja Hoffer ist mit ihrem Unternehmen «Nadjas Kitchen Cosmos» mit Kochevents und Catering eine bekannte Grösse in Basel. Ihre Reputation schöpft sich aus ihrem Schaffen im «Hirschen Stammheim», wo ihre Arbeit als Küchenchefin mit 13 Gault & Millau-Punkten ausgezeichnet wurde. Sie wird ihre kulinarische Handschrift ins Restaurant Waldrain einbringen. Für den Betrieb des Restaurants haben Hoffers bereits einen Küchenchef angestellt.

Mieterin des Restaurant Waldrain ist die junge, regionale Gastro-Unternehmensgruppe «Chrischona Gastronomie AG». Nadja und Rainer Hoffer haben dieses Unternehmen gemeinsam mit den stadtbekannten Gastronomen Jeannette Born («Kocherei», vorher: «Kaserne») und Tom Wiederkehr («Die Station», Aeschenplatz) gegründet.

Fragen ans Team des Restaurant Waldrain?

Bitte schreiben Sie per E-Mail an: info@waldrain.ch

Nadja und Rainer Hoffer unterschreiben den Mietvertrag für das Restaurant Waldrain.
Nadja und Rainer Hoffer unterschreiben den Mietvertrag für das Restaurant Waldrain.
Team des Foodnote Coffeehouse auf dem Chrischona Berg (1500x500px)

Kaffee- und Frühstückskultur auf Chrischona

Neues Foodnote Coffeehouse ist eröffnet

Kaffee- und Frühstückskultur auf Chrischona

Feiner Kaffeeduft erfüllte das Foodnote Coffeehouse auf dem Chrischona Berg am Eröffnungstag am 2. April 2022, während draussen Schnee und Minusgrade herrschten. Trotz des Winterwetters eröffnete das neue gastronomische Angebot mit Erfolg.

150 Gäste trotz Winterwetter

Während des Eröffnungstags besuchten rund 150 Gäste das Foodnote Coffeehouse, das sich im umgebauten ehemaligen Speisesaal im «Brüderhaus» des Theologischen Seminars St. Chrischona befindet. «Wir hätten uns natürlich mehr Gäste gewünscht, sind aber angesichts des schlechten Wetters sehr zufrieden», zieht Zsolt Kubecska Bilanz. Als Geschäftsführer der Chrischona Campus AG ist er die treibende Kraft hinter dem Foodnote.

Guter Kaffee, feines Frühstück

Bereits 2019 kurz nach Gründung der Chrischona Campus AG kam der Gedanke auf, für die Übernachtungsgäste auf dem Chrischona Berg eine neue Frühstücks- und Kaffeekultur zu entwickeln. Daraus entstand das Konzept des Foodnote Coffeehouse. Der Name ist ein Wortspiel aus den englischen Wörtern für Essen (Food) und Fussnote (Footnote). Es will den zahlreichen Besuchern des Ausflugsorts St. Chrischona einen guten Kaffee und ein feines Frühstück anbieten. Am Eröffnungstag wurde der Probierteller häufig bestellt. Er bestand aus Birchermüesli, Gipfeli und Brot im Blumentopf, Konfitüre, Bündner Fleisch und Käse. Wo es möglich ist, verwendet das Foodnote regionale Produkte.

Lehrreiches Take-away

Der Weg zur Eröffnung des Foodnote war lang und steinig. Erst machten die Corona-Massnahmen viele Pläne zunichte, dann personelle Wechsel und schliesslich lange Bewilligungsverfahren der Behörden. «Wir haben uns aber nie entmutigen lassen», erklärt Zsolt Kubecska. Ein Grund für den Optimismus ist im jungen Team des Foodnote zu finden. Es besteht zum Teil aus Studierenden des Theologischen Seminars St. Chrischona. Für sie ist das Foodnote ein willkommener Nebenjob, aber auch Leidenschaft und Weiterbildung. «Das Team hat viel darüber gelernt, was guten Kaffee und guten Service ausmacht», berichtet Zsolt Kubecska. Lehrreich war der Take-away-Betrieb, der während der Corona-Zeit angelaufen ist. So konnten viele Gäste das Foodnote bereits kennenlernen. Das führte dazu, dass einige die Foodnote-Eröffnung fest einplanten und trotz schlechten Wetters kamen.

Das junge Team des neuen Foodnote Coffeehouse freut sich über die Eröffnung.
Das junge Team des neuen Foodnote Coffeehouse freut sich über die Eröffnung.
Für das Foodnote Coffeehouse wurde der ehemalige Speisesaal 1 im Brüderhaus umgebaut.
Für das Foodnote Coffeehouse wurde der ehemalige Speisesaal 1 im Brüderhaus umgebaut.
Der Probierteller wurde am Eröffnungstag des Foodnote Coffeehouse häufig bestellt.
Der Probierteller wurde am Eröffnungstag des Foodnote Coffeehouse häufig bestellt.

Weitere Informationen zum Foodnote
– Seine Öffnungszeiten kommuniziert das Foodnote Coffeehouse über seine Internetseite.
Aktuelle Informationen vom Foodnote gibt’s auch auf dessen Instagram-Kanal @foodnote_coffeehouse.

Was bringt das Foodnote dem tsc?

  • Studierende und Mitarbeitende des tsc haben ein eigenes Coffeehouse, das sich für Mahlzeiten, Pausen, Besprechungen oder gemütliches Zusammensein eignet.
  • Das Foodnote bietet Nebenjobs für Studierende.
Liveübertragung des tsc-Seniorentags am 4. Mai 2021 mit René Winkler und Peter Schulthess (1500x500px)

Was in Notfällen wirklich hilft

Bericht vom tsc-Seniorentag 2021

Was in Notfällen wirklich hilft

Teilnehmerrekord beim tsc-Seniorentag 2021 zur Notfallseelsorge

Ein starkes Zeugnis für den Glauben an Jesus Christus in schwierigen Zeiten war der Seniorentag des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) am 4. Mai 2021. Die praxiserprobten Tipps des Notfallseelsorgers Peter Schulthess zum Umgang mit Schock, Leid und Trauer verfolgten mehr als 1100 Zuschauerinnen und Zuschauer live über das Internet. Ein Teilnehmerrekord!

tsc-Seniorentag mit Rekordteilnehmerzahl

Die 90-minütige Liveübertragung des tsc-Seniorentags konnten Zuschauerinnen und Zuschauer entweder zuhause oder an einem der Übertragungsorte in der Schweiz und in Deutschland verfolgen. 300 Einzelpersonen und 55 Übertragungsorte mit durchschnittlich 15 Personen schauten zu. Die coronabedingte neue Konzeption führte so zu einer Rekordteilnahme von mehr als 1100 Zuschauerinnen und Zuschauern.

«Ich bete immer allgemein, dass Gott sich erbarmen und trösten möge. Ich überlasse alles ihm, er ist am Wirken.»

Peter Schulthess, Pfarrer und Notfallseelsorger

Notfallseelsorge braucht Fingerspitzengefühl

Hochspannend berichtete Peter Schulthess von seinen Erfahrungen als Notfallseelsorger. Er erzählte von dem Schock, den ein Notfall auslösen kann. Dieser sollte nicht verurteilt, sondern als «ein natürliches, schöpfungsgemässes Phänomen» betrachtet werden. Generell gehe es in der Notfallseelsorge um Fingerspitzengefühl. Wichtig sei es, Betroffenen nicht zu viel abzunehmen und keine eigenen Antworten auf ihre Fragen zu geben. Peter Schulthess betonte die Macht des Gebets: «Ich bete immer allgemein, dass Gott sich erbarmen und trösten möge. Ich überlasse alles ihm, er ist am Wirken.»

René Winkler führte als Moderator durch die Liveübertragung des tsc-Seniorentags am 4. Mai 2021.
René Winkler führte als Moderator durch die Liveübertragung des tsc-Seniorentags am 4. Mai 2021.
René Winkler (Moderator) und Peter Schulthess (Referent) freuten sich über den Teilnehmerrekord beim tsc-Seniorentag 2021.
René Winkler (Moderator) und Peter Schulthess (Referent) freuten sich über den Teilnehmerrekord beim tsc-Seniorentag 2021.

Livestream-Mitschnitt des tsc-Seniorentags 2021

Wie Jesus in Notfällen hilft

Die weiteren Gäste des Seniorentags zeigten: Wer als Christ einen Notfall erlebt, hat in Jesus Christus einen Vorteil. Denn er steht an ihrer Seite. Joséphine Niyikiza hat ihre Familie im ruandischen Genozid von 1994 verloren. Trotzdem hat sie mit der Zeit gelernt, zu vergeben. «Gott hat bereits vergeben. Mein Gebet lautete immer wieder: Nimm diese Last weg von mir», erzählte sie.

Berührend war auch das Zeugnis von Viola Lies, die am tsc Theologie & Pädagogik studiert. Sie hat den Unfalltod eines Freundes miterlebt. Diese Erfahrung hat sich wie eine schwere Decke über ihr Leben gelegt. Schliesslich stiess sie auf die Geschichte der Emmaus-Jünger. Ähnlich wie die Jünger wurde auch Viola durch Jesus mit neuer Hoffnung erfüllte. «Dadurch habe ich die Lebensfreude wiederentdeckt, es ist ein Wunder», freute sich die tsc-Studentin.

Witwen fühlen sich verstanden und getröstet

Die Rückmeldungen zum bislang grössten tsc-Seniorentag fallen sehr positiv aus. Der Anlass hat viele Zuschauerinnen und Zuschauer berührt und neu motiviert. Aus der Ev. Chrischona Gemeinde Sontheim in Deutschland schrieb Pastor Arno Broers: «Peter Schulthess konnte alle fesseln und wichtige Hinweise zum Umgang mit Leidenden und Trauernden geben. Wir haben im Anschluss noch darüber diskutiert». Und Pastor Daniel Schenker von der Chile Grüze in Winterthur in der Schweiz meldete: «Die Grundmelodie der Wertschätzung und die praktischen Referate haben uns berührt». Besonders positive Reaktionen kamen von Witwen und Witwern, die sich verstanden und getröstet fühlten.

«Pfarrer Peter Schulthess konnte mit seinem Referat alle fesseln und wichtige Hinweise zum Umgang mit Leidenden und Trauernden geben. Im Anschluss gab es bei uns noch eine kleine Austauschrunde mit der Frage: ‹Was können wir als Einzelne und als Gemeinde von diesem Referat lernen und auch umsetzen?› Hier wurde es dann sehr konkret.
Als Ev. Chrischona Gemeinde Sontheim sind wir Netzwerkpartner vom tsc. Dieser Seniorentag hat die herzliche Verbundenheit mit dem tsc wieder einmal gestärkt.»

Arno Broers, Pastor Ev. Chrischona Gemeinde Sontheim

Joséphine Niyikiza berichtete, wie sie trotz schlimmer Erfahrungen im ruandischen Genozid vergeben gelernt hat.
Joséphine Niyikiza berichtete, wie sie trotz schlimmer Erfahrungen im ruandischen Genozid vergeben gelernt hat.
tsc-Seniorentag am 4. Mai 2021 mit Pfr. Peter Schulthess (900x300px)

tsc-Seniorentag wird erstmals live übertragen

Livestream am 4. Mai 2021 in 55 Gemeinden

tsc-Seniorentag wird erstmals live übertragen

Thema: «Wenn Unerwartetes unser Leben durcheinanderbringt»

Wegen Corona findet der traditionelle Seniorentag des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) am 4. Mai 2021 erstmals per Liveübertragung über das Internet statt. Auf St. Chrischona wird es kein Publikum geben. Dafür werden in 55 Gemeinden in der Schweiz und in Deutschland mehr als Tausend Seniorinnen und Senioren den Anlass verfolgen. Alternativ können sie von zuhause aus zuschauen.

Seniorentags-Übertragung in mindestens 50 Gemeinden

Nachdem der tsc-Seniorentag 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, konzipierte das Organisationsteam den Anlass für 2021 neu. Weil absehbar war, dass ein grösseres Publikum auf St. Chrischona nicht zusammenkommen darf, lud das tsc Gemeinden ein, sich als Übertragungsorte anzumelden. 55 Gemeinden haben sich bis Ende April dazu bereit erklärt. Viele davon stammen aus dem tsc-Netzwerk oder sind freundschaftlich mit dem tsc verbunden. René Winkler, der Leiter Weiterbildung und Events des tsc, ist einer der Verantwortlichen. Er erklärt: «Eine erneute Absage des Seniorentags kam nicht in Frage. Jetzt haben wir eine Lösung, die uns wieder handlungsfähig macht. Nicht wie früher, aber angepasst an diese Corona-Zeiten.»

Wie weiter, wenn nichts mehr ist wie es war?

Wenn Unerwartetes unser Leben durcheinanderbringt – so lautet das passende Thema des tsc-Seniorentags 2021. Dazu gibt der Pfarrer und Notfallseelsorger Peter Schulthess Impulse weiter. Er ist in der Öffentlichkeit unter anderem durch seine Bücher bekannt, darunter: «Hiobsbotschaft – Erfahrungen aus der Notfallseelsorge». Von diesen Erfahrungen wird er auch am Seniorentag berichten. Er wird darauf eingehen, wie Menschen weitermachen können in Situationen, wo nichts mehr ist wie bisher. Das Programm des 90-minütigen Livestreams wird ergänzt durch Talks, Musik sowie Infos vom tsc.

Seniorentags-Livestream zuhause schauen

Mit den Seniorentagen auf St. Chrischona macht das tsc Menschen bereits seit mehr als 25 Jahren Mut. Dies ist im Corona-Jahr 2021 besonders wichtig. Deshalb gibt es auch die Möglichkeit, den Seniorentags-Livestream von zuhause aus zu verfolgen. Jeder kann sich dazu anmelden und am 4. Mai live dabei sein. René Winkler freut sich auf viele Zuschauerinnen und Zuschauer und verspricht: «Wir werden beim tsc-Seniorentag 2021 wieder inspiriert aus Gottes Wort und von Menschen, die mit Gott viel erlebt und durchgestanden haben.»

René Winkler, Leiter Weiterbildung tsc
René Winkler ist Leiter Weiterbildung des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc).
Pfarrer Peter Schulthess spricht beim tsc-Seniorentag 2021 über seine Erfahrungen aus der Notfallseelsorge.
Pfarrer Peter Schulthess spricht beim tsc-Seniorentag 2021 über seine Erfahrungen aus der Notfallseelsorge.

Infos zum tsc-Seniorentag 2021

  • Termin: Dienstag, 4. Mai 2021, 14.30 – 16 Uhr
  • Thema: Wenn Unerwartetes unser Leben durcheinanderbringt
  • Referent: Pfarrer und Notfallseelsorger Peter Schulthess
  • Kosten: Die Teilnahme am Livestream des Seniorentags ist kostenlos. Um eine freiwillige Spende für die tsc-Bildungsarbeit wird gebeten.

2 Wege, wie Sie beim tsc-Seniorentag 2021 dabei sein können:

  1. Per Livestream bei Ihnen zuhause. Bitte füllen Sie das Anmeldeformular auf der Internetseite des tsc-Seniorentags aus, damit wir Ihnen die Infos zum Livestream übermitteln können. Die Anmeldung wird bis zum 4. Mai 2021 unmittelbar vor Beginn des Livestreams möglich sein.
  2. Per Livestream an einem der 55 Übertragungsorte in der Schweiz und in Deutschland. Die aktuelle Auflistung der Übertragungsorte finden Sie hier.
Claudius Buser blickt im Online-Semesterabschlussgottesdienst am 16.12.2020 zurück auf das Corona-Jahr 2020 (1297x432px)

tsc-Jahresrückblick 2020

Ereignisse der Zeitgeschichte, Anekdoten vom tsc

Jahresrückblick 2020

Autor: Claudius Buser, Dozent für Kirchengeschichte am tsc

Am Ende des Corona-Jahres 2020 fälllt auch der traditionelle tsc-Jahresrückblick von Claudius Buser ernster und nachdenklicher aus als üblich. Trotzdem bleibt er zuversichtlich und erzählt von vielem, was gelungen ist.

Im fernen Morgenland…

Nein, nicht dort, wo der Stern von den Magiern gesichtet wurde, der sie zum neuen König weisen soll, sondern im noch viel ferneren Morgenland, weit weg von der Zivilisation Europas, machten sich Magier nicht auf den Weg, sondern an die Arbeit. Sie wollten eine neue Krone basteln, nicht einfach für den neuen König, nein, sondern für alle Menschen.

Noch wollten sie die Krone den Menschen nicht zeigen, da geschah es: Die Krone machte sich selbständig auf den Weg zu den Menschen dieser Erde. Und was viele nicht glauben wollten oder konnten, wurde wahr: Diese Krone für alle veränderte das Miteinander der Menschen auf der ganzen Welt in einer Art und Weise, wie sich das die Menschen zu Beginn des Jahres 2020 nicht in ihren kühnsten oder wirrsten Träumen hätten vorstellen können, auch wir am tsc nicht.

Englands Abdockmanöver von Europa

Auf der europäischen Insel der Briten, Sachsen, Angeln und anderen keltischen und germanischen Stämmen wurde es den Menschen zu viel. Sie zogen sich definitiv von Europa zurück. Die Sterne Europas verblassten über der Insel, doch die Krone aus dem fernen Morgenland fand den Weg auch zu ihnen. Seit dem 31. Januar ist England wieder eine Insel. Das Abdockmanöver vom Festland dauert aber noch an bis zum heutigen Tag.

180 Jahre tsc

Im Herzen Europas und eigentlich auch im Herzen der Schweiz, hoch über der Stadt Basel, feierte in diesem Jahr eine interkulturelle Gruppe von Studentinnen, Studenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das 180. Wiegenfest der Pilgermission St. Chrischona, dem heutigen Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc).

Auch uns erreichte die Kunde der Krone für alle: Wir fingen an die Hände zu waschen und den Mund zu bedecken, Distanz zu wahren und Türklinken zu meiden, ins Homeoffice zu gehen und die digitale Welt zu nutzen wie nie zuvor, denn diese Krone wollten wir nicht auf dem Berg der Heiligen (ich meine natürlich: der Heiligen St. Chrischona). Doch sie kam, wie sie zu allen kam; glücklicherweise ohne grossen Schaden anzurichten.

180 Jahre tsc haben wir trotzdem gefeiert – wenigstens ein bisschen – mit wunderschönen digitalen Liedern von unserem Chor, mit einer Broschüre, die alle lesen sollten, und mit vielen kleineren Dingen erinnerten wir uns immer wieder an dieses Wiegenfest: 180 Jahre sind wir schon unterwegs und das ist ein Grund zur Dankbarkeit. Wir fühlen uns gekrönt mit viel Gnade und Barmherzigkeit (und nicht mit «made in China»).

Claudius Buser, Stv. Rektor tsc und Dozent für Kirchengeschichte
Claudius Buser ist stellvertretender Rektor und Dozent für Kirchengeschichte am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc).

«Wir können Corona!»

Leider zwang uns dieses ausserordentliche Jahr mit seinem in der Geschichte so noch nie da gewesenen Lockdown nach dem 16. März (inkl. Grenzschliessungen) schon auch zu massiven Einschränkungen: Der Unterricht konnte nicht mehr im Lehrsaal, sondern nur noch über das Internet durchgeführt werden. Gäste blieben aus, Konferenzen wurden abgesagt oder online durchgeführt. Das tsc-Standteam musste sich neu erfinden und viele Feste blieben ungefeiert.

Doch wurden auch viele neue Wege entdeckt und kreative Ideen entwickelt. Konnten wir die Schnuppertage im März gerade noch vor Ort durchführen, mussten wir danach umstellen auf Schnupper-Webinare für am Studium Interessierte. Formate, wie die Videoserie «tsc aktuell» mit Infos an alle Freunde des tsc, Videobotschaften und Gottesdienste gingen erstmals online. Die einmalige Aktion der Studentinnen und Studenten, an alle tsc-Freunde über 80 Jahre eine Karte zu schreiben, wurde umgesetzt; auch Gebetsvormittage und andere Anlässe wurden trotzdem in anderen Formen durchgeführt. Die Liste ist nicht vollständig, aber doch schon eindrücklich lang. Wir können Corona!

Und mitten im Coronajahr liessen wir es uns nicht nehmen, auf dem Chrischona Campus den Begegnungsort «Relaunch» einzuweihen und – damit beide ehemaligen Speisesäle im Brüderhaus so richtig gut aussehen – vor wenigen Tagen ganz still unser neues Coffeehouse «Foodnote» zu eröffnen, in dem es wirklich, aber nun wirklich guten Kaffee gibt.

«Der Unterricht konnte nicht mehr im Lehrsaal, sondern nur noch über das Internet durchgeführt werden. Gäste blieben aus, Konferenzen wurden abgesagt oder online durchgeführt. Das tsc-Standteam musste sich neu erfinden und viele Feste blieben ungefeiert.»

Abenteuer Online-Unterricht

Das muss hier nun einfach gesagt werden: So viele haben sich, angetrieben durch die Nachrichten aus dem fernen Morgenland und der neuen Situation mit dieser Krone, so richtig ins Zeug gelegt: Abläufe wurden neu durchdacht und weiterentwickelt, Dozentinnen und Dozenten geschult, damit sie mit der neuen Situation zurechtkommen. Wieder andere sind eingesprungen und haben Dinge gemacht, die sie zuvor noch nie gemacht haben oder haben sich als Ersatz angeboten, wo es Ausfälle gab. Ja, viele haben einfach die Ärmel hochgekrempelt und sich investiert und angepackt. Danke für all diese Zusatzinvestitionen in Krisenstäben, Schulungen, neuen digitalen Formaten und neuen Lehr- und Lernmethoden, etc.

Danke euch allen, liebe Studentinnen und Studenten, geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe alle, die ihr euch auf das Abenteuer Online-Unterricht einfach eingelassen habt. Danke.

Freude über kurze Rückkehr zur Normalität

Dankbar sind wir, dass trotz allem, die gesamte Abschlussklasse abschliessen durfte am Ende des vergangenen Studienjahres und wir am tsc zu Beginn des neuen Studienjahres eine grossartige Truppe von 33 neuen Studentinnen und Studenten und 27 Gasthörerinnen und Gasthörern begrüssen durften.

Wir freuten uns im September, dass der Studienbetrieb wieder so richtig – und zwar normal – los ging mit all den vielen jungen motivierten Menschen. Sogar die Seminarreise nach Rust und Freiburg konnten wir noch durchführen. Ja, lange sah es recht gut aus und wir freuten uns an einem etwas anderen, aber doch normaleren «Normal».

Corona kam zurück

Und dann kam Corona zurück. Die tsc-Netzwerk-Konferenz war glücklicherweise schon länger auf Online-Tagung getrimmt und wurde so auch mit Erfolg durchgeführt. In der Woche danach wurde alles wieder anders, Corona kam mit solcher Wucht zurück, dass es uns erneut in die digitale Welt zwang.

Wir freuen uns auf das Jahr 2021, wenn die Dinge hoffentlich «normaler» funktionieren, respektive das neue Normal, uns dann auch wieder geläufig und selbstverständlich wird.

«So viele haben sich so richtig ins Zeug gelegt: Abläufe wurden neu durchdacht und weiterentwickelt, Dozentinnen und Dozenten geschult, damit sie mit der neuen Situation zurechtkommen. Danke an alle, die ihr euch auf das Abenteuer Online-Unterricht einfach eingelassen habt.»

Mehr Grund zur Hoffnung als zur Resignation

Aber noch stehen festliche Tage bevor. Auf unseren Tischen sehen wir täglich den Adventskranz, dieser Kranz zeigt an: Wir warten auf den König, der mit Recht die Krone trägt und jedem die Krone des Lebens anbietet, der den Menschen auf Erden Frieden bringt und festliche Freude.

Dieser König und seine Krone machen nicht Angst, sondern froh. Wer von ihm gekrönt ist, hat immer mehr Grund zur Hoffnung als zur Resignation, denn er krönt uns mit seiner vergebenden Liebe und seiner unverdienten Zuwendung und für immer und ewig mit der Krone des ewigen Lebens.

Daher getrost und zuversichtlich: Fröhliche Weihnachten 2020, ja: Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

Und bleibt gesund.

«Wer vom König Jesus gekrönt ist, hat immer mehr Grund zur Hoffnung als zur Resignation, denn er krönt uns mit seiner vergebenden Liebe und seiner unverdienten Zuwendung und für immer und ewig mit der Krone des ewigen Lebens.»

Claudius Buser hat diesen Jahresrückblick im Semesterabschlussgottesdienst am 16.12.2020 vorgetragen. Der Gottesdienst fand wegen der Corona-Massnahmen online statt.