tsc-Aussendung 2022: Abschlussklasse mit Kollegium (1500x500px)

28 «Wunder» ausgesendet

tsc-Aussendung 2022

28 «Wunder» ausgesendet

28 Absolventinnen und Absolventen – jede und jeder ein Wunder Gottes – sendete das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) am 26. Juni 2022 in einem feierlichen Gottesdienst vom Chrischona Berg aus. Rund 350 ihrer Freunde, Verwandte und Wegbegleiter erlebten eine fröhliche Feier, die inhaltlich vom Psalm 118 und musikalisch vom tsc-Chor geprägt war.

Ehrliche, ermutigende Predigt über Psalm 118

Die Aussendung markiert das erfolgreiche Ende der Studienzeit. Jeweils fünf Absolventinnen und Absolventen schlossen die Bachelorstudiengänge Kommunikative Theologie, Theologie & Pädagogik und Theologie & Musik ab, hinzu kommen 13 Jahreskursler. Gemeinsam bilden sie den 182. Abschlussjahrgang des Theologischen Seminars St. Chrischona. Das Motto der Feier leitete sich von Psalm 118,23 ab: «Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.» Dr. Horst Schaffenberger, tsc-Dozent für Praktische Theologie, hielt dazu eine von Lebenserfahrungen geprägte schonungslos ehrliche, aber ermutigende Predigt. Der Abschlussklasse stellte er ein gutes Zeugnis aus: «Ihr seid ein Wunder. Wie Gott euch am tsc reifen liess, das ist ein Wunder vor meinen Augen.»

Dr. Horst Schaffenberger predigt an der Aussendung 2022.
Dr. Horst Schaffenberger predigt an der Aussendung 2022.

«Eine der besten Entscheidungen meines Lebens»

Einer, der am tsc gereift ist, ist der 25-jährige Lukas Knierim. Er erklärte: «Theologie & Pädagogik am tsc zu studieren, war eine der besten Entscheidungen, die ich bisher in meinem Leben getroffen habe. Ich konnte mich und meine Gaben in den letzten vier Jahren neu entdecken, ihren Wert vervielfachen und für andere einsetzen.»

Lukas und den anderen Absolventinnen und Absolventen wurde von Dozierenden des tsc jeweils ein persönliches Segenswort zugesprochen. Alle erhielten von tsc-Rektor Dr. Benedikt Walker eine Tüte mit Geschenken und den Tipp, durch regelmässige geistliche Übungen immer wieder das Gespräch mit Gott zu suchen. Die meisten von ihnen beginnen demnächst eine Tätigkeit in christlichen Gemeinden oder Werken, andere studieren weiter.

«Theologie & Pädagogik am tsc zu studieren, war eine der besten Entscheidungen, die ich bisher in meinem Leben getroffen habe.»

Lukas Knierim, tsc-Absolvent 2022

Lukas Knierim hält eine Ansprache in Form eines Poetry Slams, in der er den Wert der tsc-Community für den Studienerfolg hervorhebt.
Lukas Knierim hält eine Ansprache in Form eines Poetry Slams, in der er den Wert der tsc-Community für den Studienerfolg hervorhebt.

Kleines Konzert vom tsc-Chor

Musikalisch hatte die Aussendung 2022 den Charakter eines kleinen Konzerts des tsc-Chors. In den Wochen zuvor hatte der Chor unter der Leitung von Susanne Hagen zwei erfolgreiche Konzerte gegeben. Die gut eingeübten Sängerinnen und Sänger begeisterten nun erneut mit ihren kraftvollen Lobpreisliedern. Den Schlusspunkt setzte «Lean on Me», dessen Musikvideo auf Youtube viel zur Popularität des tsc-Chors beigetragen hat.

tsc-Studienangebot:

  • BTh Kommunikative Theologie (3 Jahre, Bachelorabschluss) – der Theologie-Studiengang kann im Präsenz- oder im Fernstudium studiert werden.
  • BA Theologie & Pädagogik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die vielseitige theologische und pädagogische Grundausbildung.
  • BA Theologie & Musik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die im deutschsprachigen Raum einzigartige Kombination aus theologischem und musikalischem Studium.
  • tsc-Jahreskurs (1 Jahr, Teilnahmezertifikat) – beliebt als Orientierungs- oder Vorbereitungsjahr bzw. als Auszeit oder persönliche Weiterbildung. Schwerpunkt Worship wählbar.
  • Online-Kurse (1 oder 2 Semester, Leistungsnachweis) – individuell belegbar zur persönlichen Weiterbildung.
  • Wünscht du dir eine persönliche Studienberatung? Oder hast du konkrete Fragen zum tsc-Studienangebot? Dann kontaktiere bitte unseren Studienberater René Wälty.

Interessiert?

  • Wie ist es, am Theologischen Seminar St. Chrischona zu studieren? Und wäre das etwas für dich? Herausfinden kannst du das bei unseren kostenlosen Schnuppertagen. Der nächste Termin: 21.–22.10.2022.
  • Infos zum tsc-Studienangebot in kompakter Form erhältst du bei unseren Schnupper-Webinaren. Dabei kannst du den Leiterinnen und Leitern der Bachelorstudiengänge und des tsc-Jahreskurses deine Fragen direkt stellen. Der nächste Termin: 27.09.2022, 18–19.30 Uhr.
tsc-Dozierende: Personelle Veränderungen im Dozentenkollegium 2022 (1500x500px)

Personelle Veränderungen im tsc-Dozentenkollegium 2022

tsc-Dozierende

Grössere personelle Veränderungen im tsc-Dozentenkollegium 2022

Das Theologische Seminar St. Chrischona steht vor grösseren personellen Veränderungen im Dozentenkollegium. Im Sommer 2022 werden vier langjährige Dozierende ihren Dienst am tsc beenden: Dr. Horst und Irmgard Schaffenberger werden pensioniert, Dr. Stefan Felber und Dr. Andreas Loos wechseln die Stelle.

«Weiterziehen hinterlässt Lücken»

Dr. Benedikt Walker, der Rektor des tsc, dankt den vier Dozierenden für ihren langjährigen Dienst am tsc: «Irmgard, Horst, Stefan und Andreas haben unzählige Studentinnen und Studenten geprägt. Ihr Weiterziehen hinterlässt Lücken. Das tsc wünscht ihnen Gottes Segen für ihren nächsten Lebensabschnitt.»

Dr. Horst und Irmgard Schaffenberger sind seit fast 30 Jahren am tsc. Horst Schaffenberger war von 2006 bis 2016 Seminarleiter, davor und danach unterrichtete er Fächer der Praktischen Theologie. Er ist jetzt und auch weiter im Ruhestand tätig als 1. Vorsitzender des neuen Fördervereins für das tsc in Deutschland. Irmgard Schaffenberger engagiert sich seit vielen Jahren im Team des tsc-Jahreskurses. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahreskurse unterrichtet sie in den Fächern Homiletik und Spiritualität. Sie ist auch gefragt als Mentorin und Praxisbegleiterin.

Dr. Andreas Loos wechselt zur reformierten Kirche

Eine neue Herausforderung wagt Dr. Andreas Loos, der seit 2002 Systematische Theologie am tsc unterrichtet. Dies tut er nur noch bis zum Ende des Studienjahres 2021/22. Ab 2022 wird er als Theologe in der evangelisch-reformierten Kirche der Schweiz tätig sein. Seine künftige Tätigkeit umfasst die Entwicklung von Angeboten für die theologische Bildung für Erwachsene bei «Fokus Theologie» und das Bloggen und Podcasten zu Glaubensthemen bei RefLab. Vom tsc verabschiedet sich Andreas Loos so: «Nach zwanzig Jahren beglückender Arbeit fällt mir das nicht leicht. Das, was ich heute als Mensch und Theologe bin, wurde ich zu einem bedeutenden Teil durch das tsc und seine Menschen. Zugleich fühle ich mich gezogen in etwas Neues mit anderen Menschen und neuen Möglichkeiten.»

Dr. Stefan Felber leitet künftig den Gemeindehilfsbund

Schon länger klar ist der Stellenwechsel von Dr. Stefan Felber. Nach 22 Jahren als tsc-Dozent für Altes Testament wird er ab Sommer 2022 die Aufgabe als Leiter des Gemeindehilfsbundes in Deutschland übernehmen. Er folgt dort auf den jetzigen Leiter Pfr. Dr. Joachim Cochlovius, der in den Ruhestand tritt. Diese Entscheidung fiel bereits im Juni 2020.

Dr. Horst Schaffenberger, tsc-Dozent und 1. Vorsitzender des Fördervereins für das tsc
Dr. Horst Schaffenberger, tsc-Dozent und 1. Vorsitzender des Fördervereins für das tsc
Irmgard Schaffenberger, Dozentin im tsc-Jahreskurs
Irmgard Schaffenberger unterrichtet bis Sommer 2022 als Dozentin im tsc-Jahreskurs.
Dr. Andreas Loos ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) für Systematische Theologie.
Dr. Andreas Loos ist bis Sommer 2022 Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona für Systematische Theologie.
Pfr. Dr. Stefan Felber, tsc-Dozent für Altes Testament (Portraitfoto, 3zu4)
Pfr. Dr. Stefan Felber ist bis Sommer 2022 Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona für Altes Testament.

Über das Theologische Seminar St. Chrischona:

  • Das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) ist eine nicht staatliche, evangelisch geprägte Ausbildungsinstitution, die vornehmlich durch Spenden und Studiengebühren getragen wird.
  • Das tsc legt besonderen Wert auf die Kommunikative Theologie und die tsc-Community mit aktuell rund 130 Studierenden. Auf dem Chrischona Berg werden seit 1840 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende für evangelische Gemeinden (Landes- und Freikirchen) beziehungsweise für interkulturelle, pädagogische und musikalische Aufgaben ausgebildet.
  • Die Bachelor-Studiengänge am tsc sind von der Middlesex University London validiert.
Leitsätze Kommunikative Theologie: Teil 2 (1500x500px)

Kommunikative Theologie mischt sich ein.

Leitsatz 2 zur Kommunikativen Theologie

2. Wir nehmen Kirche und Gesellschaft so, wie sie heute sind, und beteiligen uns am Gespräch über Gott und das Leben.

Autoren: Susanne Hagen, Dr. Horst Schaffenberger, Dr. Manuel Schmid

Der Leitsatz kurz erklärt

Wir nehmen Kirche und Gesellschaft so, wie sie heute sind, und beteiligen uns am Gespräch über Gott und das Leben. Denn als Christen wollen wir unser Leben mit unseren Mitmenschen teilen, ihnen freundschaftlich und auf Augenhöhe begegnen. Wie es das Evangelium uns lehrt. Eine Kommunikative Theologie will Antworten des Glaubens formulieren, die Menschen in der Bewältigung ihrer Lebensfragen und Zweifel weiterhelfen. Will sich einmischen ins Gespräch über «das gute Leben» – und dabei die christliche Hoffnung zur Sprache bringen, die weit über dieses Leben hinausgeht.

Video zum Leitsatz

Kirche und Gesellschaft objektiv wahrzunehmen, ist gar nicht so einfach. Das erläutert Dr. Horst Schaffenberger, der Co-Autor des 2. Leitsatzes, im Videointerview mit tsc-Absolventin Desirée Kratzat. Ausserdem sprechen sie über die Zukunft der Predigt und Antworten auf die Coronakrise.

Menschen auf Augenhöhe begegnen

Als Christen wollen wir unser Leben mit unseren Mitmenschen teilen und begegnen ihnen freundschaftlich und auf Augenhöhe. Wie es das Evangelium uns lehrt. Diese Grundhaltung will die Kommunikative Theologie vermitteln. Auf Augenhöhe heisst: Wir sind durch Jesus Christus von der Welt befreite und in die Welt gesandte Menschen, die mit dem Gegenüber um die Wahrheit ringen.

Kommunikative Theologie möchte Antworten des Glaubens formulieren, die Menschen in der Bewältigung ihrer Lebensfragen und Zweifel weiterhelfen.

Antworten des Glaubens auf Lebensfragen

Als verantwortliche Zeitgenossen leben wir christliche Werte in dieser Gesellschaft und sind bereit, jedem von der Hoffnung zu erzählen, die in uns ist (vgl. 1. Petrus 3,15). Ebenso leiden wir mit an lebensfeindlichen und menschenverachtenden Entwicklungen unserer Zeit, die unsere Kultur und Natur bedrohen und das Miteinander und die Freiheit zerstören.
Kommunikative Theologie möchte Antworten des Glaubens formulieren, die Menschen in der Bewältigung ihrer Lebensfragen und Zweifel weiterhelfen. Dazu gehört, dass wir uns in unserer theologischen Arbeit mit den Gesprächspartnern unserer Zeit auseinandersetzen.

Was ist das gute Leben?

Kommunikative Theologie mischt sich ein ins Gespräch über «das gute Leben». Dabei anerkennen wir einerseits die Errungenschaften der westlichen Gesellschaft und wissenschaftlichen Diskussion über das, was gut ist im Leben und was den Menschen fördert. Andererseits schöpfen wir aus der prägenden Kraft, die das Christentum in diesen Bereichen hatte. Zugleich zeigen wir Engführungen und problematische Entwicklungen in Bezug auf Lebensführung und Selbstverwirklichung auf und bringen die christliche Hoffnung zur Sprache, die weit über dieses Leben hinausgeht.

Das Evangelium wendet sich dem Menschen in seiner Welt zu – und hinterfragt ihn gleichzeitig.

Kommunikative Theologie hinterfragt – um der Liebe willen

Es gehört zu unserer Sendung in diese Welt, dass wir das Evangelium in den Mittelpunkt unseres Gesprächs mit der Welt stellen. Das Evangelium wendet sich dem Menschen in seiner Welt zu – und hinterfragt ihn gleichzeitig. Von daher ist es von der Bibel her geboten, auch Kirche, Welt und Gesellschaft zu hinterfragen. Es ist ein Dienst der Wahrheit, den die Theologie um der Liebe willen üben muss. Darin zeigt sie sich nicht als Herrschende, sondern als Lernende, nicht als Subkultur, sondern als Gegenkultur, die die Auseinandersetzung sucht und mit dem Gegenüber um die Wahrheit ringt.

Kommunikative Theologie dient Kirche und Gesellschaft eben auch in Liebe, wenn sie widerspricht, korrigiert und sich in den Gegensatz stellt. Kommunikative Theologie kann uns bereit und fähig machen, positiv in diesen Konflikt hineinzugehen, lernbereit auf den Anderen zu hören, und auf argumentative und emotionale Widerstände einzugehen.

Chancen für den christlichen Glauben in unserer Zeit

Zugleich bietet unsere Zeit besondere Chancen zur Weitergabe des Evangeliums. Wir glauben, dass unsere Zeit viele neue Möglichkeiten, Inhalte und Formen von Kommunikation für den christlichen Glauben bereithält. Dazu gehören auch die kulturellen Bereiche wie neue Medien, Musik und darstellende Kunst, in denen sich der christliche Glaube ausdrücken und seine Wirkung auf andere entfalten kann.

Was ist Kommunikative Theologie?

Kommunikative Theologie bildet die Grundlage aller Studiengänge am tsc – nicht nur des gleichnamigen theologischen Bachelor-Studiengangs. Kurz auf den Punkt gebracht funktioniert sie so: Wir hören zu. Wir lernen von- und miteinander. Wir wollen verstehen und verstanden werden. Wir sind so frei und reden von Jesus Christus. Wir leben unsere Beziehung zu Gott.

Leitsätze Kommunikative Theologie: Teil 1 (1500x500px)

Wir reden über das Evangelium.

Leitsatz 1 zur Kommunikativen Theologie

1. Wir sind so frei und reden über das Evangelium von Jesus Christus.

Autoren: Dr. Jean-Georges Gantenbein, Dr. Horst Schaffenberger

Der Leitsatz kurz erklärt

Wir sind so frei und reden über das Evangelium von Jesus Christus. Über die rettende und befreiende Botschaft von der Vergebung und Erlösung durch Jesus Christus. Aber: Verstehen die Menschen von heute diese Botschaft noch? Kommunikative Theologie will das Evangelium für die Menschen von heute und morgen übersetzen. Damit die Stimme der Christen auf dem Marktplatz der Meinungen und Lebensstile gehört wird. Die christliche Gemeinde spielt dabei eine wichtige Rolle: Wenn sie die befreiende Kraft des Evangeliums glaubhaft verkörpert und vorlebt.

Video zum Leitsatz

Im Video zum 1. Leitsatz zur Kommunikativen Theologie erklärt Co-Autor Dr. Jean-Georges Gantenbein, warum dieser Leitsatz zuerst kommt und welche enorme Bedeutung die Gemeinde heute für die Kommunikation des Evangeliums hat.

Das Evangelium verständlich machen

Wir Christen haben aus unserer Sicht die gute Nachricht für die Menschen: die rettende und befreiende Botschaft von der Vergebung und Erlösung durch Jesus Christus. Diese ist für viele Menschen heute aber nur schwer verständlich. Dabei ist die befreiende Wirkung des Evangeliums – Freiheit, Versöhnung, Annahme und Identität – auch in der heute säkularen Gesellschaft sehr wohl gefragt und vermittelbar. Allein die biblischen Grundlagen dieses Evangeliums sind dem heutigen Menschen fremd und unverständlich: nämlich Gottes Liebe zum Menschen, die sich im Opfertod von Jesus am Kreuz zeigt. Dieser Spannung stellen wir uns in unserer theologischen Arbeit am tsc.

Kommunikative Theologie, wie wir sie am tsc verstehen, setzt sich deshalb zur Aufgabe:

  • die Grundlagen des Evangeliums theologisch zu erarbeiten und aufzubereiten,
  • das Evangelium in die rechten Worte zu fassen (Kommunikation)
  • und es für die Menschen von heute und morgen zu übersetzen (Kontextualisierung).

Chancen der digitalen Welt

Die digitale Welt schafft einen neuen Lebensraum. Darin verdrängt das Bild das Wort, der Umgang mit Information und Sprache verändert sich. Wie wir und wie in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft kommuniziert wird, orientiert sich stark an den (neuen) Medien. Wobei christliches Vokabular und religiöse Sprache von vielen Menschen kaum noch verstanden wird – oder religiöse Begriffe heutzutage benutzt werden, ohne dass man ihren Ursprung kennt.

Gleichzeitig profitieren Christen – wie die meisten Menschen – von der Meinungsfreiheit und der Demokratisierung von Kommunikationsprozessen. Die digitale Welt ermöglicht es praktisch jedem, frei und direkt und in vielfältiger Art zu kommunizieren. Dies ermöglicht auch uns Christen, die gute Botschaft frei und vielfältig zu vermitteln. Es gilt, diese neuen kommunikativen Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. Klassische Kommunikationsformen gilt es zu ergänzen mit (gar nicht mehr so) neuen digitalen, ästhetischen und künstlerischen Formen.

Christliche Gemeinde verkörpert das Evangelium

Als Christen haben wir den Menschen von Gott etwas zu sagen – das können wir mutig und selbstbewusst tun. Dabei spielt die christliche Gemeinde eine wichtige Rolle. In einer lebendigen und authentischen christlichen Gemeinschaft wird die befreiende Kraft des Evangeliums sichtbar (vgl. Römer 1,16-17). Die Gemeinde kommuniziert das Evangelium. Sie verkörpert die Botschaft, die sie weitergibt (vgl. 2.Korinther 3,3). Gelebte christliche Gemeinschaft macht es für die Menschen von heute plausibler, an Jesus Christus zu glauben.

Glauben «verteidigen» durch Bezeugen und Feiern

Die Stimme der Christen ist jedoch nur eine von vielen auf dem Markplatz der Ideologien, Philosophien und Religionen. Wir leben in einer Vielfalt der Meinungen und Lebensstile. Die christliche Meinung muss sich in der Diskussion und im Streit angstfrei wie auch selbstbewusst behaupten und bewähren. Unsere theologische Arbeit hilft, in diesem Wettstreit der Meinungen gute theologische und kommunikative Ansätze zu liefern. Die Verteidigung des Glaubens (Apologetik) gilt es neu zu gestalten: weniger als Abwehr und Verneinung anderer Meinungen und Lebensstile, sondern ganz im Sinne der Urchristenheit als ein Bezeugen und Feiern des Evangeliums.

Das tsc möchte mit seiner Kommunikativen Theologie die Kirche Christi motivieren und befähigen, die Inhalte und Formen des Glaubens zu kommunizieren und wo nötig, den Zeitgeist in Frage zu stellen.

Was ist Kommunikative Theologie?

Kommunikative Theologie bildet die Grundlage aller Studiengänge am tsc – nicht nur des gleichnamigen theologischen Bachelor-Studiengangs. Kurz auf den Punkt gebracht funktioniert sie so: Wir hören zu. Wir lernen von- und miteinander. Wir wollen verstehen und verstanden werden. Wir sind so frei und reden von Jesus Christus. Wir leben unsere Beziehung zu Gott.