tsc-Netzwerk-Konferenz 2020 «Entfesselte Gemeinde» als Online-Konferenz (1500x500px)

Wie lässt sich Gemeinde bauen in Corona-Zeiten?

tsc-Netzwerk-Konferenz 2020

Wie lässt sich Gemeinde bauen in Corona-Zeiten?

Viel Offenheit für Neues bei der tsc-Netzwerk-Konferenz zum Thema: «Entfesselte Gemeinde»

Die Corona-Krise hat Menschen, Gemeinden und Hauptamtliche verunsichert. Wie lassen sich in dieser Zeit zukunftsfähige Gemeinden bauen? Mut machende Ansätze hörten rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 7. November 2020 bei der Online-Konferenz des Netzwerks des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Sie endete mit einem leidenschaftlichen Plädoyer dafür, die Menschen zu lieben und ihnen das Evangelium zu kommunizieren.

Gemeinden sollten Kultur des Einladens fördern

Dieses Plädoyer hielt Steffen Beck, der leitende Pastor vom ICF Karlsruhe. Die Gemeinden bezeichnete er als «Rettungsunternehmen», die sich in der Krise nicht zurückziehen dürften. Sie sollten stattdessen kreativ werden, Hindernisse überwinden und den christlichen Auftrag über alles andere stellen. Es sei eine Frage der Herzenshaltung, ob Menschen zur Gemeinde kommen. Steffen Beck schlug vor, eine Kultur des Einladens zu fördern: «Es gibt nur einen Grund, warum kirchendistanzierte Menschen in die Kirche kommen: weil sie eingeladen wurden.»

«Der Zeitgeist hat eine spirituelle Dimension»

Die Offenheit für Neues war ein Tenor, der sich durch die Konferenz zog. Zu Beginn berichtete die Hamburger Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz von neuen Sehnsüchten, die im Zeitgeist entstehen. Beispielsweise denken Menschen in Corona-Zeiten anders über sich selbst nach und fragen sich, was sie der Welt zu geben haben. Kirstine Fratz erklärte ausserdem, dass ihre Sicht auf den Zeitgeist sich durch die Zusammenarbeit mit dem tsc-Dozenten Andreas Loos erweitert hat. Sie sagte: «Der Zeitgeist hat eine spirituelle Dimension. Er will nicht zerstören, sondern liebt das Leben. Wie es auch der Heilige Geist tut.»

Bildung als Schlüssel für die Kirche von morgen

Konstruktiv-kritisch nahmen Walter und Oliver Dürr diesen Faden auf. Klar sei, dass die Corona-Krise die Kirchen verändern werde und die Zeit der «Betreuungsgemeinden» zu Ende gehe. Die Theologen und Gemeindeleiter wünschen sich eine neue Reformation und sehen Bildung als den Schlüsselfaktor dafür. «Bildung ist ein Schlüssel für die lebendige Kirche von morgen, die Salz und Licht sein will», erklärten sie.

Der Rektor des Theologischen Seminars St. Chrischona, Benedikt Walker, freute sich darüber. Im Online-Chat mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern formulierte er es so: «Die Kirche 2040 braucht die Ausbildung 2020. Und wir als tsc brauchen dafür den Schulterschluss mit den Partnern aus Gemeinde und Mission.»

Online-Konferenz – leichter zugänglich, weniger heimelig

Neben den hoffnungsvollen Inhalten gab vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits die Tatsache Hoffnung, dass die Konferenz überhaupt stattfand. Beat Ungricht, der Leiter der tsc-Netzwerk-Konferenz, sagte: «Darüber waren wir uns im Team immer einig: Wir werden die Konferenz durchführen – gleich unter welchen Bedingungen.» Schliesslich wurde es eine Online-Tageskonferenz. Dieses Format punktete mit weltweiter Zugänglichkeit vom eigenen Zuhause, lies aber die Heimeligkeit früherer Konferenzen nicht zu. Andreas Loos drückte es so aus: «Die Digitalität kann mehr als wir ahnen, trotzdem habe ich euch alle vermisst.»

Die Videomitschnitte der tsc-Netzwerk-Konferenz 2020 sind auf der Konferenz-Internetseite eingebettet. Sie sind nicht frei zugänglich und deshalb mit einem Passwort geschützt, das allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern per E-Mail mitgeteilt wurde.

tsc-Netzwerk-Konferenz 2020: Walter und Oliver Dürr
Walter Dürr vom Studienzentrum für Glaube und Gesellschaft sieht Bildung als einen Schlüsselfaktor für die Kirche von morgen.
tsc-Netzwerk-Konferenz 2020: Talk zwischen Kirstine Fratz, Steffen Beck und Christian Haslebacher
Steffen Beck (oben links) im Gespräch mit Kirstine Fratz und Christian Haslebacher. Auf dem vierten Screen sind Lernpunkte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu lesen.
tsc-Netzwerk-Konferenz 2020: Claudius Buser und Andreas Loos
Die tsc-Dozenten Claudius Buser und Andreas Loos (von links) wirkten aktiv mit am Programm der tsc-Netzwerk-Konferenz.
tsc-Netzwerk-Konferenz 2020: Übertragung in der Chrischona Schöftland-Rued
Die tsc-Netzwerk-Konferenz 2020 wurde auch in Gemeinden live übertragen, zum Beispiel in die Chrischona-Gemeinde Schöftland-Rued.

Zahlen zur tsc-Netzwerk-Konferenz 2020

  • 262 Anmeldungen von Einzelpersonen
  • 7 Schweizer Chrischona-Gemeinden waren als Übertragungsorte live dabei. Dort schauten jeweils 5 bis 15 Personen zu.

Was ist das tsc-Netzwerk?

Das Netzwerk des Theologischen Seminars St. Chrischona wurde 2018 nach Ende des internationalen Chrischona-Verbandes gegründet. Mittlerweile ist es auf 67 Partner angewachsen, darunter Gemeindeverbände, Jugend- und Missionswerke sowie 55 lokale Gemeinden aus der Schweiz und aus Deutschland.

Leitsätze Kommunikative Theologie: Teil 3 (1500x500px)

Wir tun, was Gott schon immer tut: kommunizieren.

Leitsatz 3 zur Kommunikativen Theologie

3. Wir sind in Verbindung mit Vater, Sohn und Heiligem Geist und tun, was Gott schon immer tut: kommunizieren.

Autoren: Stephanie Korinek und Dr. Andreas Loos

Der Leitsatz kurz erklärt

Wir sind in Verbindung mit Vater, Sohn und Heiligem Geist und tun, was Gott schon immer tut: kommunizieren. Menschliche Kommunikation ist möglich, weil Gott uns seine Liebe mitteilt. Er redet uns liebevoll an und sehnt sich nach unserer Antwort. Christen geben die Liebe Gottes weiter. Kommunikative Theologie fördert eine ganzheitliche und kreative Kommunikation, indem sie erstens selbst aus dem Gespräch mit Gott lebt. Zweitens den Gläubigen verstehen hilft, was sie glauben. Und drittens der Kirche Lust macht, den Glauben zu kommunizieren.

Video zum Leitsatz

Stephanie Korinek und Dr. Andreas Loos erklären im Gespräch mit Desirée Kratzat, warum Kommunikation und Liebe untrennbar zusammengehören. Und wie Kommunikation auf Augenhöhe mit den Menschen unserer Zeit gelingen kann. Es entspannt sich ein spannendes Gespräch, das in die Tiefe geht.

Begründung und Definition von Kommunikation

Menschliche Kommunikation ist möglich, weil Gott kommuniziert. Kommunizieren ist dabei viel mehr als informieren. Kommunizieren heisst: sich verständigen, miteinander sprechen, in Verbindung stehen, zusammenhängen, sich mitteilen, das Leben miteinander teilen, sich gegenseitig beschenken.
Als Vater, Sohn und Heiliger Geist ist Gott eine ewige Gemeinschaft der Liebe (Trinität). Die drei Personen schenken einander alles, was sie sind und haben: Leben, Ehre, Herrlichkeit, Heiligkeit, Schönheit, Vollkommenheit. Gott hat sich entschieden, diese Fülle des Lebens nicht für sich zu behalten.

Wir sind berufen, die Liebe Gottes zu kommunizieren

Christen sind berufen, die Liebe Gottes zu kommunizieren – in Wort und Tat, mit ihrem ganzen Leben. Sie gönnen anderen Menschen das, was Gott ihnen selbst gönnt: Liebe, Leben, Heil, Glück, Freiheit, Würde, Wahrheit.
Daraus lässt sich erklären, was Kommunikative Theologie will: Sie folgt dem Doppelgebot der Liebe – Gott lieben und den Nächsten. Das heisst konkret:

  1. Aus dem Gespräch mit Gott leben. Dazu gehören Dank, Bitte, Fürbitte, Klage und schliesslich der anbetende Lobpreis. Wer über Gott reden will, muss zugleich mit ihm reden. Von Gott hören wir die entscheidenden Worte, die wir uns selbst nicht sagen können.
  2. Denk- und sprachfähig machen, damit die Gläubigen wieder neu verstehen und erklären können, wem sie, was sie und warum sie glauben.
  3. Der Kirche und den Gemeinden Lust machen, zu kommunizieren. Und zwar mit dem drei-einen Gott und miteinander. Aber dann auch mit den Menschen unserer Zeit: ins Gespräch kommen, hinhören, Interesse zeigen, Leben teilen, sich was sagen lassen. So entdeckt die Gemeinde, was sie zutiefst ist: Co-Kommunikatorin der Liebe Gottes.

Wir sind in Verbindung mit Vater, Sohn und Heiligem Geist

All das hat seinen Ursprung darin, dass Gott uns Menschen in seine Kommunikation einbeziehen will. Darum erschuf er die Welt. Denn Gott ist ein ewiges Gespräch zwischen Vater, Sohn und Heiligem Geist (Joh 1,1-4). Und er will diese Kommunikation auch mit uns erleben. Durch sein Wort – den Sohn – spricht er uns ins Leben, durch seinen ewigen Geist haucht er uns Leben ein. Damit hat Gott uns in sein Gespräch verwickelt. In Liebe redet er uns an und will, dass wir ihm eine Liebesantwort geben.

Jesus Christus lebt für uns die Antwort der Liebe

Aber der Mensch verweigert Gott die Antwort. Stattdessen scheint ihm jedes Mittel recht, auf Gott einzureden und einzuwirken. Auf diesen Kommunikationsbruch antwortet Gott mit Hingabe. Er wird einer von uns, voll und ganz Mensch. Jesus Christus lebt die Antwort der Liebe, die der Mensch Gott nicht geben kann. Bis in den Tod hinein lässt er das Gespräch mit dem Vater nicht abreissen. Er erleidet für uns das Schweigen des Vaters am eigenen Leib: Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ein unfassbarer Unterbruch der trinitarischen Kommunikation. Bis der Vater den Sohn in der Kraft des Heiligen Geistes von den Toten auferweckt und bestätigt: Jesus Christus ist die menschgewordene Kommunikation Gottes.

Was der Heilige Geist tut

Ganz eng verbindet sich Gott mit uns Menschen durch den Heiligen Geist. Er macht die direkte Kommunikation zwischen Gott und Mensch möglich – jederzeit, überall, ohne Umwege. Als Geist spricht Gott in uns und bringt uns bei, wie man mit Gott spricht. Christen beten im Geist und durch den Sohn zum Vater im Himmel.

So sind wir also in Verbindung mit Vater, Sohn und Heiligem Geist und tun, was Gott schon immer tut: kommunizieren.

Die Erklärungen zu den weiteren Leitsätzen der Kommunikativen Theologie wird das Theologische Seminar St. Chrischona in monatlichem Rhythmus in eigenen Blogbeiträgen veröffentlichen.

Die 7 Leitsätze der Kommunikativen Theologie

  1. Wir sind so frei und reden über das Evangelium von Jesus Christus.
  2. Wir nehmen Kirche und Gesellschaft so, wie sie heute sind, und beteiligen uns am Gespräch über Gott und das Leben.
  3. Wir sind in Verbindung mit Vater, Sohn und Heiligem Geist und tun, was Gott schon immer tut: kommunizieren.
  4. Wir lesen und studieren die Bibel als Gottes Kommunikationsbuch, suchen die biblische Wahrheit und gewinnen so Überzeugungen.
  5. Wir hören zu und lehren und lernen miteinander.
  6. Wir setzen auf Gottes Wirken und tun alles, was wir können. Wir tun alles, was wir können und setzen auf Gottes Wirken.
  7. Wir kommen in der Theologie weiter – zusammen mit dir.
Stephanie Korinek
Stephanie Korinek unterrichtet unter anderem Griechisch am tsc.
Dr. Andreas Loos ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) für Systematische Theologie.
Dr. Andreas Loos ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona für Systematische Theologie.

Was ist Kommunikative Theologie?

Kommunikative Theologie bildet die Grundlage aller Studiengänge am tsc – nicht nur des gleichnamigen theologischen Bachelor-Studiengangs. Kurz auf den Punkt gebracht funktioniert sie so: Wir hören zu. Wir lernen von- und miteinander. Wir wollen verstehen und verstanden werden. Wir sind so frei und reden von Jesus Christus. Wir leben unsere Beziehung zu Gott.

Zeit – Geist – Spiel: Dr. Andreas Loos und Kirstine Fratz (1500x500px)

Wenn Zeitgeist und Heiliger Geist miteinander spielen

Zeitgeistseminar mit Dr. Andreas Loos und Kirstine Fratz am tsc

Wenn Zeitgeist und Heiliger Geist miteinander spielen

Autor: Simon Baum, tsc-Student und Jugendpastor

Be-Geistert! Besser könnte man das Gefühl der rund 50 Teilnehmer des «Zeit–Geist–Spiels» des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) Mitte Oktober 2019 auf dem Chrischona-Campus kaum beschreiben. «Nicht werten, sondern staunen!» – dazu haben Dr. Andreas Loos (Theologe und Dozent des tsc) und Kirstine Fratz (Zeitgeistforscherin) zu Beginn des Seminars aufgefordert. Das Ziel wurde übertroffen: Aus Staunen wurde Begeisterung.

Kooperieren Heiliger Geist und Zeitgeist?

Das Image des Zeitgeistes ist nicht unbedingt das Beste – je nachdem, wo man hinhört in Gesellschaft und Kirche. Heiliger Geist gegen Zeitgeist, das ist bekannt. Deswegen stellten Kirstine Fratz und Andreas Loos die ungewöhnliche Frage in den Mittelpunkt: Kooperieren die beiden Geister nicht auch spielerisch miteinander?

Provokativ meinte der Theologe: «Wir dürfen dem Heiligen Geist nicht verbieten zu wehen, wo er will.» Und er fragte weiter: «Kann es sein, dass nicht der Zeitgeist die Menschen verführt, sondern wir den Zeitgeist?» Damit gemeint ist, wenn Menschen dem Zeitgeist Übernatürliches – ja Göttliches zuschreiben – das er gar nicht im Stande ist, zu halten. Der Zeitgeist, so Kirstine Fratz, sei ein temporäres Versprechen für ein gelungenes Leben. Die Frage stellt sich also: Wie kann ein guter Umgang mit dem Zeitgeist aussehen?

Das Seufzen des Zeitgeistes

Die Hamburger Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz ist überzeugt: «Der Zeitgeist hat uns viel mehr im Griff, als wir denken. Er durchdringt alle unsere Lebensbereiche.» Zudem sei er nicht etwas, das wir rein kognitiv erfassen. Oft würden wir ihn erstmal nur fühlen können. Was sich nach einem gelungenen Leben anfühlt, definiere der Zeitgeist immer wieder neu.

Kann dieser Geist aber wirklich etwas mit dem Heiligen Geist zu tun haben? Um diese Frage zu beantworten, müssten wir einen neuen Umgang mit dem Zeitgeist erlernen. Dafür sei es wichtig, so Fratz, nicht zu werten, sondern alles vorerst als blosse Information zu betrachten, was wir über den Zeitgeist entdecken. «Was hat das zu bedeuten?» sei die Schlüsselfrage. Die Antwort auf diese Frage verrate uns etwas über die Ursehnsüchte des Menschen.

Die Zeitgeistforscherin merkte an, dass der Zeitgeist ein ruhiger und feinfühliger Geist sei, der sich zurückzöge, wo es ihm zu laut werde. Stattdessen wehe er an verborgenen Orten, wo er über die ungestillten Sehnsüchte der Menschen flüstere – ja sogar seufze.

Der Theologe Dr. Andreas Loos und die Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz denken darüber nach, wie Heiliger Geist und Zeitgeist miteinander klar kommen.
Der Theologe Dr. Andreas Loos und die Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz denken darüber nach, wie Heiliger Geist und Zeitgeist miteinander klar kommen.

Geheiligtes Zeit-Geist-Spiel

«Der Kreislauf von Mangel, Begehren und Erfüllen ist eine wundervolle Gabe des Heiligen Geistes. Der Zeitgeist spielt damit und der Heilige Geist mutet uns dieses Spiel zu, damit es zu einem Spiel des Lebens wird.» Mit dieser herausfordernden These erklärte Andreas Loos das Zeit–Geist–Spiel. Wie aber kann dieses Spiel gelingen? Bei Betrachtung des Wirkens von Zeitgeist und Heiligem Geist falle auf, dass diese gar nicht so unterschiedlich agieren. Beide würden an verfestigten und zwanghaften Strukturen des Systems rütteln, die Leben hindern statt zu fördern. Sie zögen sich zurück, wo man sie verfügbar machen bzw. kontrollieren will.

Und: Sie tauchen dort auf, wo es niemand erwarten würde. Kirstine Fratz nannte die Heirat von Justin Bieber als Beispiel. Auf die Frage der Presse, weshalb Bieber sich in seinen jungen Jahren nicht noch etwas «austoben» möchte, antwortete der: «Ich habe eine Verantwortung gegenüber den Gefühlen meiner Frau.»

«Mich hat die Offenheit fasziniert!»

Am Ende des zweitägigen Seminars überwog das Staunen und die Begeisterung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten von neuen Zugängen zum Heiligen Geist bis hin zu Durchbrüchen von langjährigen seelischen Gefangenschaften. Stellvertretend für viele Seminarteilnehmer ist das Fazit von Pfarrer Markus Burkhart: «Mich hat die Offenheit fasziniert, sich den Zeitgeistphänomenen zu stellen. Also nicht gleich zu werten, sondern erstmal zu fragen: Was hat das zu bedeuten?»

Und die Referentin Kirstine Fratz erklärte: «Ich habe so vieles gelernt dieses Wochenende. Durch die tiefgehenden Einsichtigen über den Heiligen Geist habe ich den Geist im Zeitgeist ganz neu entdeckt.» Bei so viel Begeisterung ist klar: Das Zeit-Geist-Spiel ist noch lange nicht fertig – es hat gerade erst begonnen.

Das Zeitgeistseminar liefert den Teilnehmern viel Diskussionsstoff.
Das Zeitgeistseminar liefert den Teilnehmern viel Diskussionsstoff.

«Heiliger Geist trifft Zeitgeist»

Interview mit Kirstine Fratz und Andreas Loos

In einem ausführlichen Interview auf dem Blog der tsc-Internetseite erklären Kirstine Fratz und Andreas Loos ihre Thesen genauer. Sie beantworten unter anderem diese Fragen: Wie kommt man auf die Idee, dass Zeitgeist und Heiliger Geist etwas miteinander zu tun haben könnten? Worin unterscheiden sie sich? Und was verbindet sie?

Das Theologische Seminar St. Chrischona hat die Mitschnitte der Einführungsreferate von Kirstine Fratz und Andreas Loos auf seinem Soundcloud-Kanal veröffentlicht (siehe oben). Die weiteren Referate des Zeitgeistseminars wurden ebenfalls mitgeschnitten, stehen aber exklusiv den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars zur Verfügung.

Kirstine Fratz, Zeitgeistforscherin und Autorin (3000x1000px)

Heiliger Geist trifft Zeitgeist

Interview mit Kirstine Fratz und Dr. Andreas Loos

«Zeitgeist und Heiliger Geist wollen uns beide wachsen sehen!»

Die Hamburger Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz und tsc-Dozent Dr. Andreas Loos luden im Oktober 2019 zu einem Wochenendseminar auf den Chrischona-Campus ein. Dabei stellten sie Zeitgeist und Heiligen Geist als Spielgefährten vor. Im Interview erklären sie, wie das «Zeit – Geist – Spiel» zu verstehen ist.

tsc: Frau Fratz, als Zeitgeistforscherin haben Sie die Antennen weit ausgefahren ins Leben der Menschen und der Gesellschaft. Leben wir in einer Zeit, die von allen guten Geistern verlassen ist?

Kirstine Fratz: Der Gedanke kommt einem sicherlich schnell, schaut man sich um in den aktuellen Problemfeldern der Zeit. Die Kunst ist es aber, zwischen den Feldern wieder Kontakt mit den guten Geistern aufzunehmen und zu erkennen, wo neuer Wille für Versöhnung und Heilung gestartet wird. Dieser kommt oft in ganz anderen Formen und Farben, als wir es von vergangenen Zeitgeistern gewohnt sind. Daher fällt es uns häufig schwer es zu sehen, weil wir uns die guten Geister so noch nicht vorgestellt haben.

So glauben wir etwa, dass die demografische Verschiebung und der vermeintliche Verfall von familiären Werten die Grundlagen unserer Gesellschaft zerstören, und erkennen nicht, dass gerade diese Verschiebung das Konzept Familie neu hat atmen lassen. Ein Phänomen für diesen guten Geist ist, dass besonders junge Frauen wieder zunehmend Lust auf Mutterschaft haben. Denn der neue gesellschaftliche Kontext macht es für sie wieder attraktiv. Und sie haben das Gefühl, es ist Zeit, das Thema wieder positiv für ihr Leben zu bewerten. Eine Entwicklung, die für uns so vorher nicht erkennbar war.

tsc: Der Zeitgeist, über den Sie schreiben: Wer ist er und was macht er?

Kirstine Fratz: Er ist eine sehr machtvolle und kreative Kraft. Der Zeitgeist hat die Macht, unser Denken, Handeln und Fühlen zu verändern. Das macht vielen Menschen Angst und manche verteufeln ihn sogar dafür.
Der Vorwurf, der dem Zeitgeist immer wieder gemacht wird, ist, dass er destabilisiert, Werte mit Füssen tritt, oberflächlich und launisch wäre. Das ist allerdings eine recht oberflächliche Sichtweise auf sein Werk. In der Tat steht er nicht für Stabilität, Bewahren und Erhalten. Doch was passiert mit einer Gesellschaft, die versucht, sich vor Bewegung und Veränderung zu schützen? Das System erstarrt und bietet zunehmend Raum für Macht, Schmerz und Leid.
Der Zeitgeist bricht erstarrte Strukturen auf, nimmt sich der darin entstandenen Defizite und Sehnsüchte an und bietet neue Möglichkeiten, diese zu erfüllen. Diese Dynamik erscheint einem oft erst als eine Bedrohung, ein Vorzeichen für den Untergang. Doch ist es meist eine neue Annäherung an etwas Lebenswichtiges, was im alten System zu sterben drohte. Und dann verlieren wir wie von Zauberhand auf einmal die Lust so viel Alkohol zu konsumieren wie einst, bevor unser Körper uns wichtig wurde. Wir verzichten darauf, unsere Kinder einfach zum Gehorsam zu erziehen, weil wir sie auf einmal in ganzer Blüte und Entfaltung sehen wollen. Und junge Frauen wollen plötzlich nicht mehr auf Mutterschaft warten, wie sie es im alten System gelernt haben.
Das alles sind immer wieder neue Chancen, die Gesellschaft lebendig und damit auch gesünder zu gestalten.

Kirstine Fratz, Zeitgeistforscherin (768x1024px)
Kirstine Fratz, Zeitgeistforscherin und Autorin

Der Vorwurf, der dem Zeitgeist immer wieder gemacht wird, ist, dass er destabilisiert, Werte mit Füssen tritt, oberflächlich und launisch wäre. Das ist allerdings eine recht oberflächliche Sichtweise auf sein Werk. In der Tat steht er nicht für Stabilität, Bewahren und Erhalten. Doch was passiert mit einer Gesellschaft, die versucht, sich vor Bewegung und Veränderung zu schützen? Das System erstarrt und bietet zunehmend Raum für Macht, Schmerz und Leid. (Kirstine Fratz)

tsc: Andreas Loos, wie kommst du auf die Idee, der Heilige Geist könnte etwas mit dem Zeitgeist zu tun haben?

Andreas Loos: Eben, weil er heilig ist. Das heisst für einen Theologen, dass ich dem Heiligen Geist nicht vorschreiben sollte, wo und wie er wirkt. Leider hat die Christenheit das immer wieder getan und den Heiligen Geist zu einseitig mit Erlösung verknüpft und an die Institution Kirche geknüpft. Diese starre Entgegensetzung von Kirche und Gesellschaft, Heiligem Geist der Gläubigen und unheiligem Geist der Zeit hat mich lange blind gemacht dafür, wie weit und tief der Heilige Geist sich einlässt auf das Leben. Die Bibel erzählt, wie der Heilige Geist jeden Menschen zu einer lebendigen Seele macht, zu bedürftigen Mängelwesen mit Hunger und Durst nach Leben, Liebe und Glück. Er inspiriert, begabt und ermächtigt Menschen dazu, liebe- und lustvoll die Schöpfung aufblühen zu lassen, Neues hervorzubringen, Schönes zu erschaffen – häufig geradezu spielerisch. Und dort, wo wir uns auf Geister, Prinzipien und Strukturen eingelassen haben, die das Leben entheiligen und bedrohen, da erfüllt der Heilige Geist Menschen mit neuen Ideen, mutigen Handlungsweisen und erstaunlich resilienter Welthoffnung. So belebt er, was tot ist, bewegt, was erstarrt ist, befreit, was zwanghaft ist, und stimmt neu an, was verstummt ist.

Wenn nun die Zeitgeistforschung von spontanen und unerwarteten Zeitgeistbewegungen berichtet, welche die lebensuntauglichen und starren Vorgaben des Zeitgeistes für ein erfülltes Leben aufbrechen und überbieten, dann frage ich mich: Woher kommt diese selbstregulierende Kraft des Zeitgeistes? Steckt dahinter etwa das stille und unaufdringliche Handeln des Heiligen Geistes?

Dr. Andreas Loos ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) für Systematische Theologie.
Dr. Andreas Loos ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona für Systematische Theologie.

Diese starre Entgegensetzung von Kirche und Gesellschaft, Heiligem Geist der Gläubigen und unheiligem Geist der Zeit hat mich lange blind gemacht dafür, wie weit und tief der Heilige Geist sich einlässt auf das Leben. (Dr. Andreas Loos)

tsc: Mit dem Zeitgeist spielen – ist das eher Risiko oder Verheissung?

Kirstine Fratz: Es ist beides. Sich auf verheissungsvolles Terrain zu wagen, ist immer mit einem Risiko verbunden. Doch die Verheissung lässt uns dieses Risiko oft erst eingehen. Verheissung ist immer auch Antrieb, etwas zu wagen, zu hoffen und zu erfahren.

Andreas Loos: Keine Verheissung ohne Risiko, das hat letztlich damit zu tun, dass Gott Liebe ist und mit uns Liebe verwirklichen will. Und zwar in der Kraft des Heiligen Geistes, der Liebe Gottes in unseren Herzen (Römer 5,5). Liebe kann die Gegenliebe weder erzwingen, noch verfügen, noch manipulieren. Ich glaube, dass Gott selbst das Wagnis und Risiko der Liebe eingegangen ist. Und ich hoffe, dass die Verheissung von Leben und Liebe uns immer wieder lockt. Das hat nichts mit leichtfertigem Zocken zu tun, wohl aber mit gelassener Freiheit, Fehler zu machen und zu scheitern. Wie Petrus: Lieber mal absaufen mit Jesus, aber dafür mit ihm über das Wasser gehen.

Lieber mal absaufen mit Jesus, aber dafür mit ihm über das Wasser gehen. (Dr. Andreas Loos)

tsc: Lassen sich Zeitgeist und Heiliger Geist klar unterscheiden?

Kirstine Fratz: Der Zeitgeist ist das Fieber des Neuen. Seine Kraft ist die Erneuerung, seine Vision das Unvorstellbare, seine Macht die Resonanz. Er strebt, er sehnt, er drängt und treibt und gibt uns keine Ruhe. Denn würde er uns in Ruhe lassen, so würden wir den anderen Geistern zu viel Raum geben. Den trägen und vertrauten Geistern, die uns eigensinnig machen und entmutigen. So erinnert er uns stets an die Freiheit des Denkens und des Gestaltens. Das ist beschwerlich und auch euphorisch, denn durch den Zeitgeist haben wir die Möglichkeit, uns und unserer Welt immer wieder neu zu begegnen. So ist der Zeitgeist stets temporär, der Heilige Geist in seinem Streben aber ewig und unverrückbar in seinem Wollen und in seiner Liebe. Ihre Herangehensweise an den Menschen ist klar zu unterscheiden, doch in Ihrem Wirken tun sich ähnliche Absichten und Ziele auf.

Andreas Loos: Theologisch ist das gar nicht so einfach. Nämlich dort, wo die guten Geister des Menschen zusammenspielen mit dem Heiligen Geist. Ein Beispiel: Der Heilige Geist ruft im Herzen der Gläubigen «Abba, lieber Vater» (Galater 4,6). Aber das schliesst die Gläubigen und ihren Geist nicht aus, sondern setzt sie frei. Sie rufen jetzt selbst «Abba, lieber Vater», weil der Heilige Geist ihrem Geist bezeugt, dass sie Gottes Kinder sind (Römer 8,15–16). Hier sind beide untrennbar am Werk. Andererseits gibt es klare Kriterien für die Unterscheidung der Geister. Etwa überall dort, wo Angst, Zwang und Gewalt geschürt werden, haben wir es nicht mit dem Heiligen Geist der Freiheit zu tun.

Der Zeitgeist ist das Fieber des Neuen. Seine Kraft ist die Erneuerung, seine Vision das Unvorstellbare, seine Macht die Resonanz. Er strebt, er sehnt, er drängt und treibt und gibt uns keine Ruhe. (Kirstine Fratz)

tsc: Zeitgeistforschung trifft Theologie, und Sie nennen das «Zeit – Geist – Spiel». Welche thematischen Bälle spielen Sie sich gegenseitig zu?

Kirstine Fratz: Wir werden gemeinsam beleuchten, wie sich das Wirken des Zeitgeistes im Sinne des Heiligen Geistes darstellt. Wir werden uns voller Schöpfergeist darüber beraten, ob es nicht an der Zeit ist, die strikte Trennung zwischen Glauben und Zeitgeist liebevoll aufzulösen. Für weniger Angst und mehr Versöhnung, die zu neuem Mut, Hoffnung und Freude für das Wirken von den beiden Geistern führen kann. Wir haben uns vorgenommen, ein Tabuthema anzupacken, weil wir nicht mehr daran glauben, dass diese beiden Kräfte sich nicht leiden können, sondern beide uns gerne frei und wachsen sehen.

Andreas Loos: Ich werde ein paar zeitgeistsensible Facetten des Heiligen Geistes ins Spiel bringen, die eher in Vergessenheit geraten sind. Zum Beispiel, dass jeder Mensch mit dem Heiligen Geist zu tun hat und ihm den herrlichen Kreislauf von Mangel, Begehren und Erfüllung verdankt, durch den wir zu Gott, zueinander und zu uns selbst finden. Oder die schöpferische, künstlerische und spielerische Seite des Heiligen Geistes, die uns kreativ und spielerisch macht. Ach ja, und dass der Heilige Geist es liebt, unsere Zeit zu erfüllen, wenn sie reif dafür ist, um unserem Geist zuzuflüstern, dass wir geliebte Kinder des Höchsten sind. Ich bin ziemlich neugierig, was wir und alle Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dieser weiten Spielwiese entdecken und erleben werden.

Wir haben uns vorgenommen, ein Tabuthema anzupacken, weil wir nicht mehr daran glauben, dass diese beiden Kräfte sich nicht leiden können, sondern beide uns gerne frei und wachsen sehen. (Kirstine Fratz)

tsc: Sie wollen dazu beitragen, dass die Menschen zu mündigen Zeitgeistteilnehmerinnen und -teilnehmern werden. Woran denken Sie dabei?

Kirstine Fratz: Mündigkeit entsteht durch Bewusstheit. Für den Zeitgeist fehlt oft das Bewusstsein für seine Dynamik. Meistens halten wir uns im Bewerten und Urteilen auf und erkennen dabei nicht die Chancen. Zeit – Geist – Spiel soll eine neue Wahrnehmung schulen für die gestalterische Kraft der beiden Mächte und der gestalterischen Kraft in uns selbst. Das macht uns mündig, um mit beiden Mächten in einen spielerischen Austausch zu gehen und dann zu erschaffen, was uns als sinnvoll erscheint. So bleiben wir frei in der Entscheidung und doch angebunden an die Schönheit des Ewigen und die Chancen des Temporären.

Andreas Loos: Angstfähig werden. Damit meine ich, sich selbst als Zeitgeistteilnehmer an- und ernst zu nehmen. Den durchaus furchteinflössenden Seiten des Zeitgeistes ins Auge schauen, aber manchen Spuk auch durchschauen. Über sich selbst lachen und dem Heiligen Geist zutrauen, dass er mich hält, wenn die nächste Zeitgeistwelle auf mich zurollt. Aber noch mehr. Spiritualität ist die Kunst, geistbestimmt zu leben (ars spiritualis). Das will gelernt und eingeübt werden. Mündig ist, wer sich immer wieder dafür entscheidet und dabei Fehler und Scheitern nicht scheut. So entdecke ich mit anderen, wie der Heilige Geist zur passenden Zeit das Gute zu mir kommen lässt, mich zum Guten kommen lässt – manchmal trotz, aber immer wieder auch mit Hilfe des Zeitgeistes.

So entdecke ich mit anderen, wie der Heilige Geist zur passenden Zeit das Gute zu mir kommen lässt, mich zum Guten kommen lässt – manchmal trotz, aber immer wieder auch mit Hilfe des Zeitgeistes. (Dr. Andreas Loos)

Trainingstag Worship 2019: Lobpreisschulung

Das Geheimnis des Lobpreises

Bericht vom Trainingstag Worship am 4. Mai 2019

Auf einer Reise durch Musik und Theologie der Anbetung

Autorin: Desirée Kratzat, tsc-Studentin

Wer kennt das nicht? Man hört ein bestimmtes Lied und es nimmt einen mit auf eine Reise, lässt einen einfach nicht mehr stillsitzen und der sogenannte Ohrwurm ist vorprogrammiert. Beim Trainingstag Worship des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) am 4. Mai 2019 erfuhren rund 60 Teilnehmer einige Geheimnisse der Musik und der Theologie.

Nach einer gemeinsamen musikalischen Anbetungszeit begann tsc-Dozent Andreas Loos, in die Tiefen der Theologie einzutauchen. Susanne Hagen, Studiengangsleiterin Theologie & Musik am tsc, ergänzte den musikalischen Aspekt. Nach einer kurzen Mittagspause folgten musikalische Workshops.

Eine neue Perspektive auf Lobpreis

Der Trainingstag Worship zeigte: Im Lobpreis geht es nicht darum, alles perfekt zu können, sondern um das Geschenk, in den bereits vorhandenen Lobpreis mithineingenommen zu werden. Diese Perspektive faszinierte auch Hans-Martin Rentschler, Pastor der Chrischona-Gemeinde Grüningen: «Mit dieser Sicht ist Lobpreis etwas völlig Anderes, also nicht ich muss etwas liefern. Denn ich glaube, wenn wir etwas liefern müssen, wird es eher zum Kampf.» Als Pastor ist es ihm wichtig, seine Musiker zu begleiten, um eine gleiche Grundlage zu haben. Denn nur, «wenn wir gemeinsam unterwegs sind, können wir Sachen verändern.» Dieses Bewusstsein der Einheit sei etwas sehr Wertvolles, denn die musikalische Anbetungszeit in der Gemeinde sollte mit eingeflochten sein in den restlichen Teil des Gottesdienstes.

Die tsc-Dozenten Dr. Andreas Loos und Susanne Hagen geben beim Trainingstag Worship theologische und musikalische Denkanstösse.
Die tsc-Dozenten Dr. Andreas Loos und Susanne Hagen geben beim Trainingstag Worship theologische und musikalische Denkanstösse.
Bandcoaching ist eines der verschiedenen musikalisch-praktischen Wahlprogramme des Trainingstag Worship.
Bandcoaching ist eines der verschiedenen musikalisch-praktischen Wahlprogramme des Trainingstag Worship.

Der Theologie und der Musik tiefgründig auf die Spur kommen

«Bei einer solchen Schulung ist es herausfordernd, auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer einzugehen und ihnen gerecht zu werden. Dies betrifft gerade auch die praktischen Musikkurse, wenn man mit Anfängern und Fortgeschrittenen zu tun hat», berichtet Susanne Hagen. Sie schätzt es sehr, der «Theologie und der Musik tiefgründig auf die Spuren zu kommen und beides miteinander in Verbindung zu bringen.» Musikalischer Lobpreis sei etwas sehr Komplexes, da er sowohl die Theorie als auch die Praxis von Musik und Theologie fordere. Hierbei sei es wichtig, sich den Herausforderungen zu stellen und in beide Bereiche zu investieren.

Warum das tsc Trainingstage Worship anbietet

Die Vision hinter dem Trainingstag Worship erklärt Andreas Loos: «Ich träume davon, dass Lobpreis und Anbetung Gottes in den Gemeinden und Gottesdiensten durch diese Trainingstage beflügelt und vertieft werden. Am besten auf allen Kanälen, also praktisch, musikalisch, theologisch, geistlich.» Die moderne Lobpreismusik sei ein Geschenk des Heiligen Geistes, und wie jede Geistgabe müsse auch sie gepflegt und geübt, und wo nötig auch vor Fehlentwicklungen und Missbrauch bewahrt werden.