tsc-Chor: Sängerin Mirjam (1500x500px)

Frühlingskonzert mit dem tsc-Chor am 25. April 2020

25. April 2020, 20 Uhr

Chorkonzert zum 180-jährigen Jubiläum des tsc

Beim Frühlingskonzert 2020 feiert der Chor des Theologischen Seminars St. Chrischona 180 Jahre theologische Ausbildung am tsc. Seine 70 Sängerinnen und Sänger loben Gott, den Schöpfer, mit fröhlichen und schwungvollen Liedern und Gospels. Sie sind herzlich eingeladen, auf den Chrischona-Campus zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Informationen zum Frühlingskonzert 2020

  • Wann? Samstag, 25. April 2020, ab 20.00 Uhr
  • Wo? Konferenzzentrum auf dem Chrischona-Campus
  • Anreise? Der Chrischona-Campus liegt oberhalb Bettingens bei Basel. Die Adresse lautet: Chrischonarain 200, 4126 Bettingen, Schweiz.
  • Parkplätze? Gäste des Theologischen Seminars St. Chrischona können die kostenlosen Besucherparkplätze nutzen. Auf St. Chrischona stehen genügend Parkplätze zur Verfügung.
  • Öffentliche Verkehrsmittel? Der kostenlose Rufbus Bettingen bringt Konzertbesucher von der Haltestelle «Bettingen, Dorf» zum Konferenzzentrum und im Anschluss an das Konzert wieder zurück. Falls der Rufbus nicht an der Haltestelle steht, müssen Sie ihn anrufen unter +41 (0)61 227 55 75. Ab Bettingen besteht Anschluss an die BVB-Buslinie 32.
  • Wer? Der tsc-Chor besteht aus Studierenden, Mitarbeitenden und Freunden des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Die musikalische Leitung hat Susanne Hagen, Studiengangsleiterin Theologie & Musik am tsc.
  • Kosten? Der Eintritt ist frei. Um Kollekte wird gebeten.
Semester-Eröffnungsgottesdienst Frühlingssemester 2020: Gemeinsames Abendmahl (1500x500px)

Abendmahl stärkt für das neue Semester

Foto: Claudius Buser (Bildmitte) beim Austeilen des Abendmahls.

Semester-Eröffnungsgottesdienst des Frühlingssemesters 2020

Abendmahl stärkt für das neue Semester

Sechs Wochen unterrichtsfreie Zeit bedeuten sechs Wochen ohne Abendmahlgottesdienst zum Wochenstart. Umso wertvoller erlebte die Studiengemeinschaft des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) die Rückkehr zu dieser Tradition am 3. Februar 2020. Mit dem gemeinsamen Abendmahl begann das Frühlingssemester.

Andacht über die Jahreslosung 2020

Im Abendmahl erinnern sich Christen an das Leben, den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus. Und im Abendmahl bildet sich die Gemeinschaft wieder neu. Gegenseitig wird das Brot gebrochen und der Segen Gottes zugesprochen. Es ist eine Ermutigung für den Glauben.
Das dies immer wieder nötig ist, führte der stellvertretende Rektor Claudius Buser in seiner Andacht über die Jahreslosung 2020 aus: «Ich glaube; hilf meinem Unglauben!» (Markus 9,24). Die Sehnsucht nach Glauben und die Realität des Zweifels könnten viele Christen nachvollziehen. Sie sei auch ein Grund, Theologie zu studieren. Damit Christen den Glauben besser verstehen und mehr davon weitergeben können, was sie von Gott erhalten haben.

Wohltuendes Wiedersehen

Es war für die 141-köpfige Studiengemeinschaft des tsc wohltuend, nach einer Zeit wieder zusammenzufinden, in der sie sich zerstreut hatte. Während die Abschlussklasse ihre Bachelorarbeiten in der Bibliothek schrieb, genossen weniger eingespannte Studierende ihre Skiferien. Wieder andere absolvierten Praktika oder bildeten sich weiter. Zum Beispiel im Workshop mit Matthias Jungermann von «Radieschenfieber». Er zeigte Theologie- und Pädagogikstudierenden, wie sie Klappmaulpuppen basteln und damit Geschichten erzählen können. Der Jahreskurs kehrte auch bereits Mitte Januar zurück auf den Chrischona-Campus. Auf dem Stundenplan der Jahreskursler standen verschiedene Seminare, zum Beispiel zu «Geld und Geist», zum prophetischen Gebet oder zur Geschichte von Erweckungsbewegungen.

Für 37 ist es das letzte Semester

Unmittelbar nach dem Eröffnungsgottesdienst strömten die Studierenden in die Lehrsäle für den ersten Unterricht des Semesters. Claudius Buser empfahl ihnen, frisch motiviert ans Werk zu gehen. «Ab an die Arbeit!», rief er ihnen zu.
Für die 28 Studierenden der Abschlussklasse 2020 und die 9 Jahreskursler hat das letzte Semester am tsc begonnen. Einige von ihnen haben bereits Stellen gefunden für die Zeit nach dem Studium, andere sind noch auf der Suche. Spannend wird sein, wohin es für den zweiten Abschlussjahrgang der Theologie- und Musikstudierenden geht. Nachdem 2019 die ersten drei ausgesendet worden sind, folgen 2020 die nächsten acht. Wer ihre Aussendung miterleben will, ist herzlich eingeladen zum tsc-Jahresfest am 28. Juni 2020.

Semester-Eröffnungsgottesdienst Frühlingssemester 2020: Claudius Buser bei der Andacht
Claudius Buser hält eine Andacht zur Jahreslosung 2020.
Klappmaulpuppen-Workshop 2020 am tsc mit Matthias Jungermann
Klappmaulpuppen zu basteln, macht ziemlich viel Spass – und ist pädagogisch lehrreich.
Podiumsgespräch am Forum Kommunikative Theologie 2020 (1500x500px)

Wie Christen besser kommunizieren

Bericht

Erkenntnisse des Forums Kommunikative Theologie 2020

Kommunikative Theologie zu betreiben, hat sich das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) auf die Fahnen geschrieben. Konkret geschieht dies beim zweitägigen Forum Kommunikative Theologie. Mitte Januar 2020 fand es wieder auf dem Chrischona-Campus statt. Diesmal dachten rund 50 Teilnehmer über ein Schlüsselthema nach, um den christlichen Glauben zu verbreiten: die Kommunikation.

Wer sich wissenschaftlich mit Kommunikation beschäftigt, landet schnell bei Paul Watzlawicks: «Man kann nicht nicht kommunizieren.» Darin einig waren sich auch die Referenten des Forums Kommunikative Theologie: die Professoren Vinzenz Wyss (ZHAW) und Harald Seubert (STH Basel), die tsc-Dozierenden Rahel Bidlingmaier, Dr. Stefan Felber und Dr. Jean-Georges Gantenbein sowie die Sprachtherapeutin Damaris Tschirner.

Kommunikative Herausforderungen für Christen

Besonders Religionsgemeinschaften und Christen stehen in der heutigen Zeit vor zahlreichen Herausforderungen, wenn sie öffentlich kommunizieren wollen. Der Professor für Journalistik Vinzenz Wyss arbeitete dies anhand der Systemtheorie von Niklas Luhmann und von empirischen Untersuchungen heraus. So seien Religionsinhalte selten Hauptthema, wenn Medien über Religion berichten. BBesonders Freikirchen macht es zu schaffen, dass sie in der Öffentlichkeit als «eine andere Welt» wahrgenommen werden. Zudem gebe es einen «Negativismus-Frame», der Religionsgemeinschaften mit Gewalt, Kriminalität oder Terrorismus in Verbindung bringt.

Prof. Wyss: «Geschwätziger werden!»

Was also tun? Prof. Wyss gab den Tipp, als Religionsgemeinschaft selbst aktiv zu kommunizieren und den Medien Personen und Geschichten anzubieten. Chancenreich sei es, christliche Werte mit aktuellen Fragen zu koppeln. Zudem sei eine Sehnsucht nach Gemeinschaften spürbar. Dies seien jedoch «neue Gemeinschaften, die sich nur noch durch Kommunikation definieren», wie Prof. Wyss erklärte. Und weiter: «Religionsgemeinschaften müssen geschwätziger werden, aber ohne zu moralisieren. Dann besteht die Hoffnung, wieder mehr wahrgenommen zu werden.»

Der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Vinzenz Wyss zeigte die Herausforderungen auf, die Christen bei ihrer Kommunikation in der Öffentlichkeit haben.
Der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Vinzenz Wyss zeigte die Herausforderungen auf, die Christen bei ihrer Kommunikation in der Öffentlichkeit haben.

Prof. Seubert: «Auf der Schrift gegründet und gesprächsfähig sein!»

Einen philosophisch-theologischen Blick auf das Kommunizieren in der heutigen Zeit warf Prof. Seubert. Mit einer guten Portion Humor und einer grossen Übersicht auf die Philosophiegeschichte konnte er die Zuhörerinnen und Zuhörer fesseln. Prof. Seubert ordnete die neuen Kommunikationsmöglichkeiten des 21. Jahrhunderts als ähnliche Revolution wie den Buchdruck ein. «Kommunikation wird weltumspannend und allverfügbar. Zwischen menschlichen Beiträgern zu dieser Kommunikation und Bots ist nicht mehr ohne Weiteres zu unterscheiden», analysierte er. Kirche und Theologie müssten darauf Antworten finden, für die Prof. Seubert fünf Thesen vorstellte. Eine davon lautete: «Die grosse Aufgabe ist es, fest auf der Schrift gegründet zu bleiben – und zugleich gesprächsfähig zu sein.» Die Kommunikative Theologie schätzte er dabei als hilfreichen Denk-, Lese- und Überzeugungsweg ein.

Prof. Dr. Harald Seubert artikulierte 5 Thesen zu den Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren theologischen Kommunizierens heute.
Prof. Dr. Harald Seubert artikulierte 5 Thesen zu den Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren theologischen Kommunizierens heute.

«Sprache hat Macht!»

Am zweiten Tag des Forums Kommunikative Theologie spannten Dozierende des tsc den inhaltlichen Faden weiter. Sie referierten darüber, wie sich Kommunikation gestalten lässt. Zunächst führte Dr. Stefan Felber (tsc-Dozent für Altes Testament) die Macht der Sprache vor Augen. Anhand von Ausschnitten des Films «Tolkien» zeigte er: Sprache lockt durch Schönheit, hat konservierenden Charakter und ist das Lebenselixier eines Volkes. «Sprache hat Macht. Christen und Nichtchristen haben ein Interesse an einer guten Sprache, an einer funktionierenden Kommunikation. Theologie und Kirche haben die höchste Motivation, sich um gute Kommunikation und Sprache zu bemühen», sagte Stefan Felber.

«Ein Wunder, wenn Kommunikation als gelungen erfahren wird»

Sprache und Bibelübersetzung sind Forschungsthemen von Stefan Felber. 2018 hat er dazu das Buch herausgegeben «Zwischen Babel und Jerusalem – Aspekte von Sprache und Übersetzung». Eine seiner dort zu Papier gebrachten Thesen fasste er am Forum Kommunikative Theologie so zusammen: «Es ist wirklich Gnade und Vorrecht, dass wir kommunizieren dürfen – ja es ist nach Babel immer ein Wunder, wenn Kommunkation als gelungen erfahren wird. Und der Pfingstbericht in Apg 2 zeigt: Am ehesten werden Menschen dort eins, wo sie sich unter die Grosstaten Gottes stellen und diese in ihren jeweiligen Sprachen vergegenwärtigen.»

Die Macht der Sprache führte Dr. Stefan Felber (Dozent am tsc für Altes Testament) vor Augen.
Die Macht der Sprache führte Dr. Stefan Felber (Dozent am tsc für Altes Testament) vor Augen.

Zu Augen Gottes werden

Kunsthistorisch interessant wurde es beim Vortrag von Dr. Jean-Georges Gantenbein (tsc-Dozent für Interkulturelle Theologie). Er erzählte den Krimi der Wiederentdeckung der «Kreuzigung» des Renaissance-Malers Agnolo Bronzini. Massgeblichen Anteil daran hatten zwei italienische Kunstexperten, sogenannte «Augen», die Kunstwerke überprüfen. Seine These: Auch Mitarbeitende im Reich Gottes sollten sich zu Augen seiner Herrschaft entwickeln.

Methoden mutig ausprobieren

Zum Schluss wurde es mit Rahel Bidlingmaier praktisch-methodisch. Die Studiengangsleiterin der Theologie & Pädagogik machte Mut, sich auf neue Methoden einzulassen. Methoden seien viel mehr als eine nette Spielerei. Es gelte jedoch, Dinge auszuprobieren und Methoden nicht vorschnell zu verdammen. «Methoden müssen erlernt und eingeübt werden – sowohl vom Sender als auch vom Empfänger», lehrte Rahel Bidlingmaier.

Viel Stoff zum Weiterdenken

Die Zuhörerinnen und Zuhörer des Forums Kommunikative Theologie setzten sich zusammen aus tsc-Dozierenden, Vertreterinnen und Vertretern von tsc-Netzwerkpartnern und interessierten Gästen. Ihnen allen hat das Forum viel Stoff zum Nach- und Weiterdenken gegeben. Es motivierte auch für konkrete nächste Schritte. Thomas Eberhardt, Pastor der Chrischona-Gemeinde Thun, will beim Thema Vergebung ansetzen: «Kirche kann beim Thema Vergebung punkten. Das müssen wir rüberbringen». Und sein Kollege Elias Vogel aus der Chrischona-Gemeinde Steckborn will Gemeindemitgliedern den Tipp geben, Werte zu benennen – ohne zu moralisieren. So kann Kommunikative Theologie in der Praxis aussehen.

Dr. Jean-Georges Gantenbein ist Dozent für Interkulturelle Theologie am tsc. Die These seines Vortrags: Christen sollten sich zu «Augen» Gottes entwickeln.
Dr. Jean-Georges Gantenbein ist Dozent für Interkulturelle Theologie am tsc. Die These seines Vortrags: Christen sollten sich zu «Augen» Gottes entwickeln.
Methoden nicht verdammen, sondern mutig ausprobieren, forderte Rahel Bidlingmaier (Studiengangsleiterin Theologie & Pädagogik am tsc).
Methoden nicht verdammen, sondern mutig ausprobieren, forderte Rahel Bidlingmaier (Studiengangsleiterin Theologie & Pädagogik am tsc).

Forum 2021

Das nächste Forum Kommunikative Theologie findet am 21. und 22. Januar 2021 auf dem Chrischona-Campus statt.

Communicatio-Magazin

Die Beiträge des Forums Kommunikative Theologie werden im Communicatio-Magazin verarbeitet. Sie können es kostenlos abonnieren.

Ein Chor aus Dozierenden und Mitarbeitenden singt der Studiengemeinschaft das Weihnachtslied: «O komm, O komm, du Morgenstern».

Gelöste Stimmung zum Semesterschluss

Foto: Dozierende und Mitarbeitende des tsc singen das Weihnachtslied «O komm, O komm, du Morgenstern».

Bericht

Gottesdienst zum Ende des Herbstsemesters 2019/20

Eine fröhliche, gelöste Stimmung herrschte beim Abschlussgottesdienst des Herbstsemesters am 18. Dezember 2019 am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc). Die Studiengemeinschaft feierte in der Kirche St. Chrischona das Ende der Prüfungszeit und den Beginn der Weihnachtsferien.

Erleichterung nach der Prüfungszeit

Der Abschlussgottesdienst fand direkt im Anschluss an die letzten Prüfungen statt. Viele Studierende waren erleichtert, dass nach der Lern- und Prüfungsphase der grösste Stress vorbei ist. So sangen sie die Lobpreis- und Weihnachtslieder besonders kraftvoll und fröhlich mit.

Am offenen Mikrofon erzählten einige, was sie im zurückliegenden Semester mit Gott erlebtt hatten. Sie berichteten von Glaubensschritten und Gebetserhörungen, etwa Heilung von Schmerzen oder Krankheit. Einzelne Studierende bedankten sich für konkrete Hilfe durch die Studiengemeinschaft, beispielsweise Pannenhilfe bei einem platten Reifen.

Ereignisreicher Jahresrückblick 2019

Eine Tradition zum Jahresende ist der humorvolle Jahresrückblick von Claudius Buser, dem Dozenten für Kirchengeschichte. Auch 2019 fasste er Ereignisse anekdotenhaft zusammen, die entweder kirchengeschichtlich oder für das tsc eine Bedeutung haben. Er erwähnte das 1000-jährige Bestehen des Basler Münsters sowie das 500-jährige Jubiläum des Beginns der Tätigkeit des Reformators Huldrych Zwingli als Leutpriester am Grossmünster Zürich. In der tsc-Geschichte notierte der Kirchengeschichtler zum 1. Januar 2019 einen Neubeginn. Seitdem ist das Theologische Seminar St. Chrischona ein rechtlich eigenständiger Verein. «Chrischona hat es wieder getan, wir haben uns neu erfunden. Haben Bewährtes erhalten und Neues gewagt», erläuterte Claudius Buser.

tsc verabschiedet Manuel Schmid und Stefan Schweyer

Eine weitere Notiz für die tsc-Chronik ist die Verabschiedung von zwei Dozenten. Dr. Manuel Schmid beendet mit dem Herbstsemester seine mehrjährige Lehrtätigkeit am tsc. Studiengangsleiter Dr. Dr. Beat Schweitzer lobte dessen leidenschaftlichen Einsatz im Modul «Kommunikation des Evangeliums» und die akribische Unterrichtsvorbereitung.
Als Gastdozent im Studiengang Theologie & Musik war Prof. Dr. Stefan Schweyer (STH Basel) seit 2017 am tsc tätig. Bereits vorher hatte er wichtige Impulse zur Einführung dieses Studiengangs gegeben, wofür ihm Studiengangsleiterin Susanne Hagen herzlich dankte.

Unterrichtsfrei heisst nicht arbeitsfrei

Die Weihnachtspause geht für die meisten Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden direkt nach dem Abschlussgottesdienst los. Sie dauert bis zum 3. Februar 2020, wenn der Unterricht im Frühlingssemester beginnt. Die unterrichtsfreie Zeit ist für die meisten jedoch keine arbeitsfreie Zeit. Besonders diejenigen, die ihre Bachelorarbeit schreiben müssen, haben zu tun.
Bevor sich die Studiengemeinschaft in viele kleine und grössere Orte in Deutschland, Österreich und die Schweiz verstreute, ermutigte sie Dr. Benedikt Walker, sich auf die Weihnachtszeit einzulassen. «Ich brauche Weihnachten», erklärte der Rektor des tsc. «Weihnachtszeit ist die Zeit, in der Gott uns seine Liebe zeigt.»

Abschlussgottesdienst Herbstsemester 2019/20: Verabschiedung von Manuel Schmid und Stefan Schweyer als Dozenten
Beat Schweitzer und Susanne Hagen verabschieden Manuel Schmid und Stefan Schweyer als Dozenten am tsc (von links).
Auf humorvolle Art und Weise blickt Claudius Buser, Dozent für Kirchengeschichte am tsc, auf die Ereignisse des Jahres 2019 zurück.
Auf humorvolle Art und Weise blickt Claudius Buser, Dozent für Kirchengeschichte am tsc, auf die Ereignisse des Jahres 2019 zurück.

Jahresrückblick 2019 lesen

Claudius Busers Jahresrückblick ist in einem separaten Blogbeitrag auf der tsc-Internetseite veröffentlichen.

Sängerinnen des tsc-Chor beim Adventskonzert 2019 (1500x500px) (Foto: Knut Burmeister, ALLTAG)

Ein Geschenk, mitsingen zu dürfen

Wie eine Sängerin die Adventskonzerte 2019 des tsc-Chor erlebte

Ein Geschenk, mitsingen zu dürfen

Am 1. Adventswochenende 2019 gab der Chor des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) zwei Konzerte mit weihnachtlichen Liedern und Gospels. Am 30. November vor mehr als 500 Zuhörern im Konferenzzentrum auf St. Chrischona und am 1. Dezember vor rund 300 Zuhörern in der Basler Pauluskirche. Sängerin Desirée Kratzat erlebte die Konzerte als etwas Kostbares. Desirée berichtet:

Grosse musikalische Bandbreite

Weniger als drei Monate liegen zwischen dem Beginn des Studienjahres im September und den Chorkonzerten im Advent. Auch in diesem Jahr brachte es unsere Chorleiterin Susanne Hagen fertig, allen 80 Sängerinnen und Sängern 16 Lieder einzustudieren, die eine grosse musikalische Bandbreite umfassen: von klassischen Chorsätzen (Ola Gjeilo, Johann Sebastian Bach) bis hin zu modernen Hymnen (Casting Crowns, Whitney Houston). Passend zur Adventszeit, die zu 24 Tagen Besinnung einlädt, sangen wir als tsc-Chor die Gospelversion des bekannten Hallelujahs, das Händel in nur 24 Tagen schrieb. So waren unsere Zuhörer einmal mehr begeistert von der musikalischen Weihnachtsbotschaft und der stimmlichen Vielfalt unseres Klangkörpers.

Etwas Grösseres entsteht

In dem Moment, wenn alle Stimmen der Sängerinnen und Sänger zusammenkommen, entsteht etwas, das grösser ist als der Einzelne allein. Egal, ob die Stimmen laut oder leise, sicher oder unsicher sind. Das hat mich als eine leidenschaftliche Geschichtenerzählerin besonders geprägt und mich ermutigt, in meine Stimme zu investieren. Ich erlebe im tsc-Chor eine gegenseitige Wertschätzung und eine Freude, gemeinsam etwas so Grosses und Besonderes wie die Adventskonzerte auf die Beine stellen zu dürfen.

Adventskonzert des tsc-Chors am 30.11.2019: Chor vom Technikpult (Foto: Knut Burmeister, ALLTAG)
Mit stimmungsvollen Liedern bereitete der tsc-Chor rund 450 Zuhörerinnen und Zuhörern einen guten Start in die Adventszeit. (Foto: Knut Burmeister, ALLTAG)

tsc-Chor lockt zahlreiche Besucher an

Beim Adventskonzert auf Chrischona begrüssten uns die Besucher klatschend, während wir auf die Bühne liefen, um unsere Plätze einzunehmen. Als ich inmitten unseres Chores stand, wurde mir bewusst, dass der gesamte Saal gefüllt war und somit über 500 Personen gekommen waren. Und auch am nächsten Tag, als wir in der majestätisch wirkenden Pauluskirche standen, war dies ein Moment reiner Freude. Choräle wie «Ubi Caritas» in einem so herrlichen Gebäude singen zu dürfen, ist etwas Atemberaubendes. Besonders angesichts einer Akustik, die den Gesang noch einmal ganz neu erlebbar werden lässt. Bereits beim zweiten Lied begannen die Bässe und Tenöre einheitlich und bereiteten uns Altistinnen und Soprane den Einstieg gekonnt vor. So sangen wir voller Freude «Good news» von Negro Spiritual & Don Newby. Begleitet wurden wir dabei von unserer grossartigen Band aus professionellen Musikern und Musikdozenten des tsc. Darunter der Bassist Sigi Bohnert, der Geiger Andreas Wäldele und der Saxophonist Bene Müller.

Klangvoller und guter Start in die Adventszeit

Das Stück «Bethlehemian Rhapsody», ein Cover des Klassikers von Queen, liess die Soprane gekonnt in die Höhen gelangen. Genauso hatten die restlichen Stimmregister ihre Momente, welche die Gesamtheit unserer aller Stimmen besonders wertvoll wiedergab. Ich erlebte diese beiden Adventskonzerte als etwas Kostbares und als einen guten Start in diese besonnene Adventszeit, in der die Hektik meist näher ist als die Ruhe. Es war ein Geschenk, mitsingen zu dürfen und zu erleben, wie Menschen durch unsere Musik an diesen Abenden tief berührt und beschenkt nach Hause gehen konnten.

Mit der Kollekte beim Adventskonzert am 30.11.2019 unterstütze der tsc-Chor die Hilfsaktion «Weihnachten im Schuhkarten».

Adventskonzert des tsc-Chors am 30.11.2019: Sängerin Desirée inmitten des Chors (Foto: Knut Burmeister, ALLTAG)
Desirée Kratzat (Bildmitte) freut sich, dass sie im Chor mitsingen darf. (Foto: Knut Burmeister, ALLTAG)

In dem Moment, wenn alle Stimmen der Sängerinnen und Sänger zusammenkommen, entsteht etwas, das grösser ist als der Einzelne allein.

Über den tsc-Chor

Im tsc-Chor singen rund 80 Personen mit. Darunter sind Studierende, Mitarbeitende und Freunde des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc). Geleitet wird der Chor von Susanne Hagen, Studiengangsleiterin Theologie & Musik. Der Chor gibt im Frühsommer und in der Adventszeit jeweils zwei Konzerte.

Das nächste Chorkonzert findet statt am Samstag, den 25. April 2020, im Konferenzzentrum auf dem Chrischona-Campus.

Fotos: Knut Burmeister, ALLTAG

Eben-Ezer-Sessions am 18.10.2019: Melina (1500x500px) (Foto: Knut Burmeister, ALLTAG)

Eben-Ezer-Sessions: tsc-Bands on stage

Veranstaltungsrückblick

Impressionen der Eben-Ezer-Sessions vom 18. Oktober 2019

Die Bands des Studiengangs Theologie & Musik des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) trugen am 18. Oktober 2019 selbst geschriebene und gecoverte Lieder in der Eben-Ezer-Halle auf dem Chrischona-Campus vor. Im Rahmen dieser «Eben-Ezer-Sessions» zu hören waren zudem Poetry-Slammer und weitere Musiker.

Popsongs, Worshiplieder, Schlager

Der öffentliche Auftritt erfolgte rund sechs Wochen nach der Neuzusammenstellung der Bands zum Beginn des Studienjahres. Neben Studierenden der Theologie & Musik setzen sie sich auch aus Jahreskurslern mit dem Schwerpunkt Worship und aus Mitarbeitenden des tsc zusammen. Viele der rund 100 Zuschauer staunten darüber, welche Vielfalt an Liedern sich die Studierenden in dieser kurzen Zeit erarbeitet hatten. Jede Band trug zwei oder drei Lieder aus verschiedenen Musikgenres vor, darunter Worshipsongs, aber auch Pop- und Rockmusik oder Schlager. Die Schulung in verschiedenen musikalischen Genres gehört zu einer professionellen musikalischen Ausbildung. Deshalb ist der Studiengang Theologie & Musik entsprechend konzipiert.

Auch die anderen Studiengänge des tsc waren bei den Eben-Ezer-Sessions vertreten: So gab Theologiestudent Lukas Knierim einen Poetry-Slam zum Besten. Weitere Studierenden sorgten für eine stimmungsvolle Dekoration oder einen reibungslosen Barbetrieb mit Bierausschank und Hot Dogs.

Die «Eben-Ezer-Sessions» finden zweimal pro Studienjahr in der Eben-Ezer-Halle statt. Der Eintritt ist kostenlos. Nächster Termin ist Dienstag, der 12. Mai 2020.

Fotos: Knut Burmeister, ALLTAG

tsc-Jubiläumstreffen 2019: 50 Jahre Jubiläum (Abschlussklasse 1969) 1500x500px

Generationen ermutigen einander

tsc-Jubiläumstreffen 2019

Generationen ermutigen einander

In seiner rund 180-jährigen Geschichte hat das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) Generationen von Christen ausgebildet. Beim Jubiläumstreffen am 15. und 16. Oktober 2019 auf dem Chrischona-Campus begegneten sie sich – und ermutigten einander.

Generationenübergreifender Gottesdienst

Einer der Höhepunkte des Jubiläumstreffens war der generationenübergreifende Gottesdienst, den Jubilare, Studierende, Mitarbeitende und Dozierende gemeinsam feierten. Dazu wählte die Lobpreisband Herzenslieder verschiedener Generationen aus. Darunter: «Du grosser Gott», «Die Gott lieben werden sein wie die Sonne» und «My Lighthouse». Die Predigt bestand aus jeweils einem Impuls einer Studentin und eines Jubilars zum Doppelgebot der Liebe. Der Effekt war ein wechselseitiger: Studierende und Dozierende des tsc wurden von den Geschichten und Erfahrungen der Jubilare mit Gott neu ermutigt. Die Jubilare aktualisierten ihre Erinnerungen ans tsc und schöpften neue Hoffnung für die Zukunft.

Rund 100 Jubilare folgten der Einladung des tsc

Das tsc-Jubiläumstreffen 2019 fand erstmals als zweitägiger Anlass ausserhalb der früheren Chrischona-Jahreskonferenzen statt. Eingeladen waren alle Absolventinnen und Absolventen des tsc, deren Aussendung 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 Jahre zurückliegt. Rund 100 Jubilare folgten der Einladung, an ihre alte Ausbildungsstätte zurückzukehren. Die grösste Gruppe stellten die 40-jährigen Jubilare, von denen 30 gekommen waren. Die zweitgrösste Gruppe bildeten die 50-jährigen Jubilare mit 21 Teilnehmern. Das Wiedersehen mit den ehemaligen Klassenkameraden und dem Chrischona-Campus sind die zwei Hauptgründe, warum die Jubilare sich über die Möglichkeit zum Treffen sehr freuen.

Wie Japaner zum Glauben kommen

Von den 60-jährigen Jubilaren konnten sieben teilnehmen. Eine von ihnen ist die 85-jährige Lotte Mattmüller, die 1959 den Oberkurs an der Bibelschule für Frauen abschloss. Sie berichtete aus ihrem über 30-jährigen Einsatz mit ÜMG Schweiz in Japan. Etwa wie Japaner zum Glauben gekommen sind. «Es ist immer ein Wunder, wenn jemand zum Glauben kommt. Geholfen dabei hat der persönliche Kontakt und das Weitergeben des Wortes Gottes», so Lotte Mattmüller.

Was das Studium am tsc brachte

Ein weiterer tsc-Absolvent von 1959 ist der 84-jährige Werner Buchholz. Er war unter anderem im bessarabischen Gemeinschaftsverband und als Pastor der Nordkirche tätig. Über seine theologische Ausbildung auf St. Chrischona sagte er: «Sie war mir eine Hilfe, das Wort Gottes noch tiefer ins Herz und ins Leben hineinzunehmen.» Er wünschte sich, dass sich Christen wieder mehr als «Botschafter an Christi statt» verstehen. «Botschafter sind keine unabhängigen Verkündiger, sie müssen hören, was Jesu Auftrag für sie ist.»

Was sich in den Brüchen des Lebens bewährt

Insgesamt entlockte tsc-Mitarbeiter René Winkler bei der offiziellen Jubilarenfeier rund einem Dutzend Absolventinnen und Absolventen Einblicke in ihre Lebensgeschichte. Dabei wurde auch deutlich, was sich in den kleinen und grösseren Brüchen bewährt. Mehrere Jubilare berichteten, dass sie in solchen Situationen von Gott besonders stark getragen gefühlt haben. Wichtig sei es, sich immer wieder Zeit für das Wort Gottes zu nehmen, an seinen Verheissungen festzuhalten und sich seiner Berufung neu gewiss zu werden. Frank Spatz, tsc-Absolvent von 1999 und Generalsekretär des Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, erklärte in der Retrospektive: «Gott hat immer wieder Überraschungen für mich. Es lohnt sich, das zu wagen, was Gott mit mir vorhat.»

Dolfi Annen, tsc-Absolvent 1979, und Franziska Chiavi, tsc-Studentin seit 2017, verkündigten beide das Doppelgebot der Liebe.
Dolfi Annen, tsc-Absolvent 1979, und Franziska Chiavi, tsc-Studentin seit 2017, verkündigten beide das Doppelgebot der Liebe.
René Winkler interviewt Lotte Mattmüller und Werner Buchholz.
René Winkler interviewt Lotte Mattmüller und Werner Buchholz.
tsc-Jubiläumstreffen 2019: 50 Jahre Jubiläum (Abschlussklasse 1969)
tsc-Jubiläumstreffen 2019: 50 Jahre Jubiläum (Abschlussklasse 1969)
Rektor Benedikt Walker heisst die Jubilare herzlich willkommen zum Jubiläumstreffen 2019.
Rektor Benedikt Walker heisst die Jubilare herzlich willkommen zum Jubiläumstreffen 2019.

Hintergrundinformationen vom tsc

Informationen zum tsc erhielten die Jubilare von Rektor Benedikt Walker. Er erklärte ihnen die Hintergründe der strukturellen Veränderungen, die das tsc durchlaufen hat. Seit 2019 ist das Theologische Seminar St. Chrischona rechtlich eigenständig. Neu knüpft es das tsc-Netzwerk. Denn: «Gute theologische Ausbildung funktioniert nur im Zusammenspiel mit Gemeinden, Freunden und Partnern», wie Benedikt Walker erklärte.

Persönliches Update von René Winkler

René Winkler, der ehemalige Direktor von Chrischona International, ist seit 2019 als Leiter Weiterbildung des tsc tätig. Sehr persönlich berichtete er darüber, wie er die Veränderungen und eine Auszeit erlebt hat: «Die Auszeit hatte ein Ziel: mich ganz auszufädeln aus der bisherigen Rolle. Ich kann sagen: Das ist gelungen. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut! Am tsc konzentriere ich mich auf Inhalte und Beziehungen: Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche entwickeln, den Kontakt zu tsc-Absolventen pflegen und intensivieren sowie als Referent zur Verfügung stehen.»

Kirstine Fratz, Zeitgeistforscherin und Autorin (3000x1000px)

Heiliger Geist trifft Zeitgeist

Interview mit Kirstine Fratz und Dr. Andreas Loos

«Zeitgeist und Heiliger Geist wollen uns beide wachsen sehen!»

Die Hamburger Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz und tsc-Dozent Dr. Andreas Loos luden im Oktober 2019 zu einem Wochenendseminar auf den Chrischona-Campus ein. Dabei stellten sie Zeitgeist und Heiligen Geist als Spielgefährten vor. Im Interview erklären sie, wie das «Zeit – Geist – Spiel» zu verstehen ist.

tsc: Frau Fratz, als Zeitgeistforscherin haben Sie die Antennen weit ausgefahren ins Leben der Menschen und der Gesellschaft. Leben wir in einer Zeit, die von allen guten Geistern verlassen ist?

Kirstine Fratz: Der Gedanke kommt einem sicherlich schnell, schaut man sich um in den aktuellen Problemfeldern der Zeit. Die Kunst ist es aber, zwischen den Feldern wieder Kontakt mit den guten Geistern aufzunehmen und zu erkennen, wo neuer Wille für Versöhnung und Heilung gestartet wird. Dieser kommt oft in ganz anderen Formen und Farben, als wir es von vergangenen Zeitgeistern gewohnt sind. Daher fällt es uns häufig schwer es zu sehen, weil wir uns die guten Geister so noch nicht vorgestellt haben.

So glauben wir etwa, dass die demografische Verschiebung und der vermeintliche Verfall von familiären Werten die Grundlagen unserer Gesellschaft zerstören, und erkennen nicht, dass gerade diese Verschiebung das Konzept Familie neu hat atmen lassen. Ein Phänomen für diesen guten Geist ist, dass besonders junge Frauen wieder zunehmend Lust auf Mutterschaft haben. Denn der neue gesellschaftliche Kontext macht es für sie wieder attraktiv. Und sie haben das Gefühl, es ist Zeit, das Thema wieder positiv für ihr Leben zu bewerten. Eine Entwicklung, die für uns so vorher nicht erkennbar war.

tsc: Der Zeitgeist, über den Sie schreiben: Wer ist er und was macht er?

Kirstine Fratz: Er ist eine sehr machtvolle und kreative Kraft. Der Zeitgeist hat die Macht, unser Denken, Handeln und Fühlen zu verändern. Das macht vielen Menschen Angst und manche verteufeln ihn sogar dafür.
Der Vorwurf, der dem Zeitgeist immer wieder gemacht wird, ist, dass er destabilisiert, Werte mit Füssen tritt, oberflächlich und launisch wäre. Das ist allerdings eine recht oberflächliche Sichtweise auf sein Werk. In der Tat steht er nicht für Stabilität, Bewahren und Erhalten. Doch was passiert mit einer Gesellschaft, die versucht, sich vor Bewegung und Veränderung zu schützen? Das System erstarrt und bietet zunehmend Raum für Macht, Schmerz und Leid.
Der Zeitgeist bricht erstarrte Strukturen auf, nimmt sich der darin entstandenen Defizite und Sehnsüchte an und bietet neue Möglichkeiten, diese zu erfüllen. Diese Dynamik erscheint einem oft erst als eine Bedrohung, ein Vorzeichen für den Untergang. Doch ist es meist eine neue Annäherung an etwas Lebenswichtiges, was im alten System zu sterben drohte. Und dann verlieren wir wie von Zauberhand auf einmal die Lust so viel Alkohol zu konsumieren wie einst, bevor unser Körper uns wichtig wurde. Wir verzichten darauf, unsere Kinder einfach zum Gehorsam zu erziehen, weil wir sie auf einmal in ganzer Blüte und Entfaltung sehen wollen. Und junge Frauen wollen plötzlich nicht mehr auf Mutterschaft warten, wie sie es im alten System gelernt haben.
Das alles sind immer wieder neue Chancen, die Gesellschaft lebendig und damit auch gesünder zu gestalten.

Kirstine Fratz, Zeitgeistforscherin (768x1024px)
Kirstine Fratz, Zeitgeistforscherin und Autorin

Der Vorwurf, der dem Zeitgeist immer wieder gemacht wird, ist, dass er destabilisiert, Werte mit Füssen tritt, oberflächlich und launisch wäre. Das ist allerdings eine recht oberflächliche Sichtweise auf sein Werk. In der Tat steht er nicht für Stabilität, Bewahren und Erhalten. Doch was passiert mit einer Gesellschaft, die versucht, sich vor Bewegung und Veränderung zu schützen? Das System erstarrt und bietet zunehmend Raum für Macht, Schmerz und Leid. (Kirstine Fratz)

tsc: Andreas Loos, wie kommst du auf die Idee, der Heilige Geist könnte etwas mit dem Zeitgeist zu tun haben?

Andreas Loos: Eben, weil er heilig ist. Das heisst für einen Theologen, dass ich dem Heiligen Geist nicht vorschreiben sollte, wo und wie er wirkt. Leider hat die Christenheit das immer wieder getan und den Heiligen Geist zu einseitig mit Erlösung verknüpft und an die Institution Kirche geknüpft. Diese starre Entgegensetzung von Kirche und Gesellschaft, Heiligem Geist der Gläubigen und unheiligem Geist der Zeit hat mich lange blind gemacht dafür, wie weit und tief der Heilige Geist sich einlässt auf das Leben. Die Bibel erzählt, wie der Heilige Geist jeden Menschen zu einer lebendigen Seele macht, zu bedürftigen Mängelwesen mit Hunger und Durst nach Leben, Liebe und Glück. Er inspiriert, begabt und ermächtigt Menschen dazu, liebe- und lustvoll die Schöpfung aufblühen zu lassen, Neues hervorzubringen, Schönes zu erschaffen – häufig geradezu spielerisch. Und dort, wo wir uns auf Geister, Prinzipien und Strukturen eingelassen haben, die das Leben entheiligen und bedrohen, da erfüllt der Heilige Geist Menschen mit neuen Ideen, mutigen Handlungsweisen und erstaunlich resilienter Welthoffnung. So belebt er, was tot ist, bewegt, was erstarrt ist, befreit, was zwanghaft ist, und stimmt neu an, was verstummt ist.

Wenn nun die Zeitgeistforschung von spontanen und unerwarteten Zeitgeistbewegungen berichtet, welche die lebensuntauglichen und starren Vorgaben des Zeitgeistes für ein erfülltes Leben aufbrechen und überbieten, dann frage ich mich: Woher kommt diese selbstregulierende Kraft des Zeitgeistes? Steckt dahinter etwa das stille und unaufdringliche Handeln des Heiligen Geistes?

Dr. Andreas Loos ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) für Systematische Theologie.
Dr. Andreas Loos ist Dozent des Theologischen Seminars St. Chrischona für Systematische Theologie.

Diese starre Entgegensetzung von Kirche und Gesellschaft, Heiligem Geist der Gläubigen und unheiligem Geist der Zeit hat mich lange blind gemacht dafür, wie weit und tief der Heilige Geist sich einlässt auf das Leben. (Dr. Andreas Loos)

tsc: Mit dem Zeitgeist spielen – ist das eher Risiko oder Verheissung?

Kirstine Fratz: Es ist beides. Sich auf verheissungsvolles Terrain zu wagen, ist immer mit einem Risiko verbunden. Doch die Verheissung lässt uns dieses Risiko oft erst eingehen. Verheissung ist immer auch Antrieb, etwas zu wagen, zu hoffen und zu erfahren.

Andreas Loos: Keine Verheissung ohne Risiko, das hat letztlich damit zu tun, dass Gott Liebe ist und mit uns Liebe verwirklichen will. Und zwar in der Kraft des Heiligen Geistes, der Liebe Gottes in unseren Herzen (Römer 5,5). Liebe kann die Gegenliebe weder erzwingen, noch verfügen, noch manipulieren. Ich glaube, dass Gott selbst das Wagnis und Risiko der Liebe eingegangen ist. Und ich hoffe, dass die Verheissung von Leben und Liebe uns immer wieder lockt. Das hat nichts mit leichtfertigem Zocken zu tun, wohl aber mit gelassener Freiheit, Fehler zu machen und zu scheitern. Wie Petrus: Lieber mal absaufen mit Jesus, aber dafür mit ihm über das Wasser gehen.

Lieber mal absaufen mit Jesus, aber dafür mit ihm über das Wasser gehen. (Dr. Andreas Loos)

tsc: Lassen sich Zeitgeist und Heiliger Geist klar unterscheiden?

Kirstine Fratz: Der Zeitgeist ist das Fieber des Neuen. Seine Kraft ist die Erneuerung, seine Vision das Unvorstellbare, seine Macht die Resonanz. Er strebt, er sehnt, er drängt und treibt und gibt uns keine Ruhe. Denn würde er uns in Ruhe lassen, so würden wir den anderen Geistern zu viel Raum geben. Den trägen und vertrauten Geistern, die uns eigensinnig machen und entmutigen. So erinnert er uns stets an die Freiheit des Denkens und des Gestaltens. Das ist beschwerlich und auch euphorisch, denn durch den Zeitgeist haben wir die Möglichkeit, uns und unserer Welt immer wieder neu zu begegnen. So ist der Zeitgeist stets temporär, der Heilige Geist in seinem Streben aber ewig und unverrückbar in seinem Wollen und in seiner Liebe. Ihre Herangehensweise an den Menschen ist klar zu unterscheiden, doch in Ihrem Wirken tun sich ähnliche Absichten und Ziele auf.

Andreas Loos: Theologisch ist das gar nicht so einfach. Nämlich dort, wo die guten Geister des Menschen zusammenspielen mit dem Heiligen Geist. Ein Beispiel: Der Heilige Geist ruft im Herzen der Gläubigen «Abba, lieber Vater» (Galater 4,6). Aber das schliesst die Gläubigen und ihren Geist nicht aus, sondern setzt sie frei. Sie rufen jetzt selbst «Abba, lieber Vater», weil der Heilige Geist ihrem Geist bezeugt, dass sie Gottes Kinder sind (Römer 8,15–16). Hier sind beide untrennbar am Werk. Andererseits gibt es klare Kriterien für die Unterscheidung der Geister. Etwa überall dort, wo Angst, Zwang und Gewalt geschürt werden, haben wir es nicht mit dem Heiligen Geist der Freiheit zu tun.

Der Zeitgeist ist das Fieber des Neuen. Seine Kraft ist die Erneuerung, seine Vision das Unvorstellbare, seine Macht die Resonanz. Er strebt, er sehnt, er drängt und treibt und gibt uns keine Ruhe. (Kirstine Fratz)

tsc: Zeitgeistforschung trifft Theologie, und Sie nennen das «Zeit – Geist – Spiel». Welche thematischen Bälle spielen Sie sich gegenseitig zu?

Kirstine Fratz: Wir werden gemeinsam beleuchten, wie sich das Wirken des Zeitgeistes im Sinne des Heiligen Geistes darstellt. Wir werden uns voller Schöpfergeist darüber beraten, ob es nicht an der Zeit ist, die strikte Trennung zwischen Glauben und Zeitgeist liebevoll aufzulösen. Für weniger Angst und mehr Versöhnung, die zu neuem Mut, Hoffnung und Freude für das Wirken von den beiden Geistern führen kann. Wir haben uns vorgenommen, ein Tabuthema anzupacken, weil wir nicht mehr daran glauben, dass diese beiden Kräfte sich nicht leiden können, sondern beide uns gerne frei und wachsen sehen.

Andreas Loos: Ich werde ein paar zeitgeistsensible Facetten des Heiligen Geistes ins Spiel bringen, die eher in Vergessenheit geraten sind. Zum Beispiel, dass jeder Mensch mit dem Heiligen Geist zu tun hat und ihm den herrlichen Kreislauf von Mangel, Begehren und Erfüllung verdankt, durch den wir zu Gott, zueinander und zu uns selbst finden. Oder die schöpferische, künstlerische und spielerische Seite des Heiligen Geistes, die uns kreativ und spielerisch macht. Ach ja, und dass der Heilige Geist es liebt, unsere Zeit zu erfüllen, wenn sie reif dafür ist, um unserem Geist zuzuflüstern, dass wir geliebte Kinder des Höchsten sind. Ich bin ziemlich neugierig, was wir und alle Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dieser weiten Spielwiese entdecken und erleben werden.

Wir haben uns vorgenommen, ein Tabuthema anzupacken, weil wir nicht mehr daran glauben, dass diese beiden Kräfte sich nicht leiden können, sondern beide uns gerne frei und wachsen sehen. (Kirstine Fratz)

tsc: Sie wollen dazu beitragen, dass die Menschen zu mündigen Zeitgeistteilnehmerinnen und -teilnehmern werden. Woran denken Sie dabei?

Kirstine Fratz: Mündigkeit entsteht durch Bewusstheit. Für den Zeitgeist fehlt oft das Bewusstsein für seine Dynamik. Meistens halten wir uns im Bewerten und Urteilen auf und erkennen dabei nicht die Chancen. Zeit – Geist – Spiel soll eine neue Wahrnehmung schulen für die gestalterische Kraft der beiden Mächte und der gestalterischen Kraft in uns selbst. Das macht uns mündig, um mit beiden Mächten in einen spielerischen Austausch zu gehen und dann zu erschaffen, was uns als sinnvoll erscheint. So bleiben wir frei in der Entscheidung und doch angebunden an die Schönheit des Ewigen und die Chancen des Temporären.

Andreas Loos: Angstfähig werden. Damit meine ich, sich selbst als Zeitgeistteilnehmer an- und ernst zu nehmen. Den durchaus furchteinflössenden Seiten des Zeitgeistes ins Auge schauen, aber manchen Spuk auch durchschauen. Über sich selbst lachen und dem Heiligen Geist zutrauen, dass er mich hält, wenn die nächste Zeitgeistwelle auf mich zurollt. Aber noch mehr. Spiritualität ist die Kunst, geistbestimmt zu leben (ars spiritualis). Das will gelernt und eingeübt werden. Mündig ist, wer sich immer wieder dafür entscheidet und dabei Fehler und Scheitern nicht scheut. So entdecke ich mit anderen, wie der Heilige Geist zur passenden Zeit das Gute zu mir kommen lässt, mich zum Guten kommen lässt – manchmal trotz, aber immer wieder auch mit Hilfe des Zeitgeistes.

So entdecke ich mit anderen, wie der Heilige Geist zur passenden Zeit das Gute zu mir kommen lässt, mich zum Guten kommen lässt – manchmal trotz, aber immer wieder auch mit Hilfe des Zeitgeistes. (Dr. Andreas Loos)

tsc-Graduierungsfeier 2019: Absolventinnen mit den besten Bachelorarbeiten (3zu1)

Abschluss zur richtigen Zeit

Bericht von der Graduierungsfeier 2019

18 tsc-Absolventen erhalten Abschlusszeugnisse

Zum ersten Mal fand die Graduierungsfeier des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) vor Beginn des neuen Studienjahres auf dem Chrischona-Campus statt. Am Freitag, den 30. August 2019, überreichten die Studiengangsleiter 18 Absolventinnen und Absolventen vor der versammelten Studiengemeinschaft die Abschlusszeugnisse ihres Bachelorstudiums.

Dreimal die Bestnote

Eine Premiere war die Zeugnisübergabe an die ersten drei Bachelorabsolventen des Studiengangs Theologie & Musik. Den Bachelorstudiengang Kommunikative Theologie schlossen zwölf Absolventen ab. Hinzu kommen drei Absolventinnen des Bachelorstudiengangs Theologie & Pädagogik. Alle drei Studiengänge sind von der Middlesex University London validiert. Die Bestnote «1st class Honours» erhielten drei Absolventinnen, die übrigen Absolventen schlossen ihr Bachelorstudium mit «2nc class Honours» ab.

Studium als Beginn eines lebenslangen Bildungsprozesses

Dr. Benedikt Walker, der Rektor des tsc, gratulierte den diesjährigen Absolventen zu ihren guten Studienleistungen. Er machte ihnen Mut, «sich auf den lebenslangen Bildungsprozess zwischen Theorie und Praxis einzulassen». Dafür sei das drei- oder vierjährige Studium am tsc erst der Anfang gewesen. Neben der Vermittlung von Wissen habe es die Grundlage gelegt habe, Reflexions- und Sprachfähigkeit zu entwickeln.

tsc-Studium vorbildlich fürs Studieren im 21. Jahrhundert

Glückwünsche überbrachte auch Dr. Johan Siebers, der Vertreter der Middlesex University. Er wies auf die erfolgreiche 20-jährige Partnerschaft zwischen Middlesex und tsc hin, die eine gegenseitige Bereicherung darstelle. So lobte er das Konzept des Studierens am Theologische Seminar St. Chrischona als vorbildlich für das 21. Jahrhundert. Es sei «individuell ausgeprägt, eingebettet in eine Gemeinschaft, getragen von wirklicher Einheit zwischen Theorie und Praxis und offen für die Welt», so Dr. Siebers.

Präsentation der besten Bachelorarbeiten

Eine spannende Neuerung war die Präsentation der besten Bachelorarbeiten im Rahmen der Graduierungsfeier. Die Feier transportierte auf diese Weise mehr Inhalte aus dem Studium der Absolventen. Tabea Reichenbach, Nadine Bär und Mira Stubbig präsentierten die Erkenntnisse ihrer ausgezeichneten Arbeiten. Zum Beispiel untersuchte Theologieabsolventin Tabea Reichenbach, was das Vollkommenheitsverständnis Jesu aus Matthäus 5,48 für Perfektionisten bedeutet. Eine ihrer Erkenntnisse: «Jesus möchte ein ungeteiltes Herz, nicht aber die Fehlerlosigkeit, nach welcher der Perfektionist strebt.»

tsc-Graduierungsfeier 2019: Absolventen
Die Absolventinnen und Absolventen 2019 der Bachelorstudiengänge des Theologischen Seminars St. Chrischona freuen sich über ihren Studienabschluss.
tsc-Graduierungsfeier 2019: Dr. Johan Siebers und Dr. Benedikt Walker
Dr. Johan Siebers, Linktutor der Middlesex University (im Foto links), und Dr. Benedikt Walker, Rektor tsc, sind die Herren des Verfahrens. Sie freuen sich über die vielen guten Studienleistungen der Absolventinnen und Absolventen.
tsc-Graduierungsfeier 2019: Absolventinnen mit den besten Bachelorarbeiten (4zu3)
Tabea, Nadine und Mira haben die besten Bachelorarbeiten in ihrem jeweiligen Studiengang geschrieben. Während der Graduierungsfeier stellten sie ihre Arbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse vor.

«Mein Studium hatte seine Zeit, der Dienst hat jetzt seine Zeit»

Die Graduierungsfeier ist der letzte offizielle Akt des Studiums am Theologischen Seminar St. Chrischona. Für die Absolventen ist damit ein Lebensabschnitt beendet. Beat Müller, Theologieabsolvent 2019, wies in seinem Schlusswort für die Abschlussklasse darauf hin, dass der Abschluss für ihn genau zur richtigen Zeit komme. «Heute schliesse ich das Studium ab, am Sonntag werde ich eingesetzt als neuer Pastor in der Chrischona-Gemeinde in Mattwil. Mein Studium hatte seine Zeit, der Dienst in der Gemeinde hat jetzt seine Zeit.»

tsc-Jahresfest 2019: Gruppenfoto der Absolventinnen und Absolventen mit Dozentinnen und Dozenten

Ein sehr musikalisches tsc-Jahresfest

Bericht vom tsc-Jahresfest 2019

Theologisches Seminar St. Chrischona (tsc) sendete 37 Absolventen aus

Zum zweiten Mal veranstaltete das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) ein grosses Jahresfest rund um die Aussendungsfeier von 37 Absolventinnen und Absolventen. Etwa 500 Freunde, Unterstützer und Ehemalige des tsc feierten am 23. Juni 2019 auf dem Chrischona-Campus mit. Sie erlebten einen sehr musikalischen Festtag.

Die Aussendung ist für die Absolventen der Schluss- und Höhepunkt ihrer theologischen Ausbildung. 2019 schlossen 12 von ihnen den Studiengang Kommunikative Theologie, vier den Studiengang Theologie & Pädagogik und 18 den tsc-Jahreskurs ab. Ausserdem wurden die ersten drei Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Theologie & Musik ausgesendet.

Theologie & Musik: erste Absolventen ausgesendet

Seit 2016 gibt es diesen im deutschsprachigen Raum einmaligen Bachelorstudiengang, der drei Studienjahre umfasst. Mira Stubbig ist eine der ersten Absolventinnen. Sie erlebte die Kombination von Theologie- und Musikstudium als «perfekte Mischung». «Durch das Studium konnte ein theologisches Fundament entstehen, auf das ich meine Musik und die Arbeit mit musikalischem Lobpreis gründen kann», zog Mira Bilanz. Nach ihrer Aussendung wird sie eine Stelle mit den Schwerpunkten Kids, Teens und Musik in einer FEG bei Bern antreten.

Das tsc gab Mira und den anderen Absolventen einen Bibelvers und ein Gebet als Zuspruch mit auf ihren weiteren Lebensweg. Als Geschenk überreichte Dr. Benedikt Walker ihnen eine Trinkflasche. Der Rektor des tsc begründete das so: «An einem dürft ihr nicht sparen: an der Kommunikation mit Gott. Das ist wie mit Wasser, ihr braucht sie jeden Tag.»

Jahresfest setzt lange Tradition fort

Das tsc-Jahresfest knüpfte erfolgreich an die lange Tradition der Einsegnungs-, Ordinations- und Aussendungsfeiern am Theologischen Seminar St. Chrischona an. Das bestätigten Ehemalige wie Werner Giesenhagen, der 1958 von St. Chrischona ausgesendet wurde. Er freute sich besonders darüber, dass «Jesus Christus klar im Zentrum der Feier stand». Viele moderne Lobpreislieder und auch ein von einer Studentin selbst geschriebenes Lied machten dies deutlich. Hinzu kam die Predigt von René Winkler über die Geschichte von der Belagerung und Errettung Samarias. Der ehemalige Chrischona-Direktor und aktuelle tsc-Mitarbeiter forderte die Absolventen auf, mutig zu den Menschen aufzubrechen. Und dabei auf Gott zu vertrauen, denn die göttliche Logik werde sich letztlich durchsetzen.

Absolventinnen und Absolventen 2019 des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc)
Absolventinnen und Absolventen 2019 des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc)
Viele Freunde, Unterstützer und Ehemalige des Theologischen Seminars St. Chrischona feierten das Jahresfest 2019 mit.
Viele Freunde, Unterstützer und Ehemalige des Theologischen Seminars St. Chrischona feierten das Jahresfest 2019 mit.
Am Nachmittag des Jahresfestes zeigten vier Bands von Theologie- und Musikstudierenden ihr Können.
Am Nachmittag des Jahresfestes zeigten vier Bands von Theologie- und Musikstudierenden ihr Können.

Videopremiere der Eben-Ezer-Sessions

Die besondere Musikalität des Jahresfestes wurde dadurch unterstrichen, dass Bands aus dem Studiengang Theologie & Musik ein Konzert am Nachmittag gaben. Zudem gab es eine Premiere: Die ersten beiden Videos der «Eben-Ezer-Sessions» wurden gezeigt. Dabei handelt es sich um professionell produzierte Musikvideos von Liedern zweier Studentinnen der Theologie & Musik.

Das nächste tsc-Jahresfest findet statt am Sonntag, den 28. Juni 2020.

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