tsc-Jahresbericht 2021: «Das Studium am tsc bringt mich geistlich und persönlich weiter» (Samuel Frers, tsc-Student)

tsc-Jahresbericht 2021

Geschichten, Zahlen, Informationen vom tsc

tsc-Jahresbericht 2021

Die theologische Ausbildung des tsc ist wirkungsvoll!

Der Jahresbericht 2021 des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) dokumentiert, warum die Bildungsarbeit des tsc wertvoll und wirkungsvoll ist. Besonders deutlich wird das in den Geschichten der Studierenden, Mitarbeitenden und Alumni. tsc-Student Samuel Frers schreibt beispielsweise: «Das Studium bringt mich geistlich und persönlich weiter.» Im Herbst 2021 hat er sein Studium am tsc begonnen und erlebt es bereits als grosse Bereicherung.

«Trotz Corona hat sich das tsc 2021 weiterentwickelt»

Der tsc-Jahresbericht 2021 beginnt mit dem Bericht von Thomas Rudin, des Präsidenten des Vereins tsc. Er schreibt:

«2021 war das zweite stark von Corona geprägte Jahr. In allen Lebenslagen haben wir das gespürt. Jeder von uns. Umso mehr bedanke ich mich bei allen, die das Theologische Seminar St. Chrischona im vergangenen Jahr finanziell und im Gebet getragen haben. Die Corona-Massnahmen haben uns an manchen Stellen etwas ausgebremst. Sie hinderten uns aber nicht daran, unserem Auftrag zu folgen.

Als tsc haben wir unsere Vision so formuliert:

Wir träumen davon, dass alle Menschen Jesus Christus kennen und vertrauen lernen. Der Chrischona Berg ist ein Ort, an dem viele Frauen und Männer theologisch aus- und weitergebildet und befähigt werden, Mitverantwortung in der weltweiten Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.

Mit dieser Vision im Blick hat sich das Theologische Seminar auch 2021 weiterentwickelt. Externe Prüfer haben dem tsc erneute eine hohe Studienqualität bescheinigt (siehe Seite 4). Mit Einfallsreichtum und Kreativität ist die Studiengemeinschaft den Corona-Herausforderungen begegnet – ich denke an den tsc-Chor mit seinen grossartigen Videos, die so viele Menschen mit der frohen Botschaft erreicht haben.

Nach wie vor beeinflusst haben die Corona-Massnahmen den Hotellerie- und Konferenzbetrieb der Chrischona Campus AG. Trotz allem geht es mit der Immobilienstrategie weiter voran. Die Geschichte hat uns auf St. Chrischona ein reiches Erbe an Gebäuden beschert. Diese Fundamente wollen wir nutzen, damit darauf auch in Zukunft Segensgeschichte entsteht. Zum Beispiel mit der Renovierung der Eben-Ezer-Halle. Die historische Holzhalle wird wieder nutzbar für das tsc und ein breites Publikum. Dass wir dieses Herzensprojekt starten konnten, verdanken wir einer grosszügigen Spenderin (siehe Seite 18).

Weiterentwickelt hat sich auch das tsc-Netzwerk. Seit dem letzten Jahresbericht sind zehn neue Netzwerkpartner hinzugekommen, 84 sind es jetzt insgesamt. Sie alle stärken dem tsc den Rücken. Sie prägen die Bildungsarbeit. Und sie gestalten das Netzwerk mit – etwa mit der tsc-Netzwerk-Konferenz in diesem Jahr (siehe Seite 16)

Thomas Rudin ist Präsident des Vereins tsc.
Thomas Rudin ist Präsident des Vereins tsc.

«Danke allen Partnern, Unterstützern und Freunden – bleiben Sie dem tsc verbunden. Bitte beteiligen Sie sich an unserem Auftrag, damit das tsc und der ganze Chrischona Berg vielen Menschen zum Segen wird und stetig weiterentwickelt werden kann.»

Thomas Rudin, Präsident Verein tsc

«Das Studium bringt mich geistlich und persönlich weiter»

Samuel Frers ist der Student, der auf der Titelseite des tsc-Jahresberichts 2021 abgebildet ist. Er berichet über sein Studium der Theologie & Musik:

«Ermutigend, hinterfragend, herausfordernd, vielseitig, bereichernd, authentisch und lebendig – so erlebe ich als «Erstie» die tsc-Community. Zahlreiche Treffen wie Kaffeerunden, Lobpreis-Sessions und Sportaktivitäten haben dazu beigetragen, dass ich schnell Anschluss gefunden habe und sehr gut in die grosse Gemeinschaft aufgenommen wurde. Ich bin sehr froh, dass ich zu ihr gehöre und sie mich weiterbringt. Beispielsweise wirken sich die Begegnungen und Gespräche in der tsc-Community konkret auf meinen Alltag aus, den ich teilweise anders gestalte als vor dem Studium. Ich versuche mir jetzt jeden Tag bewusst Zeit zu nehmen, um in der Bibel zu lesen – was vor dem Studium nicht immer der Fall war. Oder ich achte darauf, dass ich genügend Schlaf bekomme, damit ich am nächsten Tag wieder produktiv, fit und konzentriert studieren kann.

Das Studieren am tsc erlebe ich als geistliche und persönliche Weiterentwicklung. Der regelmässige Austausch mit Studierenden und Dozierenden auf persönlicher und geistlicher Ebene hat mich in den letzten Monaten sehr inspiriert und in vielerlei Hinsicht herausgefordert. Zum Beispiel diskutierten wir in den Vorlesungen spannende, teils heikle Themen. Diese Diskussionen haben mich zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt. Durch den offenen, ehrlichen Umgang am tsc fühle ich mich als Student frei, meine Gedanken auszusprechen und in geschütztem Rahmen darüber zu reden. Ich habe bereits einige Begegnungen mit anderen Studierenden erlebt, in denen wir über verschiedene Themen diskutiert und dadurch voneinander gelernt haben.»

Samuel Frers studiert Theologie & Musik am tsc.
Samuel Frers studiert Theologie & Musik am tsc.

«Das Studieren am tsc erlebe ich als geistliche und persönliche Weiterentwicklung.»

Samuel Frers, tsc-Student Theologie & Musik

Lust auf mehr?

Weitere Geschichten, Zahlen und Informationen vom Theologischen Seminar St. Chrischona lesen Sie im tsc-Jahresbericht 2021. Sie können ihn entweder als PDF herunterladen oder hier online lesen.

Neue tsc-Dozierende 2022: Dr. Michael Widmer, Kristina Imwalle, Paul Bruderer

Drei neue Dozierende für das tsc

tsc-Dozierende

Drei neue Dozierende für das tsc

Dr. Michael Widmer, Kristina Imwalle und Paul Bruderer unterrichten künftig am Theologischen Seminar St. Chrischona

Das Theologische Seminar St. Chrischona hat drei neue Dozierende berufen: Dr. Michael Widmer unterrichtet künftig Bibelwissenschaften, Kristina Imwalle wird die neue Dozentin für Praktische Theologie und Paul Bruderer der neue Dozent für Dogmatik.

tsc erhielt 60 Bewerbungen

Anfang Dezember 2021 hatte das tsc drei Dozentenstellen ausgeschrieben, um Abgänge zum Ende des Studienjahres 2021/22 zu ersetzen. Daraufhin sind 60 Bewerbungen beim tsc eingangen. «Sowohl quantitativ als auch qualitativ waren diese vielen Bewerbungen überraschend», freut sich Rektor Dr. Benedikt Walker. Die Findungskommission aus allen hauptamtlichen Dozierenden des tsc und zwei studentischen Vertretern entschied sich am Ende des Bewerbungsprozesses und nach Probeunterricht für Michael Widmer, Kristina Imwalle und Paul Bruderer.

Benedikt Walker ist sehr zufrieden mit den Neubesetzungen: «Mit Michael Widmer, Kristina Imwalle und Paul Bruderer hat das tsc drei neue Dozierende berufen, die unser Dozentenkollegium sehr gut ergänzen und unsere Kommunikative Theologie in den nächsten Jahren weiterentwickeln werden. Sie werden unsere Ausrichtung in der theologischen Mitte stärken und die tsc-Community bereichern.»

«Mit Michael Widmer, Kristina Imwalle und Paul Bruderer hat das tsc drei neue Dozierende berufen, die unser Dozentenkollegium sehr gut ergänzen und unsere Kommunikative Theologie in den nächsten Jahren weiterentwickeln werden. Sie werden unsere Ausrichtung in der theologischen Mitte stärken und die tsc-Community bereichern.»

Dr. Benedikt Walker,
Rektor tsc

Dr. Michael Widmer – Bibelwissenschaftler mit interkulturellem Hintergrund

Michael Widmer (51) ist erfahrener Dozent und Bibelwissenschaftler mit interkulturellem Hintergrund und grosser Praxiskompetenz. Diese hat er sich durch seinen langjährigen Dienst als OMF-Missionar in Japan erworben. Am dortigen Hokkaido Bible Institute unterrichtet er seit 2007 Altes Testament, Biblische Theologie und Spiritualität. «Es ist mir ein grosses Anliegen, Nachwuchs auszubilden für Gemeinden und Mission, der in der Bibel verwurzelt, aber auch am Puls der Zeit, kommunikativ und reflektiert ist», erklärt Michael Widmer. Seine theologische Ausbildung hat er Ende der 1990er Jahre an der London School of Theology absolviert. Anschliessend promovierte er an der University of Durham über Mose, Gott und die Dynamik des Fürbittegebets. Michael Widmer kennt das tsc gut. Er gesteht: «Seit vielen Jahren begleitet mich der stille Traum, einmal am tsc Altes Testament unterrichten zu können.»

Dr. Michael Widmer unterrichtet ab dem Studienjahr 2022/23 Bibelwissenschaften am tsc.

Dr. Michael Widmer

«Seit vielen Jahren begleitet mich der stille Traum, einmal am tsc Altes Testament unterrichten zu können.»

Dr. Michael Widmer,
tsc-Dozent für Bibelwissenschaften

Kristina Imwalle – junge, kommunikativ starke, praktische Theologin

Mit der Berufung der 34-jährigen Kristina Imwalle investiert das Theologische Seminar St. Chrischona in die nächste Generation von Theologinnen und Theologen. Sie stammt aus Deutschland und promoviert neben ihrer künftigen Dozententätigkeit weiterhin als Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Praktischen Theologie zum Thema Bibliolog. 2018 hat sie ihr Studium zur Diplom-Theologin mit der Note sehr gut an der Universität Kiel abgeschlossen. Als ihr Herzensanliegen nennt Kristina Imwalle, «den Glauben so zu kommunizieren, dass er ankommt». Dies gelingt ihr beispielsweise in Radioandachten für den Norddeutschen Rundfunk. Mit der Kommunikativen Theologie des tsc kann sie sich gut identifizieren und freut sich darauf, sie gemeinsam mit den anderen Dozierenden weiterzuentwickeln.

Kristina Imwalle ist ab dem Studienjahr 2022/23 als tsc-Dozentin für Praktische Theologie tätig.

Kristina Imwalle

«Den Glauben so zu kommunizieren, dass er ankommt, ist mein Herzensanliegen.»

Kristina Imwalle,
tsc-Dozentin für Praktische Theologie

Paul Bruderer – pointierter Apologet und erfahrener Pastor

Der dritte neue tsc-Dozent ist Paul Bruderer (49). Er unterrichtet künftig Dogmatik neben seiner Haupttätigkeit als leitender Pastor der Chrischona Frauenfeld. Bekannt geworden ist Paul Bruderer in den letzten Jahren durch seinen Blog DanielOption.ch, auf dem er pointiert, tiefschürfend und häufig apologetisch zu Fragen der Ethik und Dogmatik Stellung bezieht. Er tut dies, weil er eine «Veränderung der theologischen Grosswetterlage» feststellt und die heutigen Christen in ihrem Glauben stärken will. «Den tsc-Studierenden möchte ich eine gesunde evangelikal-theologische Mitte verständlich vermitteln, die sich jenseits von weltfremdem Fundamentalismus und kompromittiertem Liberalismus positioniert», erklärt Paul Bruderer.

Die neuen ersetzen die abgehenden Dozierenden nicht eins zu eins. Die detaillierte Modulverteilung für das Studienjahr 2022/23 erfolgt bis zum Ende des Studienjahres 2021/22. Einzelne Module von abgehenden Dozierenden werden auch von bisherigen Dozierenden übernommen.

Paul Bruderer unterrichtet ab dem Studienjahr 2022/23 Dogmatik am tsc.

Paul Bruderer

«Den tsc-Studierenden möchte ich eine gesunde evangelikal-theologische Mitte verständlich vermitteln, die sich jenseits von weltfremdem Fundamentalismus und kompromittiertem Liberalismus positioniert»

Paul Bruderer,
tsc-Dozent für Dogmatik

Über das Theologische Seminar St. Chrischona:

  • Das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) ist eine nicht staatliche, evangelisch geprägte Ausbildungsinstitution, die vornehmlich durch Spenden und Studiengebühren getragen wird.
  • Das tsc legt besonderen Wert auf die Kommunikative Theologie und die tsc-Community mit aktuell rund 130 Studierenden. Auf dem Chrischona Berg werden seit 1840 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende für evangelische Gemeinden (Landes- und Freikirchen) beziehungsweise für interkulturelle, pädagogische und musikalische Aufgaben ausgebildet.
  • Die Bachelor-Studiengänge am tsc sind von der Middlesex University London validiert.
tsc-Infobroschüre 2022: Studentinnen (1500x500px)

tsc – Dein Studium, Deine Community

tsc-Infobroschüre 2022

tsc – Dein Studium, Deine Community

Was macht das Theologische Seminar St. Chrischona aus? Und was hat es dir zu bieten? Einen guten Überblick verschafft dir die neue tsc-Infobroschüre.

Theologische Bildung am tsc – mehr als ein Studium

Die Welt braucht Christen, die mit Kopf, Hand und Herz die frohe Botschaft von Jesus Christus vorleben und weitergeben. Unsere Gesellschaft braucht Botschafterinnen und Botschafter der Liebe Gottes. Die Welt braucht dich! Und das tsc bildet dich aus!

  • Theologische Bildung ist mehr als Wissensvermittlung. Am tsc entdeckst du neue Welten und erweiterst deinen Horizont. Theologische Bildung bedeutet: Wir lernen hinzuhören. Wir hören auf Gottes Wort, reflektieren, suchen das Gespräch mit unseren Mitmenschen.
  • Theologische Bildung ist Persönlichkeitsentwicklung. Am tsc wollen wir gemeinsam geistlich und emotional reifen.
  • Weil theologische Bildung mehr als Wissensvermittlung ist, sind Dozentinnen und Dozenten am tsc auch Lernbegleiter, Förderer, Ratgeber und Vorbilder.

Diese drei Punkte zeichnen das tsc besonders aus:

1. Kommunikative Theologie

Kommunikative Theologie ist eine Theologie, die zuhört, versteht und weitergibt. Sie lebt aus dem Gespräch mit Gott. Hilft zu verstehen, was wir glauben. Macht Lust, den Glauben zu kommunizieren, macht dich sprachfähig. Sie ist reich und vielfältig.

Kommunikative Theologie ist die Grundlage aller Studienangebote am tsc. Sieben Leitsätze beschreiben die Haltung, mit der am tsc Theologie betrieben wird: Wir sprechen nicht nur über Gott, sondern sprechen zuallererst mit Gott. Wir nehmen die Bibel als Wort Gottes ernst. Wir sind in Verbindung mit Vater, Sohn und Heiligem Geist. Und wir mischen uns ein in Kirche und Gesellschaft. Kommunikative Theologie ist eine Theologie, in der wir nur gemeinsam weiterkommen – zusammen mit dir!

2. Community am tsc

Die Community am tsc ist die Studiengemeinschaft, in der du wachsen und dich entfalten kannst – und die dich trägt. Die Community ist eine geistliche Weggemeinschaft. Jesus Christus ist die Mitte der Gemeinschaft. Wir sind miteinander und mit Gott unterwegs – wachsen im Glauben, reifen als Persönlichkeiten, entdecken unsere Berufung. In der Community kannst du Erlerntes ausprobieren und trainieren. Du kommst dabei an deine Grenzen – und kannst sie überwinden. Die Community am tsc ist ein wichtiges Lernfeld für deine theologische Bildung. In einem Klima der Wertschätzung, der Ermutigung und des Ausprobierens. Und viel Spass bringt es ausserdem!

3. Chrischona Berg

St. Chrischona ist dein Studienort, den du lieben wirst! Nahe an der Grossstadt Basel und mitten in der Natur. Im Dreiländereck Schweiz, Deutschland, Frankreich. Alpenblick inklusive! Ein Ort, der die Segensgeschichte von Chrischona atmet. An dem seit 1840 Generationen von Männern und Frauen studiert haben. Das hat dein Studienort zu bieten:

  • Studieren
    Top Unterrichtsräume, Hörsäle, Bibliothek, Tonstudio, Musikübungsräume
  • Wohnen
    Möbliertes Zimmer, Wohngemeinschaft oder eigene Wohnung
  • Jobben
    Studentenjobs beim tsc und bei der Chrischona Campus AG
  • Kirche St. Chrischona
    Ort der Stille, geistliches Zentrum
  • Relaunch & Foodnote
    Gemütliche Lounge und cooles Coffeehouse
  • Eben-Ezer-Halle
    Beliebt für Feste und Konzerte
  • Sport, Spiel, Spass
    Sportplatz, Turnhalle, VIVA-Bar

Lust auf eine Tour? Melli führt dich in einem Video über den Campus:

Claudius Buser spricht der tsc-Community zum Start ins Frühlingssemester 2022 mit Psalm 91 Mut zu.

Die «Flugschule» tsc ist wieder gestartet

tsc-Semestereröffnung Frühlingssemester 2022

Die «Flugschule» tsc ist wieder gestartet

Mit einem Gottesdienst im Freien startete die Studiengemeinschaft des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) am 7. Februar ins Frühlingssemester 2022. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Für die Studierenden der Abschlussklasse war es ein besonderer Freudentag.

tsc ist Nest und Flugschule zugleich

Claudius Buser, stellvertretender Rektor des tsc, stellte das Frühlingssemester unter den Zuspruch des Psalm 91. Dort heisst es im Vers 4 über Gott: «Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.» Claudius Buser verglich das tsc mit einem Nest und einer Flugschule für die Studierenden. In der geschützten Umgebung der tsc-Community können sie Fehler machen und das Fliegen lernen.

Freudentag der Abschlussklasse zum Start ins finale Semester

Die Stimmung unter den Studierenden ist zum Start des neuen Semesters gut. Viele freuten sich über das Wiedersehen mit der Studiengemeinschaft. Ganz besonders freuten sie sich mit den Studentinnen und Studenten der Abschlussklasse, die am Morgen des ersten Semestertags ihre Bachelorarbeit abgegeben haben. Damit endete für sie eine intensive Zeit des Recherchierens, Lesens, Zusammenstellens und Schreibens. Die Abgabe der Bachelorarbeit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Abschluss des Bachelorstudiums. Vor der Abschlussklasse liegt jetzt das finale Semester mit den letzten Prüfungen und den letzten Ausarbeitungen. Beim tsc-Jahresfest am 26. Juni wird das tsc sie aussenden.

Claudius Buser spricht der tsc-Community zum Start ins Frühlingssemester 2022 mit Psalm 91 Mut zu.
Claudius Buser spricht der tsc-Community zum Start ins Frühlingssemester 2022 mit Psalm 91 Mut zu.

Vier neue Gastdozierende am tsc

Der Start des Frühlingssemesters markiert für vier neue Gastdozierende den Beginn ihres Dienstes am tsc. Einer von ihnen ist Dr. Daniel Ritter, der nach der Pensionierung von Martin Gerber, das Modul «Einführung Neues Testament» im Präsenzstudium übernommen hat. Daniel ist reformierter Pfarrer und frisch gebackener Doktor der Theologie. Er promovierte 2021 an der Universität Bern. Neue Gastdozentin im Modul «Interkulturelle Pädagogik» ist Andrea Baumgartner, die ausgebildete Lehrerin ist und über langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten verfügt. Neu als E-Dozenten im Fernstudium sind Dr. Zachary Fischer und Markus Obländer. Der promovierte Theologe Zachary Fischer unterrichtet am tsc die Online-Kurse «Kommunikation des Evangeliums» und «Theologie & Praxis des Gottesdienstes». Der Pastor und tsc-Absolvent Markus Obländer unterrichtet den Online-Kurs «Homiletik». Er betreibt auch einen eigenen Youtube-Kanal zu Glaubensthemen.

Hoffnung auf Corona-Lockerungen

Nur im Freien war es aufgrund der Corona-Massnahmen möglich, als grössere Gruppe gemeinsam und ohne Maskenpflicht Lobpreislieder zu singen. Hoffentlich war es einer der letzten Anlässe am tsc, die wegen Corona umgeplant werden mussten. Denn in der Schweiz mehren sich Anfang Februar 2022 die Anzeichen für Lockerungen. So ist auch am tsc die Hoffnung gross, dass gemeinsame Gottesdienste ohne Zertifikatspflicht in Innenräumen oder gemeinsame Mittagessen bald wieder möglich sein werden.

Stabwechsel im Modul Einführung Neues Testament: Martin Gerber (links) übergibt an Dr. Daniel Ritter.
Stabwechsel im Modul Einführung Neues Testament: Martin Gerber (links) übergibt an Dr. Daniel Ritter.

tsc-Studienangebot:

  • BTh Kommunikative Theologie (3 Jahre, Bachelorabschluss) – der Theologie-Studiengang kann im Präsenz- oder im Fernstudium studiert werden.
  • BA Theologie & Pädagogik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die vielseitige theologische und pädagogische Grundausbildung.
  • BA Theologie & Musik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die im deutschsprachigen Raum einzigartige Kombination aus theologischem und musikalischem Studium.
  • tsc-Jahreskurs (1 Jahr, Teilnahmezertifikat) – beliebt als Orientierungs- oder Vorbereitungsjahr bzw. als Auszeit oder persönliche Weiterbildung. Schwerpunkt Worship wählbar.
  • Online-Kurse (1 oder 2 Semester, Leistungsnachweis) – individuell belegbar zur persönlichen Weiterbildung.

Interessiert?

  • Wie ist es, am Theologischen Seminar St. Chrischona zu studieren? Und wäre das etwas für dich? Herausfinden kannst du das bei unseren Schnuppertagen – kostenlos und unverbindlich. Der nächste Termin: 11.–12.03.2022.
  • Infos zum tsc-Studienangebot in kompakter Form erhältst du bei unseren Schnupper-Webinaren. Dabei kannst du den Leiterinnen und Leitern der Bachelorstudiengänge und des tsc-Jahreskurses deine Fragen direkt stellen. Der nächste Termin: 16.02.2022, 18–19.30 Uhr.
tsc-Jubiläumstreffen 2021: Interview mit Broer Broers

«Ich würde wieder aus Überzeugung am tsc studieren!»

Interviews mit tsc-Jubilaren 2021

«Ich würde wieder aus Überzeugung am tsc studieren!»

Beim Jubiläumstreffen 2021 des Theologischen Seminars St. Chrischona beantworteten zwei Absolventinnen und drei Absolventen die Fragen von Online-Redaktor Markus Dörr. Er wollte von ihnen wissen, welche Lernerfahrungen aus dem Studium sich nach 20, 30, 40, oder 50 Jahren Dienst bewährt haben, an welchen tsc-Moment die Alumni gerne zurückdenken und wie sie das tsc heute erleben.

tsc-Absolvent 1981

Broer Broers

Broer Broers hat das Studium auf Chrischona 1981 abgeschlossen und ist heute Leiter für geistlich-theologische Fragen bei der Großstadt Mission in Hamburg.
Leiter für geistlich-theologische Fragen Großstadt Mission Hamburg

Vor 40 Jahren wurdest du ausgesendet vom tsc, was machst du heute?

Ich bin seit gut 16 Jahren in Hamburg tätig. Und zwar bei einem diakonischen Träger für Kinder- und Jugendhilfe und auch Eingliederungshilfe (Arbeit für Menschen mit Behinderung). Bei uns arbeiten über 200 Menschen, meist Erzieherinnen oder Sozialpädagogen. Ich bin unter anderem für das geistlich-theologische Profil der Großstadt-Mission zuständig.

Welche Lernerfahrung aus dem Studium hat sich in deinem Dienst bewährt?

Ich habe die Gemeinschaft auf Chrischona genossen und natürlich habe ich hier die theologischen Grundlagen bekommen. Es ist aber wichtig, da spreche ich sicher nicht nur für mich, dass man sich weiterentwickelt. Mein Leitspruch heisst: «Ich darf sein der ich bin – und werden, der ich sein kann

Erinnert ein bisschen an Gott: Ich bin der, der ich bin.

Ja, der Gott des Alten Testaments ist derselbe Gott, der heute wirkt. Die Gesellschaft verändert sich und ich glaube, Gott entwickelt sich mit uns. Es stimmt wohl, was der Evangelist Klaus Vollmer gesagt hat: «Gott ist gerne jung.» Gott ist in Bewegung und wir dürfen uns mit ihm weiterentwickeln.

Dein tsc-Moment?

Ich erinnere mich an den damals noch verpflichtenden Arbeitsdienst. Das Gewächshaus wurde neu gebaut und ich habe mit meinem ostfriesischen Freund die Heizungsrohre neu gestrichen. Viele andere Handwerksschilder waren am Bauzaun angebracht. Wir haben selbstbewusst selbst ein Schild gestaltet und dazu gehängt. Darauf stand: «Malerarbeiten Schulte-Broers». Das fand der damalige Chrischona-Verwalter wohl nicht so lustig und hat das Schild flugs abnehmen lassen. Mir fehlt im Rückblick die Leichtigkeit und der dazu gehörende Humor.

Wie erlebst du das tsc heute? Hat sich da etwas gewandelt?

Ja, das habe ich schon vor 15 Jahren gemerkt, als ich das letzte Mal hier war. Hier weht ein anderer Geist – der Geist der Veränderung und des Aufbruchs. Das Leitungsteam ist nach meiner Einschätzung permanent dran, die Ausbildung an die aktuellen Herausforderungen in den Gemeinden, aber auch in der Gesellschaft, anzupassen.

«Ich habe die Gemeinschaft auf Chrischona genossen und natürlich habe ich hier die theologischen Grundlagen bekommen.»

Broer Broers, tsc-Absolvent 1981

tsc-Absolventin 1991

Petra Feisel

Petra Feisel wurde 1991 von Chrischona ausgesendet. Heute ist sie in einer evangelischen Kindertagesstätte tätig.
Hausfrau, Mutter und Mitarbeiterin einer ev. Kita

Was machst du heute?

Ich bin Hausfrau und Mutter von vier Kindern, die jetzt am Ausfliegen sind. Berufstätig bin ich in einer evangelischen Kindertagesstätte. Dort bin ich mit den Schwerpunkten Religionspädagogik und Musik unterwegs. Ausserdem helfe ich in der Landeskirche mit. Da bin ich für die Besuchsdienste bei alten Menschen zuständig und engagiere mich auch musikalisch.

Was hat sich bewährt?

Auf jeden Fall das fundierte Bibelverständnis und das Anliegen, Werte weiter zu vermitteln. Besonders wichtig ist mir das bei Kindern. Da gestalte ich zum Beispiel kleine Gottesdienste von unserer Kita mit.
Von der Zeit auf St. Chrischona ist mir geblieben, dass wir zu Gott eine Beziehung aufgebaut haben. Das war hier ganz wichtig und das möchte ich auch anderen weitergeben, dass Gott zu uns eine persönliche Beziehung haben möchte.

Dein tsc-Moment?

Ich war mit einer Schweizerin aus dem Zürcher Oberland im Zimmer. Als Hessin musste ich mich in das Schweizerdeutsch erstmal ziemlich reinhören. Da gab es ein paar sprachliche Missverständnisse, zum Beispiel «wischen» und «putzen». Das war super lustig.
Für mich war das dann so: Immer wenn irgendetwas auf dem Berg auf Hochdeutsch stattfinden musste, musste ich ran. Das Zusammenfinden von verschiedenen Nationalitäten hat mir Spass gemacht und viel gebracht.

Wie erlebst du das tsc heute?

Ich finde es hier inzwischen schon sehr modern. Was ich auch ganz toll finde: Jetzt wird vieles aufgegriffen, was die Jugendlichen mitbringen. Das Musikalische, ihre Talente, die sie haben, die werden hier oben auf dem Berg verstärkt. Das beeindruckt mich, dass Chrischona so offen geworden ist.

«Jetzt wird vieles aufgegriffen, was die Jugendlichen mitbringen. Das Musikalische, ihre Talente, die sie haben, die werden hier oben auf dem Berg verstärkt. Das beeindruckt mich, dass Chrischona so offen geworden ist.»

Petra Feisel, tsc-Absolventin 1991

tsc-Absolvent 2001

Armin Messer

Armin Messer, tsc-Absolvent 2001, ist heute Missionsleiter von OMF International Deutschland.
Leiter OMF International Deutschland

Was machst du heute?

Ich bin bei OMF International Deutschland zusammen mit meiner Frau in der Missionsleitung tätig. Wir waren vorher 16 Jahre in Japan, sind erst seit drei Jahren zurück in der neuen Aufgabe.

Welche Lernerfahrungen aus dem Studium haben sich in deinem Dienst bewährt?

Es sind zwei Sachen. Das eine ist das Erleben der Lebensgemeinschaft auf dem Berg, die damals deutschsprachig international war. Ich studierte mit Menschen aus verschiedenen Nationen und verschiedenen kirchlichen Hintergründen. Das war eine tolle Vorbereitung für unseren Dienst mit OMF, wo über 40 Nationen und Menschen mit ganz verschiedenen Hintergründen zusammenarbeiten.
Es war für mich auch prägend, eine gute, solide biblische Ausbildung zu bekommen. Die war damals noch stärker auf Pastoren ausgelegt, aber wir waren in der Gemeindegründungsarbeit tätig und das war enorm hilfreich – eine gute Grundlage für den Dienst. Das andere haben wir später nach und nach dazu gelernt.

Dein tsc-Moment?

Chrischona ist nicht nur ein Ort der theologischen Ausbildung, sondern hat meiner Frau und mir auch die Fragen nach der Berufung und der Führung Gottes gestellt. Ein Lehrer hat uns sehr konkret im zweiten Studienjahr angefragt: Könnt ihr euch vorstellen, ein Missionspraktikum in Israel zu machen? Wir konnten in der ganzen Studienzeit mit verschiedenen Dozenten über persönliche Berufungsfragen sprechen und mit der Lebensgruppe auf dem Berg darüber beten. Dieses gemeinsame, ganzheitliche Suchen nach Gottes Willen fand ich stark.

Wie erlebst du das tsc heute?

Ich bin begeistert, was im Moment läuft. Stichwort: «back to the roots», zurück zum Kernauftrag, Menschen theologisch auszubilden, um das Evangelium zu kommunizieren. Ein bisschen schade finde ich, dass es den Missionszweig im Theologiestudium nicht mehr gibt und dass das Studium in drei Jahren kompakter ist und dadurch manches verloren gegangen ist.
Sehr positiv empfinde ich das Ringen des tsc mit der Frage, was aktuell für junge Menschen relevant ist. Dies schliesst auch die Fragen mit ein: Was brauchen die Gemeinden? Was braucht das Missionsfeld? Was braucht die Welt an Output? Da gibt es natürlich immer Nachschärfungsbedarf und ich bin gespannt, mehr dazu zu lernen.

OMF International Deutschland ist Partner im tsc-Netzwerk.

«Ich studierte mit Menschen aus verschiedenen Nationen und verschiedenen kirchlichen Hintergründen. Das war eine tolle Vorbereitung für unseren Dienst mit OMF, wo über 40 Nationen und Menschen mit ganz verschiedenen Hintergründen zusammenarbeiten.»

Armin Messer, tsc-Absolvent 2001

tsc-Absolvent 2001

Christian Seitz

Christian Seitz ist tsc-Absolvent von 2001 und Regionalleiter Mitte der Viva Kirche Schweiz.
Regionalleiter Mitte Chrischona Schweiz

Was machst du heute?

Ich bin als Regionalleiter Mitte bei Chrischona Schweiz in der Personalverantwortung für 23 Pastorinnen und Pastoren.

Welche Lernerfahrung aus dem Studium hat sich in deinem Dienst bewährt?

Ich habe im Studium gelernt, dass ich Dinge kurz und prägnant auf den Punkt bringen möchte. Pastoren haben ja manchmal die Angewohnheit, zu viel oder zu sehr über die Köpfe hinweg zu reden. Deshalb hat mich der Satz geprägt: «Ich möchte keine Antworten auf Fragen geben, die mir keiner gestellt hat.»

Dein tsc-Moment?

Zu meiner Zeit war es noch üblich, dass man eine Paar-Beziehung erst bei einem Lehrer ansprechen sollte, bevor es in der Studiengemeinschaft bekannt wird. Ich weiss noch genau, wie das war, als ich dem Dozenten Klaus Haag von Daniela erzählen wollte. Ich gehe im Brüderhaus in sein Büro, öffne die Tür, er schaut mich an, ich schau ihm in die Augen und er fragt mich nur: «Na, wie heisst sie denn?» Das war für mich schön und entspannend, dass er mir das schon angesehen hat. Ich habe diese «prophetische Gabe» bei ihm sehr geschätzt.

Wie erlebst du das tsc heute?

Natürlich anders, wie damals – und das ist gut. Zu meiner Zeit hat man vieles top-down bestimmen wollen. Heute freue ich mich, dass ich junge Menschen auf dem Campus sehe, die ihre ganze Vielfalt ausleben und auch ausleben dürfen. Ich freue mich über die theologische Vielfalt der Dozentinnen und Dozenten. Ich finde, dass Chrischona eine vielfältige Spannweite haben darf. In der Theologie findet vieles seinen Platz und man muss nicht einengen oder begrenzen.

Vor 20 Jahren wurdest du vom tsc ausgesendet. Was möchtest du in 20 Jahren über das tsc sagen?

Ein Glückwunsch von meiner Hochzeit ist mir hängen geblieben: «Ich wünsche dir, dass du in 50 Jahren deine Frau nochmal heiraten würdest.» Das würde ich mir mit 67 – in 20 Jahren – auch im Bezug aufs tsc wünschen. Dass ich sagen kann: «Ich würde wieder aus Überzeugung am tsc studieren!»

Chrischona Schweiz ist Partner im tsc-Netzwerk.

«Das würde ich mir mit 67 – in 20 Jahren – auch im Bezug aufs tsc wünschen. Dass ich sagen kann: Ich würde wieder aus Überzeugung am tsc studieren!»

Christian Seitz, tsc-Absolvent 2001

tsc-Absolventin 1971

Elfriede Scharrer

Elfriede Scharrer blickt auf ein vielfältiges Dienstleben zurück. Die tsc-Absolventin von 1971 engagiert sich stark in der Frauenarbeit.
ehemalige CVJM-Referentin, engagiert sich in der Frauenarbeit

Was waren die drei wichtigsten Stationen in deinem Dienst?

Ich war zuerst in drei Pfarrbezirken in Winnenden/Württemberg in der Jugendarbeit tätig. Da habe ich mit Mädchenarbeit angefangen und dann mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen gearbeitet. Mir war wichtig, dass eine Beziehung zur Gemeinde hergestellt wird, damit Jugendliche mit Erwachsenen über ihren Glauben ins Gespräch kommen.

Nach fünf Jahren bin ich vom CVJM-Landesverband Bayern gerufen worden. Ich war dort die erste weibliche Hauptamtliche. Meine Aufgabe war es, Mädchen und Frauen in ganz Bayern in ihren Gruppen zu begleiten und Freizeiten und Schulungen für die Mitarbeiterinnen durchzuführen. Es war wichtig für die Frauen, ein weibliches Gegenüber zu haben.

Als Ehefrau und Mutter habe ich dann ehrenamtlich weiter Jugendliche und junge Erwachsene begleitet und eine Frauengruppe gegründet, die sich auch heute nach 38 Jahren noch trifft. Viele Jahre lang war ich ehrenamtlich bei Frühstückstreffen für Frauen tätig. Später habe ich auch selbst Referate gehalten, um die Frauen in ihrem Glauben und Alltag zu ermutigen.

Was aus dem Studium hat sich in deinem Dienst bewährt?

Die Lehrer waren für mich wertvolle Vorbilder für mein Christsein und meinen späteren Dienst. Dankbar bin ich für den Unterricht bei Klaus Haag, Edgar Schmid, Elsbeth Meyer und anderen. Klaus Haag war es immer wichtig, dass das Gelernte in der Praxis Anwendung findet. Auch der Seelsorgeunterricht bei Edgar Schmid hat sich später sehr bewährt. Ich habe bis heute noch meine Mitschriften und bin sehr dankbar für diese Zeit.

Dein tsc-Moment?

Mein erster Predigttext war die Geschichte von der Heilung des blinden Bartimäus. Beim Spaziergang im Wald habe ich meine Predigt laut geprobt. Dabei ging ein Lehrer von mir unbemerkt hinter mir her. Ich weiss gar nicht mehr, was er dann gesagt hat, aber es war etwas Ermutigendes. Ich habe diesen Text später oft brauchen können. Bartimäus fasziniert mich, weil er nicht aufgehört hat zu Jesus zu rufen. Und Jesus hat den Bartimäus gehört, gesehen und gefragt: Was willst du von mir? Es begeistert mich, dass Jesus auch seine Jünger als Mitarbeiter mit einbezogen hat, indem er ihnen den Auftrag gab: Ruft ihn her! Das hat mich ermutigt, auch immer wieder andere zu Jesus zu bringen.

Wie erlebst du das tsc heute?

Wenn ich jünger wäre, würde ich gerne nochmal ein Jahr am tsc studieren, weil heute mit ganz anderen Methoden und Inhalten unterrichtet wird, allen voran die Kommunikative Theologie. Das hat früher etwas gefehlt, den einzelnen Menschen in seiner Situation und mit seinen Gaben wahrzunehmen. Gerade die vielen Themen aus der Praxis für die Praxis würden mich begeistern. Heute finde ich es ermutigend, dass Dozenten und Studenten gemeinsam auf Augenhöhe Projekte gestalten. Gut finde ich auch, dass es heute möglich ist, über das Internet Vorträge abzurufen und so auf dem Laufenden zu bleiben.

«Die Lehrer waren für mich wertvolle Vorbilder für mein Christsein und meinen späteren Dienst.»

Elfriede Scharrer, tsc-Absolventin 1971

tsc-Studienangebot:

  • BTh Kommunikative Theologie (3 Jahre, Bachelorabschluss) – der Theologie-Studiengang kann im Präsenz- oder im Fernstudium studiert werden.
  • BA Theologie & Pädagogik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die vielseitige theologische und pädagogische Grundausbildung.
  • BA Theologie & Musik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die im deutschsprachigen Raum einzigartige Kombination aus theologischem und musikalischem Studium.
  • tsc-Jahreskurs (1 Jahr, Teilnahmezertifikat) – beliebt als Orientierungs- oder Vorbereitungsjahr bzw. als Auszeit oder persönliche Weiterbildung. Schwerpunkt Worship wählbar.
  • Online-Kurse (1 oder 2 Semester, Leistungsnachweis) – individuell belegbar zur persönlichen Weiterbildung.

Interessiert?

  • Wie ist es, am Theologischen Seminar St. Chrischona zu studieren? Und wäre das etwas für dich? Herausfinden kannst du das bei unseren Schnuppertagen – kostenlos und unverbindlich. Der nächste Termin: 11.–12.03.2022.
  • Infos zum tsc-Studienangebot in kompakter Form erhältst du bei unseren Schnupper-Webinaren. Dabei kannst du den Leiterinnen und Leitern der Bachelorstudiengänge und des tsc-Jahreskurses deine Fragen direkt stellen. Der nächste Termin: 16.02.2022, 18–19.30 Uhr.
tsc-Ersties 2021: Dorothea, Ruben, Debora, Florian und Beatrice (1500x500px)

Worauf sich die neuen tsc-Studierenden freuen

Erstie-Interviews 2021

Worauf sich die neuen tsc-Studierenden freuen

39 neue Studentinnen und Studenten haben zum Start des Studienjahres 2021/22 ein Studium oder den Jahreskurs am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) begonnen. In Kurzinterviews berichten sie von ihrem persönlichen Weg ans tsc. Sie beschreiben ihre Vorfreude und nennen die Ziele, mit denen sie ihr Studium beginnen.

BTh Kommunikative Theologie im Fernstudium

Dorothea Ulm

51 Jahre, Gemeindereferentin in Langenzenn (D)

Wie verlief dein Weg ans tsc?

Vor ca. zwei Jahren sagte ich Gott, dass ich ihm mein Leben nochmal neu anvertraue und bereit bin, für ihn neue Wege zu gehen. Kurze Zeit später bekam ich ein Angebot, als Gemeindereferentin in einer kleinen Gemeinde zu arbeiten. Ich suchte nach einer Möglichkeit, die wichtigsten Grundlagen zu erlernen und informierte mich bei einem Kongress am tsc-Stand. Kurze Zeit später belegte ich mit grosser Begeisterung Online-Kurse. In der kommenden Zeit öffnete Gott mir immer wieder Türen. Das ermutigte mich, jetzt das Fernstudium zu beginnen.

Du hast bereits die Module Griechisch und Bibel in ihrer Geschichte als Online-Kurse absolviert. Wie wichtig war dieser Vorlauf für deine Entscheidung für das Fernstudium? Und was hast du dabei gelernt?

Die Online-Kurse waren eine gute Möglichkeit zu prüfen, ob ich den Anforderungen des Studiums gewachsen bin. Die Schulzeit liegt bei mir ja schon etwas zurück. Das Studium forderte zwar viel Disziplin, Zeit und die Bereitschaft wissenschaftlich zu arbeiten, eröffnete aber auch den Raum, den persönlichen Glauben zu hinterfragen, zu überdenken und neu über die Grösse Gottes zu staunen. Es beeinflusste sowohl meine Beziehung zu Gott als auch zu anderen Menschen.

Du engagierst dich bereit seit Jahrzehnten an der Seite deines Mannes Volker Ulm (1. Vorsitzender im Hensoltshöher Gemeinschaftsverband) in der Gemeindearbeit. Was möchtest du im Fernstudium Neues darüber lernen?

Unsere Welt unterliegt einem ständigen Wandel, das macht auch vor der Gemeinde Jesu nicht halt. Darum freue ich mich, neue Impulse rund um Gemeindebau und Gemeindegründung zu erfahren, aber auch die Grundlagen zu erlernen, die Bibel auszulegen und Glaubensfragen zu reflektieren.

Mit welchem Ziel beginnst du das Studium?

Natürlich will ich das Studium abschliessen und das Gelernte in der Gemeindepraxis umsetzen können. Ich möchte Menschen mit Jesus in Kontakt bringen und sie auf dem Weg der Nachfolge begleiten.

Dorothea Ulm studiert Theologie im Fernstudium am tsc.
Dorothea Ulm studiert Theologie im Fernstudium am tsc.

«Die Online-Kurse waren eine gute Möglichkeit zu prüfen, ob ich den Anforderungen des Studiums gewachsen bin.»

Was begeistert dich am Studiengang Kommunikative Theologie?

Mich begeistert, dass es tatsächlich um Kommunikation geht. Theologie bleibt nicht im wissenschaftlichen Denken stecken, sondern soll auf unterschiedliche Arten und Weisen kommuniziert werden. Das ist total spannend und fasziniert mich immer wieder

Was ist das Besondere am tsc?

Das Besondere ist für mich die herzliche und offene Atmosphäre, die am tsc herrscht. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich mal wieder auf dem «Berg» sein kann und nicht nur über den Computer am tsc-Leben teilnehme. Das muss man erlebt haben!

Deine Tochter Ann-Sophie studiert neu Theologie & Musik. Dass Mutter und Tochter gemeinsam als Studentinnen am tsc studieren, ist ziemlich einmalig. Wie kam es dazu?

Von Anfang an habe ich unseren Kindern begeistert von meinem Studium erzählt. Als ich zu einer Prüfung ans tsc reiste, begleitete Ann-Sophie mich. Auch sie wurde von der freundlichen und ermutigenden Art dort angesprochen und der einzigartige Studiengang Theologie & Musik hat sie überzeugt. Jetzt freuen wir uns auf die coole Zeit, miteinander am tsc zu studieren.

Worauf freust du dich zu Beginn deines Fernstudiums am meisten?

Auf die vielen neuen Impulse und darauf jede Menge Neues über Gott zu entdecken.

«Mich begeistert, dass es tatsächlich um Kommunikation geht. Theologie bleibt nicht im wissenschaftlichen Denken stecken, sondern soll auf unterschiedliche Arten und Weisen kommuniziert werden. Das ist total spannend und fasziniert mich immer wieder»

BTh Kommunikative Theologie im Präsenzstudium

Ruben Sommer

21 Jahre, aus Strengelbach (CH)

Wie verlief dein Weg ans tsc?

Meine Entscheidung, am tsc Theologie zu studieren, war ein zweijähriger Prozess. Denn nach meiner Ausbildung zur «Fachmaturität Kommunikation» hatte ich zunächst das Ziel, Journalist zu werden. Nachdem ich durch einen längeren Prozess feststellte, dass zwar mein Kopf dabei war, aber mein Herz nicht, kam das Thema Theologie wieder auf den Tisch und unter anderem auch das tsc.

Warum hast du dich für den Bachelorstudiengang Kommunikative Theologie entschieden?

«Wir können nicht nicht kommunizieren.» (P. Watzlawick) Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir uns damit auseinandersetzen. Ohne Kommunikation gibt es keine menschliche Interaktion.

Während meines Praktikums beim Radio habe ich herausgefunden: Fragen macht dich nicht unwissend, sondern öffnet Türen. Ich konnte einfach Fachleute anrufen und sagen: «Ich bin vom Radio und ich würde voll gerne mal wissen, wie das geht?» Und das ist dann mega spannend, was du dann erfährst. Es ist horizonterweiternd und augenöffnend.
Durch meinen ursprünglichen Wunsch, Journalist zu werden, bringe ich eine Offenheit und gewisse Neugier mit. Journalisten behalten ihre Erkenntnisse nicht für sich. Genau diese Leidenschaft teile ich, wenn ich etwas Neues in der Bibel entdecke, verspüre ich den Drang, es auch weiterzuerzählen. Ich möchte mich gerne auf intellektuelle Weise mit dem Glauben auseinandersetzen, ihn selbst besser verstehen, ihn aus anderen Perspektiven kennenlernen und selbstständig Bibeltexte auslegen und recherchieren können.

Was begeistert dich am Bachelorstudiengang Kommunikative Theologie?

Kommunikation begeistert mich allgemein, da sie etwas Lebendiges ist. Wissen sammeln und weitergeben – in der Kommunikativen Theologie treffen zwei meiner Leidenschaften aufeinander. Ich bin gespannt, Veränderung erleben zu dürfen, denn das ist auch etwas, dass unser Glaube braucht: dass wir kommunizieren und uns weiterentwickeln. So, wie wir uns entwickeln, entwickelt sich auch unsere Perspektive und unser Glaube.

Mit welchem Ziel beginnst du das Studium?

Mein Ziel ist es, dass ich in den nächsten drei Jahren einen Ort finde, wo ich meine Gaben einsetzen kann. Und mein Gebet ist es, dass Gott mir einen Weg zeigt.

Ruben Sommer studiert seit 2021 Kommunikative Theologie im Präsenzstudium am tsc.
Ruben Sommer studiert seit 2021 Kommunikative Theologie im Präsenzstudium am tsc.

«Wissen sammeln und weitergeben – in der Kommunikativen Theologie treffen zwei meiner Leidenschaften aufeinander.»

BA Theologie & Pädagogik

Debora Wettstein

19 Jahre, aus Gerlikon (CH)

Wie verlief dein Weg ans tsc?

Dadurch, dass meine Schwester bereits hier studiert hat, kannte ich den Berg und das tsc schon etwas. Und die Schnuppertage haben meine Entscheidung, am tsc zu studieren, auch noch einmal bestätigt. Ich freue mich, hier zu studieren und ich finde es echt bereichernd, dass drei unterschiedliche Fachbereiche mit Theologie verbunden werden.

Warum studierst du Theologie & Pädagogik?

Durch den Glauben gibt pädagogisches Handeln für mich einen Sinn. Deshalb wollte ich nicht Sozialpädagogik studieren, sondern Theologie & Pädagogik. Denn der Glaube vermittelt so viele gute Werte, an denen sich auch die Welt oft auch ein Beispiel nimmt.

Ich habe die Ausbildung zur Fachfrau Betreuung gemacht und bei gewissen Unterrichtsinhalten habe ich mir Fragen gestellt. Etwa beim Zitat: «Der Mensch ist gut». Ist der Mensch wirklich gut? Wer gibt dem Menschen überhaupt Wert? Darum freue ich mich aufs Studium am tsc, weil die Pädagogik gegründet ist auf den christlichen Glauben und somit ein festes Fundament hat.

Mit welchem Ziel beginnst du das Studium?

Während dieses Studiums stelle ich mich Gott zur Verfügung. Ich möchte mir Zeit nehmen für ihn und in der Beziehung zu ihm wachsen. Ich vertraue darauf, dass er mir durch das Studium zeigt, wo mein Weg hingeht. Es macht mir grosse Freude mit Kindern zusammenzuarbeiten, aber ich bin auch offen, noch weitere Gaben zu entdecken. Ich möchte mir die nötigen Werkzeuge aneignen, die ich später gebrauchen kann und ausgerüstet sein für das, was nachher kommt.

Worauf freust du dich zu Beginn deines Studiums am meisten?

Ich freu mich mega auf die Gemeinschaft unter den Studentinnen und Studenten, dass wir gemeinsam füreinander da sind und miteinander vorwärtsgehen. Ausserdem freue ich mich darauf, tiefer in Glaubensthemen abtauchen zu können.

Debora Wettstein studiert seit 2021 Theologie & Pädagogik am tsc.
Debora Wettstein studiert seit 2021 Theologie & Pädagogik am tsc.

«Durch den Glauben gibt pädagogisches Handeln für mich einen Sinn. Deshalb wollte ich nicht Sozialpädagogik studieren, sondern Theologie & Pädagogik.»

BA Theologie & Musik

Florian Polifke

28 Jahre, aus Warstein (D)

Wie verlief dein Weg ans tsc?

Als operativer Logistikleiter war ich für 60 bis 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. Ich habe es als Privileg erlebt und da ist es nicht erstaunlich, dass so mancher über meinen Entschluss zu studieren verwundert und überrascht war. Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen und scheue nicht davor zurück, dabei bis an meine Grenzen zu gehen. Auf den Ruf einzugehen und es zu wagen, ist herausfordernd – und ich möchte Leute ermutigen: Seid mutig und vertraut Gottes Plänen!

Was begeistert dich am Bachelorstudiengang Theologie & Musik?

Theologie & Musik begeistert mich als Kombination, da beides Lebensbereiche sind, für die ich brenne.

  • Theologie: Was denke ich über Gott? Ich darf tiefer in die Materie einsteigen. Wer ist Gott? Ich will in meiner Beziehung zu Gott wachsen und mich und mein Gottesbild herausfordern lassen.
  • Musik: Ich freue mich, meine musikalischen Fähigkeiten auszubauen – sei es in der Band, in Musiktheorie oder in anderen Modulen. Mein Hauptfach ist Gesang und mein Nebenfach Klavier – auch hier bin ich schon gespannt, Neues zu entdecken, zu wachsen und mich dabei herausfordern zu lassen.

Mit welchem Ziel beginnst du das Studium?

Mein Hauptziel ist es, geistlich und persönlich zu reifen. Ich habe noch keine Ahnung, was ich nach meinem Studium machen möchte. Aber ich glaube, dass der Herr mich persönlich und geistlich herausfordern will, ihn besser kennenzulernen. Der «heilige Berg St. Chrischona» ist für mich ein Ort, an dem man Gott auch noch mal anders begegnen kann. Ein Gemeinschaftsgefühl, das durch Menschen mit Ehrlichkeit und brennender Leidenschaft für Gott geprägt ist. Ich freue mich, neue Leute kennenzulernen, die die gleiche Leidenschaft und den gleichen Fokus teilen.

Florian Polifke brennt sowohl für Theologie als auch für Musik und ist deshalb richtig im Bachelorstudiengang Theologie & Musik.
Florian Polifke brennt sowohl für Theologie als auch für Musik und ist deshalb richtig im Bachelorstudiengang Theologie & Musik.

«Theologie & Musik begeistert mich als Kombination, da beides Lebensbereiche sind, für die ich brenne.»

tsc-Jahreskurs

Beatrice Strässle

52 Jahre, aus Zeiningen (CH)

Wie verlief dein Weg ans tsc?

Im Januar 2021 bin ich einer Online-Bibelgruppe beigetreten, in der zufälligerweise die Ehefrau eines tsc-Dozenten mit dabei war. Sie hat mich ermutigt, einfach mal hinzugehen und mir das tsc anzugucken. Das habe ich erstmal nicht gemacht. Dann habe ich aber von meiner Schwägerin mitbekommen, dass das tsc wieder live Schnuppertage anbieten kann. Und dann bin ich angekommen – und musste gar nicht mehr überlegen – ich war so begeistert!
Am Schnuppertag konnte ich die Begeisterung für den Glauben und die Bibel spüren. Auch wenn man sich nicht intensiv kennengelernt hatte – konnte man dieses Feuer so deutlich spüren. Das will ich auch!

Warum nimmst du am tsc-Jahreskurs teil?

In den letzten Jahren durfte ich verschiedene Konfessionen erleben. Dies forderte mich heraus, mich kritisch mit meinem Glauben auseinanderzusetzen und eine Vielfalt und Lebendigkeit des Glaubens zu entdecken. Durch meinen Wunsch, mich auch in meiner Gemeinde einzubringen, kam es dazu, dass ich die katechetische Ausbildung absolvierte. Es war eine herausfordernde Zeit, gefüllt mit vielen neuen Fremdwörtern und Prüfungen.
Jetzt freue ich mich sehr, dass ich beim tsc einen Ort gefunden habe, an dem ich für ein ganzes Jahr lernen darf – ohne Prüfungen absolvieren zu müssen. Und ich habe die Möglichkeit, weiterhin bei meiner Familie zu sein und zugleich die Gemeinschaft hier mit anderen Christen zu erleben.

Worauf freust du dich zu Beginn des tsc-Jahreskurses am meisten?

Vor zwölf Jahren besuchte ich einen Alphalive-Kurs und durfte den Glauben neu kennenlernen und eine neue Beziehung zu Gott aufbauen. Dabei bekam ich auch meine erste Bibel geschenkt, denn zuvor hatte ich noch nie eine eigene besessen. Meine Neugier wuchs und auf meinem Weg die Bibel zu entdecken, kamen viele Fragen auf. Seitdem beschäftigen mich der Glaube und die Bibel sehr. Ich freue mich auf eine Zeit am tsc, in der ich mich mit vielen Leuten darüber austauschen darf und die Bibel – das Grosse und Ganze von der Schöpfung bis hin zur Offenbarung – besser kennenlernen kann.

Beatrice Strässle möchte im tsc-Jahreskurs mehr erfahren über die Bibel und den christlichen Glauben.
Beatrice Strässle möchte im tsc-Jahreskurs mehr erfahren über die Bibel und den christlichen Glauben.

«Am Schnuppertag konnte ich die Begeisterung für den Glauben und die Bibel spüren. Auch wenn man sich nicht intensiv kennengelernt hatte – konnte man dieses Feuer so deutlich spüren. Das will ich auch!»

tsc-Studienangebot:

  • BTh Kommunikative Theologie (3 Jahre, Bachelorabschluss) – der Theologie-Studiengang kann im Präsenz- oder im Fernstudium studiert werden.
  • BA Theologie & Pädagogik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die vielseitige theologische und pädagogische Grundausbildung.
  • BA Theologie & Musik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die im deutschsprachigen Raum einzigartige Kombination aus theologischem und musikalischem Studium.
  • tsc-Jahreskurs (1 Jahr, Teilnahmezertifikat) – beliebt als Orientierungs- oder Vorbereitungsjahr bzw. als Auszeit oder persönliche Weiterbildung. Schwerpunkt Worship wählbar.
  • Online-Kurse (1 oder 2 Semester, Leistungsnachweis) – individuell belegbar zur persönlichen Weiterbildung.

Interessiert?

  • Wie ist es, am Theologischen Seminar St. Chrischona zu studieren? Und wäre das etwas für dich? Herausfinden kannst du das bei unseren Schnuppertagen – kostenlos und unverbindlich. Der nächste Termin: 11.–12.03.2022.
  • Infos zum tsc-Studienangebot in kompakter Form erhältst du bei unseren Schnupper-Webinaren. Dabei kannst du den Leiterinnen und Leitern der Bachelorstudiengänge und des tsc-Jahreskurses deine Fragen direkt stellen. Der nächste Termin: 16.02.2022, 18–19.30 Uhr.
Die Studentinnen und Studenten im Bachelor-Studiengang Theologie & Musik stellen die grösste Gruppe im Studienjahr 2021/22.

Start ins Theologiestudium mit guten Tipps

tsc beginnt Studienjahr 2021/22 mit 39 neuen Studierenden

Start ins Theologiestudium mit guten Tipps

Kommen die «Ersties», geht das Theologiestudium wieder los! So lautet die Regel zum Beginn jedes Studienjahres am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc). Anfang September 2021 hiess die Studiengemeinschaft 39 neue Studierende und 22 Gasthörende herzlich willkommen. Zum Start bekamen sie gute Tipps für ein erfolgreiches Studium.

Kommunikative Theologie begeistert

Eine der Besonderheiten am tsc ist die Kommunikative Theologie. Sie will mit und über Gott ins Gespräch kommen. Diese Art, Theologie zu betreiben, zieht sich wie ein roter Faden durch alle drei Bachelorstudiengänge und den tsc-Jahreskurs. Sie ist auch einer der Gründe, sich für ein Studium am tsc zu entscheiden. Dorothea Ulm, eine neue Studentin im Fernstudium Theologie, erklärte: «Mich begeistert, dass es tatsächlich um Kommunikation geht. Theologie bleibt nicht im wissenschaftlichen Denken stecken, sondern soll auf unterschiedliche Arten und Weisen kommuniziert werden.»

Tipps von Thomas Härry

Bei den Einführungstagen vor dem Studienstart 2021 ging es um wichtige Grundlagen, um diese Kommunikative Theologie studieren zu können, darunter: Selbstführung, Zeitmanagement, Umgang mit Krisen und Förderung von Reifeprozessen.

Das tsc hatte deshalb Thomas Härry als Referenten eingeladen. Der Schweizer Theologe ist mit seinen Büchern über Selbstführung bekannt geworden (z. B.: «Von der Kunst, sich selbst zu führen»). Er gab der tsc-Studiengemeinschaft viele Tipps, wie sie die anstehenden Herausforderungen des Theologiestudiums bewältigen können. Aus dem Judentum lernen könne man beispielsweise eine Haltung der Anbetung. «Theologie ist dann eine gute, wenn sie mich in die Nachfolge führt», erklärte Thomas Härry weiter. Ausserdem hatte er zahlreiche Praxistipps auf Lager: Lies die Bibel unvoreingenommen, entwickle eine Denkweise der Neugier, achte auf dich selbst. Immer wieder berichtete er aus seinem persönlichen Leben und gab Beispiele, wie seine Tipps konkret umgesetzt werden können.

tsc-Angebote, um geistlich emotional zu reifen

Mit teilweise neu entwickelten Angeboten will das Theologische Seminar St. Chrischona seine Studierenden bei ihren Lern- und Reifeprozessen unterstützen. Dazu stellte Dr. Benedikt Walker, der Rektor des tsc, ein Konzept vor. Dieses besteht aus Kleingruppenangeboten, Kreativ-Gottesdiensten und Praxisräumen Kommunikativer Theologie, zum Beispiel Diskussionsforen zu brennenden Themen. «Theologie studieren verlangt geistlich emotionales Reifen. Das wird sehr persönlich, man muss Widersprüche aushalten und sich kritischen Fragen stellen», erklärte er den Hintergedanken. Zwar seien Reifeprozesse nur schwer zu messen und nicht zu garantieren, aber das tsc könne die nötigen Voraussetzungen dafür schaffen. «Wir wollen den Studierenden aktiv einen Raum geben, um weiterzukommen», so der Rektor des tsc.

40 Prozent der tsc-Studiengemeinschaft sind Neue

Viel beitragen zu persönlichen Reifeprozessen wird erfahrungsgemäss die tsc-Studiengemeinschaft. Sie bildete sich zum Beginn des Studienjahres 2021/22 wieder ganz neu. 135 Studierende und Gasthörende zählt das tsc aktuell. Rund 40 Prozent von ihnen sind frisch hinzugekommen. Umso wichtiger sind die Einführungstage, um sich kennenzulernen. Dazu gab es eine ganze Reihe von Anlässen und Angeboten, beispielsweise eine Art «Speed-Dating», ein buntes Kostümfest und gemeinsame Essen. Das fröhliche Miteinander trug viel zu einer positiven Atmosphäre bei. So gelang der Start ins neue Studienjahr 2021/22.

Thomas Härry gibt den Studentinnen und Studenten des tsc praktische Tipps, wie sie das Theologiestudium meistern können.
Thomas Härry gibt den Studentinnen und Studenten des tsc praktische Tipps, wie sie das Theologiestudium meistern können.
Dr. Benedikt Walker (Rektor tsc) erklärt das neue Konzept des tsc, geistlich emotionale Reifeprozesse zu unterstützen.
Dr. Benedikt Walker (Rektor tsc) erklärt das neue Konzept des tsc, geistlich emotionale Reifeprozesse zu unterstützen.
Das gegenseitige Kennenlernen ist ein wichtiges Ziel der Einführungstage am tsc.
Das gegenseitige Kennenlernen ist ein wichtiges Ziel der Einführungstage am tsc.

tsc-Konzept für geistlich emotionales Reifen

    1. Lebensgruppen im 1. Semester für Ersties, Ziel: Ankommen
    2. Kleingruppenangebot von September bis März von René Winkler für Studierende ab dem 2. Studienjahr
    3. Öffentliche Kreativ-Gottesdienste
    4. Praxisräume Kommunikative Theologie, darunter teilweise interne Diskussionsforen zu aktuellen, heiss diskutierten Fragen

BTh Kommunikative Theologie

Präsenz- oder Fernstudium? Der Bachelor-Studiengang Kommunikative Theologie lässt sich auf beiden Wegen studieren. Für das Gruppenfoto zum Beginn des Studienjahres 2021/22 versammeln sich die Studierenden aus beiden Modi gemeinsam.
Präsenz- oder Fernstudium? Der Bachelor-Studiengang Kommunikative Theologie lässt sich auf beiden Wegen studieren. Für das Gruppenfoto zum Beginn des Studienjahres 2021/22 versammeln sich die Studierenden aus beiden Modi gemeinsam.

BA Theologie & Pädagogik

Die Studentinnen und Studenten des Bachelor-Studiengangs Theologie & Pädagogik zum Start des Studienjahres 2021/22
Die Studentinnen und Studenten des Bachelor-Studiengangs Theologie & Pädagogik zum Start des Studienjahres 2021/22

BA Theologie & Musik

Die Studentinnen und Studenten im Bachelor-Studiengang Theologie & Musik stellen die grösste Gruppe im Studienjahr 2021/22.
Die Studentinnen und Studenten im Bachelor-Studiengang Theologie & Musik stellen die grösste Gruppe im Studienjahr 2021/22.

tsc-Jahreskurs

Der tsc-Jahreskurs 2021/22 besteht aus 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (1 fehlt auf dem Foto). Sie sind ein Jahr lang intensiv unterwegs mit Jesus Christus, mit der Bibel und miteinander.
Der tsc-Jahreskurs 2021/22 besteht aus 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (1 fehlt auf dem Foto). Sie sind ein Jahr lang intensiv unterwegs mit Jesus Christus, mit der Bibel und miteinander.

tsc-Studienangebot:

  • BTh Kommunikative Theologie (3 Jahre, Bachelorabschluss) – der Theologie-Studiengang kann im Präsenz- oder im Fernstudium studiert werden.
  • BA Theologie & Pädagogik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die vielseitige theologische und pädagogische Grundausbildung.
  • BA Theologie & Musik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die im deutschsprachigen Raum einzigartige Kombination aus theologischem und musikalischem Studium.
  • tsc-Jahreskurs (1 Jahr, Teilnahmezertifikat) – beliebt als Orientierungs- oder Vorbereitungsjahr bzw. als Auszeit oder persönliche Weiterbildung. Schwerpunkt Worship wählbar.
  • Online-Kurse (1 oder 2 Semester, Leistungsnachweis) – individuell belegbar zur persönlichen Weiterbildung.

Interessiert?

  • Wie ist es, am Theologischen Seminar St. Chrischona zu studieren? Und wäre das etwas für dich? Herausfinden kannst du das bei unseren Schnuppertagen – kostenlos und unverbindlich. Der nächste Termin: 11.–12.03.2022.
  • Infos zum tsc-Studienangebot in kompakter Form erhältst du bei unseren Schnupper-Webinaren. Dabei kannst du den Leiterinnen und Leitern der Bachelorstudiengänge und des tsc-Jahreskurses deine Fragen direkt stellen. Der nächste Termin: 16.02.2022, 18–19.30 Uhr.
Graduierte mit Sonnenblume: 15 der 21 Bachelorabsolventinnen und -absolventen 2021 des Theologischen Seminars St. Chrischona freuen sich über ihren Studienabschluss.

Dankbarer Blick zurück über die Bachelorurkunden

tsc-Graduierungsfeier 2021

Dankbarer Blick zurück über die Bachelorurkunden

Bei der Graduierungsfeier am 3. September blickte die Abschlussklasse 2021 des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) noch einmal auf ihr Studium zurück. Sie präsentierte drei spannende Bachelorarbeiten und erinnerte sich mit einer Prise Wehmut an die prägende Zeit am tsc. Für die Studiengemeinschaft gab’s grossen Dank, für die 21 Absolventinnen und Absolventen gab’s Applaus und ihre Bachelorurkunden.

Qualitäts-Bachelorabschlüsse

Drei Bachelorstudiengänge bietet das tsc an: Kommunikative Theologie, Theologie & Pädagogik sowie Theologie & Musik. Jeder ist validiert von der Middlesex University London – eine seit 25 Jahren bestehende und gewachsene akademische Partnerschaft. Die Absolventinnen und Absolventen des tsc erwerben «Bachelor mit Honours degree» – die höchsten Bachelorabschlüsse, die das britische Bildungssystem kennt. Bei der Graduierungsfeier erhielten die Absolventinnen und Absolventen von den Leiterinnen und Leiter ihrer Studiengänge ihre jeweilige Bachelorurkunden.

Waren Frauen bei der Speisung der 5000 dabei?

Aus jedem der Studiengänge wurde die am besten bewertete Bachelorarbeit präsentiert. Den Anfang machte Franziska Chiavi. Die Absolventin des Bachelorstudiengangs Kommunikative Theologie hatte sich mit der feministischen Hermeneutik auseinandergesetzt, eine Lehre der Bibelauslegung, die die Frau ins Zentrum stellt. Ein Beispiel dafür ist die Speisung der 5000 – in der Heiligen Schrift ist nur die Rede von Männern. Waren also keine Frauen dabei? Doch, vermutet die feministische Hermeneutik. Das sei chancenreich – so Franziska Chiavi – wenn Vorurteile aufgebrochen und weibliche Erfahrungswerte beachtet werden. Kritisch werde es aber dort, wo die Autorität der Bibel als Gottes Wort hinterfragt werde.

Wann ist ein Mann ein Mann?

Geschlechterfragen erörterte auch Micha-David Hirt in seiner Bachelorarbeit im Studiengang Theologie & Pädagogik. Er thematisierte die Essenz des Mannseins – eine aktuelle und für viele junge Männer auch persönlich sehr relevante Frage. Der tsc-Absolvent untersuchte, was Identität konstruiert. «Identität ist ein komplexes Phänomen», stellte er wiederholt fest. Auf der Suche nach bibeltheologischen Antworten analysierte er die Schöpfungsgeschichte und kam zur Überzeugung: «Männer stehen nicht in Konkurrenz zur Frau, sondern ihr gegenüber. In der Ergänzung liegt grosse Stärke.»

Was macht Trostlieder aus?

Eine interdisziplinäre Bachelorarbeit hat Johanna Habel verfasst. Die Absolventin des Studiengangs Theologie & Musik untersuchte sowohl theologisch als auch musikwissenschaftlich, wie Lieder trösten können und was Lieder über Leid besonders macht. Drei Trostlieder aus der Kirchengeschichte untersuchte sie näher, eines davon ist «It Is Well With My Soul» von Horatio Spafford. Dort begründet der Lieddichter den Trost theologisch: «Was immer mein Los ist, du hast mich gelehrt: Meine Seele ist im Frieden damit». Musikalisch hat der Echoeffekt im Chorus eine tröstende, weil sich wiederholende und damit beruhigende Wirkung.

Micha-David Hirt, Franziska Chiavi und Johanna Habel (von links) stellten an der Graduierungsfeier 2021 ihre ausgezeichneten Bachelorarbeiten vor.
Micha-David Hirt, Franziska Chiavi und Johanna Habel (von links) stellten an der Graduierungsfeier 2021 ihre ausgezeichneten Bachelorarbeiten vor.

Bachelorarbeiten von tsc-Studierenden

Jedes Jahr veröffentlicht das Theologische Seminar St. Chrischona ausgewählte und besonders gut benotete Bachelorarbeiten auf seiner Internetseite. So kannst du dich in spannende theologische Themen einlesen und dir ein eigenes Bild machen von der hohen Qualität des Studiums am tsc.

Graduierungsfeier: die einen gehen, die anderen starten

Erst seit wenigen Jahren finden die Graduierungsfeiern des tsc direkt vor dem Start ins neue Studienjahr statt. Dies erzeugt eine besondere Situation. Denn das Publikum besteht nicht nur aus den Absolventinnen und Absolventen mit Familien und Freunden, sondern auch aus den neuen Studierenden des tsc. Während die einen ihr Studium erfolgreich beendet haben und schon die nächste Lebensphase begonnen haben, starten die anderen erst damit. Die Abschlussklasse machte den Neuen dann auch Mut für ihre bevorstehende Zeit und zeigte, wie sie sie meistern können.

Lehrreiche Erfahrungen, schöne Erinnerungen

Stellvertretend für die Abschlussklasse erinnerte sich Rahel Ernst an die zurückliegende Studienzeit. Sie hob besonders die Bedeutung der tsc-Studiengemeinschaft hervor: «Mit Christus im Zentrum haben wir zusammen gebetet, gesungen, uns herausgefordert und ermutigt.» Mit einem Blumenstrauss bedankte sie sich bei den Mitstudierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden des tsc für das gemeinsame Unterwegssein und alle Unterstützung. Vom tsc nehmen die Absolventinnen und Absolventen eben nicht nur Bachelorurkunden, sondern vor allem lehrreiche Erfahrungen und schöne Erinnerungen mit.

Graduierte mit Sonnenblume: 15 der 21 Bachelorabsolventinnen und -absolventen 2021 des Theologischen Seminars St. Chrischona freuen sich über ihren Studienabschluss.
Graduierte mit Sonnenblume: 15 der 21 Bachelorabsolventinnen und -absolventen 2021 des Theologischen Seminars St. Chrischona freuen sich über ihren Studienabschluss.

Infos zu den Bachelorstudiengängen

  • Die Bachelorstudiengänge des Theologischen Seminars St. Chrischona sind von der Middlesex University London validiert. Es handelt sich um anerkannte Bachelorabschlüsse nach hohem europäischem Bildungsstandard.
  • Studierende können den Bachelor in Theologie (Honours) im Präsenz- oder Fernstudium erwerben, ausserdem den Bachelor of Arts (Honours) in Theologie & Pädagogik sowie den Bachelor of Arts (Honours) in Theologie & Musik.
  • Die Bezeichnung «Honours» bedeutet: Bachelor mit Honours Degree. Der Honours-Bachelor ist der höchste Bachelorabschluss im britischen Bildungssystem. Vom Arbeitsaufwand entspricht er dem im deutschsprachigen Raum bekannten Bologna-Bachelor. Der Honours-Bachelor ist kein akademischer Grad, sondern die Bezeichnung für einen Bachelorstudiengang, der durch eine bestimmte Studienleistung mit entsprechender Note abgeschlossen werden kann (level of honours degree).

Interessiert?

  • Infos zum tsc-Studienangebot in kompakter Form erhältst du bei unseren Schnupper-Webinaren. Dabei kannst du den Leiterinnen und Leitern der Bachelorstudiengänge und des tsc-Jahreskurses deine Fragen direkt stellen. Der nächste Termin: 17.11.2021, 18–19.30 Uhr.
  • Wie ist es, am Theologischen Seminar St. Chrischona zu studieren? Und wäre das etwas für dich? Herausfinden kannst du das bei unseren Schnuppertagen – kostenlos und unverbindlich. Der nächste Termin: 22.–23.10.2021.
Leitsätze Kommunikative Theologie: Teil 6 (1500x500px)

Wir setzen auf Gottes Wirken und tun alles, was wir können.

Leitsatz 6 zur Kommunikativen Theologie

6. Wir setzen auf Gottes Wirken und tun alles, was wir können. Wir tun alles, was wir können, und setzen auf Gottes Wirken.

Autoren: Reiner Bamberger, Dr. Dr. Beat Schweitzer

Der Leitsatz kurz erklärt

Wir setzen auf Gottes Wirken und tun alles, was wir können. Wir tun alles, was wir können, und setzen auf Gottes Wirken. Wir liegen falsch, wenn wir meinen, wir hätten alles im Griff, oder wenn wir glauben, nur Gott müsse und könne handeln. Es kommt auf Gott an und es kommt auf den Menschen an. Für uns am Theologischen Seminar St. Chrischona bedeutet das: Im Denken, Reden und Handeln tun wir, was immer wir tun können – und erwarten, erbitten, empfangen und erleben darin das Wirken Gottes und die Partnerschaft des Heiligen Geistes.

Video zum Leitsatz

Nicht einfach zu verstehen ist der Leitsatz Nr. 6 zur Kommunikativen Theologie des Theologischen Seminars St. Chrischona. Dabei öffnet sich ein paradoxes Spannungsfeld, das die beiden tsc-Dozenten Dr. Dr. Beat Schweitzer und Reiner Bamberger im Video näher erläutern. Engagiert und leidenschaftlich zeigen sie die grosse Kraft auf, die der Leitsatz entfalten kann, wenn er richtig verstanden wird und sich menschliches Handeln und Gottes Wirken unauflöslich vereinen.

Mahnung zur Besonnenheit

Wer als Christ in Reden und Handeln kommunizieren will, hat mit Einseitigkeiten besonnen umzugehen. Weder ein «Geist der Machbarkeit» noch ein «Geist der passiven Frömmigkeit» helfen weiter. Wir liegen falsch, wenn wir meinen, wir hätten alles im Griff, oder wenn wir glauben, nur Gott müsse und könne handeln. Es kommt auf Gott an und es kommt auf den Menschen an.

Gott beteiligt uns an seinem Wirken in dieser Welt

Gott hat sich entschieden zu reden und zu handeln. Er hat sich entschieden, dass er den Menschen an seinem Wirken in dieser Welt beteiligt. Gott hat diese Welt in Christus erlöst und bietet dem Menschen damit eine grundlegend neue Existenz an. Wer darauf eingeht und Christ wird, wird zur Mitarbeiterin oder zum Mitarbeiter Gottes. Entsprechend und beispielhaft versteht Paulus sich als Mit-Arbeiter Gottes: «Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau» (1. Korinther 3,9). Das «Mit» betont die Gleichzeitigkeit und Notwendigkeit der menschlichen Arbeit und des göttlichen Wirkens.

Gott hat sich entschieden zu reden und zu handeln. Er hat sich entschieden, dass er den Menschen an seinem Wirken in dieser Welt beteiligt.

Spannungsverhältnis: Gottes Handeln – menschliches Handeln

Gott, Heiliger Geist, Begabung und Mensch, Planung, Methode gehören deshalb zusammen. Diese unterschiedlichen Dimensionen sind aufeinander bezogen und kommunizieren miteinander. Aus diesem Glauben und Vertrauen heraus tun wir alles, was wir können – und setzen ganz auf Gottes Wirken: beides sozusagen zu 100 Prozent. Oder wie es im Jakobusbrief heisst: «Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden» (Jakobus 2,22). Das ist und bleibt paradox, scheinbar widersprüchlich und spannungsreich. Martin Luther oder Augustinus wird ein Zitat zugeschrieben, das es auf den Punkt bringt: «Man muss so beten, als ob die ganze Arbeit nichts nütze. Man muss so arbeiten, als ob das ganze Beten nichts nütze.»

Man muss so beten, als ob die ganze Arbeit nichts nütze. Man muss so arbeiten, als ob das ganze Beten nichts nütze.

Was aus dem Leitsatz 6 für das tsc folgt

Das bedeutet für uns am Theologischen Seminar St. Chrischona: Wir denken, reflektieren, forschen sorgfältig und verantwortungsbewusst. Wir kommunizieren rhetorisch gut, kreativ und gewissenhaft. Wir nutzen unsere Möglichkeiten, arbeiten wissenschaftsorientiert und bilden uns weiter. Wir begegnen unseren Mitmenschen erwartungsvoll und wertschätzend.

Und: Wir sind darauf angewiesen, dass Gott handelt und spricht und dadurch unsere menschliche Kommunikation in Wort und Tat gelingen lässt; wir sind auf seine Initiative, Weisheit und Voraussicht angewiesen.

Geheimnisvolles Zusammenwirken

Wir vertrauen in all unserem Denken, Reden und Handeln darauf, dass Gott uns die nötigen Ressourcen schenkt. Wir tun, was immer wir tun können. Darin – nicht danach, daneben oder darüber hinaus! – erwarten, erbitten, empfangen und erleben wir das Wirken Gottes und die Partnerschaft des Heiligen Geistes. Wie genau das wunderbare Wirken Gottes und des Menschen ineinandergreifen, sich dabei verbinden und ergänzen, das bleibt ein Geheimnis.

Diese unbegreifliche communicatio von wechselseitigem Geben und Nehmen schürt Hoffnung, schafft Klarheit und macht neugierig.

Was ist Kommunikative Theologie?

Kommunikative Theologie bildet die Grundlage aller Studiengänge am tsc – nicht nur des gleichnamigen theologischen Bachelor-Studiengangs. Kurz auf den Punkt gebracht funktioniert sie so: Wir hören zu. Wir lernen von- und miteinander. Wir wollen verstehen und verstanden werden. Wir sind so frei und reden von Jesus Christus. Wir leben unsere Beziehung zu Gott.

tsc-Aussendungsfeier 2021: Abschlussklasse (1500x1000px)

Auf und davon in den Dienst

tsc-Aussendungsfeier 2021

Auf und davon in den Dienst

29 Absolventinnen und Absolventen verabschiedete das Theologische Seminar St. Chrischona (tsc) am 27. Juni 2021 mit einer coronabedingten Aussendungsfeier im familiären Rahmen. Ganz nach ihrem Motto machen sie sich «auf und davon» in den Dienst in Kirchen, christlichen Gemeinden und Werken.

Aussendung mit weinendem Auge

Den grössten Teil der Aussendungsfeier nahmen die Laudationen und Bibelverszusprachen an die Absolventinnen und Absolventen ein. Fazit dieses Programmteils: Jeder Einzelne war für ein, drei oder mehr Jahre eine Bereicherung der Studiengemeinschaft am tsc. Das Loslassen geschieht deshalb auch mit einem weinenden Auge. «Viel zu schnell ist die Zeit mit euch vergangen», bekannte etwa Susanne Hagen, die Leiterin des Bachelorstudiengangs Theologie & Musik.

Aussendung als Auftrag des tsc

Es ist der Auftrag des Theologischen Seminars St. Chrischona, Menschen auszubilden, um sie wieder auszusenden. Der Fokus liegt auf dem, was sie am tsc lernen, erleben und von dort mitnehmen. Rektor Dr. Benedikt Walker erinnerte die Absolventinnen und Absolventen an einen wichtigen Punkt: «Theologie studieren bedeutet: Wir lernen hinzuhören. Wir hören Gottes Stimme zu, reflektieren, suchen das Gespräch mit anderen und reagieren darauf.» Und René Winkler, der am tsc den Bereich Weiterbildungen leitet, predigte mit Verweis auf Abraham: «Nicht seine Leistung, sondern sein Glaube war entscheidend.» Wie Abraham sei auch die tsc-Abschlussklasse 2021 erwählt und berufen, Menschen Gottes zu sein.

tsc-Aussendungsfeier 2021: Benedikt Walker
Benedikt Walker wünscht den Absolventinnen und Absolventen 2021, dass sie lebenslang auf Gottes Stimme hören.

Wer ein tsc-Studium absolviert, ist gefragt

Fast alle Absolventinnen und Absolventen haben bereits eine Stelle gefunden, mit der sie nach einer Sommerpause starten – mehrheitlich in einer Gemeinde- oder Kirchenarbeit. Das trifft zum Beispiel auf die 34-jährige Franziska Chiavi zu. Sie hat den Bachelorstudiengang Kommunikative Theologie abgeschlossen und geht als Pastorin in die Chrischona Frauenfeld. Gefragt sind auch die Absolventinnen und Absolventen der kombinierten Bachelor-Studiengänge Theologie & Pädagogik sowie Theologie & Musik. Der 28-jährige Micha Habel ist einer der Absolventen der Theologie & Musik. Er hat bereits während seines Studiums als Jugendpastor in der Stami Lörrach gearbeitet und wird das weiter tun.

Corona-Auflagen verhinderten tsc-Jahresfest 2021

Es war das zweite Mal, dass die Corona-Massnahmen ein grosses tsc-Jahresfest verhinderten. Aufgrund der kurz vor der Aussendungsfeier erfolgten Corona-Lockerungen war die Stimmung jedoch gelöst. Jede Absolventin und jeder Absolvent durfte zwei Gäste nach St. Chrischona einladen. Rund 150 Personen vor Ort und weitere rund 400 Personen via Livestream verfolgten die zweieinhalbstündige Feier.

Zwei Musikvideos des tsc-Chors feierten Premiere

Im Gegensatz zur Aussendung 2020 durfte 2021 wieder gesungen werden. Überhaupt nahm die Musik viel Raum ein während der Aussendungsfeier. Kleine Ensembles aus dem Studiengang Theologie & Musik trugen Lieder vor. Und am Ende feierten zwei Musikvideos des tsc-Chors ihre Premieren: «Vater unser» und «Lean on Me», jeweils mit grosser Beteiligung der tsc-Abschlussklasse. Diese können weiterhin auf dem Youtube-Kanal des tsc angesehen werden.

tsc-Studienangebot:

  • BTh Kommunikative Theologie (3 Jahre, Bachelorabschluss) – der Theologie-Studiengang kann im Präsenz- oder im Fernstudium studiert werden.
  • BA Theologie & Pädagogik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die vielseitige theologische und pädagogische Grundausbildung.
  • BA Theologie & Musik (3 Jahre, Bachelorabschluss) – die im deutschsprachigen Raum einzigartige Kombination aus theologischem und musikalischem Studium.
  • tsc-Jahreskurs (1 Jahr, Teilnahmezertifikat) – beliebt als Orientierungs- oder Vorbereitungsjahr bzw. als Auszeit oder persönliche Weiterbildung. Schwerpunkt Worship wählbar.
  • Online-Kurse (1 oder 2 Semester, Leistungsnachweis) – individuell belegbar zur persönlichen Weiterbildung.

Interessiert?

  • Wie ist es, am Theologischen Seminar St. Chrischona zu studieren? Und wäre das etwas für dich? Herausfinden kannst du das bei unseren Schnuppertagen – kostenlos und unverbindlich. Der nächste Termin: 11.–12.03.2022.
  • Infos zum tsc-Studienangebot in kompakter Form erhältst du bei unseren Schnupper-Webinaren. Dabei kannst du den Leiterinnen und Leitern der Bachelorstudiengänge und des tsc-Jahreskurses deine Fragen direkt stellen. Der nächste Termin: 16.02.2022, 18–19.30 Uhr.